Vernichten oder Verderben
"Vernichten oder Verderben"
Zitate aus der Neuen Welt Übersetzung sind kursiv geschrieben oder Gekennzeichnet mit NWÜ
In dem vorherigen Artikel hatte ich angekündigt Bibeltexte aus der Neuen Welt Übersetzung zu prüfen, die das Wort „vernichten“ oder „Vernichtung“ beinhalten. Können diese sehr harten Worte tatsächlich von unserem himmlischen Vater stammen oder sind das bewusst harte Formulierungen von einer religiösen Führung, damit man sich das allgemeine Volk untertan halten kann?
Sicherlich gibt es mehrere Wörter, die man im Deutschen heute für Wörter aus einer anderen Sprache einsetzen kann. Das Problem also möglichst das gleiche Wort im Deutschen zu finden, wie es in der Ausgangssprache gemeint war ist wirklich sehr schwierig und ja, es wäre möglich, dass man unabsichtlich mal ein falsches Wort einsetzt. Davor ist wohl kein Übersetzer gefeit. Hinzu kommt noch, dass in der Bibel von vielen Dingen gesprochen wird, für die es kein Gegenbild in der eigenen Welt gibt. Wenn die Propheten damals über ihre Visionen geschrieben haben, Einblicke in den geistigen Bereich, dann können wir das kaum nachvollziehen und daher mit den Übersetzungen auch mal daneben liegen.
Allerdings gibt es auch sowas wie einen roten Faden in der Bibel. So eine Art Leitgedanken, der sich durch alle Bibelbücher zieht. Würde man nun einen strittigen Text zu übersetzen zu versuchen, dann könnte man davon ausgehen, dass diejenige Übersetzung besser ist, die mit diesem roten Faden übereinstimmt. Eine Abweichung könnte darauf hinweisen, dass die Übersetzung eher falsch ist. Daher beleuchten wir mal die Texte, die die Worte „vernichten“ oder „Vernichtung“ enthalten, ob sie mit dem „Geist“ der Bibel übereinstimmen. Man könnte aber auch religiöse Lehren heranziehen und schauen, ob die noch sinnvoll sind, wenn man diese harten Worte übersetzt.
Falls jemand noch nicht genau weiß um was es mir geht, hier zwei Veranschaulichungen dazu:
1. Ich kann mir in einer Woche durchaus mehrmals den Magen verderben, aber wenn ich den Magen vernichte, dann geht das nur ein einziges Mal. Danach existiert mein Magen nicht mehr.
2. Ein Fisch kann verdorben sein, ist jedoch immer noch vorhanden, nur eben nicht mehr als frischer Fisch, sondern als verdorbener Fisch. Im Falle eines verdorbenen Fisches sollte man diesen tatsächlich vernichten, doch bis man das tut gibt es ihn noch. Ist der Fisch dann vernichtet, ist er weg für immer.
Fangen wir mit dem Text an, den ich bereits im letzten Artikel erwähnt hatte:
Joh. 3:16; NWÜ: Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht vernichtet wird, sondern ewiges Leben hat.
Zum Vergleich eine andere Übersetzung:
Joh. 3:16; Elb:
16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Welche Lehren sind von diesem einen Bibeltext betroffen?
1.Die biblische Lehre von der Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten
2.Die biblische Lehre von der 1.ten und 2.ten Auferstehung
3.Die religiöse Lehre von den 144.000 und der großen Volksmenge
4.Die religiöse Lehre von einer Regierung im Himmel und Untertanen auf der Erde
Warum ist das Wort „vernichtet“ oder „verloren“ an dieser Stelle so wichtig? Weil die Problematik erst dann richtig zum Vorschein kommt, wenn man den Umkehrschluss zieht, der sieht dann aus meiner Sicht wie folgt aus:
-Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gegeben hat, damit jeder, der NICHT an ihn glaubt vernichtet wird, und kein ewiges Leben hat.-
Ich habe hier lediglich den Satz geringfügig verändert, und zwar den Umkehrschluss aus der NWÜ, was passiert, wenn man eben nicht an Jesus glaubt. In der NWÜ wird somit zwar das Positive hervorgehoben, nämlich dass jeder der an Jesus glaubt, nicht vernichtet wird, aber das negative steht ja zwischen den Zeilen dabei, man merkt es nur nicht gleich. Das negative ist nämlich, dass jeder der nicht an Jesus glaubt, eben vernichtet wird. Denn das Wort „jeder“ zeigt ja, dass es nur ein entweder oder gibt. Entweder glaubt man an Jesus oder eben nicht. „Jeder“ wird mit diesem Maßstab gemessen und daher gibt es keine Grauzone.
Daher schauen wir mal, ob das mit den restlichen Aussagen der Bibel im Gleichklang ist.
Der Zeitpunkt von dem in Joh. 3:16 die Rede ist, ist nach dem Schall der 7.ten Posaune, wenn Christus vom Himmel auf die Erde herabkommt. Gemäß der Bibel ist beim Schall der 7.ten Posaune auch die Stunde gekommen in der die Gerechten und die Ungerechten auferstehen.
Für nähere Information hierzu in den schön veröffentlichten Artikel:
https://www.bruderinfo.com/das-erste-und-das-zweite-hat-welche-bedeutung
https://www.bruderinfo.com/das-zweite-kommen-christi
Da haben wir schon das erste Problem. Nur wer Gerecht ist, bekommt ja ewiges Leben, somit müssten entweder nur die Gerechten auferstehen oder die Ungerechten würden zwar auferstehen, dann aber direkt wieder vernichtet werden. Wenn das aber die erste Auferstehung ist und alle die nicht an Christus glauben vernichtet worden sind, wer soll dann in der zweiten Auferstehung zum Leben kommen? Ist ja keiner mehr da. Entweder hat man schon ewiges Leben oder man ist vernichtet worden. Ist man in der ersten Auferstehung verloren gegangen, so kann man aber in der 2.ten Auferstehung gefunden werden und doch noch ewiges Leben erlangen.
Wie sieht es aber für die religiöse Lehre von den 144.000 und der großen Volksmenge aus, die ich unter Punkt 3 und 4 erwähnt habe? Die 144.000 sind ja die Gerechten und glauben an Christus, wodurch Sie ewiges Leben bekommen und wie eine religiöse Lehre sagt: mit ihm vom Himmel aus regieren werden. Doch gemäß Joh. 3:16 gäbe es dann keine große Volksmenge mehr, die man als Untertanen auf der Erde regieren könnte. Denn alle anderen wurden ja vernichtet. Würde die Lehre von einer Regierung im Himmel tatsächlich stimmen, dann wäre die Erde vollkommen leer. Nicht ein einziger Mensch würde während der 1.000 Jahre auf der Erde wohnen. Warum? Weil eben alle anderen die nicht an Jesus geglaubt haben, vernichtet worden sind und die die geglaubt haben, ja dann ewiges Leben im Himmel hätten.
Wird das jedoch wirklich von der Bibel so gelehrt? Ist das mit dem roten Faden kompatibel?
Gehen wir einen Schritt weiter und ziehen einen Bibeltext heran, der sich mit der Zeit am Ende der 1.000 Jahre beschäftigt. Dort lesen wir folgendes, ich zitiere:
Off. 20:7-9; NWÜ:
7 Sobald die 1000 Jahre dann zu Ende sind, wird Satan aus seinem Gefängnis freigelassen. 8 Er wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde in die Irre zu führen, Gog und Mạgog, um sie zum Krieg zu versammeln. Sie sind so zahlreich wie der Sand am Meer. 9 Und sie rückten über die ganze Erde vor und umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt. Aber Feuer kam aus dem Himmel und fraß sie auf.
Wenn also das Wort „vernichtet“ in Joh. 3:16 richtig wäre, woher kommen dann die Völker, die so zahlreich sind wie der Sand am Meer? Was der Teufel während der 1.000 Jahre gemacht hat ist biblisch klar belegt. Das finden wir am Anfang dieses Bibelkapitels, ich zitiere:
Off.20:1-3; NWÜ:
20 Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in der Hand. 2 Er packte den Drachen, die Urschlange – das ist der Teufel und Satan –, und fesselte ihn für 1000 Jahre. 3 Er schleuderte ihn in den Abgrund. Dann verschloss und versiegelte er die Öffnung über ihm, damit er die Völker nicht mehr in die Irre führt, bis die 1000 Jahre zu Ende sind. Danach muss er für eine kleine Weile losgelassen werden.
Der Teufel wird am Anfang der 1.000 Jahre weggesperrt, eben genau deshalb damit er die Völker nicht mehr in die Irre führen kann. Wenn aber alle Menschen, die an Jesus glauben ewiges Leben haben und damit zu den Gerechten gehören und alle anderen Menschen vernichtet worden sind, wo kommen dann die Völker her? Es dürfte keine Völker mehr geben!!! Weil es diese Völker jedoch gibt, daher wird der Teufel am Ende der 1.000 Jahre noch mal losgelassen. Wäre auch sinnlos, wenn es da niemanden auf der Erde geben würde, den er verführen könnte, denn die Gerechten sind ja gemäß der religiösen Lehre im Himmel.
Somit halten wir fest, dass in Joh. 3:16 das Wort „verloren“ die richtige Übersetzung sein müsste. Denn wer für die 1.te Auferstehung am Anfang der 1.000 Jahre verloren war, weil er eben nicht an Christus geglaubt hat, der kann am Ende der 1.000 Jahre nun gefunden werden und dann doch noch ewiges Leben erhalten.
Widmen wir uns einem weiteren Text, ich zitiere:
Joh. 10:10; NWÜ:
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben – Leben in seiner ganzen Fülle.
Joh.10:10; NGÜ:
10 Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen. Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.
Hier könnte man tatsächlich das Wort „vernichten“ in der NWÜ so stehen lassen. Aus dem Kontext geht hervor, dass Jesus hier von den Schafen spricht und derjenige der seine (also Jesu) Schafe stehlen will, der will diese tatsächlich vernichten / schlachten. Denn hierbei handelt es sich um den Antichristen, der ja in den Diensten des Teufels steht und somit genau das im Sinn hat.
Aber weder der Teufel noch der Antichrist hat die Macht die Schafe Jesu zu vernichten, denn dieser könnte sie einfach wieder auferwecken. Somit wäre auch hier die bessere Übersetzung, dass der Dieb die Schafe ins Verderben bringen will.
Jesus hat in Mat. 10:28 explizit gesagt, dass man sich nicht vor denen fürchten soll, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen. Sondern sie sollten sich vor dem fürchten, der sowohl Seele als auch Leib verderben kann.
Dieser Dieb aus Joh. 10:10 ist prophetisch auch in Jesaja 33 gemeint, ich zitiere:
Jes. 33:1: NWÜ
33:1 Wehe dir, du Vernichter, der nicht vernichtet wurde, du Betrüger, der nicht betrogen wurde! Wenn du mit Vernichten fertig bist, wirst du vernichtet werden. Wenn du mit Betrügen fertig bist, wirst du betrogen werden.
Auch hier sehen wir ganz klar, dass aus Sicht des Diebes, der die Schafe Jesu stiehlt, ganz klar die tatsächliche Vernichtung im Vordergrund steht. Somit könnte man das als Übersetzung so stehen lassen, wenn da nicht Mat. 10:28 wäre, wie gerade erklärt. Daher ist auch hier die biblische Übersetzung der Elberfelder etwas genauer:
Jes. 33:1; Elb:
Wehe dir, Verwüster, der du selbst nicht verwüstet wurdest, und dir, Treuloser, an dem man nicht treulos gehandelt hat! Sobald du das Verwüsten beendet hast, wirst du verwüstet werden. Sobald du mit der Treulosigkeit fertig bist, wirst du treulos behandelt werden. –
Ja verwüsten kann der Dieb, Lügner, Antichrist, aber vernichten eben nicht, dazu hat er keine Macht, selbst wenn der Teufel hinter ihm steht. Bleiben wir doch mal beim Antichristen und beschäftigen uns mit einigen Bibelstellen, die von ihm und seinem Umfeld handeln.
Bezugnehmend auf das wilde Tier steht in der Offenbarung, ich zitiere:
Off. 17:11; NWÜ:
Und das wilde Tier, das schon einmal da war, jetzt aber nicht mehr da ist: Es ist zugleich ein achter König, aber es stammt von den sieben und geht in die Vernichtung.
In der NWÜ steht, dass der achte König in die Vernichtung geht, in anderen Bibeln wird es weniger dramatisch übersetzt:
Off. 17:11; Elb:
11 Und das Tier, das war und nicht ist, es ist selbst sowohl ein achter als auch von den sieben und geht ins Verderben.
Off. 17:11; HFA:
11 Das Tier, das früher da war und jetzt nicht mehr da ist, dieses Tier ist ein achter König; und er gehört zu den sieben anderen. Auch sein Weg führt in den Untergang.
Bei diesem Text würde ich sogar sagen, dass die Übersetzung der NWÜ mit „Vernichtung“ auf das wilde Tier bezogen richtig ist. Die beiden anderen Übersetzungen beziehen sich meiner Meinung nach eher auf den „achten König“ und bezogen auf ihn ist die Wortwahl mit „geht ins Verderben“ oder „sein Weg führt in den Untergang“ stimmiger. Warum denke ich das?
Weil das wilde Tier noch 7 Köpfe hat und diese sind ebenfalls Könige. Das wilde Tier ist eine symbolische Gestalt von einem Konstrukt, dass aus 8 Königen besteht und diese Könige sind buchstäbliche Menschen. Das Konstrukt „wilde Tier“ kann man vernichten und die 8 Personen gehen am Anfang der 1.000 Jahre ins Verderben. Erst am Ende der 1.000 Jahre wird sich entscheiden, ob sie an der zweiten Auferstehung teilhaben oder dem zweiten Tod zum Opfer fallen. Wobei Opfer hier nicht das richtige Wort ist. Es wird aufgrund ihrer eigenen Handlungsweise so kommen. Sie selbst werden dafür die Verantwortung haben. Ich zitiere:
Off. 20:10; NWÜ:
9 Und sie rückten über die ganze Erde vor und umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt. Aber Feuer kam aus dem Himmel und fraß sie auf. 10 Der Teufel, der sie in die Irre führte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo schon das wilde Tier und der falsche Prophet waren. Sie werden dann Tag und Nacht gequält für immer und ewig.
In dem Artikel...: https://www.bruderinfo.com/triologie-nr3-antichrist-der-doppelagent
...hatte ich ja bereits erwähnt, dass das wilde Tier und der Antichrist das gleiche ist. Deshalb ist auch der nachfolgende Text in dieser Hinsicht sehr interessant, ich zitiere:
2. Thess.2:3; NWÜ:
3 Lasst euch in keiner Weise von irgendjemandem irreführen, denn dieser Tag wird nicht kommen, bevor die Abtrünnigkeit kommt und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, offenbart wird.
2. Thess.2:3; Elb:
3 Dass euch doch niemand auf irgendeine Weise verführe! Denn ⟨dieser Tag kommt nicht, ⟩ es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens;
Die Formulierungen sind hier sehr spannend. Bei „der Mensch der Gesetzlosigkeit“ würde man ja denken, dass derjenige sich an keine Gesetze hält. Doch wie sieht es bei „der Sohn der Vernichtung“ aus? Wer so bezeichnet wird, vernichtet er dann gerne oder wird derjenige vernichtet??? Könnte sogar beides zutreffen und ich glaube hier erfüllt sich auch der Text aus Jesja 33:1. Den haben wir schon weiter oben abgehandelt. Allerdings würde ich noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass dieser „Sohn der Vernichtung“ eben von demjenigen abstammt, der nichts anderes im Sinn hat als alles zu zerstören / vernichten was Gott aufgebaut hat. Jesus hat da kein Blatt vor den Mund genommen und hat zu den damaligen Führern des Volkes Gottes gesagt:
Joh.8:44; HFA:
44 Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an einen Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.
Die Führer des damaligen Volkes Gottes waren zwar auch Kinder des Teufels, sie waren aber nicht der Antichrist, der für die Zeit des Endes angekündigt wurde und zu diesem Zeitpunkt die Schafe von Jesus stiehlt. Man könnte somit sagen, dass sich die Geschichte hier wiederholt, da der Antichrist sich ja in den Tempel Gottes setzt und wir wissen ja, dass nicht jeder in den Tempel hineindarf. Meistens sind es nur die Anführer und der Antichrist muss ja ein Anführer sein, wenn er die Schafe Jesu hinter sich her wegziehen will. Aber der Antichrist ist ebenfalls ein Sohn des Teufels und was dieser Teufel erreichen will, können wir hier nachlesen:
1.Petr. 5:8; Elb:
8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Und wenn ein Löwe einen verschlingen will, dann bestimmt nicht, weil er es gut mit uns meint. Ja der Teufel will jeden vernichten, der an Jesus Christus den einziggezeugten Sohn Gottes glaubt. Und daher wird der Antichrist auch zu Recht als Sohn der Vernichtung bezeichnet. Das einzig Gute daran ist, dass der Teufel eben nicht für immer vernichten kann. Das kann nur unser himmlischer Vater und sein Sohn.
Es gibt noch weitere Texte, die sich mit falschen Propheten unter dem Volk Gottes beschäftigen. Ich zitiere:
2. Petrus 2:1; NWÜ
1 Es gab jedoch auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Diese werden unauffällig zersetzende Sekten einführen und sogar den Besitzer verleugnen, der sie freigekauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen.
Petrus sagt zur Christengemeinde, dass es auch unter ihnen falsche Lehrer geben wird. Also in der Zukunft. Das ist schon sehr bezeichnend, wenn man noch hinzunimmt, was Jesus gesagt hat:
Mat. 23:10; HFA:
10 Ihr sollt euch auch nicht Lehrer nennen lassen, weil ihr nur einen Lehrer habt: Christus.
Obwohl Jesus zu seinen Nachfolgern gesagt hat, „Lasst Euch nicht Lehrer nennen“, hat Petrus genau das unter dem Volk Gottes vorausgesagt.
Wörtlich: „wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird.“
Nicht nur, dass er sagte, dass es Lehrer geben wird, er definierte sogar, dass es „falsche“ Lehrer sein werden. Warum? Weil sich die wahren Nachfolger von Jesus eben nicht so nennen würden, den diese erkennen an, dass nur Jesus der Lehrer ist, und genau dadurch verleugnen diese falschen Lehrer ihren Besitzer Jesus Christus. Weil sie eben nicht auf ihn hören, sondern machen, was sie wollen, um der eigenen Ehre willen. Aber zurück zum Wort „Vernichtung“.
In der Elberfelder und Menge Bibel wird hier auch wieder mit „Verderben“ übersetzt. Ich zitiere nur mal die HFA, weil diese sehr deutlich ist:
2. Petrus 2:1; HFA:
1 Doch schon damals hat es im Volk Israel falsche Propheten gegeben. Solche Leute werden auch bei euch auftreten und Lehren verbreiten, die euch ins Verderben stürzen sollen. Damit verleugnen sie Christus, den Herrn, der sie doch von ihren Sünden freigekauft hat, und besiegeln so ihren schnellen Untergang.
Ganz deutlich auch hier zu erkennen, dass die falschen Lehrer unter den wahren Christen auftreten würden, mit dem Ziel Lehren zu verbreiten, damit sie einen ins Verderbern stürzen wollen. Wer das also mit Absicht so geplant hat, steht gewiss nicht auf der Seite von unserem himmlischen Vater und seinem Sohn. Sie lehnen damit sogar das Lösegeld von Jesus ab, was ja bedeutet, dass sie immer noch in der Sünde sind. Noch deutlicher wird es in dem nächsten Vers, ich zitiere:
2. Petrus 3:16; NWÜ
16 Er spricht davon in allen seinen Briefen. Allerdings ist manches darin schwer zu verstehen, und es wird von unwissenden, ungefestigten Leuten verdreht, so wie sie es auch mit den übrigen Schriften tun – zu ihrer eigenen Vernichtung.
Zum Vergleich inkl. des vorherigen Textes, damit man weiß wer spricht:
2.Petr. 3:15,16; Menge:
15 und erachtet die Langmut unsers Herrn für Errettung, wie ja auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat. 16 Ebenso ist es ja in allen seinen Briefen der Fall, wenn er in ihnen auf diese Dinge zu sprechen kommt. In diesen (Briefen) findet sich allerdings manches Schwerverständliche, das die Unwissenden und Ungefestigten ebenso zu ihrem eigenen Verderben verdrehen, wie sie es auch bei den übrigen (heiligen) Schriften tun.
Also diejenigen die sich Lehrer nennen und die schwer verständlichen Bibelpassagen (in diesem Fall von Paulus) zu falschen Lehren verdrehen, das wird zu ihrem eigenen Verderben sein. Was ich bemerkenswert finde, ist, dass sie darüber hinaus auch vor den einfacheren Passagen nicht halt machen und diese auch verdrehen. Was wäre so eine einfache Aussage? Nun nur ein Beispiel, ich zitiere:
Mat. 24:29, 30; NWÜ:
29 Direkt nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern der Mond hört auf zu leuchten die Sterne fallen vom Himmel und die Kräfte des Himmels werden erschüttert. 30 Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen und alle Völker der Erde werden sich trauernd an die Brust schlagen und sie werden den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
In diesen beiden Versen wird gesagt, dass Jesus „NACH“ der Drangsal und „AUF“ den Wolken des Himmels wieder kommt und dabei „GESEHEN“ wird. Das sind einfache klare Worte, die man nicht falsch verstehen kann. Und dennoch gibt es welche die sich „Lehrer“ nennen und behaupten, dass Jesus „IN“ oder „WÄHREND“ der Drangsal kommt, und zwar „IN“ den Wolken und somit „unsichtbar“, er also nicht gesehen werden kann.
Eine einfache Bibelpassage, die dreimal komplett verdreht wird, genauso wie es Petrus vorausgesagt hatte. Es ist also genauso eingetroffen, von daher darf man davon ausgehen, dass auch der weitere Verlauf seiner Prophezeiung eintreffen wird: „ebenso zu ihrem eigenen Verderben verdrehen,“. Das das Verdrehen der Wahrheit am Ende nicht zu einer Belohnung von Gott führen kann, dass braucht man ja eigentlich nicht zu erklären. Da es aber in der Bibel steht und auch das Wort Vernichtung drin vorkommt, zitiere ich es dennoch (bitte den Kontext nachlesen):
2. Thessalonicher 1:9; NWÜ
9 Gerade diese werden zur Strafe zu ewiger Vernichtung verurteilt, weg vom Herrn und von seiner herrlichen Macht.
2.Thess. 1:9; Menge:
9 Diese werden als Strafe ewiges Verderben erleiden fern vom Angesicht des Herrn und fern von der Herrlichkeit seiner Kraft,
oder
1. Korinther 3:17; NWÜ
17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten. Denn der Tempel Gottes ist heilig und ihr seid dieser Tempel.
1.Kor. 3:17; Elb:
17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.
Während die NWÜ von vernichten / Vernichtung spricht, sprechen andere Übersetzungen von verderben. Die Menschen, die dem Teufel helfen, völlig egal ob wissentlich oder unwissentlich, werden laut der NWÜ vernichtet. Denn durch falsche Lehren zerstört man den Tempel Gottes, der ja die Brüder Christi sind und das geht bei Gott gar nicht. Das sind keine guten Aussichten für diese falschen Lehrer / Bibelverdreher. Zum Glück gibt es ja noch andere Übersetzungen, die einen Hoffnungsschimmer bieten. Klar, auf den ersten Blick hört sich der Text aus der Menge Bibel auch nicht besser an. „Ewiges Verderben“ scheint ein Schrecken ohne Ende zu sein. Doch jetzt kommt das zum Tragen, was ich eingangs erwähnt habe. Wenn verderben eben nicht vernichten bedeutet, dann würde man das ja ewig aushalten müssen. Da wären wir dann bei der Höllen Lehre, doch ist das damit gemeint?
Gott ist ein Gott der Liebe und Jesus hat es uns auf der Erde gezeigt, indem er zu Sündern gegangen ist und diese nicht verurteilt hat, so wie viele von deren Mitmenschen. Passt jetzt eine ewige Qual zu einem liebenden Gott? Wäre dann die einmalige Vernichtung nicht barmherziger?
Bestimmt und ewige Vernichtung wie es in der NWÜ steht, ist eigentlich nicht möglich. Wenn etwas einmal vernichtet ist, dann ist es weg. Du kannst es nicht nochmal vernichten und schon gar nicht ewig. Somit wird hier schon klar, dass etwas anderes gemeint ist. Legen wir das Augenmerk mal auf den 2.ten Teil des Textes, diesen hier:
2.Thess. 1:9; Menge:
9 Diese werden als Strafe ewiges Verderben erleiden fern vom Angesicht des Herrn und fern von der Herrlichkeit seiner Kraft,
Wahre Nachfolger Jesu bekommen zu Beginn seiner Wiederkunft ewiges Leben und sind bei der Hochzeitsfeier von Jesus und seiner Braut eingeladen, denn sie sind diese Braut. Es hätten aber noch viel mehr dabei sein können, aber sie wurden aus dem Fest-Saal entfernt, vom Angesicht des Bräutigams (Jesus) weg und das für eine lange Zeit, nämlich mind. 1.000 Jahre, weil erst am Ende klar ist ob sie sich geändert haben oder nicht. Wenn ja, dann werden sie auch Zugang zu Jesus erhalten, durch die 2.te Auferstehung. So lange sind sie aber von seinem Angesicht entfernt. Als Beleg dafür möchte ich einen bekannten Bibeltext anführen:
Mat. 12:31,32; Elb:
31 Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden.
32 Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. –
Jesus sagt hier, dass die Sünde gegen den heiligen Geist weder in diesem Zeitalter (in dem Befinden wir uns immer noch) noch in dem zukünftigen Zeitalter (1.000-jähriges Reich mit Jesus als König) vergeben wird. Was ist aber mit dem Zeitalter danach? Dazu sagt Jesus nichts. Dieses Zeitalter würde nämlich am Ende der 1.000 Jahre beginnen und somit könnten die Menschen, die nicht an der ersten Auferstehung zu Beginn der 1.000 Jahre teilgenommen haben, während der 1.000 Jahre im Verderben sein, was bedeutet fern vom Angesicht des Königs Jesus Christus zu sein. Wenn Sie am Ende den Versuchungen des Teufels standhalten, könnten Sie es in die 2.te Auferstehung schaffen. Danach beginnt dann wieder ein neues Zeitalter und das Verderben hat ein Ende.
Das bringt uns zu einem weiteren Text, wo in der NWÜ von „vernichten“ die Rede ist, ich zitiere:
Jakobus 4:12; NWÜ
Es gibt nur einen, der Gesetzgeber und Richter ist – derjenige, der retten und vernichten kann. Du aber, wer bist du, dass du ein Urteil über deinen Mitmenschen fällst?
In anderen Bibeltexten wird das so übersetzt:
Jakobus 4:12; Elb:
12 Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu retten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?
Jakobus 4:12; HFA:
12 Dabei gibt es doch nur einen Gesetzgeber und einen Richter, und das ist Gott. Nur er kann verurteilen oder von Schuld freisprechen. Woher nimmst du dir also das Recht, deine Mitmenschen zu verurteilen?
Klar, die Elberfelder spricht hier auch von verderben. Wenn aber verderben bedeutet, während der 1.000 Jahre den Christus regiert, fern von seinem Angesicht zu sein, ist es eben keine „Vernichtung“. Die HFA lässt hier sogar noch mehr Spielraum, denn sie sagt:
„Nur er kann verurteilen oder von Schuld freisprechen.“
Statt von vernichten, spricht die HFA von verurteilen. Vernichtung ist wohl das härteste Urteil, was man sich vorstellen kann. Aber hat jeder Mensch, nur weil er nicht an Christus glaubt (Joh.3:16 wie eingangs erwähnt) die Vernichtung verdient? Selbst bei menschlichen Richtern gibt es eine Vielzahl von Strafen, zu der ein Übeltäter verurteilt werden kann. Die Todesstrafe gibt es nur in wenigen Ländern und garantiert nicht für jedes Vergehen. Aber unserem himmlischen Vater und seinem Sohn unterstellt man einfach, dass es für jedes Vergehen, egal wie klein oder groß es sein mag, nur die eine Strafe gibt:
„Vernichtung“!!
Es gibt noch weitere Bibeltexte in der NWÜ, aber auch einigen anderen Übersetzungen, die die Wörter „vernichten“ oder „Vernichtung“ verwenden. Da verhält es sich genauso wie bei den vorangegangenen Texten, die wir ausführlich beleuchtet haben. Die einen übersetzen mit vernichten, die anderen mit verderben oder verloren gehen.
Nun könnte man aber argumentieren, dass unabhängig davon, ob es zu einer Lehre passt eben doch drastischer gemeint ist als ich es jetzt hier beschrieben habe. Daher habe ich nun einen Bibeltext ausgewählt, wo jeder, wirklich jeder Mensch nachprüfen kann, ob hier „vernichten“ die richtige Wortwahl ist oder eben nicht. Ich zitiere:
1. Mose 9:11; NWÜ
Ja, ich schließe einen Bund mit euch: Nie wieder wird eine Flut alles Leben auslöschen und nie wieder wird eine Flut die Erde vernichten.“
1. Mose 9:11; Elb:
11 Ich richte meinen Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch das Wasser der Flut, und nie mehr soll es eine Flut geben, die Erde zu vernichten.
1. Mose 9:11; Menge:
Ich schließe also meinen Bund mit euch dahin, daß hinfort niemals wieder alle lebenden Geschöpfe durch das Wasser einer Sintflut vertilgt werden sollen und daß niemals wieder eine Sintflut eintreten soll, um die Erde zu verheeren!«
Sogar die Elberfelder Übersetzung benutzt hier ebenfalls das Wort „vernichten“. Doch hier die alles entscheidende Frage:
Wurde die Erde bei der Sintflut wirklich vernichtet?
Ist nicht die Tatsache, dass wir heute immer noch auf dieser Erde leben, der beste Beweis, dass die Erde NICHT VERNICHTET worden ist? Ist das nicht weiterhin der Beweis dafür, dass diese krasse Wortwahl eben nicht immer das bedeutet, was wir darunter verstehen? Die Menge Bibel hat es hier richtig wiedergegeben, die Erde wurde verheert. Sie wurde komplett von Wasser überschwemmt und dabei ist vieles / alles zu Bruch gegangen und viele Menschen sind gestorben, doch die Erde wurde nicht vernichtet. Sie ist bis heute immer noch da. Wir sind der Beweis dafür, denn wir leben auf ihr, was wir nicht könnten, wenn die Erde vernichtet worden wäre.
Zum Abschluss möchte ich noch einen Bibeltext anführen und ein Fazit ziehen. Ich zitiere wieder aus der NWÜ:
Matthäus 7:13; NWÜ
Geht durch das enge Tor, denn weit ist das Tor und breit ist der Weg in die Vernichtung, und viele gehen hindurch.
Matthäus 7:13; HFA:
13 »Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn.
Die HFA ergänzt diesen Vers mit einem Hinweis, dass der Weg ins Verderben bequem ist. Ihr könnt das ganze Kapitel 7 im Zusammenhang lesen, es geht nicht um Bestrafung. Das Gegenteil ist der Fall. Es handelt von Vergebung, von Nächstenliebe und das Gott gut ist. Warum sollte dieser Gott nun die Menschen einfach vernichten, nur weil sie den bequemen Weg gehen??? Sind deswegen alle böse? Nein, sie sind einfach zu bequem den schmalen Weg zu suchen und daher steht im nächsten Vers:
Matthäus 7:14; HFA:
14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.«
Jesus sagt, nach dem Reich Gottes muss man wie nach einem Schatz graben und das erfordert eben Arbeit und Anstrengung. Wenn ich jetzt mal die ganzen gelesenen Bibeltexte zusammenfasse, dann entsteht da bei mir folgendes Bild:
Die Teilhabe am Königreich Gottes = Gemeinschaft mit Jesus Christus = erste Auferstehung am Anfang der 1.000 Jahre = ewiges Leben
Die Nichtteilhabe am Königreich Gottes = verderben, fern vom Angesicht Christus = keine erste Auferstehung am Anfang der 1.000 Jahre = noch kein ewiges Leben = Möglichkeit zur Teilnahme an der zweiten Auferstehung am Ende der 1.000 Jahre, um dann ewig zu leben
Gott ist der Inbegriff von Liebe und Jesus hat uns das Wesen seines und unseres himmlischen Vaters offenbart. Wir Menschen leben heute so 80 – 100 Jahre und können in dieser Zeit viel Gutes aber auch Schlechtes tun. Doch wenn wir es in dieser Zeit schaffen an Jesus zu glauben, dann haben wir den schmalen Weg ins Königreich gefunden, denn Jesus ist dieser Weg. Nur durch ihn kommen wir auch zum Vater. Für alle anderen Menschen gibt Gott in seiner Barmherzigkeit 1.000 Jahre Zeit, also mindestens das 10 fache unseres bisherigen Lebens, die Möglichkeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Diese 1.000 Jahre sind der breite Weg des Verderbens, weil dieser bedeutet fern vom Angesicht seines Sohnes zu sein. Aber man ist dennoch am Leben und kann das Paradies genießen. Wenn man dann am Ende der 1.000 Jahre den Verführungen des Teufels widersteht, dann hat man an der zweiten Auferstehung teilgenommen und lebt genauso ewig wie diejenigen, die das Königreich durch den schmalen Weg bereits gefunden hatten.
Autor: Bruder W.F.

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