Zweiter Brief eines 90 jährigen Zeugen Jehovas an Gerrit Lösch

Armin Slavik • 10. Mai 2026



Zweiter Brief eines 90 jähriger Zeuge Jehovas 
an Gerrit Lösch

 

Dieser zweite Brief von Bruder Bruno M. ging uns die Tage zu. Er ist ein 90 Jahre alter loyaler Zeuge Jehovas, und wendet sich nun schon zum zweiten Mal an die leitende Körperschaft. Er bekräftigt in seinen Briefen mehrfach, dass er sehr wohl bereit ist, biblische Argumente anzuhören und anzuerkennen. Wird Gerrit Lösch in Brooklyn und die Geistlichen (Ältesten) seiner Heimatgemeinde im Saarland weiterhin versuchen, durch hartnäckiges Schweigen ihren Pflichten aus dem Weg zu gehen? Wollen sie einem altgedienten Zeugen Jehovas keine Antworten geben? Oder sind der leitenden Körperschaft doch eher die biblischen Gegenargumente ausgegangen?

 

Unser Bruder Bruno M. hatte im Mai in seinem ersten Brief um Auskunft und Einsicht nach dem deutschen Datenschutzgesetz der Zeugen Jehovas gebeten (DSGJZ § 3). Doch die Verantwortlichen verwehren ihm bis zum heutigen Tag Auskunft und Einsicht. -Zeigen die, nach außen so gesetzestreu auftretenden Zeugen bei ihrem eigenen Datenschutzgesetzt, wie man das Wort Gesetzlosigkeit definieren könnte?

 

Wer als Zeuge Jehovas dachte, ein solch offener Brief führe zwangsläufig zu einem Rechtskomitee mit Ausschlussverfahren, der hat sich geirrt. Erst vor kurzem klopften zwei Verkündiger an seine Tür, um zu sehen, wie es ihm geht. Offensichtlich hatte der erste Brief durch seine überaus klaren biblischen Beweise bei allen Beteiligten große Ratlosigkeit ausgelöst.

 

Wenn die, welche die Führung der Zeugen Jehovas innehaben, nach dem ersten Brief schon keinen Mut finden, um ihm unter die Augen zu treten, welche Reaktion wird wohl auf diesen zweiten öffentlichen Brief folgen?

 

Bruder M. benutz in diesem neuen Brief über 100 Bibeltexte, die eine gebührende Antwort auf die Hauptlehre der leitenden Körperschaft geben: Nämlich, dass es für Christen zwei Klassen mit zwei unterschiedlichen Hoffnungen geben soll. Doch nicht nur die Bibel, sondern auch der eigene Wachtturm vom 1. Mai 2002 unter "Fragen von Lesern" wird dieser Hauptlehre zum tödlichen Verhängnis. Was bleibt von Jehovas Zeugen noch übrig, wenn sich ihr jetziges Verständnis von "der großen Volksmenge" als unbiblisch herausstellt?

 

Der Mindestanstand von den Zeugen des allmächtigen Gottes sollte doch darin bestehen, diesem Beröerchrist zumindest mitzuteilen, dass man fieberhaft nach Antworten sucht, aber bislang noch keine gefunden hat. Und dass man dankbar für die biblischen Hinweise ist.

 

Wie geht die Führungsspitze der Zeugen Jehovas mit biblischer Kritik um? Werden sie Kontakt aufnehmen? Werden sie anhand der Bibel eine Erwiderung finden können? Oder werden sie sich weiterhin hinter einer Mauer des Schweigens verkriechen? Die biblische Beweislast der Briefe ist erdrückend! Werden die führenden Männer sich wie der reumütige Petrus verhalten und dieses Zurechtbringen voller Demut als von der der Bibel stammend annehmen (Gal. 2:11-14 / Luk. 22:61,62)? Oder sehen sie eher den Überbringer im Mittelpunkt, statt die überbrachte Botschaft aus der Bibel? Wird man alles folgende nun heimlich und hinter verschlossenen Türen tun?

 

Matthäus 26: 3-5

"3 Da versammelten sich die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kajaphas hieß. 4 Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten. 5 Sie sprachen aber: Nicht während des Festes, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht!" 
(Schlachter-Bibel)

 

Hier ist sein zweiter Brief:

___________________________________________________________________

 

Jehovah’s Witnesses

Governing Body Gerrit Lösch
25 Columbia Heights

 

BROOKLYN NY 11201-2483

 

 

 

Datum: 25.08.2016
 
 

Wie versprochen, halte ich alle Versammlungen auf dem Laufenden über die aktuelle Situation.

 

Mein zweiter öffentlicher Brief
zur Kenntnisnahme und Veröffentlichung
und mit der Bitte, endlich Antworten zu erhalten

 

An Gerrit Lösch, Mitglied der leitenden Körperschaft, an das Zweigbüro in Selters, an den Beauftragten Bruder für Datenschutz in Berlin, an meine Heimatversammlung Neunkirchen-West (Deutschland/Saarland) und an viele ausgewählte Einzelpersonen und diverse Versammlungen im ganzen deutschsprachigen Gebiet. Jeweilige Durchschriften wurden separat versendet.

 

Datenschutz und mein Recht auf Auskunft

 

Mein Name ist Brd. Bruno M. und ich wurde am 27.10.1956 als Zeuge Jehovas getauft und bin seid dem, 60 Jahre mit der Versammlung Neunkirchen-West (Deutschland/Saarland) verbunden. Nun bin ich 90 Jahre alt. Ich bin ein Glaubensbruder, der seit vielen Monaten auf biblisch begründeten Antworten wartet. Dies ist nun schon meine sechste schriftliche Aufforderung seit Januar. Aber die Ältesten meiner Heimatversammlung, sowie das Zweigkomitee und die leitende Körperschaft schweigen. Warum ist das so? Das erinnert mich an den Propheten Elia. Als er einst dem Volk Israel, der Versammlung Gottes eine Frage stellte, heißt es in 1. Könige 18:21 "Und das Volk erwiderte ihm KEIN WORT." Es geht, bei den von mir angesprochenen Bibeltexten, um fundamentale Grundlehren. Also nicht um Kleinigkeiten. Es sollte sich doch ein Bruder auf der Welt finden, der mir eine biblische Erwiderung geben kann! Oder ist das eher ein betroffenes Schweigen, was mir entgegengebracht wird? Als ich im Februar von einem lieben Ältesten und einem Dienstamtgehilfen besucht wurde, sagte man mir, dass die Briefe vorliegen würden und man sich bei mir diesbezüglich melden wird. Aber nichts von dem Versprochenen ist bis jetzt eingehalten worden.

 

Auch habe ich in meinem Brief vom 23.05.2016 um Einsicht in meiner Daten gemäß dem gültigen Datenschutzgesetz der Zeugen Jehovas K.d.ö.R. gebeten. Auch dieses Recht aus dem eigenen Datenschutzgesetz hat man mir bis jetzt verweigert. Die Ältesten meiner Versammlung kennen mich doch und wissen, wer ich bin. Um meinem Recht Nachdruck zu verleihen, werde ich also einen Notar oder Rechtsanwalt in Anspruch nehmen müssen, der zweifelsfrei meine Identität bezeugt und diesen Brief mit einem Begleitschreiben an meine Heimatversammlung und den Beauftragten Bruder für Datenschutz in Berlin per Einschreiben versendet. Schade, dass ich diese Mühe mit 90 Jahren auf mich nehmen muss, weil man nicht zu seinem Wort steht; nicht zu seinem eigenen Datenschutzgesetz und seinem eigenen aufgestellten Religionsrecht! Der nächste Älteste wohnt keine 5 Minuten von mir entfernt. Das ist wirklich traurig.

 

Ich wäre ohne Hilfe nicht in der Lage einen PC zu bedienen. Mein Sohn hilft mir beim Niederschreiben meiner Gedanken, dem Schriftbild, dem Druck und dem Versenden von hunderten dieser Briefe an die Versammlungen. In Österreich und der Schweiz übernehmen andere wahrheitsliebende Älteste und Brüder den Versand an die dortigen Versammlungen. Und wie ich letzte Woche erfahren habe, übersetzten die Brüder meinen vorherigen Brief schon in anderen Sprachen, so dass dieser Brief bereits den afrikanischen und amerikanischen Kontinent erreicht hat. Schön, wenn Brüder in Einheit zusammenarbeiten. An alle beteiligten Ältesten und Brüder meinen aufrichtigen Dank. Man sieht also, dass euer vergangenes und zukünftiges Gebaren globale Auswirkungen hat. Lieber Bruder Lösch, auch wenn mir bei meinen Briefen von verschiedenen Seiten Unterstützung gegeben wurde, so bedenke bitte, es ist meine Unterschrift, meine Briefe und meine Gedanken. Und ich erwarte nun endlich Antworten!

 

Darum wende ich mich an die "Versammlungen der Welt"

 

Lieber Bruder Lösch, in Deinem Internetartikel "Warum haben Jehovas Zeugen einige ihrer Glaubensansichten geändert?" unter der Rubrik "Über uns" schreibst Du als letzten Satz: "Wir beten darum, dass Gott auch uns weiterhin korrigiert." Vielleicht sind die folgenden 100 Bibelstellen dieses Briefes die Erhörung Deiner Gebete. Bileam wurde durch eine Eselin zurechtgewiesen. "Ich habe gesündigt, denn ich wusste nicht, dass du es warst, der sich mir im Weg entgegenstellte" (4. Mose 22:34). Die Botschaft ist wichtig! Nicht der Überbringer!

 

Auch hast Du, lieber Bruder Lösch, im Religionsgesetzt der Zeugen Jehovas in Deutschland (StRG §13, Abs. 1) korrekt die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen Zeugen Jehovas als grundlegendes Prinzip in der Religionsgemeinschaft echter Zeugen Jehovas festgehalten. Diese Eigenverantwortlichkeit jedes Zeugen Jehovas entspricht genau den Vorgaben der Bibel. Wenn Du, lieber Gerrit, und die übrigen Glieder der leitenden Körperschaft uns zum Beispiel gebieten würdet, freitags Blutwurst zu essen, würde diese Pflicht, wie Du es ausdrückst, uns gebieten, Deinen Anweisungen nicht zu befolgen. Sogar, wenn Du es als neues Licht hinstellen würdest, welches angeblich direkt von Jehova stammt und inspiriert sei. Eben weil es der Anweisung der Bibel widerspricht, kein ausgeblutetes Fleisch zu essen. Inspirierte Äußerungen müssen gemäß den Worten der Bibel vom Einzelnen auf ihre Echtheit geprüft werden. Dieses Beispiel ist eine sehr offensichtliche Übertretung eines Grundsatzes der Bibel. Meinst Du, dass diese Eigenverantwortung vor anderen Lehren von Dir halt macht? Dann wäre ich ein gewissenloser und feiger Zeuge Jehovas. Feiglinge stehen laut Offenbarung auf der gleichen Stufe wie Hurer und Mörder (Off. 21:8). Ich schreibe Dir diesen Brief, um meiner Pflicht der Eigenverantwortung als Zeuge Jehovas nach dem Religionsrecht der Zeugen Jehovas in Deutschland (StRG §13, Abs. 1) und der Pflicht als Christ (Eph. 5:11), zu erfüllen. Lieber Bruder Lösch, es handelt sich hier, wie es das Wort "Religions RECHT" schon besagt, um mein zugesichertes RECHT und um eine Anweisung Jehovas, wenn ich das Wort der Bibel an Dich richte. Behandle das Wort der Bibel bitte mit Respekt.

 

Jesus gibt zudem in Matthäus 18:17 eine unverrückbare Anweisung: "Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen." Dieses Gesetz Christi machte nicht vor den Männern um Jakobus oder vor einem Apostel wie Petrus halt. Und mit Bestimmtheit macht es auch nicht vor Dir halt oder vor der übrigen leitenden Körperschaft. Wer sich gegen die Anweisung Jesu stellt, offenbart sich als Mensch, der über dem Gesetz der Bibel steht; als Mensch der Gesetzlosigkeit. Die Anweisung Jesu lautet, dass mit dem Sünder öffentlich in der Versammlung, gesprochen werden soll und die gesamte Versammlung gemeinsam um das Leben eines Bruders ringt. Somit nutze ich hiermit die Möglichkeit, die mir Christus in Matthäus 18:17 angeboten hat und spreche hiermit öffentlich zu den Versammlungen. Fällt einem Beröerchrist etwas bezüglich der Lehre auf, was falsch und somit Sünde ist, so bin ich als einzelner Christ verantwortlich und darf nicht die Augen verschließen und schweigen. Auch Paulus fordert von mir, die Dinge zu rügen, die nicht der Wahrheit, sondern der Finsternis entsprechen (Eph. 5:11). Über 8 Millionen Brüder und Schwestern treten gegenüber der Welt als Zeugen Jehovas auf. Als Propheten des höchsten Gottes. Sollten einige ihrer prophetischen Bezeugungen unwahr sein, so macht 5. Mose 18:20-22 unmissverständlich klar, das ein falscher Prophet sterben wird! Deshalb ist der Weg, öffentlich zu der Versammlung zu sprechen, sehr wohl notwendig und richtig.

 

Gibt es für die folgenden Lehrpunkte, die ich erwähnen werde eine biblisch beweisbare Gegenerklärung, die ich noch nicht bedacht habe, so bin ich lernfähig. Das würde aber voraussetzten, dass meine Versammlungsältesten, Selters oder Du, Bruder Lösch, der der des Deutschen mächtig ist, endlich antwortet. Über 20 Lehren müssen biblisch überprüft werden. Und das ist erst der zweite Brief. Seit einem halbes Jahr und sechs Briefen warte ich auf Antwort. Es ist wirklich nichts Rühmliches an euerem Verhalten gegenüber einem altgedienten Bruder.

 

Zusammenfassung meines ersten öffentlichen Briefes

 

Mein letzter Brief handelte hauptsächlich vom zeitlichen Kommen und der Parousia Jesu. Du, lieber Gerrit, behauptest, dass Jesus gesagt hätte, dass er IN der großen Drangsal kommen wird und IN der Drangsal richten, belohnen und bestrafen wird. Und so verkünden alle Zeugen Jehovas Deine Worte der Welt. Um Deine Behauptung zu beweisen, stützt Du dich auf Matthäus 24:30 und Mark. 13:26 "die Nationen werden den Sohn des Menschen in Macht und Herrlichkeit kommen sehen". Doch Deine Aussage ist falsch. Zumindest sagt Jesus, dass Sie falsch ist. Denn im Vers davor (Mat. 24:29 + Markus 13:24) sagt Jesu, dass er NACH der Drangsal kommen wird um zu richten! Er muss es schließlich wissen. Die Sätze Jesu lauten weder "Und während der Drangsal...", noch "Nach einem gewissen Abschnitt der Drangsal jener Tage wird..." Und den Unterschied von WÄHREND und DANACH wird dir bestimmt bewusst sein. Während der Schwangerschaft > NACH der Schwangerschaft; Während der Arbeit > NACH der Arbeit; WÄHREND eines Ausflugs > NACH einem Ausflug. Dieser Satz Jesu, dass er erst NACH der Drangsal kommen wird, lässt einem Christen keine Interpretationsmöglichkeit, auch wenn es sich auf den ersten Blick unlogisch anhört. Aber wie gesagt, nur auf den ersten Blick! In Prophezeiungen findest Du ganz deutliche Aussagen, die jeder Mensch Wort für Wort so ablesen kann, wie sie sich erfüllen werden. Zum Beispiel lauten die Worte aus Offenbahrung 20:7 "Und sobald die tausend Jahre zu Ende sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden..." Auch hier bleibt kein Spielraum für private Interpretationen. Der Satan wird nicht am Ende oder während der tausend Jahre aus seinem Gefängnis losgelassen. Satan wird NACH den 1.000 Jahren losgelassen.

 

Habe ich Biblisch etwas übersehen? So sage es mir! Wenn nicht, so bezeichnet Jesus Deine Lehre, dass er IN der Drangsal kommt, als falsch. Auch bezeichnet Jesus damit Deine Lehre, dass er bereits IN der Drangsal richten wird, als eine falsche Lehre. Auch dass er Dich bereits IN der großen Drangsal wegen Deinem "Verständnis" und Deiner Treue über die ganze Habe setzen wird, wird sich nicht erfüllen. Auch das Harmagedon IN der großen Drangsal kommt, ist damit unwahr. Auch Deine Aussage, dass "Babylon die Große", wie Du sie siehst, IN der großen Drangsal angegriffen und dort zerstört wird, wäre genauso hinfällig. Jesus sagt unmissverständlich, dass er erst NACH der Drangsal kommt, um zu richten, zu belohnen und zu bestrafen! Und so muss ein Beröerchrist auch Dein Verständnis der großen Drangsal in Frage stellen und alles biblisch neu überdenken! Was die große Drangsal ist, wen sie betrifft und wen nicht, wie lange sie andauert und wie das mit der Verkürzung der Drangsal zu verstehen ist. Auch die Deutung des "Angriffs des neuzeitlichen Assyrers" (siehe WT Nov. 2013) inkl. Deiner Aufforderung, "... dann jede Deiner Anweisungen zu befolgen, ganz gleich, auch wenn sie nicht vernünftig erscheinen", wäre damit sehr bedenklich.

 

Du siehst, lieber Brd. Lösch, wenn Jesus erst NACH der Drangsal kommt, haben wir 8 Millionen Zeugen Jehovas, die im Namen des höchsten Gottes so einiges falsches prophezeien, was angeblich kommen soll, aber nicht so kommen wird. Sie verbreiten (D)eine falschen Lehren. Angesichts 5. Mose 18:20-22 droht uns allen wegen Dir das Strafgericht Jehovas! Deshalb ist es in meinen Augen sehr wohl berechtigt, mich auf Matthäus 18:17 zu berufen. Du, lieber Gerrit, behauptest doch seit 2013 von Dir, dass Du der "verständige Sklave" bist. Wenn das stimmt, dann solltest Du doch der Erste sein, dem das Wort "NACH" in der Bibel auffällt.

 

Ein weiterer Punkt meines letzten Briefes war die Parousia Christi. Nachdem Jesus von der großen Drangsal gesprochen hat, beginnt er den nächsten Satz in Matthäus 24:23 mit: "Wenn dann jemand zu euch sagt..." Was sagen die falschen Propheten IN der großen Drangsal? Sprechen sie von einem bevorstehenden Kommen Jesu? Nein! "Siehe! Hier ist der Christus" und "Siehe! Er ist in den inneren Gemächern." Die falschen Propheten sprechen über die bereits begonnene Parousia Christi. Sie predigen laut Jesus die Lüge, die vorhergesagte Parousia oder Gegenwart Christi habe bereits IN der großen Drangsal stattgefunden. Im darauf folgenden Vers 27 gibt Jesus die Erklärung warum die Aussage dieser Propheten eine Lüge ist: "Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart (Parousia) des Menschensohnes sein." Hier erwähnt Jesus zum aller ersten Mal selber das Wort Parousia / Gegenwart. Was ist der Unterschied, zwischen einem Blitz, der hinüberleuchtet und einer Person in den inneren Gemächern? Den Blitz siehst du. Die Parousia / Gegenwart eines Christus in den inneren Gemächern siehst du nicht. Und doch fordern die falschen Propheten die Jünger Jesu auf: "Siehe!" Diese Warnung ist nicht an so genannte Weltmenschen gerichtet, sondern an seine Jünger. Hätte seine vorhergesagte Parousia als Richter und Belohner bereits IN der großen Drangsal begonnen, und wäre sie eine unsichtbare Parousia (in den inneren Gemächern), so hätten die falschen Propheten doch die Wahrheit prophezeit. Die Aussage der falschen Propheten, denen die Jünger Jesu weder glauben noch folgen sollen, lautet:

 

1. Die Parousia Jesu habe bereits IN der großen Drangsal begonnen!

("Denn dann wird Drangsal sein... Wenn dann jemand zu euch sagt...")

2. Und, sie ist eine unsichtbare Parousia."

("Siehe! Er ist in den inneren Gemächern.")

 

Doch Jesus widerspricht diesen Aussagen! Seine prophezeite Parousia und sein Kommen finden erst NACH der großen Drangsal statt.

 

Lieber Bruder Lösch, untersuchen wir doch mal die letzten 1.983 Jahre. Also vom Tod Jesu bis zum heutigen Tag. Das sich im laufe der Jahrhunderten Personen als "falsche Christusse" (Math. 24:24) ausgegeben haben, hatten wir schon des Öfteren. Christus bedeutet "Gesalbter". Wir haben es also hier mit "falschen Gesalbten" zu tun, die versuchen, die Auserwählten irrezuführen. Doch wann in diesen 2.000 Jahren hat jemand die Jünger Jesu jemals versucht mit der Aussage zu täuschen, dass Jesu vorausgesagte Parousia bereits IN oder vielleicht schon VOR der großen Drangsal begonnen hätte? Und zudem, dass diese Parousia unsichtbar sei? Also Jesus ist wie prophezeit bereits wiedergekommen, aber er sei an einem Ort, wo man ihn nicht sehen kann, in den inneren Gemächern. Und trotzdem werden die Auserwählten dazu aufgefordert: "Siehe!" "Sieh hin!" Sind Dir, lieber Bruder Lösch, vielleicht Aufzeichnungen solcher, in Schare auftretenden, falschen Propheten aus der Zeit vor oder in der Zerstörung Jerusalems um 66-70 u. Z. bekannt? Oder aus der Zeit um 98, als Johannes sein Evangelium niederschrieb? Oder 1.000 oder 1.500 u. Z.. Mir ist aus entfernter Vergangenheit nichts dergleichen bekannt. Oder irre ich mich? Und doch muss sich die Prophezeiung Jesu erfüllen. Nicht umsonst sagt Jesus im Vers 25: "Siehe! Ich habe euch im Voraus gewarnt." Erst seid gut 100 Jahren sind diese Gedanken zum ersten Mal in der Weltgeschichte aufgetaucht. "1914 begann die unsichtbare Gegenwart / Parousia Jesu." Und die Stimmen der falschen Propheten, die diese negative Prophezeiung Jesu erfüllen werden immer zahlreicher. 8 Millionen Christen einer speziellen Religionsgemeinde bezeugen im Namen des höchsten Gottes die vorhergesagte Parousia Christi bereits WÄHREND bzw. VOR dem Beginn der großen Drangsal. Und sie prophezeien, obgleich sie sagen: "Siehe! Jesu Gegenwart hat bereits begonnen", dass sich Jesus zurzeit (während seiner Parousia) an einem Ort aufhält, wo man ihn mit Augen nicht sehen kann; Er sei in seinen inneren Gemächern im Himmel. Sie verkündigen fleißig, dass Jesus schon während der Drangsal kommen wird, um zu richten und zu belohnen.

 

Lieber Brd. Lösch, empfindest Du diese Worte als Kritik an Dir und den übrigen sechs Verantwortlichen? Oder als Kritik an "Deinen" Bibellehren? So bedenke bitte eins: Nicht ich kritisiere. Jesus übt Kritik an Dir und Deinen Lehren. Ich bin nur der Überbringer der Botschaft. Paulus sagte von sich als Apostel einmal treffend in 2. Korinther 1:24 "Nicht, dass wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude, denn ihr steht durch [EUEREN] Glauben." Was das Prüfen bzw. das prüfen dürfen betrifft, so sind die Anweisungen der Bibel eindeutig (2. Kor. 13:5; 1. Joh. 4:1; 1. Joh. 2:18; 2. Thes. 2:6-12; 2. Joh. 1:7; Apg. 17:11; 2. Thes.2:1-3; Mat. 24:5, 11, 23-26, 42, 43; Math. 25:13; Markus 13:6, 21-23, 33, 35, 37; Luk. 11:35; Luk. 12:37, 38; Apg. 20:30-31; 1. Tim. 4:1 und, und, und). Prüft, Prüft, Prüft! Oder, um die oft wiederholten Worte Jesu zu zitieren, "Bleibt beständig wachsam!" Oder wie es Johannes sagt: "Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen..." (1. Joh. 4;1). Wie andersartig hören sich da doch Deine Anweisungen an. Im Königreichsdienst vom September 2007 schreibst Du uns. z. B., dass "Du es nicht billigst, wenn Zeugen Jehovas eigenständig biblische Themen untersuchen". Lieber Gerrit, was würdest Du uns biblisch raten: Sollen wir nun den Anweisungen Jesu und der Apostel folgen und alles prüfen oder Deinen Anweisungen folgen und das Prüfen unterlassen? Beiden Herren kann ein Christ nicht dienen. Dazu sind die Anweisungen beider Lager zu konträr.

 

Wir nannten uns einst "ernste Bibelforscher". Doch Beröerchristen haben es heute bei den Zeugen Jehovas schwer. Man hört ihnen nicht zu und stellt sie gerne auf die gleiche Stufe wie echte Bibelabtrünnige, obwohl das nicht stimmt. Statt, wie Paulus, ihre edle Gesinnung zu loben, macht man einen großen Bogen um sie. Oder wären die Worte "Angst vor ihnen haben" passender? Ich bin der lebende Beweis für die Behauptung. Man sollte zuhören wenn jemand etwas sagt. Denn man kann nichts prüfen, von dem man nichts weiß. Erst dann kann jeder Einzelne prüfen und entscheiden, ob das Gesagte wahr oder falsch ist. Ob es von Gott stammt oder ob es teuflisches Gedankengut von Abtrünnigen ist. Das Licht besiegt IMMER die Finsternis. Deshalb braucht ein echter Christ keine Furcht vor dem Prüfen zu haben. Die Worte, "lasst alles vom treuen und verständigen Sklaven prüfen" suche ich in der Bibel vergeblich. Es gibt einzig nur die Aufforderung, "selbst zu prüfen".

 

Mein zweitgeborener Sohn, der mir beim Schreiben behilflich ist, fragte meinen erstgeborenen Sohn, ob er meinen Brief erhalten hat. Dieser erwiderte folgendes: "Ich habe ihn erhalten, aber nicht gelesen, da es sich um abtrünnige Gedanken handelt!" Was für ein Widerspruch in sich selbst! Zu gut Deutsch: "Ich weiß zwar nicht, um was es geht, aber ich verurteile es. Ich maße mir ein Urteil darüber an, was ich nicht kenne." Wer hat meinem Sohn nur ein solch unlogisches, widernatürliches und unbiblisches Verhalten beigebracht. Leider war ich es, der ihm vor 60 Jahren als blinder Zeuge Jehovas die unbiblische Anweisung der Wachtturmgesellschaft aufgezwungen hat, dass man nicht Prüfen darf. Ich habe ihn auf das Verweigern der Anweisung der Bibel, alles zu Prüfen und beständig wachsam zu sein, abgerichtet und dressiert wie ein Tier. Heute schäme ich mich für mein damaliges Verhalten und würde alles daran setzen meine Fehler wieder gut zu machen. Doch er ist nun erwachsen und muss seinen eigenen Weg gehen. Ich, der die Propaganda im zweiten Weltkrieg miterlebt hat, hätte es besser wissen müssen. Wie hieß es damals: "Hört niemals den Alliiertensender. Wer dabei erwischt wird, wir erschossen." Jesus verzeihe mir bitte meine begangenen Fehler.

 

Fazit

 

Wie bereits gesagt, wenn Du, Bruder Lösch, oder sonst ein Zeuge anhand der Bibel belegen kann, dass ich mich auch darin irre, so bin ich lernfähig. Wenn Jesus aber in Mat. 24:29 und Markus 13:24 sagt, dass er erst NACH der Drangsal kommen wird, so ist Deine "geistige Speise" die Du austeilst vergiftet. Wenn Jesus und die Apostel es billigen, biblische Themen eigenständig zu untersuchen, dann ist Deine "Speise" vergiftet. Wenn Jesus davor warnt, dass es falsche Propheten geben wird, die behaupten seine Parousia hätte IN der Drangsal begonnen, so ist Deine "Speise" vergiftet (Mat. 24:23-26; Mark. 13:21-23). Wen Jesus davor warnt, dass es Propheten geben wird, die fälschlich behaupten, Jesus würde sich bei seiner Parousia an einem Ort aufhalten, wo kein menschliches Auge ihn sehen kann (in den inneren Gemächern), so ist Deine "Speise" vergiftet. Übrigens, jedes Mal, wenn Jesus das Wort "sehen" in Verbindung mit seiner vorhergesagten Parousia benutzt (sei es in den Evangelien oder in der Offenbahrung), so setzt Du, lieber Bruder Lösch, das Wort "NICHT" davor und veränderst das geschrieben Wort der Bibel ins Gegenteil. Denke doch mal an Deinen Einladungszettel zum Gedächnismahl 2016: "Du wirst MIT MIR im Paradiese sein." Welche Auferstehung hat denn der Verbrecher neben ihm am Stamm? Die Auferstehung der Gerechten oder der Ungerechten? Wer wird auch noch bei diesem Verbrecher im Paradies sein? Antwort: "Der Menschensohn". Warum benutzt wohl Jesu in diesem Zusammenhang das Wort "Menschensohn" statt "Der Sohn Gottes". Hat es vielleicht etwas mit dem Sehen zu tun, das Christus wiederholt benutzt? Mit dem Erscheinungsbild Jesu, wenn seine versprochene Parousia beginnt? Doch das ist ein anderes Thema.

 

Du siehst, Brd. Lösch, es ist in Deinem Fall sehr wohl begründet, sich an die Versammlung zu wenden, wie es Jesus fordert. Genau so, wie es Paulus mit Petrus tat. Paulus widerstand Petrus ins Angesicht. Die zuvor erwähnten Lehren, aller sieben Männer der leitenden Körperschaft, sind weder mit der Bibel vereinbar noch inspiriert. Prüft nach! Beweist mir aus der Bibel, dass ich mich irre! Wenn ich mich aber nicht geirrt habe, so müssen nicht nur ich, sondern auch die Versammlungen jetzt aktiv werden. Wenn wir uns als Zeugen Jehovas am Verbreiten dieser falschen Lehren beteiligen, tragen auch wir eine Mitschuld. Auch müssten die Versammlungen Euch schreiben, und versuchen euch bezüglich dieser falschen Lehren zur Reue und Umkehr zu bewegen. Ein erstes Zeichen für Reue wäre die Höflichkeit, auf meine Briefe zu antworten.

 

Lieber Brd. Gerrit Lösch, viele Versammlungen, Älteste, Schwestern und Brüder erwarten mit Spannung Deine Reaktion auf diese Bibelstellen. Falsches im Namen des Höchsten zu Prophezeiungen und falsche Lehren zu verbreiten kann kein echter Christ auf die leichte Schulter nehmen. Wenn ihr keine biblischen Aussagen finden könnt, dass Jesus sich geirrt hat und er bereits in der Drangsal kommen wird, so haben wir hier die ernst zu nehmende Sünde des Verbreitens falscher Lehren; hervorgerufen und begründet durch die Mitglieder der leitenden Körperschaft, so wie einst Petrus und den Männern aus dem inneren Kreis um Jakobus.

 

Es geht hier nicht darum, ob ich durch das Äußern der Worte unseres Königs Jesus und der übrigen Bibelschreiber unberechtigte Kritik geäußert hätte und angeblich dadurch die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas von mir aus verlassen hätte. Das ist nicht wahr! Es geht auch nicht darum ein geheimes Rechtskomitee mit mir abzuhalten, so geheim und hinterhältig, wie das nächtliche und geheime Rechtskomitee des Hohenpriesters mit Jesus. Oder ob dieses Komitee ohne mein Wissen abgehalten wird, damit ich die Bibel nicht als Verteidigung benutzen kann. Diese Sachlage betrifft die gesamten Versammlungen der Zeugen Jehovas Weltweit und ist somit öffentlich. Es geht darum, zur Versammlung zu sprechen (Mat. 18:17). Und ob wir als Versammlung der Söhne Gottes Dir helfen können, Deine falschen Lehren einzusehen, zu bereuen und Dich, wie Deine sechs Mittäter aus dem Feuer zu reißen, um Euch vor der angedrohten Strafe durch Jesus zu bewahren. Bitte, bereut und kehrt um von euren falschen Lehren und Prophezeiungen im Namen des Allmächtigen. Bitte!!!

 

Das Thema dieses Briefes:


Zwei unterschiedliche Hoffnungen eines Christen

 

Doch nun zu einem neuen Thema. Lieber Bruder Lösch, führen wir ein ernstes Gespräch, so wie es unter Erwachsenen möglich werden sollte. Seid tausenden von Jahren ist jedem klar, dass eine besondere Gruppe Menschen eingesammelt wird. Die Brüder und Schwestern Jesu. Die so genannten Söhne und Töchter Gottes. Menschen, mit denen Jehova und Jesu besonderes vorhat. Die Bibel ist voll von diesen Belegen.

 

Doch Mitte der 1930-Jahre änderte sich etwas Fundamentales im Glauben der Zeugen Jehovas. Die beginnende Einsammlung der so genannten "anderen Schafe" veränderte diese grundlegende Wahrheit der Bibel. Brd. Rutherford verkündete 1935, dass es nun eine zweite Gruppe von Schafen gibt. Schafe, die vom Verhalten, vom Glauben, von ihren Glaubenstaten, ihrer Treue bis in den Tod, der Leitung durch den heiligen Geist und dem hervorbringen der Früchte des heiligen Geistes alle identisch sind. Sogar an der Menge des heiligen Geistes und biblischem Verständnis wären bei beiden Klassen absolut kein Unterschied auszumachen (siehe Wachtturm 1. Mai 2007 S. 31 oder Wachtturm Januar 2016 S. 23-24). Beide Klassen von Schafen predigen die identische gute Botschaft. Beide halten sich an die gleichen Moralvorschriften der Bibel. Beide Gruppen versäumen nicht ihr Zusammenkommen und gehen gemeinsam in die gleichen Versammlungen. Beide Gruppen sind Verkündiger, Dienstamtgehilfen, Älteste, Kreisaufseher u.s.w.. Schafe beider Klassen erwartet die gleiche Härte der Bestrafung bei Fehlverhalten. ABER Diese neue Klasse von Christen, die von Dir als andere Schafe bezeichnet wird, sollen eine andere Hoffnung als die erste Klasse besitzen. Zudem hätte Jesus mit diesen Christen keinen Bund geschlossen. Für diese Christen sei Jesu auch nicht der Mittler. Sie dürften auch nicht von Brot und Wein kosten (siehe Einsichtenbuch Band Nr. 2. Seite 371-372 Thema "MITTLER"). Gleiche Arbeit, gleiches Verhalten, gleicher Glaube aber eine unterschiedliche Belohnung bzw. Hoffnung?

 

 

Über die Hoffnung(en) welcher Personen reden wir hier?

 

Wir reden NICHT über die Hoffnung von irgendwelchen Ureinwohnern in Amerika oder Australien, die vor 3 tausend Jahren verstorben sind. Wir reden hier auch NICHT von der Hoffnung der biblischen Glaubenshelden, die von Jehova als Gerecht angesehen werden. Deren Hoffnung lasse ich aus Gründen der Übersichtlichkeit auch außen vor. Wir reden hier einzig und allein über die Hoffnung von Jüngern Jesu. Die Hoffnung von Christen! Nur diese Hoffnung ist für uns ausschlaggebend und relevant. Wo die Glaubenshelden der alten Zeit auferstehen werden, ist für meine Hoffnung als Christ und Sohn Gottes unerheblich. Ich rede auch NICHT darüber, wo die die eine oder andere Auferstehung stattfinden wird, und welchen Körper die Auferstandenen jeweils haben werden oder nicht haben werden. Das würde alles vom eigentlichen Thema ablenken. Nämlich von Deiner Behauptung, dass Jesu Jünger, also Christen, zwei unterschiedliche Auferstehungen bzw. Hoffnungen haben!

 

Woher kam 1935 das neue Licht von zwei Hoffnungen für Christen?

 

Wie erlangte Rutherford diese Erkenntnis, die von Dir bis heute propagierte wird? Hatte er eine nächtliche Vision über einen erweiterten Plan Jehovas? NEIN! Er bezeichnete sein neues Licht nicht als eine neue, von Jehova inspirierte Erweiterung der Grundwahrheit der Bibel, die ihm brandneu von Oben mitgeteilt wurde. Es schrieb kein neues 67tes inspiriertes Bibelbuch. Genau so wenig sind die Bibel erklärenden Worten des Wachtturms inspirierte Worte von Jehova. Oder bist Du anderer Meinung? Wenn Deine Aussagen in den Publikationen, lieber Bruder Lösch, inspiriert wären, so dürfte es seid 1919 u. Z. nur Erweiterungen (Erhellung des Lichts) gegeben haben und niemals eine Revidierung oder Änderung einer zuvor aufgestellten Lehrmeinung. Denn der heilige Geist erzählt keine Unwahrheiten! Als kleines Beispiel: Zuerst erzählst Du uns, dass der treue und verständige Sklave 33 u. Z. eingesetzt wurde. Dann erklärst Du uns 2013, dass diese Lehre unwahr ist. Zuerst sagst Du uns, dass Paulus, Johannes, Jakobus und alle Übrigen des ersten Jahrhunderts dazu zählen. Dann stellt sich 2013 heraus, dass dies eine unwahre Geschichte sein. Zuerst machst Du uns über Jahrzehnte weiß, dass generell alle Geistgesalbten zum treuen und verständigen Sklaven zählen würden. 2013 stellst Du fest, das Du die ganze Zeit etwas falschen gelehrt hast behauptest neuerdings, dass nur ihr von der leitenden Körperschaft der Sklave seid. Über Jahrzehnte wird lang und breit über die Klasse des bösen Sklaven (Geistlichkeit der Christenheit) und über die Gewohnheitstrinker gesprochen. 2013 stellt sich nun heraus, dass es eine solche Klasse gar nicht gibt und dass es Unwahrheiten waren, die du uns gelehrt hast. Viele Jahrzehnte wird als Weisheit letzter Schluss von Dir behauptet, Du seiest schon über die ganze Habe gesetzt. Nun stellt sich heraus, alles war ein großer Irrtum von Dir. Von dem so genannten alten Licht über den treuen und verständigen Sklaven hat sich alles geändert bis auf zwei Aussagen: 1. Jesus ist der Herr in diesem Gleichnis und 2. bei der Speise handelt es sich um "geistige" Speise. Der gesamte Rest war die ganzen Jahre falsch erklärt. Du hast uns über die Jahre viel Finsternis gelehrt. Heller werdendes Licht sieht anders aus: Zuerst hätte man im Wachtturm lesen dürfen, dass Jesus einen Sklaven vorhersagt. Wer es ist, sei noch unklar. Dann eine erste Erkenntnis, dieser Sklave muss 1919 eingesetzt worden sein. Wer es ist haben wir noch nicht verstanden. Danach dann das neue Licht: Dieser Sklave besteht aus den Männern der leitenden Körperschaft. Ob es auch einen bösen Sklaven gibt, hat uns der Geist noch nicht offenbart. Dann die neue Erkenntnis: Der Böse Sklave ist nur eine Warnung. Und so weiter. Das wäre heller werdendes Licht. Ob das jetzige Verständnis über das Gleichnis des treuen und verständigen Sklaven endlich richtig ist, bleibt abzuwarten.

 

Woher hatte nun Rutherford dieses "neue Licht"? Aufgrund von altbekannten Aussagen der Bibelschreiber, kam Rutherford zu dieser Überzeugung. Jeder Christ weiß seid 2.000 Jahren anhand der heiligen Schriften, dass es Gott und Jesus um das Einsammeln der Miterben mit Christus geht; um die Söhnen bzw. Töchter Gottes. Um die Könige und Priester. Und dann kommt urplötzlich nach 2.000 Jahren eine neue Erkenntnis aus den gleichen Bibelstellen?! Das macht einen Beröerchristen erst einmal stutzig. Ein Beröerchrist glaubt nicht einmal jeder "inspirierten" Äußerung sonder prüft diese, ob sie mit den übrigen Schriften in Einklang ist (1. Joh. 4:1). In 2.000 Jahren ist das mit den zwei Hoffnungen keinem aufgefallen? Nicht einmal den eigentlichen Bibelschreibern? Sehen wir mal als Beröer genau hin, ob es sich bei den zwei unterschiedlichen Hoffnungen für Christen um eine biblisch begründbare Tatsache handelt. Oder ob es sich um "eine andersartige gute Botschaft"  handelt, die nichts mit der Lehre Jesus zu tun hat (Gal. 1:6-9).

 

 

Die Beweise der zwei Hoffnungen für Christen

 

Als Beweise für eine irdische Auferstehungshoffnung werden die vielen Aussagen im AT herangezogen, die von einem Leben hier auf der Erde sprechen. "Die sanftmütigen werden die Erde besitzen". Entweder betrifft es das jüdische Volk und deren Vorfahren oder eben die oben schon erwähnten Verstorbenen, aus der sonstigen Welt. Wenn wir noch die Offenbahrung dazu nehmen, so wird gesagt, dass "das Zelt Gottes bei den Menschen weilen wird und das sie seine Völker sein werden". Und das die "Blätter der Bäume des Lebens zur Heilung für die Nationen bestimmt sind" (Off. 21:3 + Off. 22:2). Das Worte Mensch, Völker und Nationen sind doch sehr deutlich. Menschliches Leben wird auf der Erde weiterhin existieren. Auch wird in Offenbahrung 20 gesagt, dass die Nationen (also Menschen) nach den 1.000 Jahren das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt umzingeln werden (Off. 20:8+9). Ein irdisches Leben und eine Auferstehung auf der Erde sind nach meinem jetzigen Bibelverständnis daher sehr wohl begründet. Doch die Feststellung, dass es in den 1.000 Jahren und darüber hinaus ein irdisches Leben geben wird und Menschen auf der Erde auferstehen, sagt doch nicht das Geringste über zwei unterschiedliche Orte einer Auferstehung für Christen aus. Die Tatsache, dass es Leben im Meer gibt, sagt ja auch nicht aus, dass ich ein Fisch bin! Sehen wir uns also die eigentlichen Beweise näher an.

 

Die Prophezeiungen

 

Da gibt es die prophetische Aussage Jesu aus Johannes 10, wo auch der Name "andere Schafe" herkommt. "Ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind. Auch diese muss ich bringen." Und die Aussage aus Sacharja 8:23, wo "10 Männer den Rocksaum eines Juden ergreifen und sagen, dass sie mit ihm gehen wollen". Nicht zuletzt wird auch in der Offenbahrung 7 "eine große Volksmenge" erwähnt, der man eine andere Hoffnung und einen anderen Ort der Auferstehung weissagt als den "144.000". Ich erinnere mich auch an neue biblische Wortschöpfungen wie Jonadab-Klasse, wo eine geschichtliche Figur aus dem alten Testament als prophetische Weissagung für eine zweite Klasse von Christen herhalten musste. Na ja, das ist gerade so, als ob man das Seil, das Rahab aus ihrem Fenster hängen lies, als prophetische Weissagung für das Erscheinen einer Internetseite hinstellen würde, die JW.ORG genannt werden wird. Und dass das Festhalten an den jeweils gültigen Glaubenslehren, die dieser Internetseite verbreitet, die einzige Möglichkeit ist, sein Leben in Harmagedon zu retten, so wie dieses Seil bei Rahab, welches aus dem Fenster hing. Die Aussagekraft und Glaubwürdigkeit beider erfundenen Prophezeiungen ist gleich Null. Was auffällt, alle übrigen ernstzunehmenden Beweise von Dir für zwei unterschiedliche Hoffnungen für Christen stützen sich auf ausgedachte Erfüllungen von biblischen Prophezeiungen. Ist Dir das schon mal aufgefallen? Auch wird in zwei von den drei angeführten Prophezeiungen nichts über deren Hoffnung bzw. dem Platz ihrer Auferstehung gesagt. Lieber Gerrit, Du weißt ja, mit dem richtigen Deuten von Prophezeiungen haben Zeugen Jehovas nicht immer ein glückliches Händchen gehabt. Siehe z. B. die oben erwähnten unterschiedlichen Auslegungen über das Gleichnis vom treuen und verständigen Sklaven. Oder siehe Wachtturm vom 1. Januar 2013 mit dem Titel: "Jehovas Zeugen und falsche Daten für das Ende". Ich wurde 1956 getauft. 27 Jahre zuvor predigte man der Welt noch, dass die Ceops-Pyramide in Ägypten "der steinerner Zeuge Jehovas" sei. Im Wachtturm vom 1. Januar 2000 wird sie auch "Bibel in Stein" genannt. Die Längenmaße eines Ganges in besagter Pyramide diente der Errechnung des Jahres 1914 (Schriftstudienband 3 "Dein Königreich komme"). Aus Platzgründen beende ich hier die frustrierende Liste von falsch verstandenen Erfüllungen von Prophezeiungen von Dir und Deinen Vorgängern aus den vergangenen 140 Jahren. Aber wen es interessiert, kann sich auf euerer Seite http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200277174 mit dem Titel: "Glaubensansichten klargestellt" einen Überblick verschaffen. Es ist eine lange Liste. Lieber Gerrit, inspiriert sind euere Schriften wahrlich nicht. Und euer Verständnis der Bibel als leitende Körperschaft ließ oftmals sehr zu Wünschen übrig (siehe z. B. das Verwechseln der Worte "IN" und "NACH" der Drangsal vom ersten Brief). Was wahr ist, muss wahr bleiben! Ach ja, das war ja altes Licht. "Liebe Zeugen, vergesst bitte alle Lehren, die älter als 20 Jahre sind und beschäftigt euch nicht mehr mit der damaligen guten geistigen Speise, die die leitende Körperschaft vor dieser Zeit im Wachtturm geschrieben hat." Eine solche Aufforderung werde ich in der Bibel wohl vergeblich suchen. Oder ist Dir eine solche Aufforderung aus den heiligen Schriften bekannt, dass man nichts mehr Bibelbücher lesen sollte, die älter als das neue Testament sind? Auch wenn's weh tut, muss ich festhalten: Euer altes Licht war all zu oft tiefste Finsternis. 

 

Bevor ich auf die Auslegungen der obigen Prophezeiungen eingehe, beschäftige ich mich zuerst einmal mit den deutlichen Aussagen der Schrift wo es, im Gegensatz zu Gleichnissen und Prophezeiungen, keinen Interpretationsspielraum gibt.

 

Die deutlichen Aussagen der heiligen Schrift bezüglich der Hoffnung(en) für Christen

 

Wir als Zeugen Jehovas reden viel über die zwei unterschiedlichen Hoffnungen, die die jeweiligen Mitglieder in der Versammlung haben. Dazu benutzen wir die Worte: "Himmlische Hoffnung" oder "Irdische Hoffnung". Man hört immer wieder die Worte: "Ich habe den festen Glauben auf eine irdische Auferstehung, falls ich vor Harmagedon sterbe." Oder: "Ich habe den festen Glauben einmal mit Jesus im Himmel zu leben und zu dienen." Wir als Zeugen Jehovas sind nicht nur gespalten in zwei unterschiedliche Hoffnungen. "Glaube ist die Erwartung ERHOFFTER Dinge." Wir sind auch gespalten in unserem Glauben. Der eine glaubt eine Zukunft auf der Erde zu haben. Der Andere glaubt, in den Himmel zu kommen. Der eine glaubt, dass Jesus einen Bund mit ihm geschlossen hat. Der Andere glaubt, dass Jesus diesen Bund nicht mit ihm geschlossen hat. Der eine glaubt, dass Jesu ausschließlich der Mittler seiner himmlischen Klasse ist. Der Andere glaubt, dass Jesus nicht sein Mittler ist, da er eine irische Hoffnung hat. Der eine glaubt gesalbt, und ein Sohn Gottes zu sein. Der Andere glaubt, dass er nicht gesalbt sei und zählt sich nicht zu den Söhnen Gottes. Der eine glaubt, dass er von den Symbolen nehmen muss. Der Andere glaubt, dass es ihm verboten sei, von den Symbolen zu kosten. Wir als Zeugen Jehovas sind wahrlich gespalten in unserer Hoffnung und auch in unserem Glauben. Wir sind ZWEI Herden unter einer Führung. Aber nicht EINE Herde unter einem Hirten, so wie es Jesus voraus gesagt hat (Joh. 10:16). Es ist immer noch deutlich zu erkennen, wer zu der einen Herde von Schafen gehört und wer zu der anderen Herde von Schafen zählt.

 

Sehen wir mal in der Bibel nach, ob sich die Idee von zwei Hoffnungen, wie sie immer genannt werden, mit der übrigen Bibel in Einklang bringen lassen. Hören wir mal, welche Antwort Paulus Bruder Rutherford auf seine Vermutung gibt, das es zwei unterschiedliche Hoffnungen für Christen gibt:

"Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der e i n e n Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; e i n Herr, e i n Glaube, e i n e Taufe" (Eph. 4:4)

 

Das ist doch mal eine deutliche Antwort auf die Frage, wie viele Hoffnungen es für Christen gibt. Paulus spricht hier nicht von dem pauschalen Gedanken auf Hoffnung; der Rettungsmöglichkeit für jeden durch Christus. Paulus ist präzise in seiner Wortwahl. Er spricht von der Hoffnung auf eine BERUFUNG. Wer wird denn BERUFEN? Etwa die so genannten Weltmenschen? Nein es sind die Jünger Jesu. Die Söhne Gottes. Da bleibt kein Interpretationsspielraum. Paulus gibt Christen eine ganz deutliche Antwort auf die Idee, dass es vielleicht zwei Hoffnungen für Nachfolger Jesu geben könnte. Er sagt knallhart NEIN zu dieser Idee. Er weißt unseren Bruder Rutherford ganz schön in seine Grenzen, meinst Du nicht auch Brd. Lösch? Eine zweite Hoffnung für einen Jünger Jesu? Was für ein abtrünniger Gedanke. Zumindest sieht es Paulus so. Um den Gedanken von zwei Hoffnungen für Christen in diesem Text unterzubringen, müsste er folgender Maßen in der NWÜ verändert werden:

 

"Da ist ein Leib [DA SIND ZWEI LEIBER] und ein Geist, so wie ihr in der e i n e n Hoffnung [IN den zwei HOFFNUNGEN] berufen worden seid, zu der ihr [JEWEILS] berufen wurdet; e i n Herr, e i n Glaube [ZWEI GLAUBEN], e i n e Taufe [ZWEI TAUFEN]" (gefälschter Eph. 4:4 um die Meinung Rutherfords zu decken)

 

Doch Paulus erwähnt im folgenden Vers 5 noch eine andere Tatsache: "Es gibt nur EINE Taufe!" Dieser Gedanke aus der NWÜ ist tödlich für die Überlegung von zwei unterschiedlichen Hoffnungen für Christen. Warum? Du, Brd. Lösch, behauptest doch, dass die "Neue Weltübersetzung" (NWÜ) die genaueste Übersetzung ist, die es Weltweit gibt. In Galater 3:26-29 schreibt Paulus gemäß NWÜ:

 

"26 Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. 28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid e i n e r in Gemeinschaft mit Christus Jesus. 29 Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich EINER Verheißung."

 

Die Aussage ist ganz leicht zu verstehen. Jeder, der in Christus getauft wurde, ist ein Sohn Gottes. Da es gemäß Epheser 4:5 aber nur EINE Taufe gibt, ist jeder Christ ein Sohn Gottes. Deshalb benutzt Paulus auch die Worte: "IHR ALLE seid tatsächlich Söhne Gottes". Oder erhalten die "anderen Schafe" bei uns eine andere Taufe, als die so genannten Geistgesalbten? Das wäre mir neu.

 

Lieber Gerrit, hast Du verstanden, was Paulus da sagt? Hier geht es um die Auswirkungen die der Glauben an Jesus und die christliche Taufe im Namen des Sohnes aus Matthäus 28:19 und Apostelgeschichte 2:38,39 auf ALLE GETAUFTE CHRISTEN hat. Es geht natürlich nicht um die Taufe des Johannes (Apo. 19:1-7). Ich bringe die Aussage des Apostel Paulus auf den Punkt: "ALLE die Glauben an Christus Jesus haben und getauft wurden, sind Söhne Gottes! Und ALLE, die getauft wurden sind in Gemeinschaft mit Christus, gehören ihm an, sind Abrahams Same und Erben! Es gibt keinen Unterschied bei Christen, egal welchen Stand, Herkunft oder welches Geschlecht sie haben mögen" Es gibt nur EINE christliche Taufe! Es gibt nur EIN Glaube! Es gibt nur EINE Hoffnung! Sie sind wahrlich eine Herde unter einem Hirten (Joh. 10:16), auch wenn es Unterschiede in Bezug auf Herkunft, Stand und Geschlecht gibt (Gal. 3:28). Da es keine zwei Arten der christlichen Taufe gibt (Eph. 4:5), kann es auch keine zwei Klassen Christen mit unterschiedlichen Hoffnungen geben. Alleine diese zwei Bibelstellen beerdigen den neuartigen Gedanken Rutherfords von zwei unterschiedlichen Hoffnungen für Christen.

 

Hier den gleichen Bibeltext aus Galater 3, so wie man ihn verfälschen müsste, damit man den Gedanken an zwei unterschiedliche Hoffnungen für Christen überhaupt unterbringen kann:

 

"26 Ihr alle seid tatsächlich [NICHT ALLE SIND] Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle [NICHT ALLE], die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. 28 Da ist weder Jude noch [UND] Grieche, da ist weder Sklave noch [UND] Freier, da ist weder männlich noch [UND] weiblich; [DA IST EIN GESALBTER UND DORT EIN ANDERES SCHAF, DA IST EIN JUDE UND DORT DIE ZEHN MÄNNER, DIE SEINEN ROCKSAUM ERGREIFEN]; denn ihr alle sind [DENN NICHT ALLE SIND] einer in Gemeinschaft mit Christus Jesus. 29 Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr [NUR DIEJENIGEN, DIE CHRISTUS ANGEHÖREN, SIND] wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung."

 

Paulus kannte die Prophezeiung über die anderen Schafe und aus Sachaja 8. Doch er teilt uns im Original Bibeltext genau das Gegenteil mit, was Rutherford anfing uns 1935 zu lehren. Paulus macht klar, dass alle Christen gleich sind. Und alle Christen die gleiche Hoffnung haben, ganz egal woher sie stammen, welchen Rang sie besitzen oder welches Geschlecht sie haben. Doch diese zwei Bibeltexte genügen mir nicht bei einem so wichtigen Thema. Schauen wir mal, welche Schriftstellen man noch alles in der neuen Weltübersetzung verändern müsste, um die Theorie von zwei Hoffnungen für Christen eine Grundlage zu geben.

 

"Denn alle [NICHT ALLE], die durch Gottes Geist geleitet werden, sind Söhne Gottes." (Römer 8:14)

 

"Denn alle, die durch Gottes Geist geleitet werden [gesalbt sind], sind Söhne Gottes." (Römer 8:14)

 

"Jeder [NICHT JEDER], der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden..." (1. Joh. 5:1)

 

"so daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist [die BEIDEN Hoffnungen sind], zu der er euch [jeweils] berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält," (Eph. 1:18)

 

"... aufgrund einer Hoffnung [zwei unterschiedlichen Hoffnungen] auf das ewige Leben, das Gott, der nicht lügen kann, vor langwährenden Zeiten verheißen hat,..." (Titus 1:2)

 

"4 Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf Seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, 5 rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6 Diesen [Geist] goss er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7 damit wir [einige von uns], nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind, Erben würden gemäß einer Hoffnung [einer von zwei Hoffnungen] auf ewiges Leben." (Titus 3:4-7)

 

"18 damit wir, die wir an den Zufluchtsort geflohen sind, durch zwei unveränderliche Dinge, in denen es unmöglich ist, dass Gott lügt, eine starke Ermunterung hätten, die uns vorgesetzte Hoffnung [Hoffnungen] zu ergreifen. 19 Diese Hoffnung [Hoffnungen] haben wir als einen Anker für die Seele" (Heb. 6:18,19)

 

"3 Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns [einigen von uns] eine neue Geburt zu einer lebendigen Hoffnung gegeben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe. Es ist in den Himmeln aufbehalten für euch [für einige von euch]," (1. Pet. 1:3,4)

 

"Sondern heiligt den Christus als Herrn in eurem Herzen, stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für die Hoffnung [die zwei Hoffnungen] verlangt, [die] in euch [ist]," (1. Pet. 3:15)

 

"Geliebte, jetzt sind wir [einigen von uns] Kinder Gottes, aber noch ist nicht offenbar gemacht worden, was wir sein werden. Wir wissen, dass, wann immer er offenbar gemacht wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn so sehen, wie er ist. [Das trifft aber nicht auf die große Volksmenge zu.] 3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn gesetzt hat, läutert sich selbst, so wie dieser lauter ist. [Die anderen Schafe, die keine Kinder Gottes sind, läutern sich ebenfalls]" (1. Joh. 3:2,3) (Das Johannes-Evangelium und seine drei Briefe wurde nach der Offenbahrung geschrieben! Johannes wusste von dem Gleichnis (in Zeichen geschrieben) der großen Voksmenge!

 

"Lasst uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung [zwei Hoffnungen] ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat." (Heb. 10:23)

 

"Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten, 4 da wir von eurem Glauben in Verbindung mit Christus Jesus gehört haben und der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, 5 wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbehalten ist [auf Rettung]." (Kol. 1:3-5)

 

"Jetzt aber ist es seinen Heiligen [und den anderen Schafen] offenbar gemacht worden, 27 denen bekannt zu geben es Gott gefallen hat, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses heiligen Geheimnisses unter den Nationen ist. Es ist Christus in Gemeinschaft mit [einigen von] euch, die Hoffnung auf seine Herrlichkeit [oder für die Anderen von euch, die Hoffnung auf eine irdische Auferstehung]." (Kol. 1:26,27)

 

"Freut euch in der Hoffnung [in den ZWEI Hoffnungen]. Harrt in Drangsal aus. Verharrt im Gebet." (Römer 12:12)

 

"23 Nicht nur das, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsfrucht, nämlich den Geist, haben, ja wir selbst seufzen in unserem Innern, während wir [einige wenige von uns] ernstlich auf die Annahme an Sohnes Statt warten, die Befreiung durch Lösegeld von unserem Leib. 24 Denn in dieser Hoffnung sind wir [einige wenige von uns] gerettet worden;" (Römer 8:23,24)

 

"Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind [den Ort einer HIMMLISCHEN Auferstehung].." (Römer 8:16).

 

"Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir [EINIGE] Gottes Kinder sind." (Römer 8:16).

 

"18 Demzufolge halte ich dafür, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns [an einigen von uns] geoffenbart werden wird. 19 Denn die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes." (Römer 8:18-19)

 

"Niemand kann [MANCHE können] sagen: „Jesus ist [mein] Herr!“, ausgenommen [AUCH OHNE]  durch heiligen Geist" (1. Kor. 12:3)

 

"Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, so gehört dieser ihm nicht [EVENTUELL ALS ANDERES SCHAF TROTZDEM]  an" (Römer 8:9)

 

"So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er [Nur 144.000 gab er] Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; 13 und sie [NUR 144.000] wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren. [Die Übrigen seiner Jünger nicht]." (Joh. 1:12,13) (Das Johannes-Evangelium und seine drei Briefe wurde nach der Offenbahrung geschrieben! Johannes wusste von dem Gleichnis (in Zeichen geschrieben) der 144.000! Und doch findet diese Zahl keine Erwähnung in seinen Briefen.)

 

"Ihr aber seid [Einige von Euch] sind „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz,..." (1.Petrus 2:9)

 

Vorsicht! Diese 22 Bibelstellen sind alle gefälscht. Die Originalworte wurden durchgestrichen und das Fette in den Eckigen Klammern der NWÜ hinzugefügt. Es sollte sich doch wenigstens ein Satz im NT finden lassen, der von zwei Gruppen von Jüngern Jesu spricht, die sich bezüglich der Orte ihrer Hoffnungen unterscheiden. Eine DEUTLICHE Aussage wäre z. B. Sätze wie:

 

"Ich Johannes schreibe euch über die zwei Hoffungen eines Christen. Während die einen im Himmel regieren, werden die Übrigen die Erde besitzen." (4. Johannes 1:33)

 

"Ich Paulus schreibe euch, dass die christlichen Brüder, die eine irdische Hoffung haben, beim Abendmahl des Herrn keines Falls von den Symbolen nehmen sollen. Sie sollen nur zuschauen, während die Brüder Christi von Brot und Wein kosten." (3. Kor. 2:7)

 

"Und ich sah die 144.000 auf dem Berge Zion stehen und die große Volksmenge, die aus der großen Drangsal kam, jubelte ihnen von der Erde aus zu." (2. Off. 1:1)

 

"Und ich sah eine große Volksmenge, die kein Mensch zu zählen vermochte. Und sie lebten fortan auf der Erde bis in alle Ewigkeit, während die 144.000 vom Himmel auf sie herabblickten und tausend Jahre lang ihre Könige und Priester waren." (Off. 35:3)

 

So oder so ähnlich müsste man die "Neue Weltübersetzung" verfälschen, damit man sagen könnte: "In der Bibel wird eine zweite Hoffnung für Christen erwähnt." Oder irre ich mich? Es würde mich ernsthaft interessieren, welche deutlichen Bibeltexte Du anführen wirst, die von zwei Hoffnungen für Christen sprechen. 

 

Wie sagt Paulus in Römer 8:14 so tröstlich: Denn ALLE, die durch Gottes Geist geleitet werden, diese SIND SÖHNE GOTTES.

 

"Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden..." 
(1. Joh. 5:1)

 

In den Publikationen wird meistens Römer 8:14 nicht von Dir zitiert, sondern die Aufforderung gegeben doch bitte erst ab Vers 15 zu lesen. Deshalb geht die Aussage von Paulus stillschweigend verloren, dass ALLE vom Geist geleiteten Personen, Söhne Gottes sind und somit Kinder Gottes und Miterben mit Christus sind. Ich bitte Dich und alle übrigen Leser darum, dass die von mir zitierten Verse im Zusammenhang gelesen werden, um biblische Sinnverfälschungen zu vermeiden so wie Deine aus Römer 8:14. Du, lieber Brd. Lösch, weist immer wieder darauf hin, dass beide Klassen von Schafe in der Gemeinde der Zeugen Jehovas an den Früchten des Geistes arbeiten sollen. Älteste oder Dienstamtgehilfen kann man nur werden, wenn sie erkennen lassen, dass der heilige Geist in ihnen wirksam ist. "ALLE, die durch Gottes Geist geleitet werden sind Söhne Gottes." Paulus sagt nicht: "Alle die mit heiligen Geist gesalbt sind." Wenn der heilige Geist einen Christen auch nur leitet, ist er schon ein Sohn Gottes. So sagt es zumindest Paulus. Und in dem folgenden Vers 16 schreibt Paulus auch nicht: "Der Geist bezeugt mit unserem Geist, das wir in den Himmel kommen." Und auch nicht: "Der Geist bezeugt mit unserem Geist den Ort einer Auferstehung." Der Geist bezeugt, dass wir Gottes Kinder sind und zu ihm gehören. Du wie ich wissen ganz genau, dass es hier um ein Gefühl der Liebe und des Vertrauens geht, welches jeder Christ in seinem Innern erfährt. Ein Gefühl der innigen Zuneigung und Verbundenheit zu unserem himmlischen Vater. Jeder Zeuge Jehovas kennt dieses Gefühl eigentlich schon. Denkt aber bei sich: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf". Die meiste Zeugen glauben, dass unser Geist unbedingt eine im Himmel begründete Hoffnung bezeugen muss. Das ist aber nicht nur grundlegend falsch. Sondern auch unbiblisch nach Römer 8:16. Der Geist bezeugt lediglich, dass wir Kinder Gottes sind. Und nicht den Ort einer Auferstehung. Ich, für meinen Teil, werde dorthin gehen, wo mich Jesus hinschicken wird. Jesus lehrte uns nicht umsonst, dass wir den Allmächtigen beim Beten mit einem vertrauten "Vater" ansprechen sollten. Oder hast Du deinen leiblichen Vater mit Herr Lösch angesprochen. Vielmehr hast du ihn liebevoll Papa oder Daddy genannt. Lieber Gerrit, vertraue auf die Aussage von Paulus. Er wusste, von was er schrieb, denn Jesus sprach persönlich mit ihm. Du siehst also, dass es für die ersten Christen und die Bibelschreiber ein völlig fremder Gedanke war, dass es unter ihnen zwei unterschiedliche Gruppen gegeben hat; also zwei unterschiedliche Hoffnungen gab. Wie schon des Öfteren erwähnt, höre ich mir gerne weitere Schriftstellen an, die Deine Idee von zwei Hoffnungen für Christen unterstützen.

 

Einen Moment

 

Lieber Bruder Lösch, Du könntest hier einwenden: "Es ist schon Richtig, dass das Neuen Testament ausschließlich zu und über Söhnen Gottes spricht. Mit den beiden Ausnahmen von Johannes 10:16 und Offenbahrung 7:9-17. Das liegt aber daran, dass es die Klasse der "anderen Schafe" im ersten Jahrhundert noch nicht gab. Diese Klasse existiert erst seid dem erleuchtenden Licht von Brd. Rutherford im Jahre 1935. Deshalb erfährt man aus dem "Neuen Testamen" fast nichts über die Christen dieser zweiten Klasse, die eine andere Hoffnung haben als alle Christen vom ersten Jahrhundert bis 1935."

 

1. Diese Klasse, die Du "anderen Schafe" nennst, übersteigt die Zahl des so genannten Überrestes um das 500fache. Und sie verrichten somit weltweit 99,8% der Predigttätigkeit. Sie sind heute die Hauptstütze und Hauptmasse der Versammlungen. Und sie erledigen sozusagen die ganze Arbeit der "Gesalbten". Auch bei den Spenden. Und dieser großen Volksmenge sollen in der Bibel nur ein paar Worte gewidmet sein?

 

2. Du kennst doch Amos 3:7 "Denn der Souveräne Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart." Woher hatte denn Brd. Rutherford dieses Wissen? Denn wie die obigen Bibelstellen belegen: Aus dem NT hatte er diese Idee nicht! Es gibt keine Deutung einer Prophezeiung, die eine weitere Klasse von Christen mit einer anderen Hoffnung stützen würde, ohne dabei dutzende von Bibelstellen als falsch oder unzureichend Formuliert hinzustellen. Du kennst doch die Anweisung von Johannes: "Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind." Ein wahrer Beröerchrist glaubt niemals so genannten inspirierten Äußerungen ohne sie anhand der übrigen Bibel geprüft zu haben. Ist eine Äußerung wahr, (oder vielleicht sogar inspiriert) so widerspricht sie keinem einzigen Satz in der Bibel. Was man von der Lehre von einer zweiten Klasse Christen mit einer andersartigen Hoffnung, als der Hoffnung der Söhne Gottes, wahrlich nicht sagen kann. Wenn es eine solche Klasse geben würde, würde man, laut Amos 3:7, auch deutliche Aussagen zu dieser Klasse in der heiligen Schrift finden.

 

3. Da hätte ich doch beinahe zwei wichtige Schriftstellen vergessen zu erwähnen. Viele Prophezeiungen der Bibel sind verschlüsselt. Und es braucht den heiligen Geist, um sie zu verstehen. Doch es gibt zwei Endzeit-Prophezeiungen des Paulus, die ganz und gar unverschlüsselt sind. Jeder Mensch kann die Worte lesen und deren Sinn verstehen. Selbst ein ungläubiger. Wenn Du, lieber Gerrit, die Schriftstellen über das Kommen Jesu liest, frage dich, wo in dieser Schilderung die "anderen Schafe" eine Erwähnung finden? Paulus wusste ja von den anderen Schafen. Und da es sich bei seiner Schilderung um ein heiliges Geheimnis handelt, sollte jeder von uns davon ausgehen, dass diese Prophetie komplett ist. Und das der Apostel Paulus da nichts vergessen hat zu erwähnen.

 

"50 Indes sage ich dies, Brüder, dass Fleisch und Blut Gottes Königreich nicht erben können, noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit. 51 Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber ALLE verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn das, was verweslich ist, MUSS Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, MUSS Unsterblichkeit anziehen." (1. Kor. 15:50-53)

 

"13 Ferner, Brüder, wollen wir nicht, daß ihr hinsichtlich derer unwissend seid, die [im Tod] schlafen, damit ihr nicht auch betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten." (1.Tes. 4:13-18)

 

Und nun lieber Gerrit? Hast Du in den prophetischen Worten des Paulus irgendetwas von einer anderen Hoffnung gelesen, als die der Söhne Gottes? Paulus erwähnt alle Möglichkeiten: Erstens die, die bereits verstorbenen und zweitens die, die beim Kommen Jesu noch am Leben sind. Wo ist Deine Klasse von Christen, die beim Kommen Jesu NICHT verwandelt werden? Wo ist Deine Gruppe von Christen, die nach ihrer Auferstehung NICHT entrückt werden. 1. Tes. 4:18 spricht vom Trost für die Brüder. Welchen Trost spenden die Worte des Paulus den fleißigen und gläubigen Zeugen Jehovas, die sich zur großen Volksmenge zählen? Gar keinen! Nicht den geringsten! Wenn Deine Lehre wahr wäre, von den zwei unterschiedlichen Hoffnungen für Christen, so hätte Paulus auch für sie tröstende Worte gefunden. "Niemals sah ich einen Gerechten gänzlich verlassen." Wie sagt Paulus in 1. Kor. 15:50 "Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht ererben." Wer sind noch mal die Schafe nach Deinem aktuellen Verständnis von Mat. 25? Vers 34: "Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist." ("Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht ererben." 1. Kor. 15:50)

 

Aber Du weißt ja, Bruder Lösch, ich bin noch lernfähig. Zeige einem 90 jährigen Bruder Deine Beweise anhand der Bibel, die zweifelsfrei von unterschiedlichen Hoffnungen für Christen sprechen! Zeige mir die beiden unterschiedlichen Helme der Hoffnung bei der Waffenrüstung eines Jünger Jesu. Und ich verspreche, darüber nachzusinnen.

 

Die Prophezeiungen genauer betrachten

 

Die Bibel hat nun klar herausgestellt, das mindestens zwei Dutzend Bibeltexte entweder schlampig formuliert oder schlicht und ergreifend falsch sein müssen, wenn Rutherfords Idee stimmen würde, das es zwei Hoffnungen für Christen gibt. Allein diese Tatsache lässt nur einen Schluss zu: Die Deutungen der von Dir benutzen Gleichnisse und Prophezeiungen müssen wieder mal, wie schon so oft, falsch sein. Wenden wir uns nun den eigentlichen Deutungen der Prophezeiungen zu, die Du, lieber Gerrit, und deine Vorgänger als angebliche Beweise präsentieren. Es wird immer wieder zwei Frage auftauchen: 1. Wird in diesem Gleichnis/Prophezeiung überhaupt von einer speziellen Hoffnung oder einen Platz einer Auferstehung gesprochen? Und 2. wenn ja, wird ein Unterschied in den Hoffnungen gemacht??? (In Deiner Haut möchte ich jetzt wirklich nicht stecken.)

 

Beginnen wir mit Joannes 10. "7 Daher sprach Jesus wieder: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 8 Alle die, die an meiner Statt gekommen sind, sind Diebe und Plünderer; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. 9 Ich bin die Tür; jeder, der durch mich eintritt, wird gerettet werden, und er wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben könnten. 11 Ich bin der vortreffliche Hirte; der vortreffliche Hirte gibt seine Seele zugunsten der Schafe hin. 12 Der Lohnarbeiter, der kein Hirte ist und dem die Schafe nicht zu eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht — und der Wolf reißt sie weg und zerstreut sie —, 13 weil er ein Lohnarbeiter ist und sich nicht um die Schafe kümmert. 14 Ich bin der vortreffliche Hirte, und ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, 15 so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe meine Seele zugunsten der Schafe hin. 16 Und ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden [unter] e i n e m Hirten." 

 

Nun die Standardfragen: 1. Wird in diesem Gleichnis/Prophezeiung überhaupt von einer speziellen Hoffnung oder einen Platz einer Auferstehung gesprochen? Und 2. wenn ja, wird ein Unterschied zu den Hoffnungen gemacht? Ich komme mir irgendwie blöd vor, wenn ich diese Frage überhaupt stellen muss. Allein durch die zuvor erwähnten Bibeltexte kenne ich bereits die Antwort bevor ich genau nachlese. Keinen Pips über einen Ort einer Auferstehung oder dem Ort des Lebens, wo die Schafe leben werden. Keine Unterscheidung von Hoffnung und Hoffnung. Oder sollte ich besser sagen von Weide, Rettung und Leben. Sagt Jesus hier: "Ich habe andere Herdentiere wie Ziegen. Auch diese muss ich bringen. Und sie folgen mir getrennt?" Genau genommen spricht dieses Gleichnis sogar gegen den Gedanken von Rutherford. Schafe sind Schafe und keine Ziegen. Das Einzige, indem sie sich unterscheiden ist der Heimatstandort.

 

Nur mal angenommen: Die ersten Schafe aus der Hürde, wäre die Schafe aus dem Volk der Israeliten. Dann wären die Schafe, die nicht aus dieser Hürde (Gesetzesbund) kommen alle Heidenchristen. Angefangen mit Kornelius. Und schon können wir keinen Widerspruch zu den obigen 24 Bibelstellen mehr entdecken. Alles wäre im Einklang und alles wäre Wahrheit. Es ist manchmal nur wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. Nur wer die richtige Frage stellt, kann auch die richtigen Antworten bekommen.

 

Fahren wir fort mit Sachaja 8: " 20 Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es wird noch sein, dass Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden; 21 und die Bewohner einer [Stadt] werden gewiss zu [denen] einer anderen gehen und sagen: „Lasst uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen. Ich selbst will auch gehen.“ 22 Und viele Völker und mächtige Nationen werden tatsächlich kommen, um Jehova der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und das Angesicht Jehovas zu besänftigen.‘ 23 Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es wird in jenen Tagen sein, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist, indem [sie] sagen: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, [dass] Gott mit euch ist.“ ‘ “"

 

Auch hier die gefürchteten Standardfragen: 1. Wird in diesem Gleichnis/Prophezeiung überhaupt von einer speziellen Hoffnung oder einen Platz einer Auferstehung gesprochen? Und 2. wenn ja, wird ein Unterschied zu den Hoffnungen gemacht? Wie könnte es anders sein. Schon wieder werden in dieser Prophezeiung keine Angaben zu beiden Fragen gemacht. Oder ließt Du etwas anderes, lieber Bruder Lösch? Keine Silbe über eine spezielle Hoffnung. Einfach nur die Aussage, dass Menschen aus allen Völkern, Sprachen und Zungen und Nationen den Weg der wahren Anbetung Jehovas einschlagen werden und Jehova damit besänftigen werden. Und somit denen folgen, die den Weg bereits beschreiten, nämlich Menschen aus den Israeliten. Das erinnert mich sehr an das mögliche Verständnis aus Johannes 10 von Israeliten und Heiden als "andere Schafe". Alle auftretenden biblischen Widersprüche lösen sich mit dieser Erklärung in Luft auf.

 

Was ist im Übrigen das Ziel dieser Menschen aus den Nationen, die Jehova anbeten möchten? Die Stadt Jerusalem. 

 

Heb. 12: "22 Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 23 in [der] allgemeinen Versammlung, und der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen worden sind, und Gott, dem Richter aller, und dem geistigen Leben von vollkommen gemachten Gerechten 24 und Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und dem Blut der Besprengung, das auf bessere Weise redet als Abels [Blut]."

 

Off. 3: "12 Wer siegt — ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr [aus ihm] hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, und diesen meinen neuen Namen auf ihn schreiben."

 

Off. 21: "2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut."

 

Off. 21: "10 Und er trug mich in [der Kraft des] Geistes weg zu einem großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herniederkam"

 

Es gibt zwar noch eine weitere, mir bekannte, mögliche Erfüllung dieser Prophezeiung. Doch Dir, lieber Bruder Lösch, fehlt für diese Erklärung einiges Grundwissen und besonders der Glauben über den Ort, wo sich diejenigen mit der so genannten "Himmlischen Auferstehung" wahrscheinlich überwiegend aufhalten werden.

 

Lieber Gerrit, Dein eigentliches Hauproblem liegt darin, dass Du Jesu nicht wirklich glaubst. Wenn versprochen wird, dass Jesus wieder in den bewohnten Erdkreis eingeführt wird, dann schreibst Du im Wachtturm: "Das glaube wir nicht". Wenn Jesus zigmal versichert, dass selbst die Nationen seine Herrlichkeit sehen werden, wenn er wieder kommt, so sagst Du: "Wir als Zeugen Jehovas glauben nicht an so einen Quatsch, dass die Nationen Jesus sehen werden." Wenn Jesus dem Verbrecher verspricht, dass er MIT IHM im Paradies sein wird, so rufst Du in die Welt hinaus: "NEIN! NEIN! NEIN Jesus! Das ist dir nicht erlaubt!" Wenn Jesus seinen Apostel versichert, dass er wieder vom Ertrag des Weinstockes kosten wird, ist Deine Antwort immer die Gleiche: "Jesus irrt sich. Der wird niemals wieder Wein trinken. Glaubt bitte uns und nicht Jesus". Wenn die Bibel schreibt, das Jesus als Menschensohn wiederkommen wird, mit dem Erscheinungsbild eines Sohnes eines Menschen, also zumindest mit einem optischen menschlichen Erscheinungsbild, so ist Dein Aussage immer die gleiche: "Jesus, wir als Zeugen Jehovas glaube das nicht". Selbst wenn Jesus in der Offenbahrung persönlich verspricht, dass jedes Auge ihn sehen wird, selbst die, die ihn durchstochen haben, so hast Du keinen Glauben an seine Zusage. Wenn in 1. Thes. 4 davon gesprochen wird, dass der Herr vom Himmel herabkommen wird, und dass es eine Zusammenführung der auferstandene bzw. verwandelten Christen in der Luft mit Jesus stattfinden wird, hast Du keine Glauben daran. Selbst der Satz in 1. Thes. 4:15 "Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort " hinterlässt bei Dir keinerlei Eindruck.

 

Wahrlich, Dein Problem und das Problem Deiner 6 Mitherrscher ist euer mangelnder Glaube an die Aussagen Jesu. Bei der großen Drangsal ist es genau so. Jesus sagt: "Ich komme NACH den Tagen jener Drangsal". Und was sagt ihr? "Nein Jesu du irrst dich wieder Mal. Du kommst während der Drangsal." Jesus klärt uns in Matthäus 24 darüber auf, das man die falschen Propheten an der Aussage erkennen wird, Christus sei bereits während der Drangsal gekommen und seine Parousia hätte bereit zu diesem Zeitpunkt begonnen. Und was ist Deine Aussage, lieber Gerrit? "Glaubt das ja nicht, was Jesus da gesagt hat. Das würde ja auf unsere Lehre zutreffen, wie die Faust aufs Auge." Jesus sagt noch eine weitere Lehre der falschen Propheten voraus; Nämlich dem Gedanken der versteckten Parousia Christi ("Er ist in den inneren Gemächern"). Und was ist Dein Lieblingswort bezüglich der Parousia Jesu? "Unsichtbar, unsichtbar, unsichtbar, unsichtbar, unsichtbar." Warum habe ich das Wort 5 Mal wiederholt? Weil jetzt in dieser einen Zeile dieses Wort genau so oft steht, wie es zahlenmäßig in der kompletten Bibel vorkommt. Jesus verfügt, dass man seines Tods durch "Essen und Trinken" gedenken sollte. Was ist euere Lehre? "Esst NICHT! Trinkt NICHT! Lasst die Symbole an euch vorüberziehen! Schaut nur zu!" Jesus sagt, sprich bei Sünden zur Versammlung, wenn alle übrigen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Aber ihr haltet lieber geheime Kirchengerichte ab, wie damals der Hohepriester Kephas mit Jesus. Möglichst keine Zeugen bei Komiteeverhandlungen. Selbst, wenn jemand darum bittet. Jesus erwartet, dass seine Jünger ständig wachsam bleiben. Und die Apostel bestätigen die Anweisung, dass jeder Jünger genau Prüfen soll. Und welche Anweisung lasst ihr vom Stapel? "Wir billigen es nicht, wenn ihr eigenständig biblische Themen untersucht." (Königreichsdienst Sep. 2009) Hast Du etwa den Haupteckstein verworfen? "7 Für euch nun ist er kostbar, weil ihr Gläubige seid; für die Ungläubigen aber „ist derselbe Stein, den die Bauleute verworfen haben, [das] Haupt der Ecke geworden“ 8 und „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“. Diese straucheln, weil sie dem Wort ungehorsam sind. Gerade dazu sind sie auch bestimmt worden." (1. Petrus 2:7,8) Die Liste geht noch viel weiter. Das hier ist ja schließlich erst der zweite von etwa 16 Briefen. Jedem, der vielleicht noch vor einer Stunde über den Gedanken gelacht hat, dass ungläubigen Nationen Jesus jemals wirklich sehen könnten, sollte spätestens jetzt klar sein, dass er in Wirklichkeit Jesus ausgelacht hat.

 

Wenn Jesus tatsächlich wieder kommt, so wie er es gesagt hat, also mit dem Verbrecher im Paradies 1.000 Jahre wandeln wird, was glaubst Du: Wo werden sich dann wohl seine erkauften Priester und Könige aufhalten? "Die Schafe folgen dem Lamm wohin es auch geht!" Der hauptsächliche Aufenthaltsort der Söhne Gottes hat nichts mit dem zutun, was sie in Wirklichkeit sein werden. Die optische äußere Erscheinung sagt gar nichts darüber aus, was wir sein werden, wie es Johannes erwähnt. ("Was wir sein werden, ist noch nicht offenbar gemacht") Wir werden sein WIE die Engel. Engel sind in beiden Welten zu Hause. Im Unsichtbaren und im Sichtbaren. Engel können sehr wohl essen und vom Ertrag des Weinstockes kosten. Ja sogar Partnerschaften eingehen und Kinder zeugen. Engel sind Weltengänger. Nicht umsonst wird gesagt, dass das Zelt Gottes bei den Menschen weilen wird. Und dass das himmlische Jerusalem auf die Erde kommen wird. Was meinst Du: Wie soll es möglich sein, dass nach den 1.000 Jahren die heilige Stadt von menschlichen Feinden umzingelt werden soll, wenn diese Stadt sich im unsichtbaren Bereich aufhält? Aber dieses Wissen und die Konsequenzen daraus werden jedem verschlossen bleiben, wenn er keinen Glauben an die Zusagen Jesu hat. Ach ihr kleingläubigen! Hättet ihr nur den Glauben eines Senfkornes. Bei Gott ist doch alles möglich. Betet doch bitte um mehr Glauben. Und er wird euch freigebig geschenkt werden.

 

Doch genug. Ich belasse es bei der zuvor aufgezeigten einfachen Erklärung und Lösung, dass es sich bei dieser Prophezeiung auch um Anbeter Jehovas handeln könnte, die keine gebürtigen Israeliten sind, so wie Kornelius. Und schon gibt es bei dieser Deutung keine Widersprüche mehr in der Bibel.

 

Kommen wir zur Offenbahrung 7: " 4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

9 Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. 10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.

 

13 Und einer der Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen?“ 14 Da sagte ich sogleich zu ihm: „Mein Herr, d u weißt es.“ Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über sie ausbreiten. 16 Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie niederbrennen, noch irgendeine sengende Hitze, 17 weil das Lamm, das inmitten des Thrones ist, sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens leiten wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“

 

Und wieder stelle ich die gleichen Fragen: 1. Wird in dieser Prophezeiung überhaupt etwas von einer speziellen Hoffnung oder einen Platz einer Auferstehung gesprochen? Und 2. wenn ja, wird ein Unterschied zu der Hoffnung der Söhne Gottes gemacht? Auch hier muss man bei den Tatsachen bleiben. Jetzt kommt noch eine dritte wichtige Frage hinzu: 3. Worin unterscheiden sich die große Volksmenge von den 144.000 bzw. den Söhnen Gottes? Überprüfen wir die Aussagen zu der großen Volksmenge genau:

 

Die Nationalität

 

Aussage: Die große Volksmenge kommt aus ALLE Nationen, Stämmen, Völkern und Zungen

 

Diese Menschen gehören nicht einer einzelnen Nationalität an wie die 144.000. Sie kommen aus aller Herren Länder. Wo hingegen die 144.000 alles gebürtige Israeliten sind. Da haben wir einen Unterschied! Das erinnert mich sofort an das Zeitalter, welches mit Kornelius, dem ersten Heiden begann. Gott wandte zum ersten Mal seine Aufmerksamkeit den Nationen zu. Das würde sich auch mit der gleichen Deutung bezüglich Sachaja 8 decken. Und der Aussage von den anderen Schafen aus Johannes ohne die Bibel verbiegen und fälschen zu müssen.

 

Einsichtenbuch Band 2 Seite855, 856 Thema "Schlüssel":

Wie gebrauchte Petrus die ihm anvertrauten „Schlüssel des Königreiches“?

 

Jesus sagte zu Petrus: „Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist“ (Mat 16:19). Die Bedeutung dieser Schlüssel müßte logischerweise aus anderen Bibeltexten hervorgehen. Jesus sprach ebenfalls von Schlüsseln, als er zu den gesetzeskundigen geistlichen Führern sagte: „Ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Hineingehenden habt ihr gehindert!“ (Luk 11:52). Ein Vergleich dieses Textes mit Matthäus 23:13 zeigt, daß mit dem „Hineingehen“ der Eingang in das „Königreich der Himmel“ gemeint ist. Daraus, daß Jesus Petrus gegenüber das Wort „Schlüssel“ gebrauchte, ist zu entnehmen, daß Petrus das Vorrecht haben würde, ein Unterweisungsprogramm einzuführen, durch das besondere Gelegenheiten in Verbindung mit dem Königreich der Himmel erschlossen werden würden.

 

Interessant finde ich an Deiner Erklärung, dass Jesus Petrus die Schlüssel der Himmel anvertraut hat. Von einem Schlüssel der Erde lese ich nichts im angegebenen Bibelvers. Entweder ist etwas gebunden, oder es ist gelöst. Zwei Zustände: An oder aus. Matthäus 16:19 wäre somit der nächst Bibeltext, der nicht zu zwei Hoffnungen für Christen passt. Wie gesagt, das wäre eine Möglichkeit, wer diese große Volksmenge darstellt könnte: Die buchstäblichen Christen aus Samaria und den Nationen. 

 

Ihr zukünftiger Aufenthaltsort

 

Aussage: Die große Volksmenge steht VOR dem Thron

 

Off. 14: "1 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm

hundertvierundvierzigtausend, ... 3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied VOR dem Thron... und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die 144.000, die von der Erde erkauft worden sind."

 

Die 144.000 befinden sich also auch vor dem Thron. Kann man an diesem Punkt eine unterschiedliche Hoffnung oder Ort des zukünftigen Lebens zu Beiden ausmachen? Nein. Von Beiden wird gesagt, dass sie sich vor dem Thron aufhalten.

 

Der zweiter Hinweis, über den zukünftigen Aufenthaltsort der großen Volksmenge ist: "In seinem Tempel". Und wo ist sein Tempel? "Und das Tempel[heiligtum] Gottes, das im Himmel ist, wurde geöffnet..." (Off. 11:19) "Und noch ein anderer Engel trat aus dem Tempel[heiligtum], das im Himmel ist, hervor, auch er hatte eine scharfe Sichel." (Off. 14:17)

 

Der Tempel ist also im Himmel! Dem aufmerksamen Leser der NWÜ sind bestimmt die die eckigen Klammern aufgefallen. Im Anhang zur NWÜ steht dazu folgendes:

 

[   ] Eckige Klammern schließen Worte ein, die EINGEFÜGT worden sind, um den Sinn im deutschen Text vollständiger wiederzugeben.

 

Bislang habe ich diesen Zusatz [heiligtum] in keiner anderen Bibelübersetzung gefunden, wie einzig in der selbst geschriebenen "Neuen Welt Übersetzung" der Zeugen Jehovas. Hierzu habe ich überprüft: Schlachter, Neue Evangelische, Luther, Interlinearübersetzung, Elberfelder, Hoffnung für alle, Neue Genfer Übersetzung, Gute Nachricht Bibel. Auch die englische King James Version, The Bible in Living English und die American Standard Version, die auf euerer englischen Seite zur Verfügung gestellt werden. Alle benutzen das gleiche Wort ohne Zusatz: (naós) = TEMPEL. Auch hören sich alle anderen Übersetzungen anders an. In der Neuen Welt Übersetzung hört sich das durch diesen Zusatz so an wie: "Und der Teil von Gottes Tempel, der sich in den Himmeln befindet, wurde geöffnet. Aber nicht der Teil, der auf der Erde ist." Neues Leben Übersetzung: "Dann wurde im Himmel der Tempel Gottes geöffnet"

 

In euerer Übersetzung hast Du, lieber Gerrit, 4 Mal das Wort Tempel benutzt. Hingegen immer, wenn die Offenbahrung herausstellt, dass dieser Tempel im Himmel ist, hast Du einwenig nachgebessert und ein zusätzliches Wort in die Bibel eingefügt. Oder wenn gesagt wird, dass ein Engel aus diesem Tempel heraus kommt, (somit also klar ist, dass der Tempel, im Himmel sein muss) hast du das auch getan. Sucht man in der Neuen Welt Übersetzung das Wort Tempelheiligtum außerhalb der Offenbahrung, so findet man es nicht. Es wurde offensichtlich eigens für 6 Stellen in der Offenbarung kreiert.

 

Lieber Bruder Lösch, warum hast Du zu den Originalworten aus der Offenbarung einen Zusatz gemacht? Soll damit Deine Lehre von zwei unterschiedlichen Hoffnungen für Christen gestützt werden? Möchtest Du den Zeugen Jehovas vermitteln, dass der Tempel Jehovas geteilt ist? Nur ein Teil davon sei im Himmel? Damit ein Zeuge Jehovas einen weiteren Teil des Tempels gedanklich auf die Erde verlegt? Denn das muss er ja, weil Deine Lehre aussagt, dass die große Volksmenge auf der Erde ihr Zuhause finden wird, während die 144.000 im Himmel sind.

 

Ich lese Dir mal vor, was Johannes über Deinen Zusatz denkt: "18 „Ich lege vor jedermann Zeugnis ab, der die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle hört: Wenn jemand einen Zusatz zu diesen Dingen macht, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen; 19 und wenn jemand irgend etwas von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott dessen Teil von den Bäumen des Lebens und aus der heiligen Stadt wegnehmen, Dinge, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen."

 

Jetzt aber mal ein aufrichtig gemeintes Lob an Dich, Gerrit. Ich bin auf eine "Frage von Lesern" im Wachtturm vom 1. Mai 2002 Seite 30,31 gestoßen. Dieser Artikel ist wahrlich brillant. Jeder Zeuge sollte ihn noch einmal ganz langsam studieren. Die Fakten sind ganz klar und unwiderlegbar. Fünf stichhaltige Beweise legst Du vor, warum es absolut unmöglich ist, dass die große Volksmenge ihren Dienst im "Vorhof der Heiden" absolviert. Und du erklärst, dass das von Johannes benutze Wort "naós" eindeutig das Tempelgebäude ohne Vorhof, bzw. das Hochheilige des Tempels beschreibt. Da fragt man sich, angesichts dieser Deutlichkeit, warum Du gerade beim Bibeltext über die große Volksmenge nicht Dein Wort Tempel[heiligtum] eingesetzt hast. Wo doch gerade dieser Vers über die große Volksmenge diesen Begriff am meisten verdient hätte? Du machst wahrheitsgetreu die Aussage, dass ab dem inneren Vorhof der Bereich der Priester begonnen hat. Und du stellst ganz klar heraus, dass der, der in diesem inneren Bereich oder Tempelgebäude ist, (so wie es von der große Volksmenge durch 5 Punkte von Dir bewiesen wurde), "dieser Vorhof den Zustand vollkommener, gerechter menschlicher Sohnschaft der Glieder der „heiligen Priesterschaft“ Jehovas darstellt, während sie auf der Erde sind."

 

Hat den Artikel eigentlich jemand gelesen? JA! Ihr habt Richtig gehört. Unser Bruder Lösch hat anhand von 5 triftiger Beweise offenbart, dass die große Volksmenge dort dient, wo die Priester Jehovas dienen! Damit hat er bewiesen, dass uns unser Bruder Rutherford 1935 mit der großen Volksmenge einen riesigen Bären aufgebunden hat. Lest es selber nach. WT 1. Mai 2002 Seite 30 u. 31. Den Schluss des Artikels könnt ihr getrost vergessen. Offensichtlich hat Bruder Lösch am Ende seiner Beweisführung erkannt, dass er der absoluten Hauptlehre der Zeugen Jehovas gerade den Strick um den Hals gelegt hat. Was am Schluss folgt, ist genau das Gegenteil von dem, was er zuvor so brillant bewiesen hat. Ich zitiere:

 

Am Anfang:

"Bisher hieß es, die große Volksmenge befinde sich in einer geistigen Entsprechung oder in einem Gegenbild des Vorhofs der Heiden, den es in Jesu Tagen gab. Eingehende Nachforschungen haben jedoch mindestens fünf Gründe dafür ergeben, warum das nicht der Fall ist."

Der Schluss:

"Doch wie der Älteste im Himmel zu Johannes sagte, hält sich die große Volksmenge tatsächlich im Tempel auf, nicht außerhalb des Tempelgebiets, (VORSICHT! Jetzt kommt die Aussage, die den zuvor genannten Beweisen widerspricht) gewissermaßen in einem geistigen Vorhof der Heiden."

 

Sinngemäß Zusammengefasst:

"In keinem Fall dient die große Volksmenge im Vorhof der Heiden aus folgenden Gründen... Deshalb dient sie im Vorhof der Heiden!" ???

 

Oder noch deutlicher:

"Es gibt eindeutige Beweise, dass die große Volksmenge im Heiligtum, also im Bereich der Priester ihren Dienst verrichtet. Das ist der Bereich, welcher der „heiligen Priesterschaft" vorbehalten ist, den "Söhnen Gottes"... Aber weil wir dieses nicht wahr haben wollen, dass die große Volksmenge die Priester sind, behaupten wir zum Abschluss das Gegenteil dessen, was wir zuvor bewiesen haben. Die große Volksmenge hat gefälligst im Vorhof der Heiden zu dienen, den es im Übrigen in göttlichen Plan eines Tempels niemals gegeben hat!" ???

 

Hallo Gerrit, jetzt wird Dir bestimmt ganz übel. Der Abtrünnigkeit überführt, durch die eigene geistige Speise. Du, und deine 6 übrigen Mitverschwörer habt euch durch euere eigenen Schriften zur Strecke gebracht. Fazit Deines Artikels: Die andere Hoffnung der großen Volksmenge ist ein Märchen! Es gibt nur eine Hoffnung, so wie es Paulus sagte.

 

Aber gehen wir weiteren biblischen Beweisen auf die Spur. Der Engel beantwortet zwei Fragen, die er zuvor Johannes stellt: Erstens, Wer sind diese und zweitens, woher kommen sie. Die dritte Frage, wo sie sich in Zukunft aufhalten werden wird durch den Hinweis vom Thron geklärt. Nämlich dort, wo die 144.000 auch sind.

 

Ihre Einstellung

 

Aussage Nr. 3.) Die große Volksmenge glaubt, dass Rettung von Gott und dem Lamme kommt.

 

Doch nun zur Antwort auf die erste Frage, die der Engel stellt: WER sie sind. Das Äußere macht nicht eine Person aus sondern sein innerer Charakter. Der Mensch, der wir innerlich sind. Was sind das für Menschen, die zusammen eine große Volksmenge bilden?

Was sagt 1. Johannes 5:1 "Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden." Das ist doch die Grundeinstellung der Brüder Christi, die die große Volksmenge auszeichnet. Gibt es bei ihrer geistigen Einstellung irgendeinen Unterschied zu den 144.000? Auch hier sucht man einen Unterschied vergebens.

 

Ihre Vergangenheit

 

Aussage Nr. 4.) Die große Volksmenge kommt aus der großen Drangsal

 

Doch nun zur zweiten Frage des Engels: Woher kommen sie? Ob die 144.000 auch durch die große Drangsal gegangen sind, wird in der Offenbarung nicht direkt gesagt. Aber Matthäus gibt Aufschluss über die Antwort. In Matthäus 24 wird von dieser großen Drangsal gesprochen. Sie soll verkürzt werden. Wie, wird nicht erwähnt. Weshalb wird sie verkürzt? Vers 22 gibt die Antwort: "... aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden." Also gehört die große Volksmenge zu den Auserwählten. Nach der Drangsal wird wer eingesammelt? Vers 31 "...und sie werden seine Auserwählten von den vier Winden her versammeln..." Wo findet in dieser Prophezeiung eine zweite Klasse von Christen mit einer anderen Hoffnung eine Erwähnung? Nirgends! Ob die 144.000 aus der Drangsal kommen werden, wird zwar nicht direkt gesagt. Das aber die Auserwählten aus der Drangsal kommen, ist eine feststehende Tatsache. Somit handelt es sich bei der großen Volksmenge mit Sicherheit um Auserwählte. Und diese große Volksmenge wird nach der Drangsal auch eingesammelt werden. Noch ein kleiner Denkanstoß: Sind die 12 Stämme Israels etwa keine Nation? Besitzen sie etwa keine Sprache oder Zunge? Somit ist es wahrscheinlich, dass die 144.000 ein Teil dieser großen Volksmenge aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Zungen ist. Oder aber Beide Bezeichnungen beziehen sich auf die gleiche Gruppe von Christen. Lediglich der Name ist eine Anderer, so wie: Brüder Christi, Braut Christi, Frau des Lammes, himmlisches Jerusalem, die Auserwählten, Kinder oder Söhne Gottes, Überwinder, Tempel Gottes, Leib Christi, Die Heiligen, Erstlinge, Jungfrauen, Hochzeitsgäste, Brautjungfern oder Christen.

 

Dadurch ist für mich ganz deutlich zu erkennen, dass die große Volksmenge Auserwählte sein müssen. Einen erkennbaren Unterschied zu den Söhnen Gottes kann ich beim besten Willen auch hier nicht ausmachen, der zudem eine andere Hoffnung nahe legt, als die der Söhne Gottes.

 

Ihre Belohnung

 

Aussage Nr. 5.) Die große Volksmenge hat lange weiße Gewänder

 

Wer bekommt denn weiße Gewänder laut Offenbahrung?

 

"4 Dessen ungeachtet hast du einige wenige Namen in Sardes, die ihre äußeren Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir in weißen [Kleidern] wandeln, weil sie würdig sind.5 Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen" (Off. 3:5).

 

"Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu ruhen, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren]." (Off. 6:11)

 

Diese Bibelstellen sind selbsterklärend. Wer ein weißes Gewand bekommt steht im Buch des Lebens und hat somit an der ersten Auferstehung teil. Somit wird die große Volksmenge Könige und Priester stellen!

 

Ihre zukünftige Aufgabe

 

Aussage Nr. 6.) Die große Volksmenge dient IM Tempel Tag und Nacht

 

Wer dient denn im Tempel? Ist es nicht die Aufgabe der Priester im Tempel zu dienen? "Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren" (Off. 20:6). " 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird" (Eph. 2:21,22). "Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein" (2. Kor. 6:16). "16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid" (1. Kor. 3:16,17).

 

Das Problem mit der Geradlinigkeit

 

Gerrit, Du bist nicht geradlinig. Wenn die Offenbarung von 12.000 Personen aus dem Stamme Ruben spricht, ist dieses für Dich natürlich symbolisch zu verstehen! Die übrigen aufgeführten 11 Stämme Israels zu je 12.000 Menschen sind natürlich auch nur symbolisch zu verstehen. Aber die 12 Stämme mit den jeweils 12.000 Personen = 144.000 Personen sind hingegen buchstäblich zu verstehen. Dieses widerspricht jeglicher Logik.

 

Wer so denkt, dem gehen einfach die himmlischen Plätze aus. Da kann man auf 1.Johannes 5:1 keine Rücksicht nehmen: "Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden..." Für Rutherford stand fest, der Himmel ist mit Bibelforschern und Zeugen Jehovas hilflos überbelegt, wenn man die Zahl 144.000 wörtlich nimmt, im Gegensatz zu den symbolischen 12 Stämmen Israels. Also begrenzte Rutherford die Anzahl der Söhne Gottes auf wörtliche 144.000.

 

Aber wohin mit den übrigen Zeugen Jehovas? Die Antwort war schnell gefunden. Nach was sehnen sich Menschen? Nach dem, was sie bereits kennen. Also sagen wir den "anderen Schafen", dass sie die gleiche Hoffnung und den selben Lohn und die selbe Auferstehung für all ihre Treue und ihren aufopferungsvollen Dienst als Zeuge Jehovas erhalten ... wie ein Reisbauer in China, der vor 4.000 Jahren gestorben ist. Eine ganz normale Auferstehung wartet auf euch liebe Zeugen. Nur eine klitzekleine Ausnahme müsste man machen. Stirbt jemand, der keine "Sohn Gottes" ist vor Harmagedon, kommen Alle sowieso in den gleichen Topf, ins gleiche Grab und haben die gleiche Auferstehung. Aber sollte jemand gerade am Leben sein, wenn Harmagedon kommt, dann wäre es die einzige Situation, die wirklich über Leben und Tot entscheidet. Und so ist es bis heute geblieben.

 

Wer hat an der ersten Auferstehung teil (Offenbahrung 20:4)?

 

"Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren 
1. wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, 
2. und weil sie von Gott geredet hatten, 
3. und die, die weder das wilde Tier 
4. noch sein Bild angebetet 
5. und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn 
6. und auf ihre Hand empfangen hatten."

Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. Das ist die Erste Auferstehung."


Welches dieser Merkmale trifft auf die so genannten anderen Schafe
nicht zu?

 

Gibt es laut Offenbarung 20 u. 21 nicht zwei Auferstehungen? Oder wie Paulus sie nennt, eine Auferstehung der Gerechten und eine Auferstehung der Ungerechten? Eine Auferstehung zum Leben und eine Auferstehung zum Gericht? Welche von den zwei Auferstehungen haben denn die "andere Schafe"? Haben die anderen Schafe die Auferstehung der Gerechten oder die Auferstehung der Ungerechten. Die Auferstehung zum Leben oder die Auferstehung zum Gericht? Die erste Auferstehung, über die der zweite Tot keine Gewalt hat und die laut Offenbarung Könige und Priester sein werden oder die Auferstehung der Übrigen, die die 1.000 Jahre nicht zum Leben kamen? Wenn die "anderen Schafe" eine Auferstehung der Gerechten haben (dabei sind wir Beide absolut einer Meinung), warum billigst Du, lieber Bruder Lösch, ihnen dann nicht auch die Verheißung der Auferstehung der Gerechten zu? Nämlich das Erbe der "Söhne Gottes" zu empfangen und alle Zeit bei Christus zu sein? Man müsste schon eine dritte Auferstehung in die Bibel hinein schmuggeln, um diesen entstandenen Widerspruch gedanklich zu lösen. Dieser Widerspruch würde erst gar nicht aufkommen, wenn man sich an die Lehre des Paulus halten würde: EINE Bruderschaft - EINE Hoffnung!

 

Dein Gehirn könnte dir aber einen Streich spielen indem Du auf den Gedanken kommst, dass die Auferstehung der Gerechten bzw. die Auferstehung zum Leben nichts mit dem Ort der Auferstehung oder dem Leib zu tun hat, den sie erhalten. Also der Gedanke: "Es gibt eine Auferstehung der Gerechten; die Einen auf der Erde und die Anderen im Himmel." Dieser Gedankengang lässt die Aussage der Offenbarung außer acht. Denn in Offenbarung 20:4-6 wird ganz deutlich gesagt "Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. Das ist die Erste Auferstehung. [Also die Auferstehung der Gerechten] Sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren." Also keine erste Auferstehung ohne den Aufgabenbereich eines Königs und Priesters! Also keine Auferstehung der Gerechten ohne den Aufgabenbereich eines Königs und Priesters! Also keine Auferstehung zum Leben ohne den Aufgabenbereich eines Königs und Priesters! Lieber Gerrit, hast Du das verstanden? Bei der Aussage, "Es gibt eine Auferstehung der Gerechten; die Einen auf der Erde und die Anderen im Himmel.", müsstest Du eine dritte Auferstehung aus dem Hut zaubern. Bzw. eine dritte Auferstehung mit der Bibel belegen. Kannst Du eine weitere, eine dritte Auferstehung anhand der Bibel belegen?

 

Lieber Gerrit, erst wenn Dir vollständig bewusst geworden ist, dass es insgesamt nur 2 Auferstehungen gibt, kannst Du die Frage biblisch beantworten, welche Auferstehung Abraham haben wird; Dem Urvater der Verheißung, der im Königreich der HIMMEL zu Tische liegen wird. Von dem Jesus sagt, dass er jetzt schon in den Augen Gottes lebt. Somit jetzt schon im Buch des Lebens steht. "Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen" (Off. 3:5). Hat Abraham etwa seinen Lauf nicht siegreich beendet und steht vor Jehova als Gerecht da? Wenn er ein Gerechter ist, warum sollte er dann an der Auferstehung der UNGERECHTEN teilhaben? Diese Feststellung sei nur mal am Rande erwähnt.

 

Meine verstorbene Frau dachte immer, dass sie zu der großen Volksmenge gehört. Die große Volksmenge aus der Offenbarung kommt aber aus der großen Drangsal. Und diese Drangsal hat nach Deiner aktuellen Lehre noch nicht begonnen. Deshalb sei für all diejenigen, die Deine jetzige Überzeugung teilen gesagt: Für den Zeugen Jehovas, der vor der großen Drangsal stirbt oder gestorben ist, wie meine Frau, der hat leider das Pech, dass er nicht zur großen Volksmenge gehören kann. Dieser Zeuge Jehovas erfüllt nicht die Vorgabe, aus der großen Drangsal zu kommen und kann somit auch nicht zur großen Volksmenge gehören. Eine Lösung der Deutung dieser Prophezeiung wäre z. B. die des Paulus: "Es gibt nur EINE Hoffnung." Meine geliebte Frau würde dann zu denen Seelen zählen die unter dem Altar liegen und fragen: "Wie lange noch". Keinen Bibeltext müsste man verbiegen. Keine Bibelverse fälschen. Jedes Wort Gottes wäre Wahrheit von Anfang an, wenn es nur eine Hoffnung gibt, wie es Paulus bestätigt. Wer weiß. Vielleicht gehe ich ja heute schon durch meine ganz eigene große Drangsal, weil ich an der Mauer des Schweigens entlang wandern muss. Eine große Mauer des kalten Schweigens, errichtet von denen, die mir ins Gesicht lächeln und mich offiziell seit 60 Jahren ihren Bruder oder auch leiblichen Vater nennen. Aber nicht Mann oder Christ genug sind, mir auf die Worte der Bibel eine fundierte Antwort zu geben. Selbst zwei von meinen drei Kindern haben Angst die Bibelstellen nachzulesen, auf die ich sie hinweise. Zu groß ist die Angst, die Du ihnen anerzogen hast, die Bibel keines Falls eigenständig ohne Dich prüfen zu dürfen. So wie es jeder Bibelschreiber von Christen eigentlich verlangt. Zeugen Jehovas sind wohl die einzige Religion weltweit, die sich bibeltreu nennt und gleichzeitig eine solche Angst vor den Worten der Bibel hat. Sehr seltsam. Aber auch sehr berechtigt! Meinst Du nicht auch, Bruder Lösch?

 

Es scheint von Dir eher ein betroffenes Schweigen zu sein, lieber Gerrit, gerade so, als ob Dir die Worte deines Herrn, Königs und Retters Jesu im Hals stecken bleiben würden. Sonst hättest Du schon seid Monaten souverän die Bibel zitiert und mir entsprechende stichhaltige Antworten gegeben. Oder ist es eher ein offensichtliches Desinteresse an den Schafen, die Dir von Jehova anvertraut wurden? Wie lange willst Du dich noch hinter Deiner Mauer verstecken. Willst Du warten, bis ich das Zeitige segne? Oder hast Du Angst vor mir? Das brauchst Du nicht. Ich bin nur ein betagter Sohn Gottes dessen Kraft langsam schwindet. Fürchten solltest Du dich eher vor dem machtvollen Wort Jehovas und seines Sohnes. Wenn Dein Herz unlauter ist, wird die Bibel und somit Jehova und Jesus zu deinen erbitterten Feinden.

 

Das größere Problem

 

Wenn Paulus tatsächlich Recht mit seiner Behauptung hat, dass es nur EINE Hoffnung, EINEN Glauben und EINE Taufe gibt, so haben wir als Zeugen Jehovas noch ein viel größeres Problem. 8 Millionen Zeugen Jehovas lehnen jedes Jahr aufs neue beim Gedächnismahl Jesu als ihren Mittler des neuen Bundes ab. Sie lassen die Symbole an sich vorüber ziehen. Gerade so, wie man es den Satanisten bei ihrer schwarzen Messen nachsagt, das als Anti Abendmahl bekannt ist. Und wer hat es ihnen in den Sinn gegeben, dem Tod Jesu nicht so zu gedenken, wie Jesus es persönlich möchte? "Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich" (Luk.22:19). "Jedes Mal also, wenn ihr dieses Brot esst und von diesem Becher trinkt, verkündet ihr damit die Rettung, die durch den Tod des Herrn geschehen ist, bis er wiederkommt." (1. Kor. 11:26 GNB) Wer schreibt jedes Jahr einen Wachtturmartikel in der Zeit des Gedächnismahls und zelebriert das Vorbeiziehen lassen von Brot und Wein? Wer gibt die Anweisung, jedes Jahr bei dieser Feier extrem lange über diese angebliche zweite Hoffnung von Christen zu sprechen. Und streut das Gerücht, dass die meisten Zeugen Jehovas nur Zuschauer sein würden? Wer vermeidet es in den Vorgaben der Gedächnismahlansprache den Text aus Markus 14:23 zu zitieren: "... und sie tranken ALLE daraus"? Wer ist für diese Missstände wohl verantwortlich? Der Älteste, der die Gedächnismahlansprache hält, oder der, der das Wachtturmstudium leitet? Oder vielleicht sogar der heilige Geist Jehovas, der Dich falsch unterrichtet hat? Nein! DU enthältst den Schafen die Möglichkeit vor, Söhne Gottes zu werden. Und Jesus einst so zu sehen, wie er wirklich ist. Du nimmst ihnen die Hoffnung, Könige und Priester auf der Erde zu werden. Und das ewige Leben schon jetzt fest zu ergreifen. Du hast sie mit ständiger Berieselung durch verfälschte Speisen dazu gebracht, gar nicht erst an der ersten Auferstehung teilhaben zu wollen. Und dabei ist dieses doch die gute Botschaft, die wir verkünden sollten. Ich für meinen Teil, werde dahin gehen, wo immer Jesus mich schicken wird. Kein Weg wird mir zu weit sein. Keine Aufgabe zu anstrengend. Es ist wahrlich angebracht wegen Dir zu den Versammlungen zu sprechen, so wie es Jesus geboten hat (Mat. 18:17). Wenn ich Unrecht habe, beweise mir anhand der Bibel das Gegenteil. Ich bin ganz Ohr!

 

Lieber Brd. Lösch, oder willst Du, als Vorbildchrist, eher die Muskeln spielen lassen statt das heilige Wort Jehovas sprechen zu lassen? Wäre Dir etwas Geheimes wie bei der Verhaftung Jesu lieber als die Öffentlichkeit der übrigen Versammlungen der Welt? Dann hättest Du auf meinen letzten Brief reagieren müssen. Alle Versammlungen weltweit geht die Wahrheit über Deine Lehre von unterschiedlichen Hoffnungen für Christen etwas an. Für welchen Weg Du dich auch immer entscheiden wirst, denke bitte an meine zweite Aufforderung auf Einsicht in meine persönlichen Daten nach dem Datenschutzgesetz der K.d.ö.R der Zeugen Jehovas Deutschland. Und wenn die Ältesten meiner Heimatversammlung aufhören würden sich vor mir zu verstecken und biblischen Antworten aus dem Weg zu gehen, wäre dies auch ein Schritt in die richtige Richtung als Gemeindevorsteher. Hunderte von Versammlungen und buchstäblich tausende von Brüder in den unterschiedlichsten Ländern erwarten nun gespannt auf eine Reaktion.

 

 

Fazit aus diesem Brief

 

Zu Anfang möcht ich das wiederholen, was ich bereits im ersten Brief zu allen sagte. Folgt nicht mir nach. Prüft das Gesagte, lest die Bibelstellen im Zusammenhang, sinnt darüber gebetsvoll nach und bildet euch eine eigene fundierte Meinung. Ich persönlich bin auf Grund der vorliegenden biblischen Beweise und der im Wachtturm geschriebenen Feststellungen zu folgender Überzeugung gelangt:

 

Es gibt für einen Christen "nur eine Hoffnung, zu der er berufen wird." Zwei Klassen von Christen, die eine unterschiedliche (Auferstehungs-)Hoffnung haben, ist ein Märchen. Die Aussage Jesu, dass er auch andere Schafe hätte, die er bringen wird, würde sehr gut auf die Nichtisraeliten passen. Das Einsammeln diese Schafe hat erstmals mit den Samaritern und unserem Bruder Kornelius begonnen. Und hält bis heute an. Auch bei der Prophezeiung, wo 10 Männer einem Juden folgen wollen, liegt für mich die gleiche Deutung sehr nahe. Selbst die Offenbarung könnte man in dieser Hinsicht verstehen. Auf der einen Seite die 12 Stämme Israels und auf der anderen Seite eine große Volksmenge aus allen Nationen, Völkern, Sprachen und Zungen. Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass die große Volksmenge an der ersten Auferstehung teilnimmt. Nicht zuletzt durch den wunderbaren Artikel im Wachtturm vom 1. Mai 2002. Und das diese große Volksmenge ihren heiligen Dienst als Priester des Höchsten im Innern des Tempels verrichtet.

 

Eines steht für mich fest: die Zahl der je 12.000 aus den 12 Stämmen Israels sagt nichts über deren wirkliche Anzahl aus. Die Anzahl 144.000 ist genau so symbolisch wie die Anzahl der 12.000 je Stamm. Die Zahl der Söhne Gottes ist zweifelsfrei nicht aus menschlicher Sicht begrenzt. Jedoch ist irgendwann der Endpunkt erreicht und Christus kommt. Bei den 144.000 sehe ich zur Zeit zwei Möglichkeiten: Entweder handelt es sich um die Gleichen wie die große Volksmenge. Zuerst hört Johannes eine Zahl. Und darauf sah und siehe, deren gigantische Ausmaße dieser große Volksmenge. Denn die Söhne Gottes tragen in der Bibel viele Namen. Als weiteres sehe ich die Möglichkeit, dass die 144.000 ein Teil der großen Volksmenge sein könnten. Was aber deren spezielle Aufgabe sein soll, abgesehen von ihrer musikalischen Gabe, habe ich bislang nicht aus der Bibel erfahren können. Trotzdem sei es als weitere Möglichkeit erwähnt.

 

Zudem bin ich überzeugt, dass es nur zwei wörtlich zu verstehende Auferstehungen gibt, und nicht mehr: Die Auferstehung der Gerechten und die Auferstehung der Ungerechten. Für mich liegt der Schluss nahe, dass die Treuen der alten Zeit genau so an der ersten Auferstehung der Gerechten teilhaben werden, wie Christen. Denn auch Abraham setzte sein Vertrauen auf den verheißenen Samen, der kommen sollte; Auf Jesus. Und auch von ihm wird gesagt, dass er im Königreich der Himmel zu Tische liegen wird. Er sah sich als Fremdling und wartet auf die Stadt, die ihm verheißen war. Zudem ist Abraham, der Urvater, dem die Verheißung (das Versprechen) gegeben wurde.

 

Wir als Zeugen Jehovas haben mit den biblischen Belegen aus diesem Brief vieles verloren. Unsere Hauptlehre ist soeben gestorben. Aber was wir wirklich verloren haben ist der Schleier vor unwahren Geschichten. "... damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken" (1. Tim. 1:3,4) Dafür kommt die gute Botschaft Jesu wieder zum Vorschein. Nämlich dass jeder von uns die Möglichkeit hat, ein Sohn Gottes zu werden und wir das Leben damit fest ergreifen dürfen. "So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden" (Joh. 1:12) 

 

Das wären einige meiner persönlichen Gedanken und die Ergebnisse des täglichen Forschens in der Bibel, ob sich die Dinge so verhalten, wie sie von Dir, lieber Bruder Lösch, gelehrt werden. Ob Jesus es wohl will, dass seine denkenden und nachforschenden Brüder aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden, weil sie die Wahrheit herausgefunden haben? 

 

 

An die Ältesten und Kreisaufseher

 

Wie beim letzten Brief möchte ich mich mit den gleichen Fragen und Bitten an Euch wenden, ihr lieben Brüder, Schwestern, Kreisaufseher und Ältesten der Versammlungen. Was werdet ihr tun, wenn die schlimmste Befürchtung eintritt, und sich die Hauptlehre der leitenden Körperschaft auch für euch als falsch herausstellt? Werdet ihr Menschen folgen oder dem Wort der Bibel, Jehova und Jesus? Denkt bitte daran, dass der Weizen und das Unkraut gemeinsam auf dem Feld wachsen. Der Bruder neben Dir in der Versammlung kann ein Scheinchrist sein und die Schwester daneben, ein echter Christ. Wer bestimmt, dass Dein Nachbar kein Bruder Jesu ist? Folge immer Jesus nach. Denn nur er hat Worte ewigen Lebens. Und nur von Ihm wird gesagt, dass er "Geistige Speise und geistiger Trank ist." Folgt keinesfalls mir nach. Ich bin nur ein unvollkommener Mensch. Die Bibel sei euere Richtschnur. Und der heilige Geist euer ständiger Begleiter. Betet um Hilfe, und sie wird euch von Oben freigebig gewährt. Ihr lieben Ältesten: Bevor ihr frustriert das Handtuch werft, denkt bitte auch darüber nach, was aus den falsch belehrten Brüdern und Schwestern in euerer Versammlung wird. Von innen kann man viel erreichen! Ihr wisst doch, dass den Zeugen andressiert wurde, nichts zu prüfen. Es ist gerade so, wie wenn man eine Person in eine brennende Scheune auf den Dachboden schickt und er dann angewiesen wird, die Leiter weg zu stoßen, die ihn retten könnte. Genau so lehnen die Zeugen ab, was sie retten könnte; Das Zuhören und Prüfen anhand der Bibel. Deshalb überlegt, ob ihr die Gemeinschaft verlassen wollt oder von Innen heraus eueren Brüdern besser helfen könnt! Die kleinen Brüder und Schwestern handeln nicht mit böser Absicht. Sie wurden verführt. Sie werden noch euere Hilfe brauchen. Mehr denn je. Stützt sie. Seid für sie da. Achtet darauf, dass sie durch die Enttäuschung nicht zu Atheisten werden. Es liegt in euerer Hand, wie es weiter geht. Ihr werdet viele Tränen sehen. Tränen der Enttäuschung und der Wut. Fördert ihren Glauben an unsere beiden Höchsten. Lasst sie spüren, dass sie nicht alleine sind. Tröstet sie. Sprecht ihnen gut zu. Betet mit ihnen. Weint mit ihnen. Nehmt sie in den Arm, denn die Enttäuschung wird groß sein. Und führt sie aus dem Wirrwarr der falschen Lehren. Reißt sie aus dem Feuer. Ihr werdet das schaffen, weil Jesu dann mit euch sein wird. Ermuntert sie. Doch seid euch bewusst: Nicht alle werden von Jesus gerufen. Manche Namen wird er nicht nennen. Verkündet die Gute Botschaft euren Brüdern und Schwestern: Ihr seid ALLE herzlich von Jehova und Jesus eingeladen Söhne und Töchter Gottes zu werden. Ergreift diese Möglichkeit und wählt das ewige Leben. Und bitte lehnt beim nächsten Gedächnismahl Jesus nicht wieder ab, indem ihr die Symbole an euch vorüberziehen lasst. Verhaltet euch nicht wie die Teufelsanbeter, denen man nachsagt, dass sie das Antiabendmahl des Herrn auf dieselbe Weise feiern wie die Zeugen Jehovas. Sondern gedenkt seinem Tod, so wie er es bestimmt hat. "Und sie tranken alle daraus." Ihr werdet als Lohn einen solchen inneren Frieden, Gewissheit und festen Glauben geschenkt bekommen, wie ihr es noch nie in euerem Leben gespürt habt. 

 

 

In aller Ruhe prüfen

 

So wie es auch schon beim meinem ersten Brief der Fall war, wird dieser Brief auch zeitnah unter www.Bruderinfo.de nachzulesen sein. Dort könnt ihr beide Briefe in aller Ruhe durchlesen und genauestens prüfen. Seid edle Beröer und forscht in den Schriften, ob sich die Dinge so verhalten. Bitte schlagt die Bibel auf und lest auch das, was vor und nach den Schriftstellen steht, die ich angeführt habe, damit ihr den Zusammenhang erfassen könnt. Habt keine Angst. Es ist das lebendige Wort Gottes das ihr lest. Nehmt ruhig die Neue Weltübersetzung. Bildet euch euere eigene Meinung. Und sollte ich bei gewissen Dingen Falsch liegen, so sagt es mir bitte. Denn auch ich bin ein lernender. Über positive Rückmeldungen, wie beim ersten Brief freue ich natürlich auch.

 

Friede und Grüße an alle aufrichtigen Beröer Zeugen Jehovas weltweit. Möge euch Jehova und Jesus die Kraft schenken, den geraden Weg eines Christen zu gehen.

 

Mit herzlichen Grüßen der Verbundenheit

Euer Bruder Bruno M.

 

PS: "Sondern heiligt den Christus ..., stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für DIE Hoffnung verlangt, [die] in euch [ist]," (1. Pet. 3:15). Genau dieses möchte ich von Dir, Gerrit Lösch, und von meinen Versammlungsältesten. Verteidigt die zwei Hoffnungen mir und den Versammlungen der Zeugen Jehovas gegenüber und heiligt dadurch Christus.

 

 

*Quellenangaben: Alle Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben, sind aus der aktuellen deutschen Ausgabe der "Neuen Welt Übersetzung" der Zeugen Jehovas. Alle übrige

WT 1.Mai 2002 Seite 30 und folgende ( Zwei unterschiedliche Hoffnungen für Christen)

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Im Wachtturm vom 15.7.2011 Seite 27 und 28 *kann man es gleich 2 Mal lesen (Zitat) : “Wir können in Jehovas Ruhe eingehen, indem wir gehorsam daran mitarbeiten, seinen Vorsatz so umzusetzen, wie er es uns durch seine Organisation mitteilt” dann noch: “Würden wir dagegen den biblischen Rat, den wir durch den “treuen und verständigen Sklaven” erhalten, herunterspielen und eigene Wege gehen wollen, würden wir quasi auf Kollisionskurs zu dem gehen, worauf Jehova unaufhaltsam hinarbeitet. Unsere Freundschaft mit Jehova stünde dann auf dem Spiel…” In diesem Wachtturm wurde die überragende Wichtigkeit der Organisation in 4 Studienartikeln sehr ausführlich hervorgehoben, Jesus wurde nur beiläufig erwähnt und seine Stellung in keiner Weise gewürdigt. Nur die Leitende Körperschaft ist das Instrument Jehovas. Auf dem Bezirkskongress 2012 wurde in mehreren Ansprachen vermittelt, wie wichtig es ist, unsere geistige Mutter, die LK zu lieben . Unser geistiger Vater ist Jehova . Somit muss nach ihrer Vorstellung sein Sohn Jesus ab sofort wohl der “Mutter” “LK” unterstellt sein. Sie legen den Weg fest, der zum ewigen Leben führt. Nur durch den Dienst für die Organisation kann man Jehova gefallen und errettet werden. Solche und ähnliche Aussagen vermitteln uns den Eindruck, als würde Jehova nur durch sie handeln und alle ihre Lehren anerkennend abnicken. Auch hier dient uns wieder einmal das negative Vorbild der Juden zur Warnung. Neben der Anbetung für Jehova pflegten sie fast immer den Baalskult. Wenn sie sich entscheiden mussten, dann wählten sie lieber den Baal, denn der war ihnen wichtiger als Jehova. Auf heute übertragen kann man ohne Umschweife sagen, dass bei den Zeugen das Wort der LK und WTG höher geachtet wird als das Wort Jehovas oder Jesu. Der Organisationskult hat heute einen höheren Stellenwert als die Ehre für Jesus. Oder anders formuliert: so, wie z.B. die Kälberanbetung bei den Israeliten ein fester Bestandteil der Anbetung Jehovas war, so glauben die Zeugen heute, dass man ihm nur durch die Verehrung der Organisation dienen kann. Hierbei sollte man aber nie außer Acht lassen, dass man nicht dem Herrn Jesus und gleichzeitig dem Herrn WTG dienen kann. Für einen muss man sich entscheiden. Um den Anspruch der WTG zu widerlegen, werde ich bevorzugt Jesus und seine Apostel zu Wort kommen lassen. Beachtenswert ist auch, dass Jesus seine Warnungen gegen das eigene Volk richtete. Mat.6:24. Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. 2. Tim.4:3. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt; 4. und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und zu den Fabeln sich hinwenden. Gal.5:1. Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft halten. Mat.24:4. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch niemand verführe! 5. Denn viele werden unter MEINEM Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! -und sie werden viele verführen. Man ehrt die LK gerne, die in ihrem eigenen Namen kommt und sich sehr ausgiebig verehren lässt. Aber für Jesus tut man das nur widerwillig oder gar nicht. Wenn man die Zeugen auf dieses Missverhältnis aufmerksam machen möchte, dann beteuern die meisten aufgebracht, dass sie Jesus ausreichend ehren, denn es ist ja selbstverständlich, dass nur er der Retter sei. Deshalb braucht man ihn doch nicht extra erwähnen. Solche Aussagen stehen aber in krassem Widerspruch zum Bibelwort. Joh.5:22. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben , 23. auf daß ALLE DEN SOHN EHREN, WIE SIE DEN VATER EHREN. WER DEN SOHN NICHT EHRT, EHRT DEN VATER NICHT, der ihn gesandt hat. 24. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen. 38. und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn welchen er gesandt hat, diesem glaubet ihr nicht. 39. Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 40. und ihr wollt NICHT ZU MIR KOMMEN, auf daß ihr Leben habet. 41. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42. sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43. Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. 44. Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet und die Ehre, welche von Gott allein ist, nicht suchet? Phil.2:9. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, 10. auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11. und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters. 1.Joh.2:21. Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr die Wahrheit nicht wisset, sondern weil ihr sie wisset, und daß keine Lüge aus der Wahrheit ist. 22. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der da leugnet, daß Jesus der Christus ist? Dieser ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 23. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. Nun möchte ich darauf eingehen, welche Folgen es in der noch vor uns liegenden großen Drangsal haben kann, wenn man sich zu Jesus als einzigen Mittler und Retter bekennt. Es wird uns innerhalb der “Organisation Jehovas” höchstwahrscheinlich nicht anders ergehen als den treuen Christen im ersten Jahrhundert, die auch keine Kompromisse mit der religiösen jüdischen Führung machten. Man wird von der Welt gehasst werden, wenn man kein Teil von ihr ist. Gerade hier zeigt es sich, dass die LK mit ihren Bestrebungen als KdöR in der Welt anerkannt sein will. Sie ist somit inzwischen auch zu einem Teil der Welt Satans geworden und hasst alle, die sich als wahre Nachfolger nur zu Jesu bekennen. Diese Situation wurde uns von den Pharisäern vorgelebt, die Jesus und seine Nachfolger zutiefst hassten und sich lieber zum Cäsar als König bekannten. Das deutet darauf hin, dass von unseren Glaubensbrüdern der größte Hass zu erwarten ist. Jesaja 66:5. Höret das Wort Jehovas, die ihr zittert vor seinem Worte! Es sagen eure Brüder, die euch hassen, die euch verstoßen um meines Namens willen: Jehova erzeige sich herrlich, daß wir eure Freude sehen mögen! Aber sie werden beschämt werden. Joh.15:18. Wenn die Welt euch haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. 19. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum haßt euch die Welt. 20. Gedenket des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Knecht {O. Sklave} ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21. Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. Mat.24:9. Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um MEINES Namens willen.10. Und dann werden viele geärgert werden und werden einander überliefern und einander hassen; 11. und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; 12. und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen erkalten; 13. wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 14. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. 24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Johannes 16:1. Dieses habe ich zu euch geredet, auf daß ihr euch nicht ärgert. 2.Sie werden euch aus der Synagoge AUSSCHLIESSEN; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst {Eig. Opferdienst, Gottesdienst} darzubringen. 3. Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. 4. Dieses aber habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Stunde gekommen ist, ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Dieses aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war. Joh.19:14. Es war aber Rüsttag des Passah; es war um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König! 15. Sie aber schrieen: Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn! {Eig. Nimm weg, nimm weg!} Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, als nur den Kaiser. 2. Tim.3:12.Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden. 13. Böse Menschen aber und Gaukler werden im Bösen fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden. Gal.4:16. Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? 17. Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch AUSSCHLIESSEN, auf daß ihr um sie eifert. Mat.12:7.Wenn ihr aber erkannt hättet, was es ist: “Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer”, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Wenn wir uns innerhalb der Zeugengemeinde offen zu Jesus bekennen, dann wird die Trennung zwischen Nachfolgern Jesu und der WTG mitten durch die Familien gehen und sogar Ehepaare trennen. Mat.10:22.Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 32. Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 34. Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36. und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; 38. und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Mark.13:12. Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen. 13. Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 22. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen. 23. Ihr aber sehet zu! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt. Micha 7:5. Trauet nicht dem Genossen, verlasset euch nicht auf den Vertrauten; verwahre die Pforten deines Mundes vor der, die an deinem Busen liegt. 6. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter lehnt sich auf gegen ihre Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; des Mannes Feinde sind seine Hausgenossen. – 7. Ich aber will nach Jehova ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören. Wir haben allen Grund uns glücklich zu unserem Retter Jesus zu bekennen und brauchen uns keines Falles schämen oder fürchten. So wie Jesus brauchen wir die Schande im eigenen Volk nicht beachten. Mat.5:10. Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. 11. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen. 12. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. Hebr.12:2. hinschauend auf Jesum, den Anfänger {Zugleich: Urheber, Anführer} und Vollender des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Luk.12:8. Ich sage euch aber: Jeder, der irgend mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; 9. wer aber mich vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Joh.14:6. Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Luk.6:22. Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen werden, und wenn sie euch absondern und schmähen und euren Namen als böse verwerfen werden um des Sohnes des Menschen willen; 23. freuet euch an selbigem Tage und hüpfet, denn siehe, euer Lohn ist groß in dem Himmel; denn desgleichen taten ihre Väter den Propheten. Apg.4:11. Dieser ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, für nichts geachtet, der zum Eckstein geworden ist. 12. Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen. Röm.8:17. Wenn aber Kinder, so auch Erben- Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir anders mitleiden, auf daß wir auch mitverherrlicht werden. 18. Denn ich halte dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Phil.1:29. Denn euch ist es in Bezug auf Christum geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, 30. da ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen und jetzt von mir höret. Hebr.4:14. Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten; 15. denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. 16. Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. 1.Petr.4:12. Geliebte, laßt euch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Versuchung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; 13. sondern insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, freuet euch, auf daß ihr auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken euch freuet. 14. Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig seid ihr! Denn der Geist der Herrlichkeit und der Geist Gottes ruht auf euch…16. wenn aber als Christ, so schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen. Spr.29:25. Menschenfurcht legt einen Fallstrick; wer aber auf Jehova vertraut, wird in Sicherheit gesetzt. Wir dürfen freudig und freimütig für unseren Retter Jesus Zeugnis ablegen. Wollen wir Schafe und Jünger von Jesus sein oder die der WTG? Folgen wir dem wahren Hirten oder den “Fremden”, die Diebe und Räuber der Schafe sind? Nichts anderes tut die WTG, sie stiehlt dem Christus die Schafe weg und sammelt sie in ihre eigene Hürde, mit eigenen Gesetzen und eigenem Taufgelübde. Sind wir dann auch noch bereit uns aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausschließen zu lassen? Auch hierzu haben wir ein biblisches Vorbild: Joh.9:20. Seine Eltern antworteten [ihnen] und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daß er blind geboren wurde; 21. wie er aber jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir nicht. Er ist mündig; fraget ihn, er wird selbst über sich reden. 22. Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge AUSGESCHLOSSEN werden sollte. 23. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist mündig, fraget ihn. 27. Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht gehört; warum wollt ihr es nochmals hören? Wollt ihr etwa auch seine Jünger werden? 28. Sie schmähten ihn und sprachen: Du bist sein Jünger; wir aber sind Moses’ Jünger. Joh.10:1. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2. Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. 3. Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. 4. Wenn er seine eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6. Dieses Gleichnis sprach Jesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete. 7. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 8. Alle, die irgend vor mir gekommen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. 9. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird ein-und ausgehen und Weide finden. 10. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, auf daß sie Leben haben und es in Überfluß haben. 11. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12. Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut [die Schafe. 13. Der Mietling aber flieht,] weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. 14. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, 15. gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. 25. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; 26. aber ihr glaubet nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27. MEINE Schafe hören MEINE Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen MIR; 28. und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und NIEMAND wird sie aus meiner Hand rauben. 29. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 1.Joh5:11. Und dies ist das Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. 12. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 13. Dies habe ich euch geschrieben, auf daß ihr wisset, daß ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. Als die Christen 67 u.Z. Jerusalem verlassen mussten war das bestimmt keine leichte Entscheidung. Ebenso kann es in unserer Zeit sein, wenn wir alles bei dem heute von Jehova abtrünnigen Volk der “Zeugen Jehovas” zurücklassen müssen. Familienangehörige und vertraute Freunde, das gesamte soziale Netz das man jahrelang haben durfte. Um dann nur noch abfällig als verachtete und geschmähte Abtrünnige und als solche, die zum eigenen Gespei zurückkehrenden bezeichnet zu werden. Besonders schwer dürfte es jemand haben, der auch noch finanziell von der WTG abhängig ist wie Bethelmitarbeiter, Sonderpioniere, Kreis- oder Bezirksaufseher. Der Verlust der Anerkennung die man mit solch einer Stellung innehat ist nicht zu unterschätzen. Eine Gewissensentscheidung, ob man für diese Organisation noch arbeiten und ihre Thesen mit verantworten kann, dazu vielleicht noch der Gedanke, wie das weitere Leben mit Almosen, Minirente oder Harz4 wohl sein wird. Das könnte leicht dazu führen, dass man das Gewissen einfach ausblendet und sich sagt: wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing. Man erhofft sich lieber weiterhin das ewige Leben durch das “Verausgaben im Werke des Herrn” (dem Werk der LK). Jedoch kann die LK ihre vielen Versprechungen nie halten. Weder für sich, noch für ihre treuen Anhänger. Es wird dann genauso kommen wie es in Jer.22:13 vorhergesagt wurde: Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm seinen Lohn nicht gibt; Im Gleichnis vom Weinberg wird das Urteil über die Führer des Volkes Jehova deutlich gezeigt. Die Nation die die Früchte bringt sind weder bei den buchstäblichen Juden, noch bei dem größten Teil der fast 8 Millionen Zeugen Jehovas mit ihrem weltweiten Einsammlungswerk in die Hürde der WTG- Organisation zu finden. Diese Nation kann nur aus Menschen bestehen, die alleine nur Jesus als den wahren Hirten und Retter ehren und sich ausschließlich nur zu ihm bekennen. Mat.21:35. Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. 36. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso. 37. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen! 38. Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! 39. Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 40. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? 41. Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verdingen, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. 42. Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: “Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen”? 43. Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, welche dessen Früchte bringen wird. 44. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf welchen irgend er fallen wird, den wird er zermalmen. 45. Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen rede. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es ist auch nicht relevant ob die LK das Volk der Zeugen Jehovas bewusst und vorsätzlich irreführt oder ob sie völlig unwissend ist. Sie sind unsere Blindenführer, die ihr ganzes höriges Volk in die Grube führen. Dann werden sie sagen: Herr, Herr haben wir nicht… Und das Volk wird vermutlich ähnlich reagieren wie Adam und sinngemäß zu Jehova sagen: den “Sklave” den du uns gegeben hast, er hat uns so belehrt… Deshalb dürfen wir zur gegebenen Zeit diese Organisation nicht fürchten und müssen aus diesem Volk flüchten, damit wir nicht an ihren Plagen teilhaben. Mat.15:12. Dann traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm: Weißt du, daß die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort hörten? 13. Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet werden. 14. Laßt sie; sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen. Jer.25:29. Denn siehe, bei der Stadt, welche nach meinem Namen genannt ist, beginne ich Übles zu tun, und ihr solltet etwa ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde, spricht Jehova der Heerscharen. Luk.6:47. Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut- ich will euch zeigen, wem er gleich ist. 48. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, welcher grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. 49. Der aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute ohne Grundlage, an welches der Strom schlug, und alsbald fiel es, und der Sturz jenes Hauses war groß. 2.Kor.6:14. Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15. und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16. Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: “Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein”. 17. Darum GEHET AUS IHRER MITTE aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; 18. und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Off.18:4 . Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Gehet aus ihr hinaus, mein Volk, auf daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen; 5. denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Hebr.13:12. Darum hat auch Jesus, auf daß er durch sein eigenes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Tores gelitten. 13. Deshalb laßt uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend. 14. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Aufgestachelt durch die LK und ihrer Führer behandeln die neuzeitlichen Böcke die Schafe des Christus sehr schlecht und werden zu seiner Zeit vom wahren Hirten zur Verantwortung gezogen werden. Die Geringsten, das sind nicht die 8 Könige in Brooklyn und ihre Mitherrscher. Es sind die wahren Nachfolger Jesu, die verachtet werden und wie das allerletzte Stück behandelt werden, weil sie nur ihrem Hirten nachfolgen. Bei der Trennung sagt der Herr Jesus zu den Böcken: Mat.25:41… Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln; 42. denn mich hungerte, und ihr gabet mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich nicht; 43. ich war Fremdling, und ihr nahmet mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. 44. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig, oder durstig, oder als Fremdling, oder nackt, oder krank, oder im Gefängnis, und haben dir nicht gedient? 45. Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es auch mir nicht getan. 46. Und diese werden hingehen in die ewige Pein, {O. Strafe.} die Gerechten aber in das ewige Leben. Hat sich die LK für uns geopfert? Dennoch besteht sie darauf, dass man auf ihren Namen getauft wird und man in ihrem Sinne übereinstimmend reden muss. 1.Kor.1:1 Ich sage aber dieses, daß ein jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. 13. Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf Paulus’ Namen getauft worden? Jes.10:20. Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird der Überrest Israels und das Entronnene des Hauses Jakob sich nicht mehr stützen auf den, der es schlägt; sondern es wird sich stützen auf Jehova, den Heiligen Israels, in Wahrheit. 21. Der Überrest wird umkehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott. 22. Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre, nur ein Überrest davon wird umkehren. Vertilgung ist festbeschlossen, sie bringt einherflutend Gerechtigkeit. Jes.31:6 Kehret um, Kinder Israel, zu dem, von welchem ihr so weit abgewichen seid! 7. Denn an jenem Tage werden sie verabscheuen, ein jeder seine Götzen von Silber und seine Götzen von Gold, die eure Hände euch gemacht haben zur Sünde. Mat.11:28. Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. 29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; 30. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Eph.4:14. auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum; 15. sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, Nehmen wir doch lieber die Einladung unseres wahren Königs und Erlösers Jesus an. Erweisen wir uns als seine Schafe, denn nur er ist der wahre Hirte. Wir dürfen nicht die Organisation, ihre Ideale und Ziele unterstützen. Sie appelliert an einen Geist der Solidarität und Loyalität. Da wir, wie Paulus feststellte, ‘Sklaven derer sind, denen wir gehorchen’, tut jeder von uns gut daran, sich folgendes zu fragen: Wer übt den größten Einfluß auf meine Entscheidungen und meine Lebensweise aus? Auf wessen Stimme höre ich? Wessen Sklave bin ich? Für welchen Hirten werde ich mich entscheiden? Jesus oder die LK? Autor J.A.
von Armin Slavik 11. Mai 2023
Ausharren durch Glaube! Liebe Leser, vom letzten Artikel „Bedeutet der 3. Apokalyptische Reiter die heutige Inflation?“ , kamen sehr oft Fragen wie:. wann kommt denn nun das Ende?....wann beginnt denn die große Drangsal…oder: wann kommt Jesus? Usw. Es scheint eine innere große Angst zu herrschen nach den Corona Jahren und auch eine große Ungeduld, die natürlich verständlich sind. Dennoch ist es wichtig nicht diesen künstlich erzeugten Ängsten sowie neuer Ängste wie Kriege, Erderwärmung, Inflation zu erliegen. Ja wann Jesus kommt, wissen wir Menschen nicht . Selbst wenn die Inflation ein Zeichen wäre, da hatten wir schon wesentlich größere Inflationen, bis hin zur völligen Geldentwertung. Die Inflation ist für mich wie in der Geld- Inflation, es wird immer teurer und schwieriger an die geistig richtige Speise zu kommen. Oder der Preis für das Öl um bis zum Morgen Licht zu haben, wird immer teurer, je später es in der Nacht ist. .- wie in Matthäus 25:1 und folgende über die klugen und törichten Jungfrauen steht: 1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde. Jesus kommt nicht bevor sich das erfüllt hat, was in der Bibel recht eindeutig geschrieben steht: 1. Thessalonich 5 1. Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. 2. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 4. Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 5. denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. 6. Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 7. Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken. 8. Wir aber, die von dem Tage sind, laßt uns nüchtern sein, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung der Seligkeit. {O. Errettung} 9. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit {O. Errettung} durch unseren Herrn Jesus Christus, 10. der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Erstens ist es gemäß Vers 1 nicht nötig, dass den Brüdern etwas über Zeitpunkte geschrieben wird, somit steht das auch nicht klar in der Bibel. Zweitens muss gemäß Vers 3 „Friede und Sicherheit“ ausgerufen werden. Dies ist sicher noch nicht geschehen, wir wissen nicht einmal, wer „Friede und Sicherheit“ ausrufen muss. Die Nationen mit der UN, die Zeugen Jehovas, oder Beide oder sogar die anderen großen Religionen? Alles Spekulationen. Momentan sind wir weit weg von einem Status „Friede und Sicherheit“. Wenn das plötzliche Verderben derjenigen, die in Vers 3 gemeint sind, der Anfang des Kommens Jesus sein sollte, dann müsste „Friede und Sicherheit“ bei denen ausgerufen werden die „die göttliche Wahrheit“ in Ihren Augen in Anspruch nehmen und denken das allein „Sie“ diese besitzen, denn das Gericht wird beim Hause Gottes anfangen: 1. Petrus 4 17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen! {O. glauben} 18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Das Haus Gottes selbst sind nicht die Zeugen Jehovas, denn sie haben das Haus Gottes verlassen, sondern die Gläubigen im Allgemeinen. Denn Petrus schreibt: „wenn aber zuerst bei uns“…„was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ Wer gehorcht dem Evangelium? Wer hat im vergangenen Abendmahl von den Symbolen genommen? Zeugen Jehovas?.-die Mehrheit verschmähen die Symbole, die aber Jesu uns gebot. Somit gehorchen sie Jesu Worte nicht wie es in Johannes 6:53+58-59: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.… 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 59 Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte. Noch schlimmer Matthäus 23:13 sagt: »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr versperrt anderen den Zugang zu Gottes himmlischem Reich. Denn ihr selbst geht nicht hinein, und die hineinwollen, hindert ihr auch noch daran. Darüber könnte man auch einen ganzen Artikel schreiben. Dennoch sind zuerst die Gläubigen im Gericht, nämlich ob wir am Glauben festhalten und ausharren . Auch wir Gläubigen werden auf eine harte Probe gestellt, denn sonst hätte Petrus nicht geschrieben: „ Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?“ Das bedeutet nach meinem Verständnis, egal was wir uns ausdenken, wann Jesus kommen könnte, er kommt später, aber er kommt. Uns bleibt nur Glaube, Liebe und Hoffnung die uns geduldig ausharren lassen. In diesem Sinne lieber Leser bleib standhaft. Autor N.S. Gedanken von A.S.
von Armin Slavik 1. April 2023
Des Todes Christi gedenken Liebe Brüder und Freunde; wie jedes Jahr gedenken wir natürlich auch in diesem Jahr des Todes Jesu Christi. Das Gedächtnismahl ist für viele Christen die wichtigste Feier im Jahr, und Millionen Menschen kommen an diesem Tag zusammen, um des Todes Christi zu gedenken, allerdings zum größten Teil nur als Beobachter, um der Ansprache und dem herumreichen der Symbole aufmerksam zu folgen. Wenn man den Ansprachen aufmerksam zuhört entsteht oft der Eindruck, das diese Feier zum Gedenken an den Tod Jesu in erster Linie dazu gebraucht wird uns "Beobachter" dieser Feier zu motivieren, aus Dankbarkeit für das Loskaufsopfer Jesu immer mehr Einsatz und Leistung im Predigtdienst zu bringen. Hinzu kommt, dass es in den Ansprachen in der Regel mehr um die gesalbten Überrestglieder geht als viel um das Gedenken an das, was Jehova Gott durch Jesus Christus für uns getan hat. Der Artikel im WT v. 15.1.2012, den wir eine Woche vor dem Gedächtnismahl besprechen durften verfolgte genau dieses Ziel; die angeblich wichtige Rolle der jetzt noch auf Erden lebenden Gesalbten, spricht die Glieder der l. Körperschaft, zu manifestieren. Zitat S. 30. Abs. 19 sinngemäß: "Durch das Opfer Christie und der Symbole werden wir an die wichtige Aufgabe erinnert, die eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschen ausübt. Dafür sollten alle Anwesenden Dankbarkeit empfinden." In dem ganzen Artikel ging es weniger um Jesus Christus als vielmehr um die "königliche Priesterschaft" S. 30 Abs. 17 "Die "königliche Priesterschaft wird die Menschheit während der 1000 Jahre zur Vollkommenheit geführt haben." Wo bleibt das Opfer Jesu? Zitat S. 29 Abs. 14, sinngemäß: "Schon heute wirken die Gesalbten hier auf Erden, sprich natürlich die "l. Körperschaft" als Mittler zwischen Gott und den Menschen, indem sie für geistige Speise Sorgen." Als biblischer Beweis muss wieder Matth. 24:45 herhalten. Wir können sicher sein, das auch in diesem Jahr die Gedächtnismahlansprache in die gleiche Richtung geht. Es wird zwar auch die Liebe Gottes und das Loskaufsopfer angesprochen, doch sehr schnell dreht sich alles nur noch um die Geistgezeugten und Auserwählten, oder 144000 Mitregenten und um die Frage; wer darf von den Symbolen nehmen und wer nicht, u.s.w. Der wirkliche Sinn des Opfers Jesu wird in der Regel nur pauschal und am Rande erwähnt, ohne Tiefgang und Emotionen. Deshalb möchten wir uns heute wirklich nur mit dem befassen, was Jehova Gott durch Jesus Christus für alle Menschen getan hat. Die Fragen; "Wer sind die "Geistgezeugten" oder "Auserwählten"? Ist die in der Offenbarung genannte Zahl der 144000 buchstäblich oder symbolisch zu verstehen. Gibt es heute noch einen Überrest der 144000, und welche Aufgabe werden die Auserwählten im Himmel erfüllen oder "befinden sich die Glieder der großen Volksmenge vor dem Thron im Himmel oder hier auf der Erde?" möchten wir heute nicht besonders erörtern. Wir wissen, dass es zu diesen Fragen viele unterschiedliche Glaubensüberzeugung gibt, und es ist nicht leicht eine allgemein verbindliche Antwort auf diese Fragen zu geben. Wir haben nur die Möglichkeit an Hand des geschrieben Wort Gottes die Antworten auf diese Fragen zu suchen, und so kann es sein, das der eine oder andere für sich in Bezug auf himmlische oder irdische Hoffnung, zu einer Überzeugung gelangt die von der des anderen abweicht. Aber wir dürfen und möchten nicht über die persönliche Hoffnung des Einzelnen urteilen. Die Entscheidung ob ich von den Symbolen nehme oder nicht ist eine Entscheidung die jeder Einzelne für sich treffen muss. Tatsache ist, dass auch gemäß unserer offiziellen Lehrmeinung viele dieser Fragen neue Antworten braucht. Auf Grund der tatsächlichen Entwicklungen die sich in den letzten Jahren abzeichnen, ist einiges neu zu hinterfragen, denn nach unserer offiziellen Lehrmeinung dürfte es zum Beispiel schon längst keine "Überrestglieder" mehr geben, und damit auch keine Personen, die von den Symbolen anlässlich des Gedächtnismahls nehmen. Die neusten Zahlen zeigen aber wieder einmal, das die Zahl derjenigen die von den Symbolen nehmen immer größer wird. Wie gesagt, wir möchten uns deshalb an diesem besonderen Tag mit den wirklichen für uns glaubensstärkenden Hintergründen des Gedächtnismahls befassen. Das Abendmahl des Herrn wird passender Weise als "Gedächtnismahl" bezeichnet. Warum? In Luk. 22:19 steht "Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Und auch Paulus spricht in ähnlicher Weise von einem Mahl zum Gedächtnis: "Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!" 1. Kor. 11:24 Das Abendmahl ist demnach als ein buchstäbliches Mahl zu sehen, das Jesus Christus einsetzte, zur Erinnerung oder zum Gedenken an seinen Tod. Lesen wir nochmal Lukas 22:19 aus der H.f.a. "Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe, …" Wenn auch Jesus das Gedächtnismahl wahrscheinlich in erster Linie für seine Jünger und die Gesalbten einsetzte und sie direkt ansprach und den neue Bund mit ihnen schloss, so wäre es falsch anzunehmen, dass das Blut Jesu nur für die Gesalbten vergossen wurde. In Mark. 14:14-16 lesen wir: "Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird". Wie verstanden die ersten Christen, wie verstand Jesus selbst das Gedächtnismahl? Für die ersten Christen war der Tod Jesu ein göttliches Geschenk an alle Menschen. Für alle an Christus glaubenden Menschen kann es nur glaubensstärkend sein sich Gedanken darüber zu machen was Gott in seiner Liebe in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. Doch die Gedanken, die wir uns an seinem Todestag zur Erinnerung machen, können nur menschliche Gedanken sein. Es ist für uns Menschen wahrscheinlich nicht möglich die Größe der Tat Gottes zu verstehen und vollständig zu erfassen. In der Tat, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind zwar göttliche Ereignisse, aber bei den theologischen Deutungen dieser Ereignisse können wir wahrscheinlich nur menschliche Antworten geben. Diese Antworten sind menschlich, und darum können sie hinterfragt werden. Und da wir immer dazu neigen werden menschliche Antworten zu geben sollten wir versuchen unsere Antworten im Lichte der Bibel zu finden. Das göttliche Geheimnis vom Tod und der Auferstehung Jesu bleibt, aber die Vorstellungen vom stellvertretenden Opfer für unsere Sünden ist vielen Menschen fremd geworden. Diese Fremdheit lässt sich nicht dadurch überbrücken, dass die alten Antworten einfach wiederholt werden. Welche Erkenntnisse erlangen wir durch den Tod Jesu? Durch den Tod Jesu sollten und können wir verstehen, das unseren Schöpfer Jehova Gott die Liebe zum Menschen höher erachtet als den Respekt vor religiösen Gesetzen, gesellschaftlichen Normen oder organisatorischen Zwängen. Durch sein Leben als auch durch seinen Tod, wird uns vor Augen geführt wie Gott ist. Jesus suchte Menschen zu verstehen, er fühlte mit ihnen, wo andere verurteilen wollte er heilen, wo andere verletzen baute er auf. Auch in dieser Hinsicht spiegelte er das Wesen seines Vaters wieder. Warum kam Jesus auf die Erde und warum musste er sterben? Als die Engel den Hirten auf dem Felde die Geburt Jesu ankündigten sprachen sie von einer "guten Botschaft" für alle Menschen die "guten Willens sind". Wer ist ein Mensch guten Willens? Diese Menschen "guten Willens" sind Menschen, die ihren sündhaften Zustand erkennen und bereuen, indem sie Umdenken. Umdenken bedeutet, die Gesetze Gottes als Gut anzuerkennen, unabhängig davon ob sie in der Lage sind all das zu erfüllen, was sie als gut und richtig akzeptieren. Für Gott ist " Reue" und der "Gute Wille" die Grundlage der Vergebung. Das mag für viele als Widerspruch erscheinen, aber genau diesen Widerspruch erlebte der Apostel Paulus an sich selbst. Paulus sagt von sich gemäß Röm. 7:7 – 25 : "Ich weiß das der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch bemühe. (Reue im Sinne von Unterlassen einer Sünde kann demnach nicht gelingen) Weiter sagt er: "Ich will zwar immer wieder Gutes tun, doch das schlechte vollbringe ich. Ich verabscheue das Böse, tue es aber dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. … Bin ich mir also bewusst, dass ich falsch handle, dann gebe ich zu, das Gottes Gesetz gut ist. Das sich Bewusst werden der eigenen Sündhaftigkeit ist also der erste Weg zur Reue und dem Willen es besser zu machen. Man wird zu einem Menschen guten Willens. Im Wachtturm vom 15. Juni 2011 S. 8 lesen wir bemerkenswerter Weise unter dem Unterthema: "Einsehen, das man sündhaft ist", Zitat: "Jemand kann erst dann lebensrettenden Glauben entwickeln, wenn er sich bewusst ist, das er sündhaft ist, ....... doch die meisten Menschen heute können mit dieser Aussage nichts anfangen. Zitat Ende Wer sich seiner Sünden nicht bewusst ist sieht für sich auch keinen Grund zu bereuen. Das Wort "Reue" hat in den christlichen Schriften den Sinn von "Umdenken". Das meinte Jesus auch, als er von " Reue " sprach, ein Umdenken, das bedeutet "erkennen", das man ein Sünder ist und der Erlösung bedarf. Paulus argumentiert weiter: "Das aber bedeutet: Nicht ich selbst tue das Böse, sondern die Sünde, die in mir wohnt, treibt mich dazu. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen, dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz. Dieser Widerspruch zwischen meiner Einsicht und meinem Handeln beweist, daß ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich (uns) jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?" und er schließt seine Argumentation mit den Worten: "Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir bereits befreit"! H.f.a., oder "er (Jesus Christus) hat es getan" G.N. oder "Gott durch Jesus Christus hat uns befreit" Konkordantes N.T. Wir alle sind gefangene der Sünde, und können uns nicht selbst befreien, auch nicht durch gottgefällige Werke, dieser Tatsache sollten wir uns besonders auch heute bewusst sein. Jeder von uns wird für sich erkennen müssen, dass er dem göttlichen Gesetz nicht entsprechen kann, und deshalb kann kein Mensch durch Werke gerettet werden. Und auch die Werke der Barmherzigkeit, von denen der Apostel Jakobus spricht, bewirken keine Befreiung von Sünde und Tod, sie sind lediglich ein Ausdruck der Wahrhaftigkeit unseres Glaubens. Ein Glaube ohne diese Werke der Barmherzigkeit ist Tod, sagt der Jünger Jakobus, und ein toter Glaube an das Opfer Jesu Christi vermag uns nicht befreien, aber die Werke der Barmherzigkeit ohne Glaube ebenfalls nicht. Was ist "Sünde"? In diesen Tagen, wo wir des Todes Jesu gedenken, werden wir daran erinnert das wir alle der Sünde verfallen sind. Doch was verstehen wir unter dem Begriff Sünde und was ist "Sünde"? Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter "Sünde" ein Handeln gegen Gott. "Sünde ist ein Mangel, eine Neigung oder eine Handlung, die dem Gesetz Gottes widerstreitet; Gott beleidigt, von ihm verdammt wird, und seinen Zorn nach sich zieht wenn ihr keine Vergebung zuteil wird. In dieser Definition werden Mangel und Neigung erwähnt. Dieser Mangel und diese Neigung des Menschen zur Sünde sind in der Erbsünde als Urübel begründet. Die Handlungen die daraus resultieren umfassen alle inneren und äußeren Handlungen unseres Tuns, das dem Gesetz Gottes widerstreitet. Durch unsere Handlungen der Sünde sind wir vor Gott verdammt. "Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen." - so sei es- 5. Mose 27:26 Sünde meint also den von Gott verfluchten Ungehorsam. Darunter ist nicht nur die konkrete Tat zu verstehen, wie Lügen, Stehlen, Ehebruch u.s.w., sondern die gesamte gegen Gott gerichtete menschliche Natur als Folge der Ursünde ist vor Gott verflucht. Die Ursünde besteht in dem Fehlen der ursprünglichen Gerechtigkeit, die dem Menschen inne wohnen muss. Alle Menschen bedürfen der Erlösung von Sünde und Tod. Auch wir als Nichtjuden werden in unserer Sünde umkommen, wenn wir Christus nicht suchen: "Ihr werdet mich dann verzweifelt suchen, sagte Jesus zu den Juden, aber ihr werdet in euren Sünden umkommen." Joh. 8:21 Jesus Christus brachte immer wieder zum Ausdruck, dass er sein Leben nicht nur für das Volk der Juden dahin gab, sondern auch zum Nutzen aller Menschen. In Johannes 11:50-52 sprach Kaiphas ungewollt eine wahre Prophezeiung in Verbindung mit dem Tod Jesu aus: "Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird? Das sagte er aber nicht aus sich selbst, sondern als der Oberste Priester in jenem Jahr sprach er aus prophetischer Eingebung, und so sagte er voraus, dass Jesus für das jüdische Volk sterben werde – und nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreut lebenden Kinder Gottes zusammenzuführen. Für die Jünger Jesu war der schändliche Tod ihres Lehrers eine Katastrophe, der Zusammenbruch ihrer Hoffnungen, die sie mit dem Propheten Jesus verbunden hatten. Welche Erwartungen sie hatten, geht aus ihrer Äußerung hervor, als sie dem auferstanden Jesus begegneten. "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohepriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit Lukas 24:19-21 Die Jünger hatten Jesus sehr wohl als Retter ihres Volkes erwartet und ihn auch als solchen erkannt. Doch das gerade sein Tod zur Rettung ihres Volkes dienen sollte und konnte, diese Erkenntnis war ihnen noch verwehrt, obwohl die Propheten ausführliche Hinweise enthielten. Dann aber, wenige Tage nach dem Tod Jesu geschah etwas, das die enttäuschten und ratlosen Jünger in entschiedene und begeisterte Bekenner seiner Auferstehung verwandelte: Sie hatten außerordentliche Erfahrungen gemacht, die sie als Begegnungen mit dem Gekreuzigten(Gepfählten) beschrieben, und sie kamen so zu der festen Überzeugung, dass Jesus in neuer Weise lebe, ja sogar an der Göttlichkeit Gottes Anteil habe "Gott hat ihn ... an seine rechte Seite erhoben, so lesen wir in Apostelgeschichte 5:31: "Der Gott unserer Vorfahren hat Jesus, den ihr getötet habt, von den Toten auferweckt. Gott hat ihn durch seine Macht zum Herrscher und Retter erhoben, damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Auch hier wird deutlich, das Petrus und die Jünger Jesus in erster Linie als Retter des Volkes der Juden ansahen "damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Durch diese Erfahrung und die daraus erwachsene Überzeugung erschien den Jüngern auch der Tod Jesu in völlig neuem Licht. Dieser Tod konnte kein blindes Schicksal sein, er musste einen verborgenen tiefen Sinn im Vorhaben der Rettungsvorkehrung Gottes haben, und dieser Sinn musste sich aus den heiligen Schriften Israels erkennen lassen die sich dann durch Jesu Tod und Auferstehung erfüllt hatten. So wurde das "Alte Testament" mit neuen Augen auf Christus hin verstanden. Deshalb konnte Petrus nun sein Volk auffordern: "Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat. Jetzt herrscht Jesus unsichtbar im Himmel, aber die Zeit wird kommen, in der alles neu wird. Davon hat Gott schon immer durch seine auserwählten Propheten gesprochen. Bereits Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, zu euch senden, einen Mann aus eurem Volk. Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. Ebenso haben Samuel und alle Propheten nach ihm diese Tage angekündigt. Was diese Männer gesagt haben, gilt auch für euch. Ihr habt Anteil an dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat. Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18-21 Und auch der Apostel Paulus wies in 1 Korinther 15:3 auf die Prophetischen Schriften hin, die sich in Christus erfüllt haben wenn wir lesen: "Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift; "Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. Den Jüngern und ersten Christen boten sich im Alten Testament viele Anknüpfungspunkte für das Verstehen des Todes Jesu an. Am schlüssigsten aber erschien den ersten Christen das Verständnis des Todes Jesu als stellvertretendes Sühneopfer zum Heil aller Menschen. Diese Interpretation nimmt im Neuen Testament eine geradezu beherrschende Stellung ein. Dafür gibt es im Alten Testament zwei verschiedene Bezugspunkte, zum Beispiel die Gewissheit von der sühnenden Kraft eines Opfers, das der Prophet Jeremia in Bezug auf Jesus Christus vorhersagte. Im Jeremia, dem 53. Kapitel lesen wir über das Opfer Jesu: "Er wurde verabscheut, und auch wir verachteten ihn. Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden mit Gott ertrug er den Schmerz, und wir sind durch seine Striemen geheilt. Wie Schafe hatten wir uns alle verirrt; jeder ging seinen eigenen Weg. Doch ihm lud Jahwe unsere ganze Schuld auf. Er wurde misshandelt, doch er, er beugte sich und machte seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, das vor den Scherern verstummt, so ertrug er alles ohne Widerspruch. Durch Bedrückung und Gericht wurde er dahingerafft, doch wer von seinen Zeitgenossen dachte darüber nach? Man hat sein Leben auf der Erde ausgelöscht. Die Strafe für die Schuld meines Volkes traf ihn. Bei Gottlosen sollte er liegen im Tod, doch ins Steingrab eines Reichen kam er, weil er kein Unrecht beging und kein unwahres Wort aus seinem Mund kam. Doch Jahwe wollte ihn zerschlagen. Er war es, der ihn leiden ließ. Und wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Leben und Nachkommen haben. Durch ihn gelingt der Plan Jahwes. Nach seiner Seelenqual sieht er das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Durch seine Erkenntnis wird mein Diener, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit bringen; und ihre Vergehen lädt er auf sich. Darum teile ich die Vielen ihm zu, und die Starken werden seine Beute sein, weil er sein Leben dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Dabei war er es doch, der die Sünden der Vielen trug. Alle diese vom Propheten Jeremia vorhergesagten Einzelheiten zum Tod Jesu erfüllten sich vor den Augen des jüdischen Volkes, aber nur die Jünger Jesu und später auch alle Christen verstanden, dass der Tod Jesu das eigentliche, wahre, endgültige Sühnopfer war, und die Opfer des alten Bundes zum Abschluss brachte und eine ewige, nicht mehr überbietbare Versöhnung mit Gott bewirkt. Besonders der Apostel Paulus hat in seinem Hebräerbrief diesen Gedanken breit ausgeführt; Jesus ist der Hohepriester, der sich selbst darbringt, und das "Ein-für-Allemal" Wir lesen in Hebräer 9:13-16 Schon nach den Regeln des alten Bundes wurde jeder, der nach den religiösen Vorschriften unrein geworden war, wieder äußerlich rein, wenn er mit dem Blut von Böcken und Stieren oder mit der Asche einer geopferten Kuh besprengt wurde. Wie viel mehr wird das Blut Jesu Christi uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen!1 Erfüllt von Gottes ewigem Geist, hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen" Für uns ist es an diesem Tag wichtig, die Sühnewirkung des Todes Jesu nicht mit dem allgemein gängigen Verständnis von Sühne und Opfer gleichzusetzen. Schon das sogenannte Alte Testament und erst recht das Neue Testament legt größten Wert darauf, dass es nicht darum geht, einen zornigen Gott durch Opfer und Sühneleistungen zu besänftigen, sondern dass umgekehrt alle Versöhnungsinitiative von Gott ausgeht. Nicht Gott muss gnädig gestimmt werden, vielmehr ist er es, der den Menschen aus freier Gnade Versöhnung anbietet, ja sie geradezu um Versöhnung mit sich bittet. "Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2 Korinther 5:17-21 Die Versöhnung mit Gott aus freier Gnade für alle Menschen wird im alten Testament durch die Bereitschaft Abrahams veranschaulicht, seinen einzigen durch ein Wunder geschenkten Sohn Isaak auf das Geheiß seines Gottes hin zu opfern. Durch diese Bereitschaft Abrahams wird uns Menschen bergreiflich gemacht, was Gott in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. In seiner Gottesfurcht war Abraham bereit, Gott das Teuerste und Kostbarste zu opfern. Sein Gott aber hielt ihn davor zurück. Genau hier setzt eine besondere Botschaft für uns ein, und zwar; dass Gott das Liebste und Kostbarste des Menschen nicht fordert; die Bereitschaft des Menschen, es ihm zu geben, diese Bereitschaft genügt ihm bereits. Diese Bereitschaft Abrahams wird gleichzeitig zu einem Zeugnis der Liebe Gottes zum Menschen. Warum also das Gebot Gottes an Abraham, seinen Sohn Isaak zu opfern? Paulus erklärte in 1. Korinther 10:11 "Dies widerfuhr ihm als ein "Vorbild" für uns. Gott wies Abraham an, einem Sinnbild gemäß zu handeln für etwas, das Jahrhunderte später erfüllt werden sollte – das Opfer Christi. Christus ist das Lamm, "das geschlachtet ist" heißt es in Offenbarung 13:8 Gottes Vorhaben zur Erlösung der Menschheit existierte lange vor dem Ereignis am Berg Morija. Die ganze Menschheit sollte die Möglichkeit haben durch Abrahams Samen gesegnet zu werden. Abraham entschied sich zum Gehorsam aufgrund seines Glaubens an Gottes Verheißungen. Ja, für diese Verheißung war Abraham bereit das liebste was er besaß zu opfern. Abraham war überzeugt davon, das der von Gott verlangte Opfertod seines Sohnes Isaak mit der Verheisung zu tun haben muß: Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18 Demnach können wir davon ausgehen, das auch Abraham zu dem bereit war, was Gott selbst einmal zum Segen der Menschen tun würde; und zwar seinen einzig gezeugten Sohn zu opfern. In dieser Bereitschaft Abrahams zeigt sich das Bild Gottes; - seine grenzenlose Liebe zu den Menschen-. Indem Abraham glaubte und handelte – indem er seinen lebendigen Glauben demonstrierte – wurde er zum Vater aller Gläubigen, und er hat vorausgesehen, dass Jehova Gott Menschen durch den Glauben gerecht macht. "In dir sollen alle gesegnet werden", lautete die Verheißung, und durch Jesus Christus wird sich diese Verheißung erfüllen. Abraham wird im Stammbaum Jesu aufgeführt und erscheint darüber hinaus an vielen Stellen als Vorbild und "Vater des Glaubens" Im Römerbrief wird Abraham zum Gegenstand einer der wesentlichen Lehren des Paulus. Danach seien Abraham die göttlichen Verheißungen nicht wegen seiner "Gesetzeswerke", sondern durch "Glaubensgerechtigkeit" zuteil geworden. "Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. "Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist" Römer 4:18 Dieser bedingungsloser Glaube und die Bereitschaft seinen Sohn für die Verheißung Gottes zum Segen der Menschheit zu opfern führte dazu, dass Jehova Gotte ihn als seinen Freund bezeichnet, eine Ehre, die kein Mensch beanspruchen kann und sollte. Die Worte Jesu beim Abendmahl – verstärkt durch die Geste des Brechens und Austeilens des Brotes – wollen zum Ausdruck bringen, dass er sein Sterben, so wie sein Leben, als Dienst an den Menschen, ja für alle Menschen verstanden hat: "Ich für euch" sagte er als er das Brot brach und den Wein trank. Er hat sein Leiden und Sterben als stellvertretendes Sühneleiden für die "vielen", womit zunächst wohl nur das sich verweigernde Israel gemeint war, bejaht und angenommen. Doch Jesus sagte immer wieder, dass er nicht nur für die Schafe Israel gestorben ist. "Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden Johannes 10:16 Jesus ließ sich von seinem Vater für alle Menschen in Dienst nehmen, indem er sein Sterben zum Zeugnis der grenzenlosen Liebe Gottes werden ließ, zur Manifestation von Gottes Vergebungsbereitschaft auch gegenüber denen, die weder Gott noch Jesus kannten, aber Glauben bekunden. Paulus sagt in Römer 3:21-30: Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, .... ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für Alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied, alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerecht gesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt,..... um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerecht spricht, der an Jesus glaubt. Wo ist also das Rühmen?..... ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen. Durch Jesus alleine findet die grundlegende und dauerhafte Versöhnung mit Gott statt, und zwar – dieser Gedanke drängte sich mehr und mehr auf, je deutlicher man erkannte, dass die Bedeutung dieses Jesus die Grenzen Israels sprengt und universal ist – Versöhnung nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen. An diesen grenzenlosen Liebesbeweis Gottes und seines Sohnes möchten wir heute erinnert sein. Alle Versöhnung, alles Heil geht von Gott aus: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Grundlage gelegt, um die Welt mit sich zu versöhnen.
von Armin Slavik 24. März 2023
Wer ist ein Christ? Liebe Brüder und Schwestern, Worin bestehen die grundlegende Unterschiede in der Sichtweise eines Zeugen Jehovas zu der eines Christen , wenn es um die Bestimmung des Menschen geht? Dieses Thema berührt das Thema Berufung und Auserwählung durch Gott. Darüber sprechen die Zeugen sehr wenig bis gar nicht. Die Menschen dieser Welt werden mit der Botschaft der Zeugen angesprochen und wer zuhört und sich einlässt, das heisst, ein Zeuge wird und bleibt, wird gerettet und wer das nicht tut, der eben nicht. Auf die vielen Abgrenzungen im Verhalten wie Geburtstag feiern, Weihnachten und andere Verhaltensweisen gehe ich nicht ein, denn hierbei geht es nur um das „Anderssein“ und um ein elitäres Abgrenzungsverhalten seitens der Zeugen. Ich versuche einmal, den Kern der Sache herauszuarbeiten. Du kennst die Lehre der Zeugen seit deiner Kindheit genauso wie ich, deshalb verzichte ich darauf diese zu wiederholen, sonst wird der Brief gar so lang. Es gibt in der Bibel viele Belegstellen, die einem Zeugen Jehovas nicht groß auffallen und über die er einfach hinwegliest, sie nicht auf sich selbst bezieht. Aber gerade diese sind es , die für uns interessant sind. Du weißt, dass die Zeugen bis 1935 gelehrt haben, dass alle himmlische Hoffnung haben. (Im übrigen heißt „himmlische Hoffnung“ nicht, dass man in den Himmel kommt, denn von Christus heißt es, das er auf die Erde kommt mit seiner himmlischen Regierung – aber das ist ein anderes Thema) In diesem Punkt waren sie bis dahin absolut bibelkonform und wären es immer noch. Wenn ich dir also im Folgenden die Texte zeige, um die es geht, dann beziehe sie absolut nur auf dich selbst und mache dir immer klar: Ich bin hier gemeint und ich werde direkt angesprochen. Schiebe eine Anwendung nicht von dir wie erlernt und gewohnt weg und anderen zu. Ich beginne mit Johannes Kapitel 1 Vers 11 und 12: Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; Johannes fasst in diesen zwei Sätzen das Ergebnis des Wirkens Jesu auf der Erde zusammen. Aber beachte bitte die einzige Voraussetzung für dafür ein Kind Gottes zu werden : „Alle, die ihn aufnahmen“ lesen wir. Hier steht nichts davon, dass es nur einer bestimmten Gruppe zukam, ein Bruder oder eine Schwester des Herrn zu werden, nicht wahr? Folgende Texte vertiefen das noch: Johannes 3:18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Und Johannes 5:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Jetzt kannst du schon eine erste Antwort erkennen: Alle, die an Jesus Christus glauben und an den Vater, der ihn gesandt hat, sind Kinder Gottes, Geschwister Jesu Christi , oder: Christen. Natürlich glauben alle Zeugen an den Vater, an Jehova, und sie würden auch nie zugeben, dass sie nicht an Jesus glauben. Aber erkennen sie auch den Inhalt der Worte Jesu in Matthäus 28:18 an, wo es heißt: Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Diese Worte werden absolut ignoriert – von Zeugen Jehovas; nicht von Christen, die glauben, was da steht. Wir kennen beide den Grund – der treue und verständige Sklave braucht seine Existenzberechtigung und da passt dieser Text nicht dazu. Denn gibt es irgendeinen Grund, dass Jehova irgendjemand anderem seine Macht geben sollte als seinem Sohn? Hier hast du einen deutlichen Unterschied zwischen einem Christen und einem Zeugen Jehovas. Aber lass uns weiter sehen. Wir lesen in Johannes 14: 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Und in Johannes 17: 6-10 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 7 Nun erkennen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; 8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. 9 Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. 10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. In Johannes 14. 21 und 23 lesen wir: Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen . Das sind zu Herzen gehende Worte, die einen Menschen im tiefsten Inneren berühren können. Stell dir das einmal vor: Der Vater und sein Sohn, Jehova und Jesus Christus machen bei uns Wohnung. Wenn du diese Verse liest, dann erkennst du, dass nichts zwischen Gott, den Vater und Jesus den Sohn und seine Jünger passt, denn diese sind seine Brüder. Der Vater hat die Jünger höchstpersönlich ausgesucht und sie seinem Sohn zugeführt. „Welche du mir gegeben hast“ das ist sehr deutlich, finde ich. Hierzu passt was Jesus zu Zachäus sagte : Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf und sah ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steige schnell herab; denn heute muß ich in deinem Haus einkehren! 6 Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden. (Lukas 19:5) Warum sagt Jesus hier, dass er MUSS? Weil er vom Vater zu dem Zachäus geführt wurde, ganz klar. Auch der Bericht aus Apostelgeschichte 8 von Philippus und dem äthiopischen Kämmerer zeigt, dass der Heilige Geist Philippus dorthin sandte und ihn wieder von dort wegnahm – Kap 8:39 Das ist eine der wunderbarsten Wahrheiten der Bibel und lässt das Herz eines jeden Christen höher schlagen. Ein Christ gehört zum Vater und zu seinem Herrn, Jesus Christus. Er tut, was in der Bibel steht und was er in seinem Leben als die Lenkung Gottes ansieht. Einem Zeugen Jehovas macht diese Bibelstelle ein ungutes Gefühl, denn er wird ja gelehrt, dass Jehova durch den Sklaven zu Menschen spricht. Ein zweiter markanter Unterschied. Was denkst du, ob dieser Kämmerer eher ein Zeuge Jehovas war oder ein Christ? In den Briefen des Apostels Paulus wird deutlich über die Erwählung eines Christen gesprochen. Achte bei nachfolgendem langen Text einmal darauf, wer hier wen erwählt, d.h. wer sich für wen entscheidet: Epheser 1: 3-14 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus, 4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. 5 Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. 7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht. 9 Er hat uns das Geheimnis seines Willens bekanntgemacht, entsprechend dem [Ratschluß], den er nach seinem Wohlgefallen gefaßt hat in ihm, 10 zur Ausführung in der Fülle der Zeiten5: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist 11 — in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluß seines Willens, 12 damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben. 13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, 14 der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit. Du hast beim Lesen sicher gedacht, dass dies ja nur für die 144000 gilt, nicht wahr? Doch wende es einmal auf dich selbst an! Dann kannst du ganz anders über das nachdenken, was als Erläuterung in einem Bibelwerk hierzu ausgeführt wird: Zu Vers 4: wie er uns in ihm ausgewählt hat „die Form des gr. Verbs für auserwählt zeigt, dass Gott nicht nur durch seine eigene Entscheidung erwählt hat, sondern auch für sich selbst zum Lobpreis seiner eigenen Herrlichkeit. Gottes Erwählung wirkt nicht losgelöst von der Verantwortung des Menschen an Jesus als den Herrn und Retter zu glauben und hebt diese Verantwortung auch nicht auf.“ Zu: vor Grundlegung der Welt heisst es dort: „Durch Gottes souveränen Willen vor Erschaffung der Welt und daher unabhängig von jedem menschlichen Einfluss und ohne jeden menschlichen Verdienst wurden die Erlösten ewig mit Jesus Christus verbunden.“ Schon bevor Adam und seine Eva im Paradies erschaffen wurden und dort leben durften, hatte Gott in seiner Voraussicht und Allmacht gewusst, dass seine Sohn einmal auf die Erde kommen müßte und dass es dann Jahrtausende später Menschen geben würde, die er als Söhne und Töchter annehmen würde, weil sie Glauben an ihn und seinen Sohn bekunden würden. Er hat a l l e s im Voraus gewusst und gesehen, unsere Eltern gekannt, unsere Zeugung und Geburt…und dass wir uns zu ihm hinwenden würden. Das ist ein sehr demütig stimmender Gedanke finde ich. Ich möchte noch einen Text hinzufügen, der uns helfen kann, wenn wir im Zweifel sind, ob das alles auch wirklich so ist und wir tatsächlich gemeint sind. Abgesehen von dem Unterpfand aus Epheser 1:14 gibt es in Philipper 2: 12 und 13 einen weitere Ermutigung: Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; 13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Über den Vers 13 heißt es in dem erwähnten Bibelwerk: „Wenngleich der Gläubige verantwortlich ist, sich zu bemühen, ist es letztlich der Herr, der gute Werke und geistliche Früchte hervorkommen lässt. Er erreicht das durch seinen in uns wohnenden Heiligen Geist. Gott bewirkt sowohl die Wünsche als auch die Taten des Gläubigen. Gott möchte die überzeugte Absicht sehen, ein vorgesehenes Ziel zu erreichen. Gottes Kraft macht seine Gemeinde willens, ein gottesfürchtiges Leben zu führen.“ Über diese Sätze muss man einmal nachdenken…wenn Gott selbst unsere Wünsche bewirkt und wir uns nur bemühen müssen, dann ist das ein wunderbarer Erweis der Gnade Gottes. Denn hier steht nichts davon, dass wir Pionier sein sollen, dass wir Predigtdienst leisten sollen. Nein, sondern, wir müssen uns bemühen, das umzusetzen, was Gott in uns wirkt, also wie ein unsichtbarer Motor in uns, uns antreibt. Keine Werkgerechtigkeit, die wir Gott zeigen können und sagen könnten: „Schau, das habe ich für dich gemacht! Ist zwar nicht viel, aber ich bin ja nur ein unvollkommener Mensch.“ Alle Ehre soll nur dem Vater zukommen, darum geht es. Was wir tun, tun wir aus Dankbarkeit und Liebe, aber sogar hierbei reicht das reine Bemühen. Unglaublich liebevoll, unser Gott. Das ist es also, was in der Bibel zum Thema Christsein unter anderem zu finden ist, ich denke dass diese Verse eine gute Grundlage für dich sind, einmal gebetsvoll nachzudenken und dich vom Vater ziehen zu lassen. Wenn du diese Gedanken auf dich wirken lässt und die Schriftstellen in deiner eigenen Bibel nachliest, dann wird dir bewusst, wie liebevoll unser himmlischer Vater ist und es ergeht dir vielleicht wie den damaligen Brüdern in Antiochia und du dich zum aller ersten Mal als Christ fühlst… Apostelgeschichte 11:26: Als er ihn gefunden hatte, nahm er ihn mit nach Antiochia. Ein ganzes Jahr lang waren sie mit der Gemeinde zusammen und unterwiesen viele Menschen im Glauben. In Antiochia wurden die Jünger übrigens zuerst Christen genannt.  *Wenn nicht anders vermerkt, sind die Bibelstellen aus der Schlachter 2000 entnommen, Zitate sind aus der Mac Arthur Studienbibel2002 Autor JRS
90 ähriger ZJ
von Bruderinfo 20. Januar 2023
Loyaler 90 jähriger Zeuge Jehovas ermahnt ernstlich die leitende Körperschaft Dieser Brief ging uns die Tage zu. Ein fast 90 Jahre alter loyaler Zeuge Jehovas, ermahnt die leitende Körperschaft in der Weltzentrale ernstlich anhand der Bibel. Wie wird sich nun die leitende Körperschaft, die zurzeit aus 7 Männern besteht, verhalten? Der Brief handelt hauptsächlich davon, dass das "Kommen" Jesus zweifelsfrei laut Matthäus 24:29 und Markus 13:24 NACH der "großen Drangsal" stattfinden wird. (Bitte nicht verwechseln mit dem Begriff "parousia" für "Gegenwart".) Und welche katastrophale Auswirkung diese uralte biblische Tatsache, auf Grundlehren der leitenden Körperschaft und Vorstellungen über die Zeit des Endes hat. Denn die Bibelerklärenden Schriften der Wachtturmgesellschaft sind voll mit einer anderen Lehre. Die leitende Körperschaft behauptet das Gegenteil von dem, was Jesus in der Bibel sagt. Nämlich dass das "Kommen" des Menschensohnes IN der großen Drangsal stattfinden wird. Und sie hat auch genaue Vorstellungen präsentiert, was in dieser großen Drangsal deshalb geschehen wird. Und wie sie verläuft. Die Tragweite des Wortes NACH ist erschütternd, und den meisten Zeugen Jehovas nicht bekannt. Zudem beruft sich der Bruder in seinem Brief auf Matthäus 18:17. Dort zeigt Jesus die Möglichkeit auf, auch "zur Versammlung zu reden", wenn ein Bruder eine Sünde begeht. Bei Matthäus 24:29 und Markus 13:24 handelt es sich um eine Sünde einer falschen Lehre. "Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen." (NWÜ) Wie geht die Führungsspitze der Zeugen Jehovas mit biblischer Kritik um? Werden sie Kontakt aufnehmen? Werden sie anhand der Bibel eine Erwiderung finden können? Die biblische Beweislast des Briefes ist erdrückend! Werden die führenden Männer sich wie der reumütige Petrus verhalten und diese Ermahnung voller Demut aus der Bibel annehmen (Gal. 2:11-14 / Luk. 22:61,62)? Oder sehen sie eher den Überbringer im Mittelpunkt, statt die überbrachte Botschaft aus der Bibel? Wird man alles folgende nun heimlichtun oder so offiziell, wie es bei Petrus der Fall war? Matthäus 26: 3-5 "3 Da versammelten sich die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kajaphas hieß. 4 Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten. 5 Sie sprachen aber: Nicht während des Festes, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht!" (Schlachter-Bibel) Wir von Bruderinfo, werden Euch zeitnah über das Geschehen informieren. Hier ist sein Brief: Watchtower Governing Body An die Leitende Körperschaft 25 Columbia Heights BROOKLYN NY 11201-2483 Datum: 23.05.2016 Zur Kenntnisnahme und Veröffentlichung An die leitende Körperschaft, das Zweigbüro in Selters und an viele ausgewählte Einzelpersonen und diverse Versammlungen im ganzen deutschsprachigen Gebiet. Jeweilige Durchschriften wurden separat versendet. Über mich Mein Name ist Brd. Bruno M. (Name durch die Redaktion geschwärzt) und ich wurde am 27.10.1956 als Zeuge Jehovas getauft und bin seit dem 60 Jahre mit der Versammlung Neunkirchen-West (Deutschland/Saarland) verbunden. Nun werde ich bald 90 Jahre alt. Ich bin ein Glaubensbruder, der auf eine biblische Erwiderung wartet. Aber seit Monaten keine erhält. Warum wende ich mich an die "Versammlungen" Jesus zeigt uns die Möglichkeit auf, "zur Versammlung zu reden" wenn mein Bruder eine Sünde begeht (Mat. 18:17). "Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen." Ich habe so etwas in den vergangenen 60 Jahren bei Zeugen Jehovas zwar noch nie erlebt, dass mit dem Sünder öffentlich, gesprochen wurde und gemeinsam um sein Leben gerungen wird. Aber wenn Jesus das sagt, wird es schon seine Richtigkeit haben. Oder seid ihr anderer Meinung als Jesus? Somit nutze ich hiermit die Möglichkeit, die mir Christus in Matthäus 18:17 angeboten hat. Sind wir uns darüber einig, dass sich Jeder der Aussage Jesu aus Math. 18:17 anschließt? Die "leitende Körperschaft" kann nichts gegen diese Anwendung der Anweisung Jesu haben, da sie Jesus als ihren Herrn bezeichnet und sich Christus wie ein Sklave unterwirft. Oder gibt es hier evtl. Antichristen? Zwei Wege Mit diesem Brief wird sich zeigen, wem die wahre Treue eines Jeden von euch gilt. Es gibt zwei Wege für den jeweiligen Leser: Entweder entscheidet er sich wie Stephanus zu handeln. Und gibt freimütig voll heiligen Geistes eine biblische Erwiderung. Stephanus hatte wahrlich keine Gemeinschaft mit diesen, wie nannte er sie noch in Apg. 7:52, "Verräter und Mörder". Ich nenne sie die Abtrünnigen der letzten Tage des jüdischen Systems. Doch Stephanus argumentierte umfangreich mit Bibeltexten. Entgegengesetzt der zurzeit gültigen Lehre. Er tat das, was alle anderen Christen des ersten Jahrhunderts getan haben. Jesus ist darin das Beste Vorbild. Keiner von ihnen versündigte sich damit. Oder man geht den zweiten Weg. Der Weg der Mörder Jesu: " Darauf schrieen sie mit lauter Stimme und hielten sich mit den Händen die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los." (Apg. 7:57). Mit welchen Personen muss Jesus euch nun vergleichen? Legt euere Hand am Rand dieses Briefes, um in zu zerreißen, so sind die Verräter und Mörder Jesu euere Vorbilder. Liegen Deine Hände auf Deinen Ohren, wenn ich im Folgenden der machtvollen Bibel das Wort erteile? Oder überkommt euch das unbändige Verlangen ab hier nicht mehr weiterzulesen? Dann ergeht es Euch so, wie den abtrünnigen Männern des Sanhedrins, die Jehova und Jesus verraten haben: "Als sie nun diese Dinge hörten, fühlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt, und sie begannen mit den Zähnen gegen ihn zu knirschen." (Apg. 7:54). Jesu wird sich an Deinen jetzigen Handel für immer erinnern! Und seine Engel werden seine Schnitter sein (Mat. 13:39). Meine Briefesammlung vom 07.01.2016 Über 70 Seiten in 16 Einzelbriefen. Die unterschiedlichsten Lehren der Zeugen Jehovas wurden auf ihre Echtheit auf Herz und Nieren geprüft, mittels der Bibel. Einfache Lehren. Grundlehren. Das kleine Zeugen ABC. Geballtes Bibelwissen der deutlichen und klaren Lehren des Wortes Gottes im Gegensatz zu so mancher, schon des Öfteren geänderten, Lehrmeinung der leitenden Körperschaft. Bislang hattet ihr nicht den Anstand, auf meinen Brief vom 07. Januar 2016 zu antworten. Die Sache wurde einfach totgeschwiegen. Das war ein schwerer Fehler von allen Beteiligten. Wie schwerwiegend dieser Fehler war, wird euch wahrscheinlich erst zum Schluss dieses Briefes in seiner vollen Tragweite bewusstwerden. Denn das Beste kommt zum Schluss. Die Worte meines Herrn und Königs sind nicht nur sanft auf meinen Schultern. Sie sind auch absolut tödlich für falsche Lehren. Dabei halte ich mich hauptsächlich immer an die deutlichen Aussagen des Wortes Gottes. Deutungen der unterschiedlichsten Prophezeiungen und Gleichnisse müssen sich immer diesen klaren Aussagen beugen. Wenn die Deutung einer Prophezeiung oder Gleichnisses den klaren und deutlichen Worten der Bibel widerspricht, so sind sie falsch. Punkt. Aus dem Gleichnis von "Lazarus und dem Reichen" kann ich keine Lehre einer unsterblichen Seele herauszaubern, nur weil sie mir in den Kram passt. Weil diese Deutung der klaren Aussage der Bibel widerspricht, dass die Seele eines Menschen sterblich ist, ist diese Deutung falsch. Punkt. Wie oft man bei Prophezeiungen daneben liegen kann, zeigt die Geschichte der Zeugen Jehovas in brillanter Ausfärbung. (siehe z. B. WT Studienartikel vom 15.07.2013. Dort werden viele Deutungen der Endzeit aus der Vergangenheit präzise aufgeführt und als falsch aufgedeckt.) Diese habe ich in den Vergangenen 60 Jahren hautnah miterlebt. So oft auch in den Publikationen von neuem Licht die Rede war und ist, so oft wird das vorhergehende Verständnis als Finsternis entlarvt. Ich schrieb am Anfang meines damaligen Briefes folgendes: "Mein biblisches Gewissen und mein Sinn für Wahrheit und Ehrlichkeit lassen mir keine Wahl. Deshalb muss ich mich von einigen Lehrmeinungen, die ich in der Vergangenheit vertreten, geglaubt und der Welt als Propheten Jehovas gepredigt habe, distanzieren. Es sei denn, Du kannst meine, hier geäußerten Gedanken biblisch widerlegen. Wenn Du die Wahrheit hast, wird es für Dich ein leichtes sein, alles biblisch zu widerlegen. Um es nochmals klarzustellen: Ich verlasse mit diesem Schreiben nicht die Gemeinschaft der Brüder!" Ich verlange nichts Unbiblisches von euch. Ihr solltet nur euere eigenen Lehren mit biblischen Beweisen vortragen, wie es Stephanus auch getan hat. Ich bin nur ein Mensch, der sich irren kann. Das jeder einzelne Christ ständig prüfen sollte, sogar muss, sind die Anweisungen der Bibel. Paulus, Johannes, ja sogar Jesus weisen wiederholt auf diese Pflicht hin ( 2. Kor. 13:5; 1. Joh. 4:1; 1. Joh. 2:18; 2. Thes. 2:6-12; 2. Joh. 1:7; Apg. 17:11; 2. Thes.2:1-3; Mat. 24:5, 11, 23-26, 42, 43; Math. 25:13; Markus 13:6, 21-23, 33, 35, 37; Luk. 11:35; Luk. 12:37, 38; Apg. 20:30-31; 1. Tim. 4:1 und, und, und). Ach ja, ich vergaß: Im Königreichdienst vom September 2007 Seite 3 wird, als kleines Beispiel, von jedem Zeugen Jehovas genau das Gegenteil von dem verlangt, was in der Bibel steht. Offensichtlich hat unser König Jesus Christus nicht mehr viel bei Zeugen Jehovas zu sagen. Im Königreichdienst steht , "dass die leitende Körperschaft es nicht billigt, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammen tun, um biblische Themen zu untersuchen". Weder ihre gerade zurzeit gültigen biblischen Lehren noch die Qualität der NWÜ dürfen überprüft werden. Solche Worte wird man in der Bibel vergeblich suchen. Nur das Gegenteil dieser Lehre, ist biblisch zweifelsfrei beweisbar (siehe obige Bibeltexte). Vielleicht wird deshalb dieser Königreichdienst-Artikel auf JW.ORG als geheim eingestuft. Zumindest ist man bei der Wahrheit geblieben, dass es der "Treue und verständige Sklave" ist, der ein Prüfen nicht billigt. Das Jehova und Jesus es nicht billigen würden, hat man sich nicht getraut zu schreiben, weil das eine offensichtlich erkennbare Lüge gewesen wäre. Hier nochmals langsam zu Mitschreiben: Die Aussage der Bibel gegen die Aussage der Leitenden Körperschaft: Jesus in Mat. 18:20 "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte." Johannes in 1. Joh. 4:1 "Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind." Paulus in 2. Kor. 13:5 "Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid" Die Aussage der Leitenden Körperschaft: "Billigt es der "treue und verständige Sklave", wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? NEIN." Zitat Ende (Quelle: Kd Sep. 2007 S. 3) WT Studienartikel 15.7.2014 Seite 14: 10 Unter Jehovas Volk heute kommt es nicht oft zu Abtrünnigkeit. Dennoch müssen wir unbiblische Lehren, ganz gleich welchen Ursprungs , entschieden zurückweisen. Es wäre unklug, sich auf Diskussionen mit Abtrünnigen einzulassen, ob im persönlichen Gespräch, in einem Blog oder auf anderem Weg. Selbst wenn jemand dem Betreffenden helfen möchte, widerspräche das der gerade betrachteten biblischen Anweisung. Ja, Diener Jehovas wollen mit Abtrünnigkeit absolut nichts zu tun haben! Übrigens: Steht da in 1. Joh. 4:1 ". .. und lasst die inspirierten Äußerungen von den Ältesten oder einen Kirchenverwaltungsrat prüfen!" NEIN! Oder sagt Paulus in 2. Kor. 13:5 "Lasst immer wieder prüfen, ob ihr im Glauben seid!" NEIN! Paulus sagte: "PRÜFT", und nicht "lasst prüfen." Wenn Jesus und die Apostel das Prüfen und Wachsamkeit von jedem einzelnen Jünger als Pflicht ansehen, aber nur sieben Männern wären einzig und alleine in der Lage, biblischen Wahrheiten zu prüfen, zu erkennen und die Bibel zu verstehen, (so wie es ständig behauptet wird) so wäre Jesus und die Apostel Dummschwätzer gewesen die eine Lüge gelehrt hätten. Ist euch die Tragweite solcher Gott verachtenden Aussagen überhaupt bewusst? Wenn die oberen sieben Männer an ihre eigenen Worte Glauben würden, so wüssten sie, dass der kleinste Zeuge Jehovas genau so viel heiligen Geist besitzen kann, wie sie.
von Bruderinfo 9. August 2022
Die Blutfrage bei einer Bluttransfusion Liebe Schwestern und Brüder! Viele Gebote und Verbote des „treuen und verständigen Sklaven“ sind biblisch nicht eindeutig oder nur durch fragwürdige Interpretation der Bibel begründbar. Für uns soll aber nur die Bibel zählen, wir sollen dem geschriebenen Wort der Bibel nichts hinzufügen und nichts wegnehmen. Das Blutverbot ist in der Bibel verhältnismäßig wenig erwähnt, einmal bei Noah, dann im Gesetz Mose und in der Apostelgeschichte. Das im Volke Israel genannte Verbot Blut zu essen ist nicht unbedingt auf das Christentum übertragbar, denn es war auch verboten Schweinefleisch zu essen, was wir heute tun dürfen. Man musste auch den Sabbath einhalten und vieles mehr. Aus diesem Grunde bleiben nur die genannten Verse nach der Flut und der Apostelgeschichte für Christen als Gesetz der Bibel übrig. Apg. 15:19-20 und 28-29 19. Deshalb urteile ich, daß man diejenigen, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhige, sondern ihnen schreibe, 20. daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Hurerei und vom Erstickten und vom Blute. 28. Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: 29. euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor bewahret, so werdet ihr wohltun. Lebet wohl!" Apg. 21:25 25. Was aber die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, daß sie sich sowohl vor dem Götzenopfer als auch vor Blut und Ersticktem und Hurerei bewahrten. Die Menge Bibel schreibt: Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir beschlossen und ihnen (schriftlich) mitgeteilt, daß sie sich vor Götzenopferfleisch, vor (dem Genuß von) Blut, vor dem Fleisch erstickter Tiere und vor Unzucht zu hüten haben. Liest man diese Verse in Apostelgeschichte alleine betrachtet, so kann man schon zum Schluss kommen, dass man sich allem Blute, somit auch einer Bluttransfusion enthalten soll. Wobei Vers 28 sagt, dass man keine größere Last auf die Christen legen wollte als diese notwendigen Stücke. Wie viel Last wird aber einem Christen von Jesus Christus aufgeladen? Matth. 11:28-30 sagt hierzu: 28. Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. 29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; 30. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Jesus spricht von einem sanften Joch, einer leichten Last . Das Ablehnen einer Bluttransfusion, wenn es sein eigenes Leben oder um das Leben seiner Nächsten geht, ist aber eine sehr schwere, kaum zu tragende Last. Das Gesetz kein Blut zu essen ist dagegen eine sehr leichte Last. Jesus würde uns so eine schwere Last, nämlich den Tod in Kauf zu nehmen, gemäß seinen eigenen Worten nicht aufladen. Er sagt in Vers 28 und 29 indirekt, dass man viel weniger Last tragen muss als bisher, wenn man sich nur auf ihn stützt. Somit ist es durchaus möglich, dass auch das Verbot der Bluttransfusion eine der vielen Lasten ist, welche uns den Mühseligen und Beladenen vom „treuen und verständigen Sklaven“ aufgeladen wurde. Oft kann man einen Vers im Neuen Testament erst zuverlässig verstehen, wenn man das Alte Testament mit einbezieht. Viele Menschen, aber auch manche Brüder sind der Meinung das Blutverbot und das Schweinefleischverbot sei nur wegen dem Verbreiten von Krankheitserregern erlassen worden. Wenn es nachweislich so wäre, hätte das Blutgesetz zu Recht Heute keine Bedeutung mehr. Aber das Essen von Schweinefleisch war schon zur Zeit der Apostel aufgehoben worden, auch damals war es nicht möglich die manchmal im Schwein vorhandenen, tödlichen Trichinen zu erkennen. Hätte Jehova das Motiv gehabt die Menschen vor Krankheiten zu schützen, so hätte er dieses Verbot unreine Tiere, vor allem Schweinefleisch zu essen, nicht schon zur Zeit der Apostel aufgehoben. Das Verbot Schweinefleisch zu essen, wurde aufgehoben, das Verbot Blut zu essen aber nicht. Somit muss ein anderer Grund für die Fortführung des Blutverbotes im Neuen Testament bestehen. 1. Mose 9: 1-4 1. Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde; 2. und die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hände sind sie gegeben: 3. alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. 4. Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht essen; Noah und seine Söhne haben als erste Menschen das Verbot erhalten das Fleisch mit dem Blut zu essen. Alles durften sie essen, nur das Blut nicht. So wie Adam das Gesetz bekam, alle Früchte der Bäume durfte er essen, nur die Frucht des einen Baumes nicht. Es war nur dieses eine Gesetz das Adam unbedingt einhalten musste, so auch die Nachkommen Noahs, nur dieses eine Gesetz muss unbedingt eingehalten werden. Vielleicht weil das Blut die Seele, oder das Leben des Lebewesens ist. Die Seele gehört Jehova, er hat alles Lebendige erschaffen hat. Durch das Ausgießen des Blutes auf die Erde gibt man die Seele des geschlachteten Tieres respektvoll Jehova zurück. Tötet man aber ein Tier, ohne es zu essen, z.B. einen Löwen, der einem zu nahekommt, so gibt es keinen Hinweis in der Bibel das Blut der Erde geben zu müssen. Dass das Blut die Seele ist, sagt auch Mose mehrmals, deswegen folgende Verse, um dies zu bekräftigen. 3. Mose 17 10. Und jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in ihrer Mitte weilen, der irgend Blut essen wird, -wider die Seele, die das Blut isset, werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 11. Denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu tun für eure Seelen; denn das Blut ist es, welches Sühnung tut durch die Seele. 12. Darum habe ich zu den Kindern Israel gesagt: Niemand von euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der in eurer Mitte weilt, soll nicht Blut essen. 13. Und jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte weilen, der ein Wildbret oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit Erde bedecken. 14. Denn die Seele alles Fleisches: sein Blut, das ist seine Seele; und ich habe zu den Kindern Israel gesagt: Das Blut irgend welches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isset, soll ausgerottet werden. – Nur das Blut, die Seele, nicht das Fleisch, war bei einem Opfer in der Lage Sühnung zu tun. (Vers 11) Für Jehova war nur das Blut wichtig, denn es war seine Seele. 5.Mos.12:16 und 23 16. Nur das Blut sollt ihr nicht essen, ihr sollt es auf die Erde gießen wie Wasser. - 23. Nur halte daran fest, kein Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele; und du sollst nicht die Seele mit dem Fleische essen; Denn das Blut ist die Seele! (Vers 23) Die Seele oder das Leben gehört Gott und nicht den Menschen . Im Gesetz Mose war das Blut die Seele, welche bei einer Opferung die Sünden der Menschen vergeben hat. Jesus als größtes und endgültiges Opfer hat auch sein Leben, seine Seele, das Blut dahingegeben, um die Sünden der Menschen zu tilgen. Es ist also durchaus möglich, dass das Blutgesetz nur für den Fall gilt, dass das Lebewesen getötet wurde und deswegen die Seele das Blut Gott gehört. Es ging im Alten Testament immer ums Essen von Blut. Es ist nicht erlaubt einen Menschen zu töten, somit ist es wahrscheinlich auch nicht erlaubt sich selbst zu töten. Wer aber, wenn es um Leben oder Tod geht, die Bluttransfusion ablehnt, würde durch seine Entscheidung sich selbst töten. Wenn jemand in die Zwangslage kommt für einen Nächsten, z.B. sein Kind zu entscheiden, dann geht es darum, ob man das Gesetz, du sollst nicht töten oder das nicht klar und eindeutig definierte Blutgesetz für wichtiger erachtet. Wenn jemand die Bluttransfusion akzeptiert, dann hat er Jehova noch nicht das Blut oder die Seele was das Leben ist weggenommen, da der Spender, ohne Schaden zu nehmen, weiterlebt. Was ist somit vor Jehova eine größere Sünde, den Tod akzeptieren, sich oder andere somit im schlimmsten Fall verbotenerweise töten, weil man kein Blut zu sich nimmt, oder Blut von jemandem zu nehmen der lebt und weiterlebt? Dieses Blutgesetz wie es bei den Zeugen Jehovas Gültigkeit hat ist eine der schwersten Lasten für jeden Betroffenen, welche man sich denken kann, aber was sagte Jesus noch einmal in Matthäus 11:30? Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Daraus folgt: Immer wenn eine Last sehr schwer ist, müssen wir davon ausgehen, dass es die Last von einem Menschengebot ist. Es ist eine Gewissensentscheidung jedes einzelnen Bruders oder jeder einzelnen Schwester wie er mit der Blutfrage umgeht. Wir können diese Entscheidung niemandem abnehmen. Autor: N.S.
von Bruderinfo 1. April 2022
Ich habe die Welt besiegt ! Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe diese Welt besiegt .«“ Johannes 16:33 HFA In diesem einem Vers kündigt Jesus seinen Jüngern zwar an, dass sie in der Welt hart bedrängt werden, aber dadurch sollen sie sich auch nicht entmutigen lassen. Durch Jesus sollten Sie Frieden haben und sich genauso das Ziel setzen, diese Welt zu besiegen. Er hat es Ihnen vorgemacht. Sie sollten in seine Fußstapfen treten. Klar kann man jetzt einwenden, dass Jesus als Gottes Sohn natürlich über Fähigkeiten verfügte, die ein normaler Mensch nicht hat. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Jesus genauso unter den gewalttätigen Übergriffen gelitten hat, wie jeder andere auch. Er war ja als Mensch auf diese Erde gekommen und nicht mit seinem himmlischen Leib. Den Schmerz und das Leid, dass man seinem Körper angetan hat, hat er somit ganz genauso gespürt. Jesus hat die Welt auch nicht mit seinem göttlichen Leib besiegt, denn das wäre ein ungleicher Kampf gewesen. So hätte er immer gewonnen, egal wie oft man versucht hätte ihn niederzuringen. Jesus hat die Welt mit einem menschlichen Körper besiegt, mit allen Unzulänglichkeiten die er dadurch hatte. Sein Geist war derjenige, der seinen Körper dazu gebracht hat niemals aufzugeben. Dieser Geist stand in enger Verbindung mit seinem himmlischen Vater, dieser hat ihm die Kraft gegeben, bis zum letzten Atemzug durchzuhalten. Wenn ich so darüber nachdenke, dann wird mir bewusst, dass auch wir Kinder Gottes sind und der Geist unseres himmlischen Vaters in uns wohnt. Daher schrieb Timotheus: „Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“ 2. Timotheus 1:14 Rückblickend auf mein bisheriges Leben kann ich sagen, dass ich Phasen hatte in denen ich tatsächlich meinen Körper durch meinen Geist im Griff hatte. Dann kamen Phasen, da hatte mein Fleisch die Oberhand und ich stand dem scheinbar machtlos gegenüber. Irgendwann hat wieder mein Geist die Oberhand gewonnen und mein Körper musste sich meinem Geist unterwerfen. Man könnte jetzt sagen, dass das natürlich alles nur Zufall ist, manchmal kann man sich zusammenreißen und manchmal eben nicht. Vielleicht ist es aber auch so, dass wir unser Fleisch gewähren lassen, weil es nicht so anstrengend ist, ist halt bequem so. Ich glaube heute, dass wir als Kinder Gottes die Macht über unseren Geist und unseren Körper haben, wenn wir das wirklich wollen. Dass wir selbst entscheiden, ob wir unserem Fleisch freien Lauf lassen oder nicht. Hat nicht Paulus das genauso an die Galater geschrieben? „13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder; allein gebrauchet nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander. 14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Worte erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 15 Wenn ihr aber einander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht voneinander verzehrt werdet. 16 Ich sage aber: Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf daß ihr nicht das tuet, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter Gesetz. 19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, 21 Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, gleichwie ich auch vorhergesagt habe, daß, die solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. 22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit; 23 wider solche gibt es kein Gesetz. 24 Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. 25 Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln. 26 Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden.“ Galater 5:13-26 Wenn man das berücksichtigt, dann können auch wir heute tatsächlich die Welt besiegen, genauso wie Jesus. Schauen wir noch mal auf ihn und sein irdisches Leben. Mit welchen Problemen hatte er sich rumschlagen müssen und überlegen wir dabei, ob wir nicht manchmal ähnliche oder sogar die gleichen Probleme haben. 1.Jesus hat seine Botschaft ungeachtet der Repressalien, die ihm gedroht haben gepredigt. Gibt es auch für uns heute die Möglichkeit für unsere Überzeugung einzustehen? Dass wir mit unserer „Botschaft“ nicht hinter dem Berg halten, nur weil man dann Nachteile in Kauf nehmen muss? 2. Wie stand es bei Ihm mit den Verlockungen, die diese Welt bietet? Wie hat Jesus darauf reagiert. Lesen wir in der Bibel diese sehr interessante Passage in Matthäus Kapitel 4 nach: „1 Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn danach. 3 der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden. 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." 5 Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest." 7 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." 8 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." 11 Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm.“ Matthäus 4:1-11 Wichtig finde ich in dieser Passage, dass der Teufel nicht am ersten Tag des Fastens gekommen ist, sondern erst nach 40 Tagen. Also zu einem Zeitpunkt wo man am schwächsten ist, wo man vielleicht schon von nur einem Stückchen trockenem Brot träumt und sich vorstellt, dass dies ein Festmahl ist. Das zeigt mir drei Dinge. 1. Der Teufel ist feige und schlägt dann zu, wenn man am schwächsten ist. 2. Auf der anderen Seite ist er auch klug, dass er nicht die offene Konfrontation sucht, sondern erst dann aktiv wird, wenn der andere schon so gut wie am Boden liegt. Dadurch spart er sich selbst natürlich die unnütze Kraftvergeudung. Das Jesus ein hochkarätiger Gegner für ihn ist, das war ihm klar. Bei Menschen, die er als nicht so stark einschätzt schlägt er natürlich schon früher zu. Doch vielleicht kann der eine oder andere Mensch ihn mit einem sehr starken unnachgiebigen Geist dennoch sehr viel länger widerstehen, als er sich das vorgestellt hat. Das dies möglich ist, sagte auch schon Petrus: 1.Petr. 5:8,9: „8 Seid nüchtern, wachet; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. 9 Dem widerstehet standhaft im Glauben, da ihr wisset, daß dieselben Leiden sich vollziehen an eurer Brüderschaft, die in der Welt ist.“ 3. Obwohl Jesus am 40 zigsten Tag des Fastens am schwächsten war und er war ja nun mal in einem menschlichen Körper, konnte er dennoch dem Teufel standhalten. Genauso wie es auch Petrus im vorangegangenen Bibelvers gesagt hat. Bei den drei Versuchungen hat der Teufel definitiv die Wahrheit gesagt. Bei Jesus konnte er nicht mit so Halbwahrheiten ankommen, wie er es bei der Eva gemacht hat. Denn immerhin hatte er es hier mit dem leiblichen Sohn Gottes zu tun, der aktuell halt in einem menschlichen Körper steckte. Ergo hat er sich natürlich die Schwächen des menschlichen Körpers zu Nutze gemacht, so wie eben der Hunger, wenn man 40 Tage nichts gegessen hat. Mit der ersten Versuchung wollte er Jesus bei seiner Ehre packen und hat gesagt : „Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden.“ Warum war es dem Teufel so wichtig, dass Jesus was zu Essen bekam? Darum ging es ihm nicht, Jesus war ihm völlig egal. Wenn aber Jesus darauf eingegangen wäre, dann hätte der Teufel fortan sagen können: „Ha, das war doch gar kein richtiges Opfer. Wenn Jesus irgendwas unbequem wurde, dann hat er sich einfach seiner göttlichen Macht bedient und für Abhilfe gesorgt. Somit braucht ihr nicht glauben, dass dieser Jesus auch nur ein kleines bisschen Schmerz gefühlt hat, als er nach seiner Verhaftung gefoltert wurde.“ Gleichzeitig wurde Jesus auch noch bei seiner Ehre angegriffen. Wenn Du nämlich ein Lügner und gar nicht Gottes Sohn bist, dann kannst Du natürlich auch keine Steine in Brot verwandeln. Wenn Du also die Steine nicht verwandeln kannst, ist offenbar geworden, dass du nicht Gottes Sohn sein kannst. Das ist eine typische Taktik vom Teufel, dass Du Dich nur zwischen der Pest oder der Cholera entscheiden kannst. Eine Wahl zwischen Gut und Böse gibt er Dir nicht, sondern nur die Wahl zwischen dem einem Bösem und einem anderen Bösen. Genau das unterscheidet den Teufel von Gott. Denn Gott stellt die Menschen so vor eine Wahl: 5. Mose 30:19 „Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf daß du lebest, du und dein Same,“ Und Gott möchte eindeutig, dass wir uns so entscheiden: „So wähle das Leben, auf daß du lebest, du und dein Same,“ Der Teufel stellt uns vor die Wahl mit zwei bösen Möglichkeiten und Gott lässt uns zwischen Gut und Böse wählen und empfiehlt uns sogar, dass wir uns für das Gute entscheiden. Er sagt uns sogar, was der Ausgang unserer Wahl ist. „Wähle das Leben, auf dass du lebest…“ Auch wir heute werden täglich mit „Wahlmöglichkeiten“ bombardiert und sehr sehr oft, ist keine Möglichkeit dabei, die wirklich gut für uns wäre. Wir können nur versuchen das wenigere schlimmere zu wählen und dann hoffen, dass wir damit Recht behalten. Es ist ein ständiger Kampf, wer jedoch mit Gottes Geist gesegnet ist, kann diesen Kampf gewinnen und die rechten Entscheidungen treffen. Genauso wie Jesus es tat. Die zweite Versuchung des Teufels zielte darauf ab, dass Jesus sich in den Tod stürzt, weil er ja weiß, dass die Engel ihn davor bewahren würden. Diese Aussage ist natürlich wieder richtig, denn Jesus sagte später zu seinen Jüngern: Matthäus 26:51-54: „51 Und siehe, einer von denen, die mit Jesu waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. 52 Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. 53 Oder meinst du, daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne, und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? 54 Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß?“ Jesus konnte seinen Vater jederzeit um Schutz durch die Engel bitten und er würde sofort mehr als zwölf Legionen Engel bereitstellen. Eine Legion Soldaten waren damals zwischen 5.000 bis 6.000 Mann. Somit hätte Jesus sofort mehr als 72.000 Engel zu seinem Schutz bekommen können. Jedoch hätte ihm ein einziger Engel gereicht, wenn man bedenkt, wie einer damals das Heer der Assyrer aufgemischt hat. 2.Kön. 19:35 „35 Und es geschah in dieser Nacht, da zog der Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185.000 Mann. Und als man früh am Morgen aufstand, siehe, da ⟨fand man⟩ sie alle, lauter Leichen.“ Doch warum hätte das Jesus nicht tun können? Die Antwort gibt er selbst im Vers 54 : „54 Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß?“ Wenn Jesus also der zweiten Versuchung nachgekommen wäre, wäre der Plan zur Befreiung der Menschheit direkt gescheitert, bevor er überhaupt richtig angefangen hätte. Wir sehen also, dass der Teufel überaus klug vorgeht. Daher darf man ihn nie unterschätzen. So auch in der dritten Versuchung, die ja lautet: „Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst.“ Das ist eine sehr bemerkenswerte Versuchung, denn Jesus hätte hier direkt vom Teufel alle Reiche der Welt bekommen können. Das zeigt schon mal, dass der Teufel zum damaligen Zeitpunkt die uneingeschränkte Macht darüber hatte und diese wohl bis heute immer noch hat, bis sie ihm endlich weggenommen wird. Wenn der Teufel bereit war, alle Reiche der Welt für einen Akt der Anbetung einzutauschen, dann merkt man erst mal, wie wichtig für ihn dieser Anbetungsakt war. Denn dieses Angebot machte er ja keinem geringeren als dem einzigen leiblichen Sohn Gottes. Wäre Jesus darauf eingegangen, hätte er damit den Plan Gottes zur Rettung der Menschheit zunichte gemacht. Und dennoch war es eine Mogelpackung diese Versuchung. Denn als Sohn Gottes und als designierter König des Königreiches Gottes, gehörten Jesus sowieso alle Reiche der Welt, jedoch erst in der Zukunft. Im Grunde hat der Teufel hier Jesus sein eigenes Erbteil angeboten, nur halt viel früher. Der Teufel hat nichts, aber auch gar nichts anzubieten, dass nicht Gott vorher geschaffen hat. Das hatte Daniel auch dem babylonischen König Nebukadnezar in seiner Traumdeutung vor Augen geführt. Er sagte: Dan. 4:14 „Durch den Beschluss der Wächter ist diese Botschaft ⟨zustande gekommen⟩, und ein Spruch der Heiligen ist diese Sache, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber einsetzt“ Gott ist derjenige, der die Höchste Macht hat und er kann, wen immer er will über das Königtum der Menschen einsetzen. Wir wissen, dass er dies seinem Sohn versprochen hat, eben wenn die bestimmte Zeit gekommen ist. Jesus wäre somit sehr schlecht beraten gewesen, wenn er auf den Vorschlag des Teufels in der dritten Versuchung eingegangen wäre. Weil er jedoch bei allen drei Versuchungen Stand gehalten hat, obwohl er 40 Tage lang nichts gegessen hatte, zeigt dass er ein würdiger König für das Königreich Gottes ist. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was es für uns Menschen bedeutet hätte, wenn Jesus damals auf nur eine Versuchung eingegangen wäre. Hier hat Jesus schon mal sehr deutlich über den Teufel gesiegt. Über Jesus kann man soviel schreiben, ich werde mich hier auf weniges beschränken müssen. Es gibt noch eine Situation, wo Jesus sehr emotional gefordert wurde. Diese möchte ich gerne aus der Bibel zitieren: Mat. 26:36-46: „36 Dann kommt Jesus mit ihnen an ein Gut, genannt Gethsemane, und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier, bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe! 37 Und er nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und geängstigt zu werden. 38 Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! 39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du ⟨willst⟩. 40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde konntet ihr mit mir wachen? 41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. 42 Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser ⟨Kelch⟩ nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 43 Und als er kam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen waren beschwert. 44 Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach wieder dasselbe Wort. 45 Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Siehe, die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, nahe ist gekommen, der mich überliefert.“ Diese Begebenheit spielte sich direkt vor seiner Verhaftung ab. Dreimal ist er auf die Seite gegangen um zu seinem Vater zu beten und dreimal sind seine Jünger eingeschlafen ohne auf ihn zu achten. Seine schwierigste Zeit steht unmittelbar bevor und seine Jünger stehen ihm nicht bei. Ja, Jesus war Gottes Sohn, aber er hätte sich sicher über den Beistand in dieser schweren Stunde gefreut. Wie sehr ihm das wirklich zugesetzt hat, erfahren wir wenn wir den Bericht aus Lukas hinzuziehen: Luk. 22:39-46: „39 Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach zum Ölberg; es folgten ihm aber auch die Jünger. 40 Als er aber an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt! 41 Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder, betete 42 und sprach: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir weg – doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! 43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte. 44 Und als er in Angst war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen. 45 Und er stand auf vom Gebet, kam zu den Jüngern und fand sie eingeschlafen vor Traurigkeit. 46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!“ Die Bibel scheut sich hier nicht davor zuzugeben, dass der Sohn Gottes in Angst war, so sehr dass sein Schweiß wie große Blutstropfen zur Erde hinabfielen. Dieses Opfer, dass Jesus bereit war für die Menschen zu geben, war alles andere als leicht für ihn, denn er war in Gestalt des menschlichen Körpers allen Anfeindungen genauso ausgeliefert, wie es auch jedem anderen Menschen ergangen wäre. Wenn der Sohn Gottes schon Angst hatte, für Wahrheit und Gerechtigkeit und den Frieden für alle Menschen einzustehen, dann dürfen wir auch Angst haben. Doch diese Angst sollte uns nicht lähmen, sondern wir sollten dennoch standhaft sein und für das Gute kämpfen, auch wenn es manchmal durch unsere Mitmenschen verurteilt wird. Gerade in der heutigen Zeit, in der die allgemeine Ansicht von einseitiger Berichterstattung in den Medien geprägt ist, fällt es unheimlich schwer sich für eigentlich selbstverständliche Rechte und Wahrheiten einzusetzen. Dabei Angst zu haben vor gewissen Konsequenzen ist völlig in Ordnung. Je nachdem um was es geht, sollte man einen Gegenpol zum Mainstream setzen. Denn nur so kann etwas zum Guten bewirkt werden. Es sind immer nur wenige, die am Anfang bei irgendwas nicht mitmachen. Später kann aber etwas Großartiges bewirkt werden. Jesus war damals ein Mann und hat etwas losgetreten, dass bis in unsere Zeit also ca. 2.000 Jahre hineinreicht. Zurück zu Jesus. Würde man die darauffolgenden Verse in der Bibel weiterlesen, dann kommt man zu seiner Gefangennahme. Diesen Text hatten wir schon weiter oben bei den drei Versuchungen zitiert. Deshalb verzichte ich darauf dies erneut zu tun. Wir hatten das in Matthäus 26:51-54 gelesen. Dennoch möchte ich eins nochmal stark hervorheben. Jesus wurde gefangengenommen und hätte mehr als 70.000 Engel herbeirufen können, die ihm beigestanden hätten. Doch er ließ alles mit sich geschehen. Es ist eine Sache, wenn man drangsaliert wird, dass man wehrlos ist und sich nicht helfen kann. Eine ganz andere Sache ist es, wenn man mit nur einem Wort, sich Hilfe herbeirufen kann und es nicht tut. Das ist wahre Größe. Jesus hat ja vorher eindeutig durch seine emotionalen Gebete gezeigt, dass er Angst vor dem kommenden hat und er wusste auch, dass er es verhindern kann, indem ihm Engel beistehen. Aber er hat sich diese Hilfe nicht geholt, damit alles erfüllt wurde, was geschrieben stand. Damit die Rettung der Menschheit vor Sünde und Tod nicht gefährdet wurde. Auch sein himmlischer Vater, hätte jederzeit eingreifen können, aber er ließ es ebenfalls zu und zwar aus diesem Grund: Joh. 3:16 „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Für diese Liebe, die sowohl der Vater als auch der Sohn, für die Menschen haben dürfen wir uns unendlich glücklich schätzen. Diese Liebe sollten wir ebenfalls an unsere Mitmenschen weitergeben, denn die Liebe ist das einzige, was nie vergehen wird. 1.Kor. 13:8: „8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.“ Jesus hat sich bei der Gefangennahme nicht nur keine Hilfe bei seinem himmlischen Vater geholt, nein er hat noch viel mehr getan. Das sagt der Bericht in Johannes. Wir lesen: Joh. 18:3-9: „4 Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer. Er spricht zu ihnen: Ich bin ⟨es⟩! Aber auch Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. 6 Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin ⟨es⟩!, wichen sie zurück und fielen zu Boden. 7 Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazoräer. 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen! 9 Damit das Wort erfüllt wurde, das er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.“ Hat er eben noch vor Angst Schweiß wie Blutstropfen geschwitzt, so sagt er der Menschenschar ohne Furcht, dass er derjenige ist den sie suchen. Doch nicht nur das, er ergänzt noch: „Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!“ Er stellt sich noch schützend vor seine Jünger und ist somit bei der Verhaftung ganz alleine. Ohne Beistand seiner Freunde. Zum Glück war zu dieser Zeit noch sein himmlischer Vater in und bei ihm. Genau diese Hilfe können auch wir heute haben, wenn wir sie denn wollen. Das Verhör durch Pilatus ist wieder so eine Meilenstein im Leben des Jesus. Vor kurzem war er noch voller Angst und dann spricht er furchtlos mit dem römischen Statthalter, der die Macht hatte ihn frei zu lassen. Das möchte ich auch gerne zitieren, weil es ein Beispiel ist, dass der Geist soviel stärker ist wie der fleischliche Körper. Johannes 18:33-40: „33 Pilatus ging nun wieder hinein in das Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete: Sagst du dies von dir selbst aus, oder haben dir andere von mir gesagt? 35 Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Deine Nation und die Hohen Priester haben dich mir überliefert. Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. 37 Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. 38 Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und spricht zu ihnen: Ich finde keinerlei Schuld an ihm. 39 Es ist aber ein Brauch bei euch, dass ich euch an dem Passah einen losgebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden losgebe? 40 Da schrien sie wieder alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber.“ Jesus tritt hier mutig für das ein, für das er in diese Welt gekommen ist. Pilatus ist beeindruckt und sagt zu den Juden, dass er keinerlei Schuld an ihm findet. Er stellt sie vor die Wahl, einen Gefangenen frei zu lassen. Entweder den Räuber Barabbas oder aber Jesus, der gekommen ist um sein Volk, also die Juden, zu befreien. Genau dieses Volk verurteilt Jesus zum Tod. Eigentlich unfassbar, was muss da in Jesus vorgegangen sein, als er erleben musste, wie das Volk ihn verachtet hat. Das Volk, dass eigentlich ebenfalls zu seinem Vater betet und somit auch den Sohn ehren müsste. Das Gegenteil war der Fall. Jesus nahm das aber nicht zum Anlass um sich jetzt die Engel zu Hilfe zu holen. Er ließ alles geschehen. Ein wahrhaft großartiger, liebevoller König. Hiermit hat Jesus die Welt besiegt, das darauffolgende war nun unausweichlich und daher möchte ich das auch noch zitieren, die eigentliche Hinrichtung aber weglassen: Mat. 27: 45-54: „45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; 46 um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte : Elí, Elí, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Als aber einige von den Umstehenden es hörten, sagten sie: Der ruft den Elia. 48 Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die Übrigen aber sagten: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, ihn zu retten! 50 Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 51 Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei ⟨Stücke⟩, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, 52 und die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, 53 und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Den Ausruf von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Habe ich lange nicht verstanden. Warum sollte der Vater den Sohn verlassen, wenn der doch genau den Willen des Vaters getan hat. Das hat mich immer irritiert. Irgendwann kam mir eine mögliche Erklärung dafür in den Sinn. Jesus hatte den Geist seines Vaters in sich und offensichtlich war dieser solange bei seinem Sohn, damit er gestärkt war alles auszuhalten, was ihm die Menschen angetan haben. Nachdem dies alles geschehen war und es nur noch darum ging, dass sein Sohn zu Tode kommt, hat er seinen Geist aus Jesus zurückgezogen. Hätte er es nicht getan, wäre Jesus vermutlich nicht gestorben. Denn wenn der Geist des ewigen Vaters in Jesus war, hätte er nicht sterben können. Somit musste der Vater seinen Geist von Jesus zurückziehen, damit er von seinen Qualen erlöst wurde. Dieser Moment war es, den Jesus gespürt haben muss und das was das allererste Mal, dass er von seinem Vater getrennt war. Auch das musste sein, es gab keine andere Wahl. Mit dem Tod von Jesus Christus wurde somit amtlich besiegelt, dass er die Welt besiegt hat. Die Begleitumstände seines Todes, ließen sogar die Römer erschrecken, so dass sie ausriefen: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Auch wir können in die Fußstapfen Jesu treten und die Welt besiegen. Nämlich mit der Liebe, der Wahrheit und Gerechtigkeit. Ich hoffe, dass dieser Artikel die Wertschätzung für das großartige Opfer, dass sowohl der Vater als auch der Sohn, für die Menschen gebracht haben, verstärkt hat. Für mich hat es das und es spornt mich dazu an, immer weiter zu machen und zu prüfen wo man sich verbessern kann. Es ist nicht immer einfach, für keinen von uns, aber lassen wir uns abschließen von den warmherzigen Worten unseres Königs, Jesus Christus ermuntern. Ihr könnt gerne das ganze Kapitel lesen, ich möchte nur auszugsweise zitieren: Joh. 17:22-26: „22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind 23 – ich in ihnen und du in mir –, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. 24 Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. 25 Gerechter Vater! Und die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.“ Autor: W.F.
von Bruderinfo 16. März 2022
Das Erste und das Zweite - hat welche Bedeutung? Gottes Wort die Bibel ist wohl bewusst so geschrieben, dass sie nicht leicht zu durchschauen ist. Einerseits wäre es möglich, damit verschiedene Ansichten nebeneinander existieren können oder damit gewisse Erkenntnisse nicht vor ihrer Zeit enthüllt werden. Denn in Daniel steht geschrieben: Dan. 12:4 „Und du, Daniel, verschließe die Worte und versiegele das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden es durchforschen, und die Erkenntnis wird sich mehren.“ Dan. 12:8 „Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht; und ich sprach: Mein Herr, was wird der Ausgang von diesem sein? 9 Und er sprach: Gehe hin, Daniel; denn die Worte sollen verschlossen und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und weiß machen und läutern, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; und keine der Gottlosen werden es verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen.“ Doch das Buch Daniel war ebenso wie viele andere Teile der Bibel schon vor der Zeit des Endes lesbar. Offensichtlich bedeutet dieses Siegel nicht, dass in dem Falle das Buch Daniel, diese Worte bis zur Zeit des Endes nicht lesbar waren. Nein, lesen konnte man das Buch Daniel, aber man verstand es nicht. Die Erkenntnis aus diesen Worten war versiegelt. Selbst Daniel sagt im Vers 8: „Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht“. Daniel war bestimmt nicht gottlos, aber die Erkenntnis von dem was niedergeschrieben ist, sollte nicht vor der Zeit des Endes enthüllt werden. Daher konnte es Daniel nicht verstehen und in der Endzeit, wenn das Buch dann entsiegelt worden wäre, dann würden es die Gottlosen nicht verstehen. Offenbar kann Gott sein Wort genau dann enthüllen, wann er es für notwendig hält und dann auch noch so, dass nur die es verstehen, die es auch verstehen sollen. Das ist jedoch nur ein Aspekt, wie Gott sein Wort über die Jahrhunderte geheim halten konnte. Eine weitere mögliche Verschlüsselung ist die symbolische Schreibweise oder dass nicht alles niedergeschrieben wurde. Was meine ich damit. Genau das, worum es hier in diesem Artikel gehen soll, um das Erste und das Zweite. Hier die Beispiele um die es gehen soll: 1.In der Bibel lesen wir von einer „ersten Auferstehung“, wo steht hingegen etwas über eine „zweite Auferstehung“? 2.In der Offenbarung lesen wir etwas über den „zweiten Tod“, wo steht hingegen etwas über den „ersten Tod“? Ist das nicht interessant? Wenn es eine „erste Auferstehung“ gibt, muss es ja mindestens noch eine weitere Auferstehung geben, also eine zweite. Diese wird hingegen nicht kommuniziert. Genauso ist es mit dem Tod. Der Feuersee bedeutet den „zweiten Tod“, das setzt voraus, dass es zuvor einen „ersten Tod“ gegeben hat und ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Es gibt zusätzlich noch einen Oberbegriff „Tod“ genauso wie es einen Oberbegriff für die „Auferstehung“ gibt. Das Problem für den Bibelleser ist nun herauszufinden, wann die erste oder die zweite Auferstehung / Tod gemeint ist oder die Allgemeine Auferstehung / der allgemeine Tod. Die Bibel etikettiert dass nämlich nicht immer ganz genau. Es entscheidet somit der Kontext, um welche Auferstehung / Tod es genau geht. Das hört sich erst einmal sehr verwirrend an, ich hoffe aber das es im Laufe diese Artikel´s klar wird, wie ich es meine. Das schöne daran ist, wenn man sich die Mühe macht, die Begrifflichkeiten genau auseinander zu halten, dann bekommt man ein sehr detailliertes Bild, wie einige Abläufe in der Zukunft von Gott geplant worden sind. Es stärkt den Glauben an Gott, wenn man sieht wie genau die einzelnen Bibelbücher ineinander greifen und gemeinsam ein Bild der Zukunft zeichnen. Man weiß dann einfach, dass es nur von einem genialen Schöpfer stammen kann, denn kein Mensch hätte in der damaligen Zeit solch ein geniales Puzzle erfinden können. Vor allem deshalb nicht, weil ein Daniel zum Beispiel nicht wissen konnte ob Jahrhunderte später ein Johannes bereit wäre, da mitzumachen. Das kann nur von jemandem inszeniert worden sein, der zu jeder Zeit die Möglichkeit hatte, Schreiber zu inspirieren das schriftlich festzuhalten, was er sich ausgedacht hat. Dieser Jemand kann nur Gott gewesen sein, sonst würde das nicht alles so harmonisch ins Bild passen. Die Erste und die Zweite Auferstehung Versuchen wir nun anhand von einigen Schrifttexten die Bedeutung von dem „Ersten und dem Zweiten“ herauszubekommen. Fangen wir mit der „ersten Auferstehung“ an. Eine Suche mit den Worten „erste Auferstehung“ hat nur diese beiden Texte zu Tage gefördert: Off. 20:5 „Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“ Für den Suchbegriff „zweite Auferstehung“ gab es null Treffer und für den Suchbegriff „Auferstehung“ gab es sehr viele Treffer. Somit muss man annehmen, dass bei den Treffern zu dem Begriff „Auferstehung“ auch Texte dabei sind, die die zweite Auferstehung betreffen, nur steht es nicht explizit dabei. Selbstverständlich könnten auch ebenfalls noch Bezugnahmen auf die erste Auferstehung darunter sein. Wenn man nun diese Texte liest, müsste man sich jeweils Gedanken machen, welche Auferstehung gemeint sein könnte. Schauen wir uns einige Texte an. Joh. 6:39 „Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tage. 40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.“ Joh. 11:23 „Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tage. 25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; 26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?“ Hier haben wir zwei Texte, wo gesagt wird, dass Menschen am „letzten Tag“ auferweckt werden. Einmal sagt es Jesus selbst und dann auch die Martha. Doch wann ist dieser „letzte Tag“? Ist das der „letzte Tag“: a) Des alten Systems, wenn Jesus seine Herrschaft beginnt, also zu Beginn der 1.000 Jahre oder b) Der letzte Tag seines 1.000 jährigen Reiches, also das Ende seiner Herrschaft? Aus Offenbarung 20:5 wissen wir, dass am Ende der 1.000 Jahre Menschen zum Leben kommen. Ist damit dieser Tag gemeint? Ich glaube nicht, denn Jesus hat in Johannes ja auch speziell diejenigen erwähnt, die an ihn glauben. Das trifft ja zum Beispiel auch auf seine Jünger zu und was erfahren wir von deren Auferstehung? 1.Thes. 4:14 „Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird auch Gott die durch Jesum Entschlafenen mit ihm bringen. 15 (Denn dieses sagen wir euch im Worte des Herrn, daß wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 16 Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen; 17 danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein.“ Ich habe vor kurzem einen Artikel geschrieben, der sich mit der Wiederkunft von Jesus und der Entrückung beschäftigt. Da ging es genau auch um diesen Text. Ich beziehe mich jetzt darauf, dass ich dort schon erklärt habe, zu welchem Zeitpunkt das geschieht, nämlich beim Schall der 7.ten Posaune, zu Beginn der 1.000 Jahre. Wer möchte, kann das hier nachlesen: https://www.bruderinfo.com/jesu-wiederkunft-nur-ein-mythos Also hätten wir hier in 1.Thes. 4 die erste Auferstehung beschrieben und da Offenbarung 20 am Ende der 1.000 Jahre wieder davon spricht, dass Menschen lebendig werden, müsste das dann die zweite Auferstehung sein. Die Auferstehung am „letzten Tag“ müsste somit am letzten Tag dieses Systems sein, an dem Tag an dem Jesus sichtbar zur Erde kommt. Jetzt gibt es aber ein Problem und das hängt mit diesem Vers zusammen: Joh. 5:28: „Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören, 29 und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ Die Menschen die gut waren kommen in der gleichen Stunde zur Auferstehung des Lebens, wie die Bösen, die hingegen zur Auferstehung des Gerichts. Also in einer Stunde kommen ALLE aus den Gräbern. Wenn aber alle zu Beginn der 1.000 Jahre aus den Gräbern kommen, wer soll dann am Ende der 1.000 Jahre noch lebendig werden? Hier wird somit deutlich, dass es eigentlich um drei Auferstehungen geht. Diese würde ich wie folgt beschreiben: 1.Eine buchstäbliche / Allgemeine Auferstehung für alle Menschen zu Beginn der 1.000 Jahre a)Davon werden die Gerechten zu ewigem Leben auferstehen = 1.te Auferstehung b)Die Ungerechten stehen zum Gericht auf, können aber am Ende der 1.000 Jahre das ewige Leben erhalten = 2.te Auferstehung Um das verstehen zu können, müssen wir das aus der Sicht Gottes betrachten. Dazu können wir einige hilfreiche Bibeltexte heranziehen: Mat. 8:22: Jesus aber spricht zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben! Lass die Toten ihre Toten begraben. Wie sollte dies möglich sein? Sind damit Zombies gemeint, die als Totengräber tätig sind? Wie sollte ein Toter einen anderen Toten begraben können? Das Verständnis zu diesem Text kann man nur erlangen, wenn wir dies aus der Sichtweise von Gott betrachten. Vor Gott sind grundsätzlich alle Menschen tot, nicht weil sie nicht buchstäblich auf der Erde leben würden, sondern weil sie durch die Sünde dem Tod verkauft sind. Somit bedeutet tot sein in den Augen Gottes, dass die Menschen kein ewiges Leben haben. Nur wer ewiges Leben hat, ist auch in den Augen unseres himmlischen Vaters am Leben. Das hört sich jetzt erst mal grausam an, ist es aber nicht. Joh. 5:22-24, NWÜ: 22 Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen. Im Vers 24 finden wir nun den Gedanken, dass wer auf die Worte Jesu hört und dem glaubt, der ihn gesandt hat, ewiges Leben hat und nicht ins Gericht kommt, sondern bereits aus dem Tod zum Leben hinübergegangen ist. Diese Personen, die so handeln, sind die Brüder Christi, die bei der Trennung von den Schafen und den Böcken nicht mehr gerichtet werden, da sie schon durch Ihren Glauben gerecht gesprochen sind (Mat. 25:31-36). Die unterschiedlichen Sichtweisen von uns Menschen und Gott möchte ich hier mal aufführen. Zuerst kommt unsere Sichtweise / danach die von Gott: Der Mensch lebt buchstäblich / ist aber in den Augen Gottes noch tot, da er kein ewiges Leben hat Der Mensch ist buchstäblich tot / in den Augen Gottes ebenso, da er noch kein ewiges Leben hat Der Mensch lebt buchstäblich / ebenso in den Augen Gottes, da er ewiges Leben bekommen wird Der Mensch ist buchstäblich tot / lebt aber in den Augen Gottes, da er ewiges Leben bekommen wird Somit hat Jesus in Mat. 8:22 den ersten Fall beschrieben, dass die damaligen Menschen buchstäblich gelebt haben, weil sie aber nicht an ihn als ihren Erlöser geglaubt hatten, waren sie in Gottes Augen noch tot und daher war seine Aussage richtig: Lass die Toten (in Gottes Augen), ihre Toten (in den Augen der Menschen) begraben. Jetzt müssen wir noch einen Bibeltext hinzunehmen um das zusammenfassen zu können. 1.Kor. 15:51-52: „51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ Wenn man das im Sinn behält, dann würde ich die Auferstehung beim Schall der 7.ten Posaune (Anfang des 1.000 jährigen Reiches) so definieren. Es werden in einer Stunde sowohl die Gerechten als auch die Ungerechten buchstäblich auferstehen und aus den Gräbern kommen. Das ist die Allgemeine oder die buchstäbliche Auferstehung. Da die Gerechten jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zum ewigen Leben auferstehen, über die der zweite Tod keine Gewalt hat ist das etwas komplizierter. Denn zu diesem Zeitpunkt gibt es ja Menschen, die nicht buchstäblich gestorben sind. Es geht um die Generation Menschen, die zum Zeitpunkt der Wiederkunft Christi am Leben sind. Auch hier gibt es sowohl Gerechte als auch Ungerechte. Buchstäblich auferstehen brauchen sie nicht, da sie ja am Leben sind. Hier wird nun der Text aus 1.Kor. 15:51-52 und 1.Thes. 4:14-17 (haben wir schon weiter oben zitiert) interessant. Denn diese beschreiben, was mit den Gerechten geschieht, die zu Christus gehören. Diese müssen verwandelt werden. Mit ihrem bisherigen Körper könnten sie Christus nicht entgegengehen. Wenn Sie aber ihren neuen himmlischen Körper bekommen haben, dann ist das möglich. Daher würde ich die Verwandlung in den neuen himmlischen Körper und die Auferstehung zum ewigen Leben als symbolische „Erste Auferstehung“ bezeichnen. Vor allem auch deshalb, da der zweite Tod keine Gewalt mehr über jene hat. Sie können nicht mehr sterben. Die bis zur Ankunft von Jesu lebenden Ungerechte und die auferweckten Ungerechte, können jedoch am Ende der 1.000 Jahre wieder sterben. Wenn sie nicht bereit sind, den Weg des Lebens gehen zu wollen und sich wieder zum Böses tun hinreissen lassen. Daher zitiere ich den für sie wichtigen Vers noch einmal: Off. 20:5 „Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren…..“ Damit sind die Menschen gemeint, die als Ungerechte zum Gericht hinüber gelebt oder zu Beginn der 1.000 Jahre buchstäblich auferstanden sind. Wenn die 1.000 Jahre vollendet sind, werden sehr viele nun ebenfalls zum ewigen Leben (symbolisch) auferstehen, was somit die „Zweite Auferstehung“ ist, die aber in der Bibel nirgends so genannt ist. Einige andere erleiden aufgrund ihrer Handlungsweise dann den „Zweiten Tod“ aus dem es keine Auferstehung mehr gibt. Meiner Meinung nach gibt es eine einzige buchstäbliche / allgemeine Auferstehung und zwei symbolische Auferstehungen, nämlich die, die zum ewigen Leben führen. Das ist die „Erste und die Zweite Auferstehung“. Der Erste und der Zweite Tod Wenn ich bis hierher verstanden wurde, dann fällt es vielleicht etwas leichter, das mit dem Tod zu verstehen. Da verhält es sich ähnlich, aber es gibt da auch einige Formulierungen in Gottes Wort, die das noch undurchsichtiger machen. Um das nochmal zu erwähnen, es geht ja darum, wie Gott sein Wort bis zur Zeit des Endes „versiegeln“ konnte, obwohl es doch tatsächlich schon Jahrhunderte lesbar war. Ich glaube, dass eben einiges bewusst weggelassen wurde, damit es nicht eindeutig ist. Obwohl in der Offenbarung vom „Zweiten Tod“ die Rede ist, findet man keine Texte mit dem „Ersten Tod“. Doch auch diese muss es geben, also fangen wir mit der Suche an: Folgende Suchanfragen habe ich in der Elberf. Bibel eingegeben: Erste Tod / 0 Treffer Zweite Tod / zwei Treffer Tod / sehr viele Treffer Fangen wir mit den zwei Treffern an, das sind diese Texte: Off. 20:6, 14: „6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre. 14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.“ Im Vers 14 die klare Bedeutung des „Zweiten Todes“, das ist der Feuersee. Dieser kommt ja am Ende der 1.000 Jahre ins Blickfeld und somit kann man davon ausgehen, dass der „Erste Tod“ in der Zeit davor liegt. Wenn die Bibel also sehr viele Treffer für den „Tod“ aufweist, dann muss dort auch der „Erste Tod“ mit darunter sein, obwohl er nicht explizit so genannt wird. Einen Text, der das ansatzweise vermuten lässt, ist dieser sehr bekannte Bibelvers: Off. 21:4 „Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Hier werden einige Dinge erwähnt, u.a. auch der Tod und das wird dann als „Erste ist vergangen“ bezeichnet. Meiner Meinung nach, bezieht sich dieser Vers auf den Anfang der 1.000 Jahre, wenn man den Kontext des ganzen Kapitel 21 hinzuzieht. Jetzt haben wir ein Phänomen. Wenn der Tod zu Beginn der 1.000 Jahre nicht mehr sein wird, wie kann es dann am Ende der 1.000 Jahre noch einen zweiten Tod geben. Wenn es hier jedoch um den „Ersten Tod“ geht, der nicht mehr sein wird. Dann kann es am Ende der 1.000 Jahre sehr wohl einen „Zweiten Tod“ geben. Wir haben ja bezüglich der Auferstehung schon erwähnt, dass die göttliches Sichtweise durchaus von unserer abweichen kann. Ein Gott, der Tote auferwecken kann, für den muss Tod nicht wirklich Tod bedeuten. Wir hingegen wären da völlig machtlos. Das heißt die Gewichtung des Wortes „Todes“ ist von Mensch zu Gott völlig anders. Hier ein Vergleich: Ein gut trainierter Gewichtheber in den besten Jahren benutzt zum Aufwärmen eine Hantel mit ca. 100 kg. Für ihn ist das leicht. Die Rekorde für einen Gewichtheber liegen bei über 400 kg. Für eine Oma mit 75 Jahren und Rheuma, sind 100 kg eindeutig zu schwer. Sie kann sie nicht mal bewegen, geschweige denn stemmen. Was also für den Gewichtheber „leicht“ ist, ist für die Oma „schwer“. In beiden Fällen sprechen wir aber immer noch über genau 100 kg Gewicht. Zäumen wir das Pferd von hinten auf. Wenn der „zweite Tod“ ein Tod ist, aus dem es keine Auferstehung mehr gibt, dann müsste das bei dem „ersten Tod“ möglich sein. Da haben wir schon mal den größten Unterschied. Wenn in der Bibel jedoch nur „Tod“ steht, dann weiß man nicht gleich um welchen es geht und möglicherweise gibt es ja noch eine weitere Bedeutung und diese möchte ich direkt zu Beginn aus der Bibel zitieren: 1.Kor. 15:22-28: „22 Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus; sodann die, welche des Christus sind bei seiner Ankunft; 24 dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht. 25 Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod. 27 "Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen." Wenn er aber sagt, daß alles unterworfen sei, so ist es offenbar, daß der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott alles in allem sei.“ Ich empfehle das ganze Kapitel 15 in 1.Korinther nachzulesen . In den oben genannten Versen wird das 1.000 jährige Reich des Christus beschrieben und im Vers 26 wird als letzter Feind der Tod weggetan. Ich vermute, dass hier mit dem Wort der Oberbegriff gemeint ist, nämlich der Tod generell. Also nicht nur der „erste Tod“, sondern auch der „zweite Tod“. Denn nach den 1.000 Jahren wird es nur noch Menschen geben, die ewig leben. Meiner Meinung nach, wird der „erste Tod“ zu Beginn der 1.000 Jahre hinweggetan und am Ende der 1.000 Jahre, nachdem die reuelosen Sünder sich noch einmal gegen Gott und seinen Sohn aufgelehnt haben und in den „Feuersee“ gekommen sind, welcher der „zweite Tod“ ist, wird der Tod generell weggenommen. Danach gibt es diesen nicht mehr, weil alle Menschen dann ewig, mit ihrem neuen geistigen Leib, leben werden. So weit so gut. In der Bibel gibt es jedoch noch weitere Texte, die für uns schwer verständlich sind, weil wir mit dem Wort „Tod“ etwas bestimmtes verbinden, nämlich dass derjenige der tot ist, nicht lebt. Einige Texte haben wir schon genannt, wie Mat. 8:22, Joh. 5:24 oder Off. 20:5. Deshalb möchte ich diesen Aspekt hervorheben und ergänzen: 1.Joh. 3:14,15: „14 Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, bleibt in dem Tode. 15 Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Menschenmörder, und ihr wisset, daß kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend hat.“ Offensichtlich spricht die Bibel hier von Menschen, die am Leben sind, weil sie jedoch ihre Brüder nicht lieben, bleiben sie in dem Tode. Während diejenigen, die ihre Brüder lieben, bereits vom Tode in das Leben übergegangen sind, obwohl sie später ja tatsächlich gestorben sind. Der Vers 15 erklärt dann auch wie das gemeint ist. Wenn wir unseren Bruder lieben, dann haben wir ewiges Leben bleibend in uns, während die die nicht lieben, das nicht haben. Mit eigenen Worten würde ich das so sagen, dass wenn wir uns an das Gebot der Liebe halten, wir von Gott für das ewige Leben (erste Auferstehung) vorgemerkt sind, auch wenn wir bis dahin noch sterben würden. Was ja definitiv auf viele zugetroffen ist, die seit des Schreibens der Bibel gestorben sind. Deshalb steht auch in Lukus: Luk. 20:37,38: „37 Daß aber die Toten auferstehen, hat auch Moses angedeutet "in dem Dornbusch", wenn er den Herrn "den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs" nennt. 38 Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn für ihn leben alle.“ Für Gott leben Menschen wie Abraham, Isaak und Jakob, obwohl sie bis heute buchstäblich tot sind. Weil er sie aber für die 1.te Auferstehung auserwählt hat und dies das ewigen Leben bedeutet, sind sie für ihn bereits lebendig. Aus der Sicht Gottes schlafen sie einfach für eine sehr lange Zeit. Der Vers 38 hätte auch so lauten können: 38 Er ist aber nicht ein Gott der Gesetzlosen, sondern der Gerechten; denn für ihn leben alle. Warum kann man das sagen? Weil wir in Jeremia 7 das folgende lesen : Jer. 7:23,24: „23 sondern dieses Wort habe ich ihnen geboten, und gesagt: Höret auf meine Stimme, so werde ich euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein und wandelt auf dem ganzen Wege, den ich euch gebiete, auf daß es euch wohlgehe. 24 Aber sie haben nicht gehört und ihr Ohr nicht geneigt, sondern haben gewandelt in den Ratschlägen, in dem Starrsinn ihres bösen Herzens; und sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Angesicht.“ Nun wissen wir aber, dass wir sündige Menschen sind und kein Mensch, außer Jesus Christus, war je ohne Fehl und Tadel. Wie sollen wir da jemals den Status eines Gerechten erlangen können? Oder wie könnten wir jemals alles haargenau erfüllen, was Gott möchte? Auch darüber steht etwas geschrieben: Ps. 130.1-4, „1 Aus den Tiefen rufe ich zu dir, Jehova! 2 Herr, höre auf meine Stimme! laß deine Ohren aufmerksam sein auf die Stimme meines Flehens! 3 Wenn du, Jehova, merkst auf die Ungerechtigkeiten: Herr, wer wird bestehen? 4 Doch bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest.“ Kol. 2:13: „Und euch, als ihr tot waret in den Vergehungen und in der Vorhaut eures Fleisches, hat er mitlebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat;“ Gott achtet somit nicht peinlich genau darauf, ob wir jedes göttliche Gesetz bis auf den kleinsten Punkt erfüllen, sondern ob wir Liebe zu unseren Brüdern haben. Denn die Liebe wird nie vergehen, das ist es worauf es ankommt. Jesus hat das wie folgt hervorgehoben: Mat. 22:36-40. „36 Lehrer, welches ist das große Gebot in dem Gesetz? 37 Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande". 38 Dieses ist das große und erste Gebot. 39 Das zweite aber, ihm gleiche, ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Nun haben wir die Bedeutung des „ersten Todes“, des „zweiten Todes“, aber auch die des „Todes“ im allgemeinen herausgearbeitet. Eng damit verknüpft ist auch die „erste und zweite Auferstehung“. Es gibt aber noch weitere Begrifflichkeiten, über die man beim nachsinnen darüber, unter Umständen schon mal verzweifelt ist. Dazu wird es eine Fortsetzung geben und da geht es insbesondere um diese Begriffe: Off. 22:13 „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ 1.Kor. 15:47 „Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel.“ Off. 21:1 „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“ Autor: W.F.
von Bruderinfo 1. Februar 2022
Jesu Wiederkunft - Nur ein Mythos? Jesus Christus - Ein Name der die Menschheit seit 2000 Jahren bewegt, wie kein zweiter. Was wurde nicht alles in seinem Namen oder gegen seinen Namen getan? Die Kreuzzüge und die Christenverfolgung sollen hier die einzigen negativen Beispiele bleiben. Die eine Gruppe von Menschen liebt ihn, während die andere in hasst. Dann gibt es aber noch eine Gruppe, der ist es schlicht egal was über diesen Menschen, der ja als Gottes Sohn, in die Geschichte eingegangen ist, gesagt wird. Warum? Weil sie einfach denken, dass der Jesus Christus, der von den Römern im Jahr 33 hingerichtet worden ist, ein Mensch war wie jeder andere oder sogar noch schlimmer: Er hat sich selbst als Sohn Gottes bezeichnet, damit er daraus einen Vorteil / Ansehen ziehen konnte. Mal abgesehen davon, dass wenn es so wäre, dieser Schuss ziemlich nach hinten losgegangen ist und innerhalb kürzester Zeit mit seinem Tod (im Alter von nur 33 Jahren) geendet hat, so hat er definitiv kein Geld dafür bekommen. Er hat nicht in Saus und Braus gelebt, wie man so schön sagt. Ansehen hat dieser Jesus bekommen, JA, zu seinen Lebzeiten von einigen, nicht von allen. Nach seinem Tod bis heute jedoch von vielen Millionen Menschen. Wenn dieser Mensch Jesus aber damals nur behauptete hat, Gottes Sohn zu sein, so bringt ihm das herzlich wenig. Denn wenn er nicht Gottes Sohn war, dann wird auch nicht das passieren, was er behauptet hat und was seine Nachfolger beschrieben haben. Der größte Teil der Bibel wäre somit wertlos. Er selbst hingegen hätte nie erfahren, wie er die gesamte Menschheit bis in unsere Zeit geprägt hätte. Daher auch der Titel dieses Artikels: „Jesu Wiederkunft - Nur ein Mythos?“. An dem Sohn Gottes hängt somit nicht nur die ganze biblische Geschichte der Vergangenheit, sondern auch das was die Bibel über die Zukunft aussagt. Im Gegensatz zu heute gab es damals kein Radio, kein Fernsehen und keine Speichermedien. Alles was für die Nachwelt aufgehoben wurde, musste von Menschen mit Hand niedergeschrieben werden. Heute stehen wir vor dem Problem: Können wir alles glauben was in der Bibel steht oder nicht? Ob die Bibel in Bezug auf die Aussagen über Jesus Christus glaubwürdig ist, dass möchte ich an dem Beispiel über seine Wiederkunft heraus arbeiten. Mit seiner Wiederkunft geht auch das Thema der Entrückung Hand in Hand. Damit ist die Auferstehung / Verwandlung eines Nachfolger Jesu, von einem fleischlichen Körper in einen geistigen Körper gemeint. Zu diesen beiden Themen gibt es in Religionsgemeinschaften etliche Ansichten. Einige behaupten, dass Jesus Christus 1914/1919 unsichtbar wiedergekommen ist und es seit dem eine fortwährende Auferstehung/Entrückung von geistgesalbten Personen gibt und andere behaupten, dass die Entrückung der Nachfolger Jesu vor der großen Drangsal passiert, damit die Jünger Jesu davor bewahrt werden. Es gibt wahrscheinlich noch einige weitere Sichtweisen zu diesen Themen. Ich beschränke mich auf diese beiden, da es meiner Ansicht nach genau dazu sehr verlässliche Aussagen in der Bibel gibt. Nimmt man die Aussagen über die Wiederkunft von Jesus und die Entrückung seiner Jünger zusammen, dann geht einem evt. ein Licht auf, wie es tatsächlich in der Bibel gemeint ist. Denn das eine geschieht nicht ohne das andere. Wäre es noch möglich die Ansicht für die Wiederkunft Jesu und die Ansicht über die Entrückung jede für sich genommen, belegen zu können, geht das nicht mehr wenn man beide Themen miteinander verknüpft. Doch ist diese Verknüpfung (vom Schöpfer) gewollt oder ist alleine mein Versuch dies miteinander zu verknüpfen schon eine Manipulation der Wahrheit??? Finden wir zuerst heraus, ob die Verknüpfung von Wiederkunft Jesu und der Entrückung biblisch ist oder nicht. Wir lesen: Mat. 24:29-31 Endzeitrede: Ankunft des Menschensohnes 29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. 30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. 31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Achten wir auf den zeitlichen Ablauf. NACH der Bedrängnis (andere Bibelübersetzungen schreiben große Drangsal) jener Tage wird man Zeichen am Himmel des Sohnes des Menschen sehen und dann kommt er mit den Wolken des Himmels. Das geschieht bei starkem POSAUNENSCHALL und gleichzeitig werden die Engel die Auserwählten, VON DEM EINEN ENDE DER HIMMEL BIS ZU IHREM ANDEREN ENDE versammeln. In diesen drei Versen verknüpft die Bibel somit das Thema der Wiederkunft von Jesu mit der Entrückung der Auserwählten Jünger. Beides geschieht parallel und beim Schall der Posaune. Das ist wichtig, weil man hier den Bezug zu anderen Bibelbüchern herstellen kann. Alleine durch diese Verse wird schon die Ansicht widerlegt, dass Jesus unsichtbar 1914/1919 wiedergekommen sein kann. Erstens steht hier wortwörtlich, dass man den Menschensohn sehen wird und Zweitens wären sämtliche Auserwählten bereits zu diesem Zeitpunkt versammelt worden Drittens wäre die große Drangsal schon vorbei, da Jesus ja erst nach dieser kommen würde Kann jemand angesichts der heutigen angespannten Weltsituation wirklich aus voller Überzeugen, mit den Tatsachen im Rücken behaupten, dass die große Drangsal bereits seit 1919 vorbei ist? Die Fakten sprechen hier doch eine andere Sprache. Wenn die große Drangsal noch nicht vorbei ist, dann kann auch Jesus nicht 1919 gekommen sein und es sind zu diesem Zeitpunkt auch keine seiner Nachfolger zu himmlischen Leben auferweckt oder entrückt worden. Warum? Weil beides zum gleichen Zeitpunkt geschehen muss laut des Textes aus Mat. 24:29-31. Weiterhin kann es nicht sein, dass Jesu Jünger vor der großen Drangsal entrückt wurden um dieser zu entkommen, wenn die Entrückung erst dann stattfindet wenn Jesus nach der großen Drangsal vom Himmel herabkommt. Somit ist auch diese Sichtweise falsch. Das war relativ einfach zu beurteilen. Wie steht es aber mit der Glaubwürdigkeit an sich über diese beiden Themen? Bis jetzt konnten wir ja nur feststellen, dass zwei unterschiedliche Sichtweisen, die von Religionsgemeinschaften gelehrt werden nicht stimmen. Es bleibt die Frage offen, ob die Wiederkunft von Jesus und die Entrückung seiner Jünger, tatsächlich wahre Aussagen der Bibel sind oder eben nur ein Mythos oder Hirngespinst von gewissen Bibelschreibern. Anders ausgedrückt: Handelt es sich hierbei um göttliche Inspiration oder um menschliche Phantasien??? Meine Überlegung ist folgende: Die Bibel ist eine Zusammenstellung von mehreren Schriften, die von den verschiedensten Schreibern erstellt worden sind. Das noch über einen längeren Zeitraum hinweg. Wäre es denkbar, dass alle Schreiber die zu diesen beiden Themen was niedergeschrieben haben, den gleichen Zweck verfolgt haben, eine Geschichte gemeinsam zu erzählen ohne dass sie sich darüber hätten austauschen können? Oder steckt da jemand dahinter, der das Gesamt Konzept im Auge hatte und die verschiedenen Schreiber so inspiriert hat, damit am Ende dieser rote Faden ersichtlich wird? Das wäre dann nur möglich wenn dieser Jemand zeitunabhängig wäre, so wie Gott es ist. Ich versuche die Bibelstellen über die Wiederkunft von Jesu und die Entrückung der Auserwählten so aufzuführen, wie der zeitliche Ablauf erfolgen müsste. Dazu benutze ich die mir bekannten Schriftstellen sowohl aus dem Alten wie auch aus dem Neuen Testament. Fangen wir mit der Wiederkunft an, manche Texte erwähne ich nur zum persönlichen Nachlesen, die wichtigen Verse daraus werde ich zitieren. Der Anfang wäre damit zu sehen, als die Jünger die Frage stellten: Mat. 24:3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Hier kann nun jeder das ganze Kapitel 24 im Zusammenhang lesen, wie Jesus diese Frage im einzelnen beantwortet hat. Im speziellen interessiert uns hier diese beiden Verse: 21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Bevor Jesus kommen würde, hat er von einer großen Bedrängnis/Drangsal gesprochen wie es sie vom Anfang der Welt bis zum Zeitpunkt der Frage noch nie gegeben hat. Manche sagen, damit sei der 1.te Weltkrieg gemeint gewesen. Aber im gleichen Jahrhundert gab es noch einen viel schlimmeren 2.ten Weltkrieg. Wäre es der zweite Weltkrieg, dann kann Jesus aber nicht nach dem 1.ten Weltkrieg gekommen sein, so wie es einige behaupten. Weiterhin müssten wir dann spätestens seit 1950 paradiesische Verhältnisse haben. Die sehe ich gerade in der aktuellen Situation ganz und gar nicht. Ergo muss diese große Bedrängnis noch einige Zeit später kommen. Es kann auch kein göttliches Gericht sein, so wie die Bibel von der Sintflut berichtet. Das hätte es ja auch schon gegeben. Krieg an sich, Mord und Totschlag, alles schon mal da gewesen. Es muss etwas neuartiges sein etwas was man mit nichts vergleichen kann was schon einmal passiert ist, bis die Jünger diese Frage gestellt haben. Im Vers 22 finden wir die Bestätigung dafür, dass die Auserwählten eben nicht vor der großen Drangsal entrückt werden, denn wegen ihnen wird die Zeit verkürzt. Warum? Weil sonst niemand gerettet werden würde. Letztlich würden auch die Auserwählten durch diese Drangsal so bedrängt werden, dass auch sie ihren Glauben verlieren würden. Somit werden die Auserwählten nicht vor der großen Drangsal verschont, sondern wegen ihnen wird diese Zeit verkürzt werden. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Drangsal abgekürzt wird, es könnte auch bedeuten, dass die Auserwählten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt treu geblieben sein müssen und dann gerettet sind. Unabhängig davon wie sie sich nach diesem Zeitpunkt verhalten. Da fällt mir gerade eine Regel in der Formel 1 ein, wo das auch so gehandhabt wird. Normalerweise wird ein Rennen nach den vorher bestimmten Rennrunden mit der schwarz-weiß karierten Flagge abgewunken. Der Fahrer der diese als erste sieht, ist der Sieger des Rennens. Manchmal kommt es jedoch wegen widriger Wetterverhältnisse oder einem schweren Unfall zu einem vorübergehenden Rennabbruch. Alle Fahrzeuge kommen an die Box und das Rennen müsste dann später neu gestartet werden. Ist das aber wegen dem Wetter oder weil es nur noch um ein oder zwei Runden geht, nicht mehr möglich. Dann gewinnt derjenige das Rennen, der in Führung lag und zwar eine Runde bevor das Rennen abgebrochen wurde. Zu einem Zeitpunkt als das Rennen noch normal lief. Somit wurde die Zeit des Rennens im nach hinein verkürzt indem man das Rennende vorverlegt hat. So könnte ich mir das auch mit der Aussage aus dem Vers 22 vorstellen. Ob Du zu den Auserwählten gehörst, hängt somit nicht davon ab, ob Du bis ganz am Ende der großen Drangsal treu warst, sondern bis zu einem Zeitpunkt wo es noch menschlich möglich war. Denn Gott verlangt keine unmöglichen Taten von uns, würde er es tun, könnte kein Mensch auf dieser Welt seinen Ansprüchen gerecht werden. Wenden wir uns dem Gedanken zu, ob Jesu Wiederkunft sichtbar oder unsichtbar vonstatten geht, was ja auch behauptet wird. Im Vers 30 hatten wir ja zu Beginn gelesen: 30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Hier steht schon mal wortwörtlich, dass man ihn sehen wird. Das bestätigt auch die Bibelpassage über seine Himmelfahrt: Apg. 1:9-11: 9 Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. 10 Und als sie gespannt zum Himmel schauten, wie er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, 11 die auch sprachen: Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel. Die zwei Männer in weißen Kleidern werden wohl Engel gewesen sein, denn ein Mensch könnte ja nicht wissen wie Jesus wiederkommen wird. Doch selbst wenn das keine Engel waren, so ist die Aussage der Bibel über die Wiederkunft von Jesus eindeutig, dass er sichtbar wiederkommen wird auf Wolken. Genauso wie er auch von der Erde hinweg in den Himmel aufgefahren ist. Einen weiteren Beweis, dass er niemals unsichtbar wiederkommen wird oder muss steht hier: Mat. 28:19,20: 19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Jesus hat hier seinen Jüngern gesagt, er ist bei Ihnen ALLE Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Da er offensichtlich nicht sichtbar gegenwärtig ist, ist er es unsichtbar. Wenn er jedoch seit 33 u.Z. Unsichtbar bei seinen Jüngern gegenwärtig ist, braucht er nicht nochmal unsichtbar 1914/1919 kommen. Denn er war ja die ganze Zeit schon da, er war nie weg. Demnach machen die Texte über seine Wiederkunft nur Sinn, wenn er tatsächlich sichtbar wiederkommt, genauso wie es die Bibel auch beschreibt. Weiter lesen wir nun in Hebräer Kapitel 1 und ich empfehle das ganze Kapitel im Zusammenhang zu lesen: Heb. 1:6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!« Als diese Verse niedergeschrieben wurden, war Jesus ja schon unsichtbar bei seinen Jüngern. Genauso wie Jesus unsichtbar war, bevor er als Mensch auf der Erde geboren wurde. Die Tatsache dass Gott hier sagt, dass er den Erstgeborenen WIEDER in den Erdkreis einführt, bedeutet dass es nun mindestens das zweite Mal ist. Das erste Mal war bei seiner Geburt als Mensch und das zweite Mal wenn er als König sichtbar auf die Erde zurück kehrt. Bis hier her kann man schon mal festhalten, dass die Bibel hier aus drei verschiedenen Bibelbüchern durchaus einen logischen Zusammenhang beschreibt, der nur deshalb falsch verstanden wurde, weil einige Religionsgemeinschaften die Texte, passend zu Ihren Lehren umgedeutet haben, statt umgekehrt. Die Bibel ist hier ohne religiöse Lehren im Kopf zu haben weitaus besser zu verstehen. Befassen wir uns nun mit dem angegebenen Zeitpunkt wann Jesus zum zweiten mal sichtbar auf die Erde kommen wird. Wir haben zu Beginn gelesen, dass dies NACH der großen Drangsal ist und mit starkem Posaunenschall. Die Posaune hilft uns hier weiter. Fangen wir bei der Offenbarung an: Off.11:15-18: 15 Und der siebente Engel posaunte; und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit. 16 Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihre Angesichter und beteten Gott an 17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, Gott, Allmächtiger, der ist und der war, dass du deine große Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. 18 Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, gerichtet zu werden, und ⟨die Zeit,⟩ den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, klein und groß, und die zu verderben, welche die Erde verderben. Da es keine achte Posaune gibt, wissen wir, dass die siebte Posaune die letzte ist die geblasen wird. Das ist der Zeitpunkt, wann Jesus sein Reich als König übernimmt und von Ewigkeit zu Ewigkeit regiert. Das ist übrigens auch wieder ein Punkt, warum es sich hierbei nicht um eine unsichtbare Wiederkunft seit 1919 handeln kann, denn dann wäre alles was danach auf dieser Welt geschehen ist, der Regierungsweise von Jesus anzulasten. Im Vers 18 wird gleichsam darauf hingewiesen, dass beim Schall der siebten Posaune die Jünger Jesu ihren Lohn bekommen werden. Suchen wir nun weiter in der Bibel nach einem Hinweis was beim Schall der letzten / 7.ten Posaune geschehen wird. Hier bitte ich auch das ganze Kapitel 15 aus 1.Korinther zu lesen, ich zitiere auszugsweise die Verse 20-24 und 50-53: 20 Nun aber ist Christus aus ⟨den⟩ Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; 21 denn da ja durch einen Menschen ⟨der⟩ Tod ⟨kam⟩, so auch durch einen Menschen ⟨die⟩ Auferstehung ⟨der⟩ Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: ⟨der⟩ Erstling, Christus; sodann die, welche Christus gehören bei seiner Ankunft; 24 dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt; wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggetan hat. 50 Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit erbt. 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich ⟨sein⟩, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. Jesus ist schon vor knapp 2.000 Jahren vom Tod auferstanden. Für die Jünger Jesu ist die erste Auferstehung wenn Jesus wieder auf der Erde ankommt (Vers 23). Im Vers 52 wird gesagt, dass diese Auferstehung beim Schall der letzten Posaune stattfindet und wir wissen, dass die 7.te Posaune auch die Letzte ist. Zu diesem Zeitpunkt werden die Jünger jedoch nicht nur auferstehen, es gibt auch Menschen die zu Christus gehören, die noch nicht gestorben sind. Diese werden daher verwandelt werden. Dieser Vorgang an sich, dass Menschen verwandelt oder mit dem neuen himmlischen Leib auferstehen werden, dass nennt die Bibel die erste Auferstehung. Denn im Vers 50 steht ja, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben kann. Das Fleisch muss zugrunde gehen, damit der Mensch in seinem neuen himmlischen Leib auferstehen kann. Nun gibt es ein weiteres Bibelbuch, dass zu diesen Themen etwas sagt und das ist auch entsprechend überschrieben. Wir lesen in: 1.Thes. 4:13-18: Auferstehung und Entrückung 13 Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die Übrigen, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 16 Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei ⟨dem Schall⟩ der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; 17 danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 So ermuntert nun einander mit diesen Worten! Hier stimmen die Bibelbücher wieder exakt überein. Die dann noch Lebenden werden den Verstorbenen nicht zuvor kommen. Christus kommt vom Himmel herab mit den Wolken, die Toten werden auferstehen mit dem himmlischen Leib und die Lebenden werden verwandelt werden. Das steht hier zwar nicht, wurde aber in Korinther so beschrieben. Macht ja auch nur Sinn, wenn auch sie bereits den himmlischen Leib haben, damit sie in Wolken dem Herrn entgegen gehen, während er vom Himmel herabkommt. Hier macht nun auch die Aussage in Matthäus absolut Sinn, wo wir lesen: Mat. 24:31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Normalerweise würde man doch denken, dass die Auserwählten von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde versammelt werden würden. Doch hier ist vom Himmel die Rede. Mit den zusätzlichen Erklärungen aus 1. Kor. und 1.Thes. ist das jedoch absolut logisch und nachvollziehbar. Die Nachfolger Jesu werden zuerst verwandelt, bekommen ihren neuen himmlischen Leib, der dem von Jesus ähnlich ist und dadurch ist es Ihnen buchstäblich möglich zu fliegen. Genauso wie ihr Herr Jesus. Sie steigen somit überall auf der Welt in die Luft und dann kommen Engel und versammeln sie zu Jesus hin. Auch die Richtungsangabe ist hier absolut logisch gewählt. Jesus kommt vom Himmel zur Erde und die Jünger Jesu gehen mit ihrem neuen Leib Jesu von der Erde in Richtung Himmel entgegen, werden von den Engeln eingesammelt und zu Jesus geleitet. Hier müssen wir einen Moment inne halte und uns das bildlich vorstellen. Wenn Jesu Jünger ihren Herrn in der Luft treffen, befinden sich quasi alle Beteiligten buchstäblich zwischen Himmel und Erde. Doch wie waren die Vorzeichen der beiden Gruppen? Jesus sollte sichtbar zur Erde wiederkommen. Die Jünger hingegen sollten ihm von der Erde aus entgegen gehen. Folgende Veranschaulichung soll uns helfen das besser zu verstehen: Frank wohnt in Hamburg und möchte Peter in Frankfurt besuchen. Peter freut sich so, dass Frank ihn besuchen will, also fährt er ihm auf halbem Weg entgegen. In Kassel treffen sie sich die beiden und dann fahren Frank und Peter gemeinsam zu Peter nach Frankfurt. Es war ja der Wunsch von Frank, Peter in Frankfurt zu besuchen. Frankfurt ist also das Ziel, nachdem sich beide in Kassel getroffen haben. Nun übertragen wir diese Parameter auf die Wiederkunft von Jesus und die Entrückung seiner Jünger. Frank = Jesus Hamburg = Himmel Peter = Jünger Jesu Frankfurt = Erde Kassel = Luft Somit müsste das Ziel der vereinten Gruppe (Jesus = Bräutigam, die Jünger Jesu = Braut), die Erde sein. Wenn es so wäre, dann müsste es in der Bibel Texte geben, die das aussagen. Schauen wir weiter und nehmen uns hier die Offenbarung vor, denn dieses Bibelbuch soll ja etwas offenbaren, was sich in der Zukunft zutragen soll. Meiner Meinung nach beschreibt Offenbarung 21 den Anfang der 1.000 jährigen Herrschaft von Jesus. Da dieser Text allerdings nach Offenbarung Kap.20 in der Bibel steht und dort vom Ende der 1.000 Jahren berichtet wird, könnte man meinen das geschieht danach. Die Offenbarung ist nicht chronologisch geschrieben und somit könnte das Kapitel 21 möglicherweise eine Zusammenfassung oder Wiederholung des Beginns der Herrschaft von Jesus beschreiben. Off. 21:2-4: 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Welche Aussagen werden hier gemacht? 1.Die heilige Stadt, das neue Jerusalem, kommt aus dem Himmel herab (wie eine geschmückte Braut) 2.Das Zelt Gottes wird bei den Menschen sein, er wird bei ihnen wohnen und Gott selbst wird bei ihnen sein. Wenn wir nun nochmal darüber nachdenken, wie die Wiederkunft Jesu und die Entrückung der Jünger ablaufen wird, dann war es so, dass Jesus seine Jünger in der Mitte, also zwischen Himmel und Erde, in der Luft getroffen hat. Engel waren auch dabei, diese werden aber hier in der Offenbarung nicht erwähnt. Es geht um Jesus, der der Bräutigam ist und als Sohn Gottes ist er auch ein Gott und es geht um die Jünger Jesu, die die Braut und das neue Jerusalem darstellen. Beide haben sich in der Luft getroffen und nun schreibt die Offenbarung, dass sie vom Himmel herabkommen. Die Braut, aber auch Gott, womit hier Jesus gemeint ist. Der Vater von Jesus, könnte niemals auf der Erde wohnen, weil er so unermesslich groß ist, wie wir es uns gar nicht vorstellen können. Aber der einziggezeugte Sohn Gottes, der kann sehr wohl auf der Erde wohnen, denn das wurde ja schon bewiesen. Es wurde nach seiner Auferstehung auch bewiesen, dass er mit seinem himmlischen Leib sehr wohl bei den Menschen sichtbar umhergehen konnte. Wenn er also mit seinem himmlischen Leib hier auf die Erde zurück kehrt, wird jeder Mensch es sehen können. Holen wir uns erst noch die Bestätigung aus Gottes Wort, dass mit dem neuen Jerusalem tatsächlich die Braut Christi gemeint ist: Off. 21:9,10: 9 Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her! Ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen. 10 Und er führte mich im Geist hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam, Hier zeigt der Engel dem Johannes, wie die Braut, das neue Jerusalem vom Himmel herabkommt. Um aber die Glaubwürdigkeit der Bibel zu stärken, möchte ich jetzt einen Text aus dem alten Testament hinzuziehen. Da wird nämlich offensichtlich, dass Jesaja sich niemals mit dem Johannes hätte absprechen können. Ergo muss jemand diese Geschichte inspiriert haben, der zeitunabhängig ist. Diesen Jemand, diesen bezeichnet man als Gott. Ihr könnt gerne das ganze Kapitel 60 aus Jesja lesen, denn das ist in der Elberfelder Übersetzung so überschrieben: Die zukünftige Herrlichkeit Zions Jesaja beschreibt also die zukünftige Herrlichkeit Zions, genauso wie die Offenbarung. Ich möchte nur den Vers 8 und 14 zitieren, weil diese sich auf die Art und Weise der Entrückung der Jünger Jesu bezieht und wohin sie entrückt werden: Jes. 60:8: 8 Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen und wie Tauben zu ihren Schlägen? 14 Und gebeugt werden zu dir kommen die Söhne deiner Unterdrücker, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich niederwerfen zu deinen Fußsohlen. Und sie werden dich nennen: Stadt des HERRN, Zion des Heiligen Israels. Jesaja beschreibt hier wie die Braut Christi wie eine Wolke geflogen kommen, wie Tauben zur ihren Schlägen. Im Vers 14 wird dann noch das Ziel erwähnt, die Stadt des Herrn: ZION. Warum Zion? Lesen wir es in Psalm 132 nach: Ps. 132: 13,14: 13 Denn der HERR hat Zion erwählt, hat ihn begehrt zu seiner Wohnstätte: 14 »Dies ist meine Ruhestatt für immer, hier will ich wohnen, denn ich habe ihn begehrt. Der HERR hat Zion zu seiner Wohnstätte erwählt und dort will er für immer wohnen. Dieser HERR der dort immer wohnen will, ist unser Herr Jesus Christus. Wenn das somit schon im alten Testament so anschaulich niedergeschrieben wurde, wäre es dann nicht logisch, wenn man in der Offenbarung einen Text finden müsste, der das ebenfalls bestätigt? Schauen wir mal ob das so ist, ich zitiere: Off. 14:1 Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144 000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen. Die Entrückung findet zum Berg Zion hin statt. Zu dem Berg auf dem Jesus für immer wohnen wird. In der Bibel gibt es verschiedene Bezeichnungen für ein und die selbe Person oder Personen Gruppe. Jesus wird zum Beispiel als Menschensohn, Lamm, erstgeborener, einziggezeugter Sohn Gottes, als Hirte, Friedensfürst usw. bezeichnet. Nur weil nicht überall Jesus steht, bedeutet das nicht, dass er nicht gemeint ist. Für die Jünger Jesu gibt es als Gruppe auch viele Bezeichnungen. Braut Christi, das neue Jerusalem, die heilige Stadt, die 144.000 oder auch die große Volksmenge. Ja auch das kann man in der Bibel lesen, wenn man bisherige religiöse Lehren mal ausblendet. Die entsprechenden Texte finden wir hier: Off. 7:4-9: Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israel. 5 Aus dem Stamm Juda 12 000 Versiegelte, aus dem Stamm Ruben 12 000, aus dem Stamm Gad 12 000, 6 aus dem Stamm Asser 12 000, aus dem Stamm Naftali 12 000, aus dem Stamm Manasse 12 000, 7 aus dem Stamm Simeon 12 000, aus dem Stamm Levi 12 000, aus dem Stamm Issaschar 12 000, 8 aus dem Stamm Sebulon 12 000, aus dem Stamm Josef 12 000, aus dem Stamm Benjamin 12 000 Versiegelte. 9 Nach diesem sah ich: Und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Zuerst wurde die Zahl gehört, danach wurde eine große Volksmenge gesehen. Das würde bedeuten, dass es sich bei den 144.000 nur um eine symbolische Zahl handelt es tatsächlich aber eine viel größere Volksmenge wäre, die zur Braut Christi gehören. Kann man das so einfach behaupten oder gibt es weitere Belege, für diese Annahme. Lesen wir im gleichen Kapitel weiter: 13 Und einer von den Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind – wer sind sie, und woher sind sie gekommen? 14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes. 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. 16 Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; 17 denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen. Hier wird über die große Volksmenge gesagt, dass diese aus der großen Bedrängnis kommen und ihre Wänder weiß gewaschen haben. Genau das betrifft ja auch die Braut Christi. Ein Brautkleid ist in der Regel weiß, Jesus wird auf einem weißen Pferd sitzend beschrieben und auch ebenso die Engel. Wir lesen: Off. 19:11-14: 11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. 12 Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; 13 und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. 14 Und die Truppen, die im Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit weißer, reiner Leinwand. Also das weiße Gewand ist ein Hinweis darauf, dass es sich bei der großen Volksmenge um die Braut Christi handelt, kann man ebenfalls auch in den Sendschreiben an die sieben Versammlungen nachlesen. Der stärkste Hinweis befindet sich allerdings im Vers 15, ich wiederhole: 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Denn über diesen Vers bekommen wir eine weitere Bestätigung hin und zwar ebenfalls über die Offenbarung: Off. 3:12 Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen. IM TEMPEL kann man nur sein, wenn man zum neuen Jerusalem gehört, dass vom Himmel herabkommt und das ist die Braut Christi. Im übrigen gibt es in der ganzen Bibel meines Wissens nach, keinen einzigen Vers der sagt, dass die 144.000 im Tempel dienen. Das wird nur über die große Volksmenge gesagt. Deshalb sind religiöse Lehren, die behaupten dass die 144.000 im Tempel bei Gott sind, während die große Volksmenge nur im irdischen Vorhof des Tempels sind, absolut falsch. Auch ist die Lehre falsch, dass die 144.000 vom Himmel aus regieren, denn wenn der Tempel aus dem Himmel herabkommt und die Jünger Jesu nie mehr herausgehen, dann müssen sie zwangsläufig auf der Erde sein. Diese Sichtweise widerspricht keinem Text aus der Bibel, wohl aber vielen religiösen Lehren. Zusammenfassend möchte ich nun die Eingangs gestellte Frage: Jesu Wiederkunft - Nur ein Mythos? beantworten. Die angeführten Bibelstellen aus unterschiedlichen Bibelbüchern, aus unterschiedlichen Zeitepochen, von unterschiedlichen Schreibern festgehalten, zeigen dennoch ein eindeutiges Bild von Jesu Wiederkunft und in der Verbindung auch von der Entrückung auf. Ein roter Faden vom Alten Testament ins neue Testament bis zum letzten Bibelbuch der Offenbarung. Mit eigenen Worten würde ich es so beschreiben: Nach der großen Drangsal wird die 7.te Posaune geblasen, dabei werden die Toten auferweckt, die Lebenden verwandelt werden und dann werden alle die zu Christus gehören mit ihrem neuen himmlischen Leib in die Luft gehoben. Dort werden Sie von Engeln versammelt werden zur Begegnung mit Christus hin, der seinerseits vom Himmel zur Erde herabkommt. Dann fliegen sie wie Tauben zum Berg Zion um dort vom Himmel herabzukommen. An den Ort wo Jesus Christus als Sohn Gottes für immer wohnen wird. Dort wird der Regierungssitz des Königreiches Gottes sein, auf immer und ewig. Diese Zusammenfassung beruht auf den vorangegangenen Bibelversen, die ich in eine zeitliche Reihenfolge gebracht habe. Ich finde, es stärkt unwahrscheinlich die Glaubwürdigkeit in das Wort Gottes und macht Hoffnung, dass es genauso geschehen wird. Deshalb sollten wir als Christen Mut schöpfen, denn sobald die große Bedrängnis / Drangsal vorbei sein wird (was immer das auch sein mag), danach beginnt das goldene Zeitalter. Das 1.000 jährige Königreich Gottes, deren König Jesus Christus sein wird. PS: Die Tatsache, dass alles so logisch zusammen passt, beweist auch, dass Jesus Christus wirklich als Gottes Sohn hier auf der Erde gelebt hat. Ich möchte mit den letzten beiden Bibeltexten aus der Offenbarung und damit mit den letzten Worten der gesamten Bibel abschließen: Off. 22:20, 21: 20 Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen; komm, Herr Jesus! 21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen! Autor: W.F.
von Bruderinfo 28. Oktober 2021
Liebe zur ganzen Schöpfung! Im Beispiel vom verlorenen Sohn In diesem Artikel geht es um das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“. Allerdings mit einem Aspekt, den man so vielleicht noch nie gehört oder gelesen hat. Jetzt wo ich hier sitze und anfange, meine Gedanken in Worte zu fassen, weiß ich nicht ob dieser Artikel bei Bruderinfo online gehen wird. Ich schreibe das hauptsächlich auch für mich selbst. Denn ich habe Gedanken, die mir bisher völlig fremd waren, die sich dennoch vertraut und richtig anfühlen. Ich versuche diese Gedanken strukturiert zu analysieren um am Ende zu sehen, ob meine Sichtweise biblisch vertretbar ist oder nicht. Wenn ich zum Schluss komme, dass es sich um ein „Hirngespinst“ von mir handelt, wird dieses Manuskript niemals in andere Hände kommen. Sollte es aber trotz intensiver Recherche, sich als eine weitere barmherzige Möglichkeit unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes erweisen, dann bekommen zumindest die Schwestern und Brüder es zu lesen, denen ich mich geistig verbunden fühle. Alles weitere liegt dann in deren Händen. Der Bruder „Alois“, war der Erste, der mir auf meinen allerersten Kommentar bei Bruderinfo Anfang 2010 geantwortet hat. Durch ihn wurde mein Glaube an unseren unvergleichlich großen himmlischen Vater weiter vertieft. Er hatte mir damals erklärt, wie man Unendlichkeit verstehen und begreifen kann. Bis heute haben wir einen regen Austausch an biblischen Gedanken, die uns zu dem geformt haben wer wir heute sind. Selbstverständlich gehören da noch weitere Schwestern und Brüder dazu, ich habe ihn nur deswegen erwähnt, weil wir zusammen mal die folgende Aussage geprägt haben: „Wenn man das Gegenteil von dem annimmt, was die Organisation lehrt, dann ist man an der Wahrheit näher dran als anders herum.“ Hier mal ein paar Beispiele: Die Organisation lehrt: Auferstehung seit 1914, die Bibel lehrt Auferstehung beim Schall der 7.ten Posaune. Die Organisation lehrt: Die 144.000 leben für immer im Himmel, die Bibel sagt sie stehen mit Jesus auf dem Berg Zion also auf der Erde. Die Organisation lehrt: In Harmagedon werden alle nicht ZJ sterben, die Bibel lehrt das Jesus die Nationen mit eisernem Zepter regiert. Was ja dann eigentlich nicht mehr möglich wäre. Die Organisation lehrt: Man darf beim Abendmahl nicht von den Symbolen nehmen, Jesus sagt: Wer nicht von meinem Leib isst und meinem Blut trinkt, hat kein ewiges Leben in sich. Usw. usw…. Auch beim Umgang mit dem „verlorenen Sohn“, der zurückkehrt, handeln sie anders als es in dem Gleichnis steht. Daher bin ich der Ansicht, dass man auch diese Lehre der Organisation hinterfragen muss, ob sie richtig oder etwa falsch ist. Allerdings will ich mich jetzt gar nicht mit deren Lehre beschäftigen, sondern ich möchte klären ob die Bibel die Schlüsse zulässt, die sich in meinem Sinn verankert haben. Mir ist natürlich bewusst, dass in der Bibel nicht das explizit drinsteht, was ich glaube. Doch es ist mir auch aufgefallen, dass in der Bibel nicht explizit das drinsteht, was man bisher geglaubt hat. Wir kennen das ja auch von Gerichtsverfahren, den sogenannten „Indizienprozessen“. Da fehlt manchmal der eindeutige Beweis für eine Tat und dennoch wird jemand schuldig gesprochen, weil viele Indizien gegen den Täter sprechen. Auf der anderen Seite wird manchmal jemand freigesprochen, obwohl viele Indizien gegen ihn sprechen, aber es nicht einen handfesten Beweis gibt. Denn es wäre möglich, dass die Indizien zwar gegen den möglichen Täter sprechen, aber die Indizien genauso auf einen völlig Unschuldigen anwendbar wären. Da heißt es dann: „Im Zweifel für den Angeklagten!“. Daher möchte ich es so machen wie es in der Bibel über die Beröer geschrieben steht: Apg. 17:10,11: 10 Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als ⟨auch⟩ Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. 11 Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielt. Prüfen wir die Schrift ob es sich so verhält und lesen zuerst das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ im Zusammenhang: Der Haupttext: Luk. 15:11-32: 11 Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; 12 und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. 13 Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte. 14 Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. 15 Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab ⟨sie⟩ ihm. 17 Als er aber zu sich kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; 19 ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen. 22 Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen. 26 Und er rief einen der Diener herbei und erkundigte sich, was das sei. 27 Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. 28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre; 30 da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren durchgebracht hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. 32 Aber man muss ⟨doch jetzt⟩ fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden. Soweit das Gleichnis. Für mich stellt sich hier zuerst die Frage: Was ist mit den Töchtern? Kann man das Gleichnis auch auf weibliche Personen anwenden oder nur auf männliche? Töchter wurden hier nicht explizit genannt, also gibt es für sie keinen Weg zurück zum Vater, wenn Sie falsch gehandelt haben??? Oder betrifft sie das genauso, obwohl hier nur von Söhnen die Rede ist? Könnte man das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ auch das „Gleichnis vom verlorenen Kind“ nennen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Leser dieses Gleichnisses immer davon ausgegangen ist, dass es sowohl auf männliche als auch auf weibliche Personen anwendbar ist, obwohl es nicht explizit in der Bibel steht. Man ist somit geneigt, gewisse Redewendungen auf weitere Personengruppen anzuwenden, obwohl sie tatsächlich nicht genannt werden. Ein weiteres Beispiel wäre, dass was Jesus in Johannes gesagt hat: Joh. 10:27-30: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 29 Mein Vater, der ⟨sie⟩ mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann ⟨sie⟩ aus der Hand ⟨meines⟩ Vaters rauben. 30 Ich und der Vater sind eins. Hier spricht Jesus überhaupt nicht von Personen, sondern von Schafen. Doch jeder weiß, dass er damit die Menschen meint, die auf sein Wort hören und er sie deshalb als seine Brüder betrachtet. Es geht hier also um Menschen, nicht um Tiere. Die meisten Bibelleser finden es somit legitim, die Bibel so zu interpretieren, dass es für sie einen Sinn ergibt und zwar so wie es ihrer eigenen Gedankenwelt entspricht. Alles was nicht ihrer Gedankenwelt entspricht, wird als absurd, lächerlich, falsch oder Lüge abgeschmettert. Denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf (in Ihren eigenen Augen). Lesen wir dazu einen Bibeltext und achtet besonders auf die Verse 8 und 9: Jes. 55:6-11: 6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. 7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. 9 Denn ⟨so viel⟩ der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. 10 Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, 11 so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es bewirkt, was mir gefällt, und führt aus, wozu ich es gesandt habe. Die Wege und Gedanken Gottes sind viel höher und größer als unsere und wir es je erfassen vermögen. Wir begrenzen die Auslegung von Bibelversen aber auf das was wir in unserer Welt kennen. Zu Gottes Welt gehört jedoch noch sehr viel mehr. Somit können die Texte auch mehr beinhalten als wir uns vorstellen können. Eine Möglichkeit wäre eine Erweiterung des „Gleichnisses vom verlorenen Sohn“. Denn in der Bibel steht über die Söhne Gottes noch weit aus mehr. Hiob 1:6: Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem HERRN einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte. Hiob 38:7 als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten? In diesen beiden Versen sind die Engel mit den Söhnen Gottes gemeint und offensichtlich hatte auch Satan zu dieser Zeit noch Zugang zu dieser Versammlung. Wenn Satan dort war, könnten auch weitere seiner Anhänger dort gewesen sein, auch wenn es nicht dort steht. Aber darum geht es nicht, sondern darum dass hier die Engel als Söhne Gottes bezeichnet werden. Nun lesen wir einen Text wo es wieder um Menschen geht: Luk. 20:35, 36: 35 die aber, die für würdig gehalten werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet; 36 denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Hier geht es um die Menschen, die an der ersten Auferstehung teilhaben und sie werden hier genauso wie die Engel als Söhne Gottes bezeichnet, aber auch als Söhne der Auferstehung. Warum Menschen in den Genuss kommen als Söhne Gottes bezeichnet zu werden, zeigt der Text aus Römer: Röm. 8:11-17: 11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes. 12 So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben; 13 denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. 14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selbst bezeugt ⟨zusammen⟩ mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. 17 Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden. Wenn der Geist Gottes in einem Menschen wohnt, dann ist man auch ein Sohn Gottes. Genau genommen wohnt aber in jedem Menschen der Geist Gottes, denn das bezeugt dieser Bibeltext und achtet auf die Verse 14 und 15: Hiob 34:10-15; HFA: 10 Hört mir zu, ihr klugen Männer: Sollte Gott jemals Böses tun? Nein, niemals! Der Allmächtige verdreht nicht das Recht! 11 Gott bestraft einen Menschen nur für seine eigenen Taten; jedem gibt er zurück, was er verdient. 12 Gott begeht kein Unrecht, das ist unvorstellbar! Der Allmächtige beugt niemals das Recht! 13 Er herrscht über Himmel und Erde, er hat sie geschaffen. Niemand steht über ihm! 14 Wenn er wollte, könnte er seinen Geist und seinen Lebensatem aus dieser Welt zurückziehen, 15 dann würde alles Leben mit einem Schlag sterben, und die Menschen zerfielen zu Staub! Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn in Röm 8:14 wird genau gesagt worum es geht, ich zitiere noch einmal: 14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Jeder Mensch und jeder Engel ist defacto ein Sohn Gottes, durch den freien Willen aber entscheidet sich sowohl jeder Mensch als auch jeder Engel, selbst dafür ob er sich vom Geist Gottes leiten lässt oder eben nicht. So wie Menschen böse handeln, können auch Engel böse handeln. Da gibt es keinen Unterschied. Wenn sich ein Mensch oder Engel vom Geist Gottes leiten lässt, dann wird er vom himmlischen Vater auch sein Eigen genannt werden. Tut er es nicht, dann wird er egal ob Mensch oder Engel als Sohn oder Söhne des Ungehorsams bezeichnet. Dies können wir in Epheser noch weiter vertiefen: Eph. 5:6-17: 6 Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7 Seid also nicht ihre Mitteilhaber! 8 Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber ⟨seid ihr⟩ Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts 9 – denn die Frucht des Lichts ⟨besteht⟩ in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit –, 10 indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. 11 Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß! 12 Denn was heimlich von ihnen geschieht, ist selbst zu sagen schändlich. 13 Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbar; 14 denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: »Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten!, und der Christus wird dir aufleuchten!« 15 Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise! 16 Kauft die ⟨rechte⟩ Zeit aus! Denn die Tage sind böse. 17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Im Vers 8 steht, dass die die hier gemeint sind, einst in der Finsternis waren, jetzt aber sind sie im Licht. Ja, hier sind eindeutig Menschen gemeint, die durch eine Verhaltensänderung vom Bösen zum Guten hin, wieder Söhne Gottes wurden. Doch ist es nicht auch denkbar, dass die Grundsätze auch auf weitere Söhne Gottes angewendet werden können? Zum Beispiel auf diejenigen, die zur himmlischen Familie gehören? Wie steht es im Vers 17? 17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Was ist der Wille des Herrn? Weshalb ist Jesus hier auf die Erde gekommen? Wir lesen: Luk. 19:10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Jesus versucht zu retten, was verloren ist. Aber es sind nicht nur Menschen verloren, es wurden auch Engel verloren, die aufgrund ihrer Handlungsweise zu Dämonen wurden oder zu Söhnen des Ungehorsams. Nur warum steht das so nicht in der Bibel? Lesen wir nach, welches Gespräch Jesus damals mit Nikodemus geführt hat. Johannes 3:11-21: 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. 12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat. 16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richtet, sondern dass die Welt durch ihn gerettet wird. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes. 19 Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden; 21 wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind. Nur weil in der Bibel nichts über die Himmlischen Angelegenheiten steht, heißt das nicht, das es keine gibt. Auch im Himmel wurde etwas verschoben, was wieder geradegerückt werden muss. Auch im Himmel gibt es Söhne Gottes, die sich zu Söhnen des Ungehorsams gemacht haben. Nur wird darüber nicht sehr eingehend in der Bibel gesprochen. In dem vorangegangen Text sagt Jesus etwas sehr interessantes und jeder von uns kennt diesen Text im Schlaf: Johannes 3:16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Jesus ist somit vom Himmel hinabgestiegen, damit Menschen die in der Finsternis leben, sein Licht sehen und sich von ihm angezogen fühlen. Wenn diese Menschen dann glauben, dass er der Sohn Gottes ist und auf seine Worte hören, dann gehen sie nicht verloren, sondern erlangen ewiges Leben. Im Vers 18 sagt er dann noch: 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes. Der Glaube ist hiermit das ganz entscheidende. Nur wer an Jesus glaubt, wird nicht gerichtet. Daher kommen wir nun zu einem Punkt, an dem die Angelegenheiten im Himmel anders gehandhabt werden müssen als auf der Erde. Schauen wir uns die Begebenheit an, als Jesus zwei Besessene heilt: Mat. 8:28-34; 28 Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen. ⟨Sie waren⟩ sehr bösartig, sodass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. 29 Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen? 30 Es weidete aber fern von ihnen eine Herde von vielen Schweinen. 31 Die Dämonen aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Herde Schweine! 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Sie aber fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um in dem Gewässer. 33 Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen. 34 Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie, dass er aus ihrem Gebiet weggehen möge. Der Unterschied wird in Vers 29 deutlich: 29 Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen? Die Dämonen die in dem Körper der zwei Menschen waren, wussten genau dass Jesus der Sohn Gottes ist. Ist ja nachvollziehbar, da die Dämonen Einblick in den für Menschen unsichtbaren Bereich haben. Dämonen brauchen somit nicht an Jesus glauben, denn sie wissen ganz genau wer er ist. Doch kommen wir auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn zurück. Einer war verloren, der andere war die ganze Zeit bei seinem Vater und hat dort für ihn, aber auch für sich selbst, da er der Erbe ist, gearbeitet. In dem Gleichnis ist der Vater der beiden Söhne ja Gott. Wie hat er nun die beiden Söhne behandelt und lesen wir dazu vorher noch einen Text aus Sprüche: Spr. 20:10; HFA: 10 Der HERR verabscheut das Messen mit zweierlei Maß und hasst das Wiegen mit zweierlei Gewicht. Gott verabscheut das Messen mit zweierlei Maß, aber in dem Gleichnis gewinnt man den Eindruck, dass er die beiden Söhne eben nicht gleichbehandelt. Warum? Nun der Bruder der beim Vater blieb, für den hat er nie ein Fest gegeben, obwohl er doch treu gedient hat. Der verlorene Sohn hingegen hat sein ganzes Erbe verprasst und bekommt zum Lohn auch noch ein Fest und das gemästete Kalb. Das ist doch ungerecht, nicht wahr? Schauen wir nochmal genau hin. Der treue Bruder missgönnt offensichtlich dem verlorenen Bruder, die Aufmerksamkeit die ihm durch ihren gemeinsamen Vater zu Teil wird. Vielleicht fühlt er sich verraten oder zumindest ungerecht behandelt. Offensichtlich wollte dieser Bruder dem verlorenen Bruder nichts mehr geben, ihm nichts mehr zugestehen, zumindest nicht als Sohn ihres gemeinsamen Vaters. Dieser Bruder hätte seinem eigenen Bruder wohl lieber eine andere Behandlung gegönnt. Doch wie reagierte jetzt der Vater, als er sieht wie verletzt und enttäuscht der erste Sohn war? Ich zitiere noch einmal: 31 Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. 32 Aber man muss ⟨doch jetzt⟩ fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden. Warum ist die Antwort des Vaters so bemerkenswert und zeigt, dass er beide Söhne gleichbehandelt, obwohl es den Anschein hat, dass er den verlorenen Sohn bevorzugt? Da in diesem Gleichnis Gott durch den Vater dargestellt wird, müsste er an den zuhause gebliebenen Sohn ja ebenfalls seine Maßstäbe anlegen. Auch dieser Sohn hat gegen Regeln verstoßen, für die man ihn hätte rügen können. Welche wären das zum Beispiel, wir lesen: 1.Joh 3,10; Schlachter: 10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. 1.Joh 4,20, Schlachter: 20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; wenn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? Mat. 7:1-6: 1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 4 Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? 5 Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen. 6 Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen! Jesus selbst sagte in Matthäus Kapitel 5: 43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47 Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? 48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. In der HFA lautet der Text so: 43 Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹ 44 Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen! 45 So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse wie für Gute aufgehen, und er lässt es regnen für Fromme und Gottlose. 46 Wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Zolleinnehmer, die sonst bloß auf ihren Vorteil aus sind! 47 Wenn ihr nur euren Freunden liebevoll begegnet, ist das etwas Besonderes? Das tun auch die, die von Gott nichts wissen. 48 Ihr aber sollt in eurer Liebe vollkommen sein, wie es euer Vater im Himmel ist.« Der gute Sohn hat somit auch Gebote unseres himmlischen Vaters übertreten, nämlich seinen Bruder und in dem Fall war es sogar sein leiblicher Bruder, nicht zu lieben. Jesus hat die Liebe auch auf die Feinde ausgeweitet und somit gibt es keinen Grund, dass der gute Sohn so missgünstig über seinen verlorenen Bruder dachte. Im Gegenteil, er hätte sich mit ihm freuen müssen. Sein Vater (den Gott darstellt) hat dem guten Sohn somit seine Fehler auch nicht gedacht. Nein, er hat ihm sogar erklärt warum er sich mitfreuen sollte. Weil sein Bruder tot und verloren war und nun wieder lebendig und gefunden worden ist. Es gibt ein weiteres Gleichnis, dass uns hilft das Gleichnis vom verlorenen Sohn besser zu verstehen und zwar das Gleichnis vom verlorenen Schaf und der verlorenen Drachme aus Lukas Kapitel 15: 4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, ⟨mehr⟩ als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben. 8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir! Denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte. 10 So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Diese beiden Gleichnisse stehen übrigens unmittelbar vor dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Was lehren uns diese Gleichnisse? Buße zu tun, zu bereuen, von seinem verkehrten Lauf umzukehren, ist deutlich schwieriger, als immer auf dem richtigen Weg zu bleiben und daher freuen sich alle die im Himmel wohnen, darüber wenn EIN Sünder Buße tut. Bezüglich der Feindesliebe ist mir noch etwas eingefallen. Wäre es denkbar, dass unser himmlischer Vater und Jesus von uns Menschen etwas verlangen, was sie selbst nicht tun würden? Ich denke nicht, denn als Abraham damals aufgetragen wurde, seinen Sohn Isaak zu opfern, wurde er im letzten Moment aufgehalten. Abraham und Isaak, mussten diesen Weg nicht bis zum Ende gehen, Gott und sein Sohn hingegen schon. Dieses Beispiel ist ein sehr guter Beleg dafür, dass unser himmlischer Vater und sein Sohn, nichts von uns verlangen würden, was sie nicht selbst auch tun würden. Bringt Jesus seinen Feinden auch Liebe entgegen? Wer sind seine Feinde? Fangen wir ganz vorne in der Bibel an: 1 .Mos. 3:14-15: 14 Und der HERR, Gott, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens! 15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. Hier wird dem Teufel verkündet, dass ihm der Kopf zermalmt wird. Zu Jesu Feinden gehören aber auch diejenigen, die dem Teufel nachfolgen. Obwohl böse Geister zu seinen Feinden zählen, steht in 1.Petrus 3: 1.Pet. 3:18-20: 18 Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 19 In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, 20 die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurchgerettet wurden. Jesus hat seinen Feinden, den ungehorsamen Geistern im Gefängnis gepredigt. Einen weiteren Feind von Jesus finden wir in Apg. 9:1-7: 1 Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zu dem Hohen Priester 2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er einige, die des Weges waren, fand, Männer wie auch Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte. 3 Als er aber hinzog, geschah es, dass er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel; 4 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5 Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber ⟨sagte⟩: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst! 7 Die Männer aber, die mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen. Wir wissen was mit diesem erklärten Feind von Jesus geschah, er wurde vom Saulus zum Paulus. In Judas 9 wird auch der Erzengel Michael als Beispiel genannt, wir lesen: Judas 9 Michael aber, der Erzengel wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! Das zeigt zumindest, dass einige Regeln nachweislich, die für uns Menschen hier auf der Erde gelten, genauso oder in ähnlicher Weise auch auf den Himmel zutreffen. Somit könnte es durchaus möglich sein, dass man gewisse Grundsätze, die für uns Menschen gelten, auch für die Bewohner des Himmels zutreffen könnten. In dem vorhergehenden Artikel hier bei Bruderinfo, ging es um das Salz und das Licht (Die Liebe). Ich möchte ein paar Passagen/Bibeltexte aus diesem Artikel zitieren, so wie diesen: „Mat. 11:28 Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir, ich will euch die Last abnehmen! (Gute Nachricht Bibel)“ – Zitat Ende. Ja, die Gesetzeslehrer von Heute, die die in den vielen Religionsgemeinschaften führend vorangehen, legen uns Gebote auf, die sich für uns als Last erweisen. Jesus nimmt uns diese Last in Liebe ab. Ja er fordert uns auf, ebenfalls zu lieben. Der Autor des Artikels schrieb, dass für ihn das Salz die Liebe ist – die Liebe zu Gott und untereinander. Ich würde noch ergänzen, auch die Liebe zu den Engeln also der ganzen Schöpfung, die ja rein objektiv betrachtet, ebenfalls unsere Brüder sind, da wir einen gemeinsamen Vater haben. Halbbrüder würde es vielleicht besser treffen, aber eigentlich sind für mich die Engel meine Brüder. Punkt. Ich möchte da keine Unterscheidung machen. In dem Artikel stand auch und ich möchte das zitieren: „Es ist Gott, der unser geistiges Licht ist. Ohne Gott ist es in dieser Welt finster. Getrennt von Gott tappen wir im Dunkeln. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus als seinen Stellvertreter auf die Erde, um durch ihn das wahre Licht zu offenbaren, das allen Menschen als geistige Orientierung dient. Während Jesus als Mensch auf der Erde lebte, verströmte er selbst dieses Licht, indem er den Menschen die gute Botschaft vom Reich Gottes überbrachte. Johannes 8:12 "Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Elberfelder Bibel) Johannes 14:6 "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Doch da Jesus nicht mehr lange als Mensch zu leben hatte, ernannte er seine Jünger an seiner Stelle zu Lichtträgern: „Ihr seid das Licht der Welt." Jesus wollte, dass seine Jünger von nun leuchtende Wegweiser, für die verlorene Welt sind. Matthäus 5:14-16 "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehenund euren Vater im Himmel preisen." (Lutherbibel 2017)“ – Zitat Ende. Johannes 14:6 ist eindeutig, niemand kommt zum Vater als nur durch Jesus. Wir die wir heute leben, glauben an Jesus, weil in der Bibel über ihn berichtet wird und wir hoffen das dies wahr ist. Einige spüren Jesus auch in sich selbst, immer dann, wenn sie etwas verspüren, was sie normalerweise nicht würden. Dann merkt man, da ist noch etwas in uns, der Geist unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes. Jesus selbst hat das angekündigt, wir lesen: Joh. 14:23-26: 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile. 26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Das wichtigste im Universum ist die Liebe und daher möchte ich das ganze Kapitel über die Liebe zitieren: 1.Kor.13:1-13: 1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2 Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, sodass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung ⟨der Armen⟩ austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war. 12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe. Interessant, dass im Vers 1 ebenfalls Engel angesprochen werden. Das scheint also sowohl für die irdischen, wie auch für die himmlischen Söhne Gottes zu gelten. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeugt eindeutig von der Liebe unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus. Jesus ist uns auch ein Vorbild darin, dass wir unsere Feinde lieben sollten. Daher sollten wir immer daran denken: Mit dem Maß mit dem wir messen, wird uns gemessen werden. Wenn wir möchten, dass Gott mit uns Nachsichtig ist, sollten wir es ebenfalls mit unseren Brüdern sein, egal zu welcher Gruppe diese gehören. Liebe zu haben und zu tun, schadet nicht. Eingangs hatte ich ja geschrieben, dass ich nicht weiß ob meine Gedanken die ich ausgearbeitet habe, für Bruderinfo tauglich sind. Der Artikel wurde sehr kontrovers diskutiert und nicht alles was ich geschrieben hatte, ist in dieser neuen Version zu finden. Ich kann verstehen, dass man diesen Gedankengängen nicht so einfach folgen kann und habe daher die kritischen Passagen umgeschrieben. Dass wir jedoch untereinander diskutiert haben, empfinde ich als ungemeine Bereicherung. Denn wirklich jeder der sich an der Diskussion beteiligt hat, hat einen Beitrag zu dieser Version geleistet. So wurden Schrifttexte zusammengetragen, die zumindest für mich sehr Glaubens stärkend waren, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, das Thema aber hervorragend unterstützt haben. Daher möchte ich mich bei allen bedanken, die ihren Beitrag geleistet haben und mit den Worten abschließen: 1.Kor. 10:23: 23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. Autor: W.F.
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von Armin Slavik 13. November 2024
Jesus als einzigen Hirten und Mittler bekennen! Ist das in der Versammlung erwünscht? Geschrieben von J.A. Die Bibeltexte sind aus der EB unrevidiert. Man sollte annehmen, dass man in einer christlich geprägten Kultur keine Probleme bekommt, wenn man ein treuer Nachfolger Jesu sein möchte. In diesem Aufsatz möchte ich zeigen, dass man gerade bei uns Zeugen Jehovas ganz gewaltige Probleme bekommt, wenn man Jesus als einzigen Hirten und Mittler bekennt. Der Grund liegt in der Art der Belehrung des “treuen und verständigen Sklaven”, denn bei jeder sich bietenden Gelegenheit stellen sie sich über den Christus und verlangen auch noch absolute Loyalität für sich. Nur zwei Beispiele möchte ich nennen, wie Jesus von ihnen herabgewürdigt wurde. Im Wachtturm vom 15.7.2011 Seite 27 und 28 *kann man es gleich 2 Mal lesen (Zitat) : “Wir können in Jehovas Ruhe eingehen, indem wir gehorsam daran mitarbeiten, seinen Vorsatz so umzusetzen, wie er es uns durch seine Organisation mitteilt” dann noch: “Würden wir dagegen den biblischen Rat, den wir durch den “treuen und verständigen Sklaven” erhalten, herunterspielen und eigene Wege gehen wollen, würden wir quasi auf Kollisionskurs zu dem gehen, worauf Jehova unaufhaltsam hinarbeitet. Unsere Freundschaft mit Jehova stünde dann auf dem Spiel…” In diesem Wachtturm wurde die überragende Wichtigkeit der Organisation in 4 Studienartikeln sehr ausführlich hervorgehoben, Jesus wurde nur beiläufig erwähnt und seine Stellung in keiner Weise gewürdigt. Nur die Leitende Körperschaft ist das Instrument Jehovas. Auf dem Bezirkskongress 2012 wurde in mehreren Ansprachen vermittelt, wie wichtig es ist, unsere geistige Mutter, die LK zu lieben . Unser geistiger Vater ist Jehova . Somit muss nach ihrer Vorstellung sein Sohn Jesus ab sofort wohl der “Mutter” “LK” unterstellt sein. Sie legen den Weg fest, der zum ewigen Leben führt. Nur durch den Dienst für die Organisation kann man Jehova gefallen und errettet werden. Solche und ähnliche Aussagen vermitteln uns den Eindruck, als würde Jehova nur durch sie handeln und alle ihre Lehren anerkennend abnicken. Auch hier dient uns wieder einmal das negative Vorbild der Juden zur Warnung. Neben der Anbetung für Jehova pflegten sie fast immer den Baalskult. Wenn sie sich entscheiden mussten, dann wählten sie lieber den Baal, denn der war ihnen wichtiger als Jehova. Auf heute übertragen kann man ohne Umschweife sagen, dass bei den Zeugen das Wort der LK und WTG höher geachtet wird als das Wort Jehovas oder Jesu. Der Organisationskult hat heute einen höheren Stellenwert als die Ehre für Jesus. Oder anders formuliert: so, wie z.B. die Kälberanbetung bei den Israeliten ein fester Bestandteil der Anbetung Jehovas war, so glauben die Zeugen heute, dass man ihm nur durch die Verehrung der Organisation dienen kann. Hierbei sollte man aber nie außer Acht lassen, dass man nicht dem Herrn Jesus und gleichzeitig dem Herrn WTG dienen kann. Für einen muss man sich entscheiden. Um den Anspruch der WTG zu widerlegen, werde ich bevorzugt Jesus und seine Apostel zu Wort kommen lassen. Beachtenswert ist auch, dass Jesus seine Warnungen gegen das eigene Volk richtete. Mat.6:24. Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. 2. Tim.4:3. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt; 4. und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und zu den Fabeln sich hinwenden. Gal.5:1. Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft halten. Mat.24:4. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch niemand verführe! 5. Denn viele werden unter MEINEM Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! -und sie werden viele verführen. Man ehrt die LK gerne, die in ihrem eigenen Namen kommt und sich sehr ausgiebig verehren lässt. Aber für Jesus tut man das nur widerwillig oder gar nicht. Wenn man die Zeugen auf dieses Missverhältnis aufmerksam machen möchte, dann beteuern die meisten aufgebracht, dass sie Jesus ausreichend ehren, denn es ist ja selbstverständlich, dass nur er der Retter sei. Deshalb braucht man ihn doch nicht extra erwähnen. Solche Aussagen stehen aber in krassem Widerspruch zum Bibelwort. Joh.5:22. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben , 23. auf daß ALLE DEN SOHN EHREN, WIE SIE DEN VATER EHREN. WER DEN SOHN NICHT EHRT, EHRT DEN VATER NICHT, der ihn gesandt hat. 24. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen. 38. und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn welchen er gesandt hat, diesem glaubet ihr nicht. 39. Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 40. und ihr wollt NICHT ZU MIR KOMMEN, auf daß ihr Leben habet. 41. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42. sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43. Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. 44. Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet und die Ehre, welche von Gott allein ist, nicht suchet? Phil.2:9. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, 10. auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11. und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters. 1.Joh.2:21. Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr die Wahrheit nicht wisset, sondern weil ihr sie wisset, und daß keine Lüge aus der Wahrheit ist. 22. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der da leugnet, daß Jesus der Christus ist? Dieser ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 23. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. Nun möchte ich darauf eingehen, welche Folgen es in der noch vor uns liegenden großen Drangsal haben kann, wenn man sich zu Jesus als einzigen Mittler und Retter bekennt. Es wird uns innerhalb der “Organisation Jehovas” höchstwahrscheinlich nicht anders ergehen als den treuen Christen im ersten Jahrhundert, die auch keine Kompromisse mit der religiösen jüdischen Führung machten. Man wird von der Welt gehasst werden, wenn man kein Teil von ihr ist. Gerade hier zeigt es sich, dass die LK mit ihren Bestrebungen als KdöR in der Welt anerkannt sein will. Sie ist somit inzwischen auch zu einem Teil der Welt Satans geworden und hasst alle, die sich als wahre Nachfolger nur zu Jesu bekennen. Diese Situation wurde uns von den Pharisäern vorgelebt, die Jesus und seine Nachfolger zutiefst hassten und sich lieber zum Cäsar als König bekannten. Das deutet darauf hin, dass von unseren Glaubensbrüdern der größte Hass zu erwarten ist. Jesaja 66:5. Höret das Wort Jehovas, die ihr zittert vor seinem Worte! Es sagen eure Brüder, die euch hassen, die euch verstoßen um meines Namens willen: Jehova erzeige sich herrlich, daß wir eure Freude sehen mögen! Aber sie werden beschämt werden. Joh.15:18. Wenn die Welt euch haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. 19. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum haßt euch die Welt. 20. Gedenket des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Knecht {O. Sklave} ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21. Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. Mat.24:9. Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um MEINES Namens willen.10. Und dann werden viele geärgert werden und werden einander überliefern und einander hassen; 11. und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; 12. und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen erkalten; 13. wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 14. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. 24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Johannes 16:1. Dieses habe ich zu euch geredet, auf daß ihr euch nicht ärgert. 2.Sie werden euch aus der Synagoge AUSSCHLIESSEN; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst {Eig. Opferdienst, Gottesdienst} darzubringen. 3. Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. 4. Dieses aber habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Stunde gekommen ist, ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Dieses aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war. Joh.19:14. Es war aber Rüsttag des Passah; es war um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König! 15. Sie aber schrieen: Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn! {Eig. Nimm weg, nimm weg!} Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, als nur den Kaiser. 2. Tim.3:12.Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden. 13. Böse Menschen aber und Gaukler werden im Bösen fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden. Gal.4:16. Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? 17. Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch AUSSCHLIESSEN, auf daß ihr um sie eifert. Mat.12:7.Wenn ihr aber erkannt hättet, was es ist: “Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer”, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Wenn wir uns innerhalb der Zeugengemeinde offen zu Jesus bekennen, dann wird die Trennung zwischen Nachfolgern Jesu und der WTG mitten durch die Familien gehen und sogar Ehepaare trennen. Mat.10:22.Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 32. Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 34. Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36. und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; 38. und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Mark.13:12. Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen. 13. Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 22. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen. 23. Ihr aber sehet zu! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt. Micha 7:5. Trauet nicht dem Genossen, verlasset euch nicht auf den Vertrauten; verwahre die Pforten deines Mundes vor der, die an deinem Busen liegt. 6. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter lehnt sich auf gegen ihre Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; des Mannes Feinde sind seine Hausgenossen. – 7. Ich aber will nach Jehova ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören. Wir haben allen Grund uns glücklich zu unserem Retter Jesus zu bekennen und brauchen uns keines Falles schämen oder fürchten. So wie Jesus brauchen wir die Schande im eigenen Volk nicht beachten. Mat.5:10. Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. 11. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen. 12. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. Hebr.12:2. hinschauend auf Jesum, den Anfänger {Zugleich: Urheber, Anführer} und Vollender des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Luk.12:8. Ich sage euch aber: Jeder, der irgend mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; 9. wer aber mich vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Joh.14:6. Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Luk.6:22. Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen werden, und wenn sie euch absondern und schmähen und euren Namen als böse verwerfen werden um des Sohnes des Menschen willen; 23. freuet euch an selbigem Tage und hüpfet, denn siehe, euer Lohn ist groß in dem Himmel; denn desgleichen taten ihre Väter den Propheten. Apg.4:11. Dieser ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, für nichts geachtet, der zum Eckstein geworden ist. 12. Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen. Röm.8:17. Wenn aber Kinder, so auch Erben- Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir anders mitleiden, auf daß wir auch mitverherrlicht werden. 18. Denn ich halte dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Phil.1:29. Denn euch ist es in Bezug auf Christum geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, 30. da ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen und jetzt von mir höret. Hebr.4:14. Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten; 15. denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. 16. Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. 1.Petr.4:12. Geliebte, laßt euch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Versuchung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; 13. sondern insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, freuet euch, auf daß ihr auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken euch freuet. 14. Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig seid ihr! Denn der Geist der Herrlichkeit und der Geist Gottes ruht auf euch…16. wenn aber als Christ, so schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen. Spr.29:25. Menschenfurcht legt einen Fallstrick; wer aber auf Jehova vertraut, wird in Sicherheit gesetzt. Wir dürfen freudig und freimütig für unseren Retter Jesus Zeugnis ablegen. Wollen wir Schafe und Jünger von Jesus sein oder die der WTG? Folgen wir dem wahren Hirten oder den “Fremden”, die Diebe und Räuber der Schafe sind? Nichts anderes tut die WTG, sie stiehlt dem Christus die Schafe weg und sammelt sie in ihre eigene Hürde, mit eigenen Gesetzen und eigenem Taufgelübde. Sind wir dann auch noch bereit uns aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausschließen zu lassen? Auch hierzu haben wir ein biblisches Vorbild: Joh.9:20. Seine Eltern antworteten [ihnen] und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daß er blind geboren wurde; 21. wie er aber jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir nicht. Er ist mündig; fraget ihn, er wird selbst über sich reden. 22. Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge AUSGESCHLOSSEN werden sollte. 23. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist mündig, fraget ihn. 27. Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht gehört; warum wollt ihr es nochmals hören? Wollt ihr etwa auch seine Jünger werden? 28. Sie schmähten ihn und sprachen: Du bist sein Jünger; wir aber sind Moses’ Jünger. Joh.10:1. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2. Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. 3. Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. 4. Wenn er seine eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6. Dieses Gleichnis sprach Jesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete. 7. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 8. Alle, die irgend vor mir gekommen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. 9. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird ein-und ausgehen und Weide finden. 10. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, auf daß sie Leben haben und es in Überfluß haben. 11. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12. Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut [die Schafe. 13. Der Mietling aber flieht,] weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. 14. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, 15. gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. 25. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; 26. aber ihr glaubet nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27. MEINE Schafe hören MEINE Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen MIR; 28. und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und NIEMAND wird sie aus meiner Hand rauben. 29. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 1.Joh5:11. Und dies ist das Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. 12. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 13. Dies habe ich euch geschrieben, auf daß ihr wisset, daß ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. Als die Christen 67 u.Z. Jerusalem verlassen mussten war das bestimmt keine leichte Entscheidung. Ebenso kann es in unserer Zeit sein, wenn wir alles bei dem heute von Jehova abtrünnigen Volk der “Zeugen Jehovas” zurücklassen müssen. Familienangehörige und vertraute Freunde, das gesamte soziale Netz das man jahrelang haben durfte. Um dann nur noch abfällig als verachtete und geschmähte Abtrünnige und als solche, die zum eigenen Gespei zurückkehrenden bezeichnet zu werden. Besonders schwer dürfte es jemand haben, der auch noch finanziell von der WTG abhängig ist wie Bethelmitarbeiter, Sonderpioniere, Kreis- oder Bezirksaufseher. Der Verlust der Anerkennung die man mit solch einer Stellung innehat ist nicht zu unterschätzen. Eine Gewissensentscheidung, ob man für diese Organisation noch arbeiten und ihre Thesen mit verantworten kann, dazu vielleicht noch der Gedanke, wie das weitere Leben mit Almosen, Minirente oder Harz4 wohl sein wird. Das könnte leicht dazu führen, dass man das Gewissen einfach ausblendet und sich sagt: wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing. Man erhofft sich lieber weiterhin das ewige Leben durch das “Verausgaben im Werke des Herrn” (dem Werk der LK). Jedoch kann die LK ihre vielen Versprechungen nie halten. Weder für sich, noch für ihre treuen Anhänger. Es wird dann genauso kommen wie es in Jer.22:13 vorhergesagt wurde: Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm seinen Lohn nicht gibt; Im Gleichnis vom Weinberg wird das Urteil über die Führer des Volkes Jehova deutlich gezeigt. Die Nation die die Früchte bringt sind weder bei den buchstäblichen Juden, noch bei dem größten Teil der fast 8 Millionen Zeugen Jehovas mit ihrem weltweiten Einsammlungswerk in die Hürde der WTG- Organisation zu finden. Diese Nation kann nur aus Menschen bestehen, die alleine nur Jesus als den wahren Hirten und Retter ehren und sich ausschließlich nur zu ihm bekennen. Mat.21:35. Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. 36. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso. 37. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen! 38. Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! 39. Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 40. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? 41. Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verdingen, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. 42. Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: “Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen”? 43. Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, welche dessen Früchte bringen wird. 44. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf welchen irgend er fallen wird, den wird er zermalmen. 45. Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen rede. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es ist auch nicht relevant ob die LK das Volk der Zeugen Jehovas bewusst und vorsätzlich irreführt oder ob sie völlig unwissend ist. Sie sind unsere Blindenführer, die ihr ganzes höriges Volk in die Grube führen. Dann werden sie sagen: Herr, Herr haben wir nicht… Und das Volk wird vermutlich ähnlich reagieren wie Adam und sinngemäß zu Jehova sagen: den “Sklave” den du uns gegeben hast, er hat uns so belehrt… Deshalb dürfen wir zur gegebenen Zeit diese Organisation nicht fürchten und müssen aus diesem Volk flüchten, damit wir nicht an ihren Plagen teilhaben. Mat.15:12. Dann traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm: Weißt du, daß die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort hörten? 13. Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet werden. 14. Laßt sie; sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen. Jer.25:29. Denn siehe, bei der Stadt, welche nach meinem Namen genannt ist, beginne ich Übles zu tun, und ihr solltet etwa ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde, spricht Jehova der Heerscharen. Luk.6:47. Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut- ich will euch zeigen, wem er gleich ist. 48. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, welcher grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. 49. Der aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute ohne Grundlage, an welches der Strom schlug, und alsbald fiel es, und der Sturz jenes Hauses war groß. 2.Kor.6:14. Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15. und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16. Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: “Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein”. 17. Darum GEHET AUS IHRER MITTE aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; 18. und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Off.18:4 . Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Gehet aus ihr hinaus, mein Volk, auf daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen; 5. denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Hebr.13:12. Darum hat auch Jesus, auf daß er durch sein eigenes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Tores gelitten. 13. Deshalb laßt uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend. 14. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Aufgestachelt durch die LK und ihrer Führer behandeln die neuzeitlichen Böcke die Schafe des Christus sehr schlecht und werden zu seiner Zeit vom wahren Hirten zur Verantwortung gezogen werden. Die Geringsten, das sind nicht die 8 Könige in Brooklyn und ihre Mitherrscher. Es sind die wahren Nachfolger Jesu, die verachtet werden und wie das allerletzte Stück behandelt werden, weil sie nur ihrem Hirten nachfolgen. Bei der Trennung sagt der Herr Jesus zu den Böcken: Mat.25:41… Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln; 42. denn mich hungerte, und ihr gabet mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich nicht; 43. ich war Fremdling, und ihr nahmet mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. 44. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig, oder durstig, oder als Fremdling, oder nackt, oder krank, oder im Gefängnis, und haben dir nicht gedient? 45. Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es auch mir nicht getan. 46. Und diese werden hingehen in die ewige Pein, {O. Strafe.} die Gerechten aber in das ewige Leben. Hat sich die LK für uns geopfert? Dennoch besteht sie darauf, dass man auf ihren Namen getauft wird und man in ihrem Sinne übereinstimmend reden muss. 1.Kor.1:1 Ich sage aber dieses, daß ein jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. 13. Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf Paulus’ Namen getauft worden? Jes.10:20. Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird der Überrest Israels und das Entronnene des Hauses Jakob sich nicht mehr stützen auf den, der es schlägt; sondern es wird sich stützen auf Jehova, den Heiligen Israels, in Wahrheit. 21. Der Überrest wird umkehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott. 22. Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre, nur ein Überrest davon wird umkehren. Vertilgung ist festbeschlossen, sie bringt einherflutend Gerechtigkeit. Jes.31:6 Kehret um, Kinder Israel, zu dem, von welchem ihr so weit abgewichen seid! 7. Denn an jenem Tage werden sie verabscheuen, ein jeder seine Götzen von Silber und seine Götzen von Gold, die eure Hände euch gemacht haben zur Sünde. Mat.11:28. Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. 29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; 30. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Eph.4:14. auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum; 15. sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, Nehmen wir doch lieber die Einladung unseres wahren Königs und Erlösers Jesus an. Erweisen wir uns als seine Schafe, denn nur er ist der wahre Hirte. Wir dürfen nicht die Organisation, ihre Ideale und Ziele unterstützen. Sie appelliert an einen Geist der Solidarität und Loyalität. Da wir, wie Paulus feststellte, ‘Sklaven derer sind, denen wir gehorchen’, tut jeder von uns gut daran, sich folgendes zu fragen: Wer übt den größten Einfluß auf meine Entscheidungen und meine Lebensweise aus? Auf wessen Stimme höre ich? Wessen Sklave bin ich? Für welchen Hirten werde ich mich entscheiden? Jesus oder die LK? Autor J.A.
von Armin Slavik 11. Mai 2023
Ausharren durch Glaube! Liebe Leser, vom letzten Artikel „Bedeutet der 3. Apokalyptische Reiter die heutige Inflation?“ , kamen sehr oft Fragen wie:. wann kommt denn nun das Ende?....wann beginnt denn die große Drangsal…oder: wann kommt Jesus? Usw. Es scheint eine innere große Angst zu herrschen nach den Corona Jahren und auch eine große Ungeduld, die natürlich verständlich sind. Dennoch ist es wichtig nicht diesen künstlich erzeugten Ängsten sowie neuer Ängste wie Kriege, Erderwärmung, Inflation zu erliegen. Ja wann Jesus kommt, wissen wir Menschen nicht . Selbst wenn die Inflation ein Zeichen wäre, da hatten wir schon wesentlich größere Inflationen, bis hin zur völligen Geldentwertung. Die Inflation ist für mich wie in der Geld- Inflation, es wird immer teurer und schwieriger an die geistig richtige Speise zu kommen. Oder der Preis für das Öl um bis zum Morgen Licht zu haben, wird immer teurer, je später es in der Nacht ist. .- wie in Matthäus 25:1 und folgende über die klugen und törichten Jungfrauen steht: 1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde. Jesus kommt nicht bevor sich das erfüllt hat, was in der Bibel recht eindeutig geschrieben steht: 1. Thessalonich 5 1. Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. 2. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 4. Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 5. denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. 6. Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 7. Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken. 8. Wir aber, die von dem Tage sind, laßt uns nüchtern sein, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung der Seligkeit. {O. Errettung} 9. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit {O. Errettung} durch unseren Herrn Jesus Christus, 10. der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Erstens ist es gemäß Vers 1 nicht nötig, dass den Brüdern etwas über Zeitpunkte geschrieben wird, somit steht das auch nicht klar in der Bibel. Zweitens muss gemäß Vers 3 „Friede und Sicherheit“ ausgerufen werden. Dies ist sicher noch nicht geschehen, wir wissen nicht einmal, wer „Friede und Sicherheit“ ausrufen muss. Die Nationen mit der UN, die Zeugen Jehovas, oder Beide oder sogar die anderen großen Religionen? Alles Spekulationen. Momentan sind wir weit weg von einem Status „Friede und Sicherheit“. Wenn das plötzliche Verderben derjenigen, die in Vers 3 gemeint sind, der Anfang des Kommens Jesus sein sollte, dann müsste „Friede und Sicherheit“ bei denen ausgerufen werden die „die göttliche Wahrheit“ in Ihren Augen in Anspruch nehmen und denken das allein „Sie“ diese besitzen, denn das Gericht wird beim Hause Gottes anfangen: 1. Petrus 4 17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen! {O. glauben} 18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Das Haus Gottes selbst sind nicht die Zeugen Jehovas, denn sie haben das Haus Gottes verlassen, sondern die Gläubigen im Allgemeinen. Denn Petrus schreibt: „wenn aber zuerst bei uns“…„was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ Wer gehorcht dem Evangelium? Wer hat im vergangenen Abendmahl von den Symbolen genommen? Zeugen Jehovas?.-die Mehrheit verschmähen die Symbole, die aber Jesu uns gebot. Somit gehorchen sie Jesu Worte nicht wie es in Johannes 6:53+58-59: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.… 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 59 Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte. Noch schlimmer Matthäus 23:13 sagt: »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr versperrt anderen den Zugang zu Gottes himmlischem Reich. Denn ihr selbst geht nicht hinein, und die hineinwollen, hindert ihr auch noch daran. Darüber könnte man auch einen ganzen Artikel schreiben. Dennoch sind zuerst die Gläubigen im Gericht, nämlich ob wir am Glauben festhalten und ausharren . Auch wir Gläubigen werden auf eine harte Probe gestellt, denn sonst hätte Petrus nicht geschrieben: „ Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?“ Das bedeutet nach meinem Verständnis, egal was wir uns ausdenken, wann Jesus kommen könnte, er kommt später, aber er kommt. Uns bleibt nur Glaube, Liebe und Hoffnung die uns geduldig ausharren lassen. In diesem Sinne lieber Leser bleib standhaft. Autor N.S. Gedanken von A.S.
von Armin Slavik 1. April 2023
Des Todes Christi gedenken Liebe Brüder und Freunde; wie jedes Jahr gedenken wir natürlich auch in diesem Jahr des Todes Jesu Christi. Das Gedächtnismahl ist für viele Christen die wichtigste Feier im Jahr, und Millionen Menschen kommen an diesem Tag zusammen, um des Todes Christi zu gedenken, allerdings zum größten Teil nur als Beobachter, um der Ansprache und dem herumreichen der Symbole aufmerksam zu folgen. Wenn man den Ansprachen aufmerksam zuhört entsteht oft der Eindruck, das diese Feier zum Gedenken an den Tod Jesu in erster Linie dazu gebraucht wird uns "Beobachter" dieser Feier zu motivieren, aus Dankbarkeit für das Loskaufsopfer Jesu immer mehr Einsatz und Leistung im Predigtdienst zu bringen. Hinzu kommt, dass es in den Ansprachen in der Regel mehr um die gesalbten Überrestglieder geht als viel um das Gedenken an das, was Jehova Gott durch Jesus Christus für uns getan hat. Der Artikel im WT v. 15.1.2012, den wir eine Woche vor dem Gedächtnismahl besprechen durften verfolgte genau dieses Ziel; die angeblich wichtige Rolle der jetzt noch auf Erden lebenden Gesalbten, spricht die Glieder der l. Körperschaft, zu manifestieren. Zitat S. 30. Abs. 19 sinngemäß: "Durch das Opfer Christie und der Symbole werden wir an die wichtige Aufgabe erinnert, die eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschen ausübt. Dafür sollten alle Anwesenden Dankbarkeit empfinden." In dem ganzen Artikel ging es weniger um Jesus Christus als vielmehr um die "königliche Priesterschaft" S. 30 Abs. 17 "Die "königliche Priesterschaft wird die Menschheit während der 1000 Jahre zur Vollkommenheit geführt haben." Wo bleibt das Opfer Jesu? Zitat S. 29 Abs. 14, sinngemäß: "Schon heute wirken die Gesalbten hier auf Erden, sprich natürlich die "l. Körperschaft" als Mittler zwischen Gott und den Menschen, indem sie für geistige Speise Sorgen." Als biblischer Beweis muss wieder Matth. 24:45 herhalten. Wir können sicher sein, das auch in diesem Jahr die Gedächtnismahlansprache in die gleiche Richtung geht. Es wird zwar auch die Liebe Gottes und das Loskaufsopfer angesprochen, doch sehr schnell dreht sich alles nur noch um die Geistgezeugten und Auserwählten, oder 144000 Mitregenten und um die Frage; wer darf von den Symbolen nehmen und wer nicht, u.s.w. Der wirkliche Sinn des Opfers Jesu wird in der Regel nur pauschal und am Rande erwähnt, ohne Tiefgang und Emotionen. Deshalb möchten wir uns heute wirklich nur mit dem befassen, was Jehova Gott durch Jesus Christus für alle Menschen getan hat. Die Fragen; "Wer sind die "Geistgezeugten" oder "Auserwählten"? Ist die in der Offenbarung genannte Zahl der 144000 buchstäblich oder symbolisch zu verstehen. Gibt es heute noch einen Überrest der 144000, und welche Aufgabe werden die Auserwählten im Himmel erfüllen oder "befinden sich die Glieder der großen Volksmenge vor dem Thron im Himmel oder hier auf der Erde?" möchten wir heute nicht besonders erörtern. Wir wissen, dass es zu diesen Fragen viele unterschiedliche Glaubensüberzeugung gibt, und es ist nicht leicht eine allgemein verbindliche Antwort auf diese Fragen zu geben. Wir haben nur die Möglichkeit an Hand des geschrieben Wort Gottes die Antworten auf diese Fragen zu suchen, und so kann es sein, das der eine oder andere für sich in Bezug auf himmlische oder irdische Hoffnung, zu einer Überzeugung gelangt die von der des anderen abweicht. Aber wir dürfen und möchten nicht über die persönliche Hoffnung des Einzelnen urteilen. Die Entscheidung ob ich von den Symbolen nehme oder nicht ist eine Entscheidung die jeder Einzelne für sich treffen muss. Tatsache ist, dass auch gemäß unserer offiziellen Lehrmeinung viele dieser Fragen neue Antworten braucht. Auf Grund der tatsächlichen Entwicklungen die sich in den letzten Jahren abzeichnen, ist einiges neu zu hinterfragen, denn nach unserer offiziellen Lehrmeinung dürfte es zum Beispiel schon längst keine "Überrestglieder" mehr geben, und damit auch keine Personen, die von den Symbolen anlässlich des Gedächtnismahls nehmen. Die neusten Zahlen zeigen aber wieder einmal, das die Zahl derjenigen die von den Symbolen nehmen immer größer wird. Wie gesagt, wir möchten uns deshalb an diesem besonderen Tag mit den wirklichen für uns glaubensstärkenden Hintergründen des Gedächtnismahls befassen. Das Abendmahl des Herrn wird passender Weise als "Gedächtnismahl" bezeichnet. Warum? In Luk. 22:19 steht "Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Und auch Paulus spricht in ähnlicher Weise von einem Mahl zum Gedächtnis: "Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!" 1. Kor. 11:24 Das Abendmahl ist demnach als ein buchstäbliches Mahl zu sehen, das Jesus Christus einsetzte, zur Erinnerung oder zum Gedenken an seinen Tod. Lesen wir nochmal Lukas 22:19 aus der H.f.a. "Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe, …" Wenn auch Jesus das Gedächtnismahl wahrscheinlich in erster Linie für seine Jünger und die Gesalbten einsetzte und sie direkt ansprach und den neue Bund mit ihnen schloss, so wäre es falsch anzunehmen, dass das Blut Jesu nur für die Gesalbten vergossen wurde. In Mark. 14:14-16 lesen wir: "Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird". Wie verstanden die ersten Christen, wie verstand Jesus selbst das Gedächtnismahl? Für die ersten Christen war der Tod Jesu ein göttliches Geschenk an alle Menschen. Für alle an Christus glaubenden Menschen kann es nur glaubensstärkend sein sich Gedanken darüber zu machen was Gott in seiner Liebe in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. Doch die Gedanken, die wir uns an seinem Todestag zur Erinnerung machen, können nur menschliche Gedanken sein. Es ist für uns Menschen wahrscheinlich nicht möglich die Größe der Tat Gottes zu verstehen und vollständig zu erfassen. In der Tat, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind zwar göttliche Ereignisse, aber bei den theologischen Deutungen dieser Ereignisse können wir wahrscheinlich nur menschliche Antworten geben. Diese Antworten sind menschlich, und darum können sie hinterfragt werden. Und da wir immer dazu neigen werden menschliche Antworten zu geben sollten wir versuchen unsere Antworten im Lichte der Bibel zu finden. Das göttliche Geheimnis vom Tod und der Auferstehung Jesu bleibt, aber die Vorstellungen vom stellvertretenden Opfer für unsere Sünden ist vielen Menschen fremd geworden. Diese Fremdheit lässt sich nicht dadurch überbrücken, dass die alten Antworten einfach wiederholt werden. Welche Erkenntnisse erlangen wir durch den Tod Jesu? Durch den Tod Jesu sollten und können wir verstehen, das unseren Schöpfer Jehova Gott die Liebe zum Menschen höher erachtet als den Respekt vor religiösen Gesetzen, gesellschaftlichen Normen oder organisatorischen Zwängen. Durch sein Leben als auch durch seinen Tod, wird uns vor Augen geführt wie Gott ist. Jesus suchte Menschen zu verstehen, er fühlte mit ihnen, wo andere verurteilen wollte er heilen, wo andere verletzen baute er auf. Auch in dieser Hinsicht spiegelte er das Wesen seines Vaters wieder. Warum kam Jesus auf die Erde und warum musste er sterben? Als die Engel den Hirten auf dem Felde die Geburt Jesu ankündigten sprachen sie von einer "guten Botschaft" für alle Menschen die "guten Willens sind". Wer ist ein Mensch guten Willens? Diese Menschen "guten Willens" sind Menschen, die ihren sündhaften Zustand erkennen und bereuen, indem sie Umdenken. Umdenken bedeutet, die Gesetze Gottes als Gut anzuerkennen, unabhängig davon ob sie in der Lage sind all das zu erfüllen, was sie als gut und richtig akzeptieren. Für Gott ist " Reue" und der "Gute Wille" die Grundlage der Vergebung. Das mag für viele als Widerspruch erscheinen, aber genau diesen Widerspruch erlebte der Apostel Paulus an sich selbst. Paulus sagt von sich gemäß Röm. 7:7 – 25 : "Ich weiß das der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch bemühe. (Reue im Sinne von Unterlassen einer Sünde kann demnach nicht gelingen) Weiter sagt er: "Ich will zwar immer wieder Gutes tun, doch das schlechte vollbringe ich. Ich verabscheue das Böse, tue es aber dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. … Bin ich mir also bewusst, dass ich falsch handle, dann gebe ich zu, das Gottes Gesetz gut ist. Das sich Bewusst werden der eigenen Sündhaftigkeit ist also der erste Weg zur Reue und dem Willen es besser zu machen. Man wird zu einem Menschen guten Willens. Im Wachtturm vom 15. Juni 2011 S. 8 lesen wir bemerkenswerter Weise unter dem Unterthema: "Einsehen, das man sündhaft ist", Zitat: "Jemand kann erst dann lebensrettenden Glauben entwickeln, wenn er sich bewusst ist, das er sündhaft ist, ....... doch die meisten Menschen heute können mit dieser Aussage nichts anfangen. Zitat Ende Wer sich seiner Sünden nicht bewusst ist sieht für sich auch keinen Grund zu bereuen. Das Wort "Reue" hat in den christlichen Schriften den Sinn von "Umdenken". Das meinte Jesus auch, als er von " Reue " sprach, ein Umdenken, das bedeutet "erkennen", das man ein Sünder ist und der Erlösung bedarf. Paulus argumentiert weiter: "Das aber bedeutet: Nicht ich selbst tue das Böse, sondern die Sünde, die in mir wohnt, treibt mich dazu. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen, dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz. Dieser Widerspruch zwischen meiner Einsicht und meinem Handeln beweist, daß ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich (uns) jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?" und er schließt seine Argumentation mit den Worten: "Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir bereits befreit"! H.f.a., oder "er (Jesus Christus) hat es getan" G.N. oder "Gott durch Jesus Christus hat uns befreit" Konkordantes N.T. Wir alle sind gefangene der Sünde, und können uns nicht selbst befreien, auch nicht durch gottgefällige Werke, dieser Tatsache sollten wir uns besonders auch heute bewusst sein. Jeder von uns wird für sich erkennen müssen, dass er dem göttlichen Gesetz nicht entsprechen kann, und deshalb kann kein Mensch durch Werke gerettet werden. Und auch die Werke der Barmherzigkeit, von denen der Apostel Jakobus spricht, bewirken keine Befreiung von Sünde und Tod, sie sind lediglich ein Ausdruck der Wahrhaftigkeit unseres Glaubens. Ein Glaube ohne diese Werke der Barmherzigkeit ist Tod, sagt der Jünger Jakobus, und ein toter Glaube an das Opfer Jesu Christi vermag uns nicht befreien, aber die Werke der Barmherzigkeit ohne Glaube ebenfalls nicht. Was ist "Sünde"? In diesen Tagen, wo wir des Todes Jesu gedenken, werden wir daran erinnert das wir alle der Sünde verfallen sind. Doch was verstehen wir unter dem Begriff Sünde und was ist "Sünde"? Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter "Sünde" ein Handeln gegen Gott. "Sünde ist ein Mangel, eine Neigung oder eine Handlung, die dem Gesetz Gottes widerstreitet; Gott beleidigt, von ihm verdammt wird, und seinen Zorn nach sich zieht wenn ihr keine Vergebung zuteil wird. In dieser Definition werden Mangel und Neigung erwähnt. Dieser Mangel und diese Neigung des Menschen zur Sünde sind in der Erbsünde als Urübel begründet. Die Handlungen die daraus resultieren umfassen alle inneren und äußeren Handlungen unseres Tuns, das dem Gesetz Gottes widerstreitet. Durch unsere Handlungen der Sünde sind wir vor Gott verdammt. "Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen." - so sei es- 5. Mose 27:26 Sünde meint also den von Gott verfluchten Ungehorsam. Darunter ist nicht nur die konkrete Tat zu verstehen, wie Lügen, Stehlen, Ehebruch u.s.w., sondern die gesamte gegen Gott gerichtete menschliche Natur als Folge der Ursünde ist vor Gott verflucht. Die Ursünde besteht in dem Fehlen der ursprünglichen Gerechtigkeit, die dem Menschen inne wohnen muss. Alle Menschen bedürfen der Erlösung von Sünde und Tod. Auch wir als Nichtjuden werden in unserer Sünde umkommen, wenn wir Christus nicht suchen: "Ihr werdet mich dann verzweifelt suchen, sagte Jesus zu den Juden, aber ihr werdet in euren Sünden umkommen." Joh. 8:21 Jesus Christus brachte immer wieder zum Ausdruck, dass er sein Leben nicht nur für das Volk der Juden dahin gab, sondern auch zum Nutzen aller Menschen. In Johannes 11:50-52 sprach Kaiphas ungewollt eine wahre Prophezeiung in Verbindung mit dem Tod Jesu aus: "Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird? Das sagte er aber nicht aus sich selbst, sondern als der Oberste Priester in jenem Jahr sprach er aus prophetischer Eingebung, und so sagte er voraus, dass Jesus für das jüdische Volk sterben werde – und nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreut lebenden Kinder Gottes zusammenzuführen. Für die Jünger Jesu war der schändliche Tod ihres Lehrers eine Katastrophe, der Zusammenbruch ihrer Hoffnungen, die sie mit dem Propheten Jesus verbunden hatten. Welche Erwartungen sie hatten, geht aus ihrer Äußerung hervor, als sie dem auferstanden Jesus begegneten. "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohepriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit Lukas 24:19-21 Die Jünger hatten Jesus sehr wohl als Retter ihres Volkes erwartet und ihn auch als solchen erkannt. Doch das gerade sein Tod zur Rettung ihres Volkes dienen sollte und konnte, diese Erkenntnis war ihnen noch verwehrt, obwohl die Propheten ausführliche Hinweise enthielten. Dann aber, wenige Tage nach dem Tod Jesu geschah etwas, das die enttäuschten und ratlosen Jünger in entschiedene und begeisterte Bekenner seiner Auferstehung verwandelte: Sie hatten außerordentliche Erfahrungen gemacht, die sie als Begegnungen mit dem Gekreuzigten(Gepfählten) beschrieben, und sie kamen so zu der festen Überzeugung, dass Jesus in neuer Weise lebe, ja sogar an der Göttlichkeit Gottes Anteil habe "Gott hat ihn ... an seine rechte Seite erhoben, so lesen wir in Apostelgeschichte 5:31: "Der Gott unserer Vorfahren hat Jesus, den ihr getötet habt, von den Toten auferweckt. Gott hat ihn durch seine Macht zum Herrscher und Retter erhoben, damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Auch hier wird deutlich, das Petrus und die Jünger Jesus in erster Linie als Retter des Volkes der Juden ansahen "damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Durch diese Erfahrung und die daraus erwachsene Überzeugung erschien den Jüngern auch der Tod Jesu in völlig neuem Licht. Dieser Tod konnte kein blindes Schicksal sein, er musste einen verborgenen tiefen Sinn im Vorhaben der Rettungsvorkehrung Gottes haben, und dieser Sinn musste sich aus den heiligen Schriften Israels erkennen lassen die sich dann durch Jesu Tod und Auferstehung erfüllt hatten. So wurde das "Alte Testament" mit neuen Augen auf Christus hin verstanden. Deshalb konnte Petrus nun sein Volk auffordern: "Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat. Jetzt herrscht Jesus unsichtbar im Himmel, aber die Zeit wird kommen, in der alles neu wird. Davon hat Gott schon immer durch seine auserwählten Propheten gesprochen. Bereits Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, zu euch senden, einen Mann aus eurem Volk. Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. Ebenso haben Samuel und alle Propheten nach ihm diese Tage angekündigt. Was diese Männer gesagt haben, gilt auch für euch. Ihr habt Anteil an dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat. Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18-21 Und auch der Apostel Paulus wies in 1 Korinther 15:3 auf die Prophetischen Schriften hin, die sich in Christus erfüllt haben wenn wir lesen: "Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift; "Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. Den Jüngern und ersten Christen boten sich im Alten Testament viele Anknüpfungspunkte für das Verstehen des Todes Jesu an. Am schlüssigsten aber erschien den ersten Christen das Verständnis des Todes Jesu als stellvertretendes Sühneopfer zum Heil aller Menschen. Diese Interpretation nimmt im Neuen Testament eine geradezu beherrschende Stellung ein. Dafür gibt es im Alten Testament zwei verschiedene Bezugspunkte, zum Beispiel die Gewissheit von der sühnenden Kraft eines Opfers, das der Prophet Jeremia in Bezug auf Jesus Christus vorhersagte. Im Jeremia, dem 53. Kapitel lesen wir über das Opfer Jesu: "Er wurde verabscheut, und auch wir verachteten ihn. Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden mit Gott ertrug er den Schmerz, und wir sind durch seine Striemen geheilt. Wie Schafe hatten wir uns alle verirrt; jeder ging seinen eigenen Weg. Doch ihm lud Jahwe unsere ganze Schuld auf. Er wurde misshandelt, doch er, er beugte sich und machte seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, das vor den Scherern verstummt, so ertrug er alles ohne Widerspruch. Durch Bedrückung und Gericht wurde er dahingerafft, doch wer von seinen Zeitgenossen dachte darüber nach? Man hat sein Leben auf der Erde ausgelöscht. Die Strafe für die Schuld meines Volkes traf ihn. Bei Gottlosen sollte er liegen im Tod, doch ins Steingrab eines Reichen kam er, weil er kein Unrecht beging und kein unwahres Wort aus seinem Mund kam. Doch Jahwe wollte ihn zerschlagen. Er war es, der ihn leiden ließ. Und wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Leben und Nachkommen haben. Durch ihn gelingt der Plan Jahwes. Nach seiner Seelenqual sieht er das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Durch seine Erkenntnis wird mein Diener, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit bringen; und ihre Vergehen lädt er auf sich. Darum teile ich die Vielen ihm zu, und die Starken werden seine Beute sein, weil er sein Leben dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Dabei war er es doch, der die Sünden der Vielen trug. Alle diese vom Propheten Jeremia vorhergesagten Einzelheiten zum Tod Jesu erfüllten sich vor den Augen des jüdischen Volkes, aber nur die Jünger Jesu und später auch alle Christen verstanden, dass der Tod Jesu das eigentliche, wahre, endgültige Sühnopfer war, und die Opfer des alten Bundes zum Abschluss brachte und eine ewige, nicht mehr überbietbare Versöhnung mit Gott bewirkt. Besonders der Apostel Paulus hat in seinem Hebräerbrief diesen Gedanken breit ausgeführt; Jesus ist der Hohepriester, der sich selbst darbringt, und das "Ein-für-Allemal" Wir lesen in Hebräer 9:13-16 Schon nach den Regeln des alten Bundes wurde jeder, der nach den religiösen Vorschriften unrein geworden war, wieder äußerlich rein, wenn er mit dem Blut von Böcken und Stieren oder mit der Asche einer geopferten Kuh besprengt wurde. Wie viel mehr wird das Blut Jesu Christi uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen!1 Erfüllt von Gottes ewigem Geist, hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen" Für uns ist es an diesem Tag wichtig, die Sühnewirkung des Todes Jesu nicht mit dem allgemein gängigen Verständnis von Sühne und Opfer gleichzusetzen. Schon das sogenannte Alte Testament und erst recht das Neue Testament legt größten Wert darauf, dass es nicht darum geht, einen zornigen Gott durch Opfer und Sühneleistungen zu besänftigen, sondern dass umgekehrt alle Versöhnungsinitiative von Gott ausgeht. Nicht Gott muss gnädig gestimmt werden, vielmehr ist er es, der den Menschen aus freier Gnade Versöhnung anbietet, ja sie geradezu um Versöhnung mit sich bittet. "Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2 Korinther 5:17-21 Die Versöhnung mit Gott aus freier Gnade für alle Menschen wird im alten Testament durch die Bereitschaft Abrahams veranschaulicht, seinen einzigen durch ein Wunder geschenkten Sohn Isaak auf das Geheiß seines Gottes hin zu opfern. Durch diese Bereitschaft Abrahams wird uns Menschen bergreiflich gemacht, was Gott in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. In seiner Gottesfurcht war Abraham bereit, Gott das Teuerste und Kostbarste zu opfern. Sein Gott aber hielt ihn davor zurück. Genau hier setzt eine besondere Botschaft für uns ein, und zwar; dass Gott das Liebste und Kostbarste des Menschen nicht fordert; die Bereitschaft des Menschen, es ihm zu geben, diese Bereitschaft genügt ihm bereits. Diese Bereitschaft Abrahams wird gleichzeitig zu einem Zeugnis der Liebe Gottes zum Menschen. Warum also das Gebot Gottes an Abraham, seinen Sohn Isaak zu opfern? Paulus erklärte in 1. Korinther 10:11 "Dies widerfuhr ihm als ein "Vorbild" für uns. Gott wies Abraham an, einem Sinnbild gemäß zu handeln für etwas, das Jahrhunderte später erfüllt werden sollte – das Opfer Christi. Christus ist das Lamm, "das geschlachtet ist" heißt es in Offenbarung 13:8 Gottes Vorhaben zur Erlösung der Menschheit existierte lange vor dem Ereignis am Berg Morija. Die ganze Menschheit sollte die Möglichkeit haben durch Abrahams Samen gesegnet zu werden. Abraham entschied sich zum Gehorsam aufgrund seines Glaubens an Gottes Verheißungen. Ja, für diese Verheißung war Abraham bereit das liebste was er besaß zu opfern. Abraham war überzeugt davon, das der von Gott verlangte Opfertod seines Sohnes Isaak mit der Verheisung zu tun haben muß: Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18 Demnach können wir davon ausgehen, das auch Abraham zu dem bereit war, was Gott selbst einmal zum Segen der Menschen tun würde; und zwar seinen einzig gezeugten Sohn zu opfern. In dieser Bereitschaft Abrahams zeigt sich das Bild Gottes; - seine grenzenlose Liebe zu den Menschen-. Indem Abraham glaubte und handelte – indem er seinen lebendigen Glauben demonstrierte – wurde er zum Vater aller Gläubigen, und er hat vorausgesehen, dass Jehova Gott Menschen durch den Glauben gerecht macht. "In dir sollen alle gesegnet werden", lautete die Verheißung, und durch Jesus Christus wird sich diese Verheißung erfüllen. Abraham wird im Stammbaum Jesu aufgeführt und erscheint darüber hinaus an vielen Stellen als Vorbild und "Vater des Glaubens" Im Römerbrief wird Abraham zum Gegenstand einer der wesentlichen Lehren des Paulus. Danach seien Abraham die göttlichen Verheißungen nicht wegen seiner "Gesetzeswerke", sondern durch "Glaubensgerechtigkeit" zuteil geworden. "Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. "Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist" Römer 4:18 Dieser bedingungsloser Glaube und die Bereitschaft seinen Sohn für die Verheißung Gottes zum Segen der Menschheit zu opfern führte dazu, dass Jehova Gotte ihn als seinen Freund bezeichnet, eine Ehre, die kein Mensch beanspruchen kann und sollte. Die Worte Jesu beim Abendmahl – verstärkt durch die Geste des Brechens und Austeilens des Brotes – wollen zum Ausdruck bringen, dass er sein Sterben, so wie sein Leben, als Dienst an den Menschen, ja für alle Menschen verstanden hat: "Ich für euch" sagte er als er das Brot brach und den Wein trank. Er hat sein Leiden und Sterben als stellvertretendes Sühneleiden für die "vielen", womit zunächst wohl nur das sich verweigernde Israel gemeint war, bejaht und angenommen. Doch Jesus sagte immer wieder, dass er nicht nur für die Schafe Israel gestorben ist. "Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden Johannes 10:16 Jesus ließ sich von seinem Vater für alle Menschen in Dienst nehmen, indem er sein Sterben zum Zeugnis der grenzenlosen Liebe Gottes werden ließ, zur Manifestation von Gottes Vergebungsbereitschaft auch gegenüber denen, die weder Gott noch Jesus kannten, aber Glauben bekunden. Paulus sagt in Römer 3:21-30: Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, .... ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für Alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied, alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerecht gesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt,..... um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerecht spricht, der an Jesus glaubt. Wo ist also das Rühmen?..... ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen. Durch Jesus alleine findet die grundlegende und dauerhafte Versöhnung mit Gott statt, und zwar – dieser Gedanke drängte sich mehr und mehr auf, je deutlicher man erkannte, dass die Bedeutung dieses Jesus die Grenzen Israels sprengt und universal ist – Versöhnung nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen. An diesen grenzenlosen Liebesbeweis Gottes und seines Sohnes möchten wir heute erinnert sein. Alle Versöhnung, alles Heil geht von Gott aus: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Grundlage gelegt, um die Welt mit sich zu versöhnen.
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