Ausharren durch Glaube

Armin Slavik • 11. Mai 2023

 

Ausharren durch Glaube!


 


Liebe Leser,

 

vom letzten Artikel „Bedeutet der 3. Apokalyptische Reiter die heutige Inflation?“,

kamen sehr oft Fragen wie:. wann kommt denn nun das Ende?....wann beginnt denn die große Drangsal…oder: wann kommt Jesus? Usw.

 

Es scheint eine innere große Angst zu herrschen nach den Corona Jahren und auch eine große Ungeduld, die natürlich verständlich sind. Dennoch ist es wichtig nicht diesen künstlich erzeugten Ängsten sowie neuer Ängste wie Kriege, Erderwärmung, Inflation zu erliegen.

 

Ja wann Jesus kommt, wissen wir Menschen nicht. Selbst wenn die Inflation ein Zeichen wäre, da hatten wir schon wesentlich größere Inflationen, bis hin zur völligen Geldentwertung.

Die Inflation ist für mich wie in der Geld- Inflation, es wird immer teurer und schwieriger an die geistig richtige Speise zu kommen. Oder der Preis für das Öl um bis zum Morgen Licht zu haben, wird immer teurer, je später es in der Nacht ist. .- wie in Matthäus 25:1 und folgende über die klugen und törichten Jungfrauen steht:


1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

 

Jesus kommt nicht bevor sich das erfüllt hat, was in der Bibel recht eindeutig geschrieben steht:

 

1. Thessalonich 5

1. Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. 

2. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. 

3. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 

4. Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 

5. denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. 

6. Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 

7. Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken. 

8. Wir aber, die von dem Tage sind, laßt uns nüchtern sein, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung der Seligkeit. {O. Errettung} 

9. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit {O. Errettung} durch unseren Herrn Jesus Christus, 

10. der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. 


Erstens ist es gemäß Vers 1 nicht nötig, dass den Brüdern etwas über Zeitpunkte geschrieben wird, somit steht das auch nicht klar in der Bibel.


Zweitens muss gemäß Vers 3 „Friede und Sicherheit“ ausgerufen werden. Dies ist sicher noch nicht geschehen, wir wissen nicht einmal, wer „Friede und Sicherheit“ ausrufen muss. Die Nationen mit der UN, die Zeugen Jehovas, oder Beide oder sogar die anderen großen Religionen? Alles Spekulationen.


Momentan sind wir weit weg von einem Status „Friede und Sicherheit“. 

 

Wenn das plötzliche Verderben derjenigen, die in Vers 3 gemeint sind, der Anfang des Kommens Jesus sein sollte, dann müsste „Friede und Sicherheit“ bei denen ausgerufen werden die „die göttliche Wahrheit“ in Ihren Augen in Anspruch nehmen und denken das allein „Sie“ diese besitzen, denn das Gericht wird beim Hause Gottes anfangen:

 

1. Petrus 4

17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen! {O. glauben} 

18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? 

 

Das Haus Gottes selbst sind nicht die Zeugen Jehovas, denn sie haben das Haus Gottes verlassen, sondern die Gläubigen im Allgemeinen.


Denn Petrus schreibt: „wenn aber zuerst bei uns“…„was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ Wer gehorcht dem Evangelium?


Wer hat im vergangenen Abendmahl von den Symbolen genommen? Zeugen Jehovas?.-die Mehrheit verschmähen die Symbole, die aber Jesu uns gebot. Somit gehorchen sie Jesu Worte nicht wie es in Johannes 6:53+58-59:


Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.…

58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 59 Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.


Noch schlimmer Matthäus 23:13 sagt:

»Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr versperrt anderen den Zugang zu Gottes himmlischem Reich. Denn ihr selbst geht nicht hinein, und die hineinwollen, hindert ihr auch noch daran.

Darüber könnte man auch einen ganzen Artikel schreiben.

 

Dennoch sind zuerst die Gläubigen im Gericht, nämlich ob wir am Glauben festhalten und ausharren. Auch wir Gläubigen werden auf eine harte Probe gestellt, denn sonst hätte Petrus nicht geschrieben:


Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?“


Das bedeutet nach meinem Verständnis, egal was wir uns ausdenken, wann Jesus kommen könnte, er kommt später, aber er kommt.

 

Uns bleibt nur Glaube, Liebe und Hoffnung die uns geduldig ausharren lassen.

In diesem Sinne lieber Leser bleib standhaft.



Autor N.S. 

Gedanken von A.S.





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von Armin Slavik 1. April 2023
Des Todes Christi gedenken Liebe Brüder und Freunde; wie jedes Jahr gedenken wir natürlich auch in diesem Jahr des Todes Jesu Christi. Das Gedächtnismahl ist für viele Christen die wichtigste Feier im Jahr, und Millionen Menschen kommen an diesem Tag zusammen, um des Todes Christi zu gedenken, allerdings zum größten Teil nur als Beobachter, um der Ansprache und dem herumreichen der Symbole aufmerksam zu folgen. Wenn man den Ansprachen aufmerksam zuhört entsteht oft der Eindruck, das diese Feier zum Gedenken an den Tod Jesu in erster Linie dazu gebraucht wird uns "Beobachter" dieser Feier zu motivieren, aus Dankbarkeit für das Loskaufsopfer Jesu immer mehr Einsatz und Leistung im Predigtdienst zu bringen. Hinzu kommt, dass es in den Ansprachen in der Regel mehr um die gesalbten Überrestglieder geht als viel um das Gedenken an das, was Jehova Gott durch Jesus Christus für uns getan hat. Der Artikel im WT v. 15.1.2012, den wir eine Woche vor dem Gedächtnismahl besprechen durften verfolgte genau dieses Ziel; die angeblich wichtige Rolle der jetzt noch auf Erden lebenden Gesalbten, spricht die Glieder der l. Körperschaft, zu manifestieren. Zitat S. 30. Abs. 19 sinngemäß: "Durch das Opfer Christie und der Symbole werden wir an die wichtige Aufgabe erinnert, die eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschen ausübt. Dafür sollten alle Anwesenden Dankbarkeit empfinden." In dem ganzen Artikel ging es weniger um Jesus Christus als vielmehr um die "königliche Priesterschaft" S. 30 Abs. 17 "Die "königliche Priesterschaft wird die Menschheit während der 1000 Jahre zur Vollkommenheit geführt haben." Wo bleibt das Opfer Jesu? Zitat S. 29 Abs. 14, sinngemäß: "Schon heute wirken die Gesalbten hier auf Erden, sprich natürlich die "l. Körperschaft" als Mittler zwischen Gott und den Menschen, indem sie für geistige Speise Sorgen." Als biblischer Beweis muss wieder Matth. 24:45 herhalten. Wir können sicher sein, das auch in diesem Jahr die Gedächtnismahlansprache in die gleiche Richtung geht. Es wird zwar auch die Liebe Gottes und das Loskaufsopfer angesprochen, doch sehr schnell dreht sich alles nur noch um die Geistgezeugten und Auserwählten, oder 144000 Mitregenten und um die Frage; wer darf von den Symbolen nehmen und wer nicht, u.s.w. Der wirkliche Sinn des Opfers Jesu wird in der Regel nur pauschal und am Rande erwähnt, ohne Tiefgang und Emotionen. Deshalb möchten wir uns heute wirklich nur mit dem befassen, was Jehova Gott durch Jesus Christus für alle Menschen getan hat. Die Fragen; "Wer sind die "Geistgezeugten" oder "Auserwählten"? Ist die in der Offenbarung genannte Zahl der 144000 buchstäblich oder symbolisch zu verstehen. Gibt es heute noch einen Überrest der 144000, und welche Aufgabe werden die Auserwählten im Himmel erfüllen oder "befinden sich die Glieder der großen Volksmenge vor dem Thron im Himmel oder hier auf der Erde?" möchten wir heute nicht besonders erörtern. Wir wissen, dass es zu diesen Fragen viele unterschiedliche Glaubensüberzeugung gibt, und es ist nicht leicht eine allgemein verbindliche Antwort auf diese Fragen zu geben. Wir haben nur die Möglichkeit an Hand des geschrieben Wort Gottes die Antworten auf diese Fragen zu suchen, und so kann es sein, das der eine oder andere für sich in Bezug auf himmlische oder irdische Hoffnung, zu einer Überzeugung gelangt die von der des anderen abweicht. Aber wir dürfen und möchten nicht über die persönliche Hoffnung des Einzelnen urteilen. Die Entscheidung ob ich von den Symbolen nehme oder nicht ist eine Entscheidung die jeder Einzelne für sich treffen muss. Tatsache ist, dass auch gemäß unserer offiziellen Lehrmeinung viele dieser Fragen neue Antworten braucht. Auf Grund der tatsächlichen Entwicklungen die sich in den letzten Jahren abzeichnen, ist einiges neu zu hinterfragen, denn nach unserer offiziellen Lehrmeinung dürfte es zum Beispiel schon längst keine "Überrestglieder" mehr geben, und damit auch keine Personen, die von den Symbolen anlässlich des Gedächtnismahls nehmen. Die neusten Zahlen zeigen aber wieder einmal, das die Zahl derjenigen die von den Symbolen nehmen immer größer wird. Wie gesagt, wir möchten uns deshalb an diesem besonderen Tag mit den wirklichen für uns glaubensstärkenden Hintergründen des Gedächtnismahls befassen. Das Abendmahl des Herrn wird passender Weise als "Gedächtnismahl" bezeichnet. Warum? In Luk. 22:19 steht "Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Und auch Paulus spricht in ähnlicher Weise von einem Mahl zum Gedächtnis: "Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!" 1. Kor. 11:24 Das Abendmahl ist demnach als ein buchstäbliches Mahl zu sehen, das Jesus Christus einsetzte, zur Erinnerung oder zum Gedenken an seinen Tod. Lesen wir nochmal Lukas 22:19 aus der H.f.a. "Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe, …" Wenn auch Jesus das Gedächtnismahl wahrscheinlich in erster Linie für seine Jünger und die Gesalbten einsetzte und sie direkt ansprach und den neue Bund mit ihnen schloss, so wäre es falsch anzunehmen, dass das Blut Jesu nur für die Gesalbten vergossen wurde. In Mark. 14:14-16 lesen wir: "Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird". Wie verstanden die ersten Christen, wie verstand Jesus selbst das Gedächtnismahl? Für die ersten Christen war der Tod Jesu ein göttliches Geschenk an alle Menschen. Für alle an Christus glaubenden Menschen kann es nur glaubensstärkend sein sich Gedanken darüber zu machen was Gott in seiner Liebe in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. Doch die Gedanken, die wir uns an seinem Todestag zur Erinnerung machen, können nur menschliche Gedanken sein. Es ist für uns Menschen wahrscheinlich nicht möglich die Größe der Tat Gottes zu verstehen und vollständig zu erfassen. In der Tat, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind zwar göttliche Ereignisse, aber bei den theologischen Deutungen dieser Ereignisse können wir wahrscheinlich nur menschliche Antworten geben. Diese Antworten sind menschlich, und darum können sie hinterfragt werden. Und da wir immer dazu neigen werden menschliche Antworten zu geben sollten wir versuchen unsere Antworten im Lichte der Bibel zu finden. Das göttliche Geheimnis vom Tod und der Auferstehung Jesu bleibt, aber die Vorstellungen vom stellvertretenden Opfer für unsere Sünden ist vielen Menschen fremd geworden. Diese Fremdheit lässt sich nicht dadurch überbrücken, dass die alten Antworten einfach wiederholt werden. Welche Erkenntnisse erlangen wir durch den Tod Jesu? Durch den Tod Jesu sollten und können wir verstehen, das unseren Schöpfer Jehova Gott die Liebe zum Menschen höher erachtet als den Respekt vor religiösen Gesetzen, gesellschaftlichen Normen oder organisatorischen Zwängen. Durch sein Leben als auch durch seinen Tod, wird uns vor Augen geführt wie Gott ist. Jesus suchte Menschen zu verstehen, er fühlte mit ihnen, wo andere verurteilen wollte er heilen, wo andere verletzen baute er auf. Auch in dieser Hinsicht spiegelte er das Wesen seines Vaters wieder. Warum kam Jesus auf die Erde und warum musste er sterben? Als die Engel den Hirten auf dem Felde die Geburt Jesu ankündigten sprachen sie von einer "guten Botschaft" für alle Menschen die "guten Willens sind". Wer ist ein Mensch guten Willens? Diese Menschen "guten Willens" sind Menschen, die ihren sündhaften Zustand erkennen und bereuen, indem sie Umdenken. Umdenken bedeutet, die Gesetze Gottes als Gut anzuerkennen, unabhängig davon ob sie in der Lage sind all das zu erfüllen, was sie als gut und richtig akzeptieren. Für Gott ist " Reue" und der "Gute Wille" die Grundlage der Vergebung. Das mag für viele als Widerspruch erscheinen, aber genau diesen Widerspruch erlebte der Apostel Paulus an sich selbst. Paulus sagt von sich gemäß Röm. 7:7 – 25 : "Ich weiß das der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch bemühe. (Reue im Sinne von Unterlassen einer Sünde kann demnach nicht gelingen) Weiter sagt er: "Ich will zwar immer wieder Gutes tun, doch das schlechte vollbringe ich. Ich verabscheue das Böse, tue es aber dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. … Bin ich mir also bewusst, dass ich falsch handle, dann gebe ich zu, das Gottes Gesetz gut ist. Das sich Bewusst werden der eigenen Sündhaftigkeit ist also der erste Weg zur Reue und dem Willen es besser zu machen. Man wird zu einem Menschen guten Willens. Im Wachtturm vom 15. Juni 2011 S. 8 lesen wir bemerkenswerter Weise unter dem Unterthema: "Einsehen, das man sündhaft ist", Zitat: "Jemand kann erst dann lebensrettenden Glauben entwickeln, wenn er sich bewusst ist, das er sündhaft ist, ....... doch die meisten Menschen heute können mit dieser Aussage nichts anfangen. Zitat Ende Wer sich seiner Sünden nicht bewusst ist sieht für sich auch keinen Grund zu bereuen. Das Wort "Reue" hat in den christlichen Schriften den Sinn von "Umdenken". Das meinte Jesus auch, als er von " Reue " sprach, ein Umdenken, das bedeutet "erkennen", das man ein Sünder ist und der Erlösung bedarf. Paulus argumentiert weiter: "Das aber bedeutet: Nicht ich selbst tue das Böse, sondern die Sünde, die in mir wohnt, treibt mich dazu. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen, dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz. Dieser Widerspruch zwischen meiner Einsicht und meinem Handeln beweist, daß ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich (uns) jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?" und er schließt seine Argumentation mit den Worten: "Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir bereits befreit"! H.f.a., oder "er (Jesus Christus) hat es getan" G.N. oder "Gott durch Jesus Christus hat uns befreit" Konkordantes N.T. Wir alle sind gefangene der Sünde, und können uns nicht selbst befreien, auch nicht durch gottgefällige Werke, dieser Tatsache sollten wir uns besonders auch heute bewusst sein. Jeder von uns wird für sich erkennen müssen, dass er dem göttlichen Gesetz nicht entsprechen kann, und deshalb kann kein Mensch durch Werke gerettet werden. Und auch die Werke der Barmherzigkeit, von denen der Apostel Jakobus spricht, bewirken keine Befreiung von Sünde und Tod, sie sind lediglich ein Ausdruck der Wahrhaftigkeit unseres Glaubens. Ein Glaube ohne diese Werke der Barmherzigkeit ist Tod, sagt der Jünger Jakobus, und ein toter Glaube an das Opfer Jesu Christi vermag uns nicht befreien, aber die Werke der Barmherzigkeit ohne Glaube ebenfalls nicht. Was ist "Sünde"? In diesen Tagen, wo wir des Todes Jesu gedenken, werden wir daran erinnert das wir alle der Sünde verfallen sind. Doch was verstehen wir unter dem Begriff Sünde und was ist "Sünde"? Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter "Sünde" ein Handeln gegen Gott. "Sünde ist ein Mangel, eine Neigung oder eine Handlung, die dem Gesetz Gottes widerstreitet; Gott beleidigt, von ihm verdammt wird, und seinen Zorn nach sich zieht wenn ihr keine Vergebung zuteil wird. In dieser Definition werden Mangel und Neigung erwähnt. Dieser Mangel und diese Neigung des Menschen zur Sünde sind in der Erbsünde als Urübel begründet. Die Handlungen die daraus resultieren umfassen alle inneren und äußeren Handlungen unseres Tuns, das dem Gesetz Gottes widerstreitet. Durch unsere Handlungen der Sünde sind wir vor Gott verdammt. "Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen." - so sei es- 5. Mose 27:26 Sünde meint also den von Gott verfluchten Ungehorsam. Darunter ist nicht nur die konkrete Tat zu verstehen, wie Lügen, Stehlen, Ehebruch u.s.w., sondern die gesamte gegen Gott gerichtete menschliche Natur als Folge der Ursünde ist vor Gott verflucht. Die Ursünde besteht in dem Fehlen der ursprünglichen Gerechtigkeit, die dem Menschen inne wohnen muss. Alle Menschen bedürfen der Erlösung von Sünde und Tod. Auch wir als Nichtjuden werden in unserer Sünde umkommen, wenn wir Christus nicht suchen: "Ihr werdet mich dann verzweifelt suchen, sagte Jesus zu den Juden, aber ihr werdet in euren Sünden umkommen." Joh. 8:21 Jesus Christus brachte immer wieder zum Ausdruck, dass er sein Leben nicht nur für das Volk der Juden dahin gab, sondern auch zum Nutzen aller Menschen. In Johannes 11:50-52 sprach Kaiphas ungewollt eine wahre Prophezeiung in Verbindung mit dem Tod Jesu aus: "Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird? Das sagte er aber nicht aus sich selbst, sondern als der Oberste Priester in jenem Jahr sprach er aus prophetischer Eingebung, und so sagte er voraus, dass Jesus für das jüdische Volk sterben werde – und nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreut lebenden Kinder Gottes zusammenzuführen. Für die Jünger Jesu war der schändliche Tod ihres Lehrers eine Katastrophe, der Zusammenbruch ihrer Hoffnungen, die sie mit dem Propheten Jesus verbunden hatten. Welche Erwartungen sie hatten, geht aus ihrer Äußerung hervor, als sie dem auferstanden Jesus begegneten. "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohepriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit Lukas 24:19-21 Die Jünger hatten Jesus sehr wohl als Retter ihres Volkes erwartet und ihn auch als solchen erkannt. Doch das gerade sein Tod zur Rettung ihres Volkes dienen sollte und konnte, diese Erkenntnis war ihnen noch verwehrt, obwohl die Propheten ausführliche Hinweise enthielten. Dann aber, wenige Tage nach dem Tod Jesu geschah etwas, das die enttäuschten und ratlosen Jünger in entschiedene und begeisterte Bekenner seiner Auferstehung verwandelte: Sie hatten außerordentliche Erfahrungen gemacht, die sie als Begegnungen mit dem Gekreuzigten(Gepfählten) beschrieben, und sie kamen so zu der festen Überzeugung, dass Jesus in neuer Weise lebe, ja sogar an der Göttlichkeit Gottes Anteil habe "Gott hat ihn ... an seine rechte Seite erhoben, so lesen wir in Apostelgeschichte 5:31: "Der Gott unserer Vorfahren hat Jesus, den ihr getötet habt, von den Toten auferweckt. Gott hat ihn durch seine Macht zum Herrscher und Retter erhoben, damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Auch hier wird deutlich, das Petrus und die Jünger Jesus in erster Linie als Retter des Volkes der Juden ansahen "damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Durch diese Erfahrung und die daraus erwachsene Überzeugung erschien den Jüngern auch der Tod Jesu in völlig neuem Licht. Dieser Tod konnte kein blindes Schicksal sein, er musste einen verborgenen tiefen Sinn im Vorhaben der Rettungsvorkehrung Gottes haben, und dieser Sinn musste sich aus den heiligen Schriften Israels erkennen lassen die sich dann durch Jesu Tod und Auferstehung erfüllt hatten. So wurde das "Alte Testament" mit neuen Augen auf Christus hin verstanden. Deshalb konnte Petrus nun sein Volk auffordern: "Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat. Jetzt herrscht Jesus unsichtbar im Himmel, aber die Zeit wird kommen, in der alles neu wird. Davon hat Gott schon immer durch seine auserwählten Propheten gesprochen. Bereits Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, zu euch senden, einen Mann aus eurem Volk. Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. Ebenso haben Samuel und alle Propheten nach ihm diese Tage angekündigt. Was diese Männer gesagt haben, gilt auch für euch. Ihr habt Anteil an dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat. Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18-21 Und auch der Apostel Paulus wies in 1 Korinther 15:3 auf die Prophetischen Schriften hin, die sich in Christus erfüllt haben wenn wir lesen: "Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift; "Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. Den Jüngern und ersten Christen boten sich im Alten Testament viele Anknüpfungspunkte für das Verstehen des Todes Jesu an. Am schlüssigsten aber erschien den ersten Christen das Verständnis des Todes Jesu als stellvertretendes Sühneopfer zum Heil aller Menschen. Diese Interpretation nimmt im Neuen Testament eine geradezu beherrschende Stellung ein. Dafür gibt es im Alten Testament zwei verschiedene Bezugspunkte, zum Beispiel die Gewissheit von der sühnenden Kraft eines Opfers, das der Prophet Jeremia in Bezug auf Jesus Christus vorhersagte. Im Jeremia, dem 53. Kapitel lesen wir über das Opfer Jesu: "Er wurde verabscheut, und auch wir verachteten ihn. Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden mit Gott ertrug er den Schmerz, und wir sind durch seine Striemen geheilt. Wie Schafe hatten wir uns alle verirrt; jeder ging seinen eigenen Weg. Doch ihm lud Jahwe unsere ganze Schuld auf. Er wurde misshandelt, doch er, er beugte sich und machte seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, das vor den Scherern verstummt, so ertrug er alles ohne Widerspruch. Durch Bedrückung und Gericht wurde er dahingerafft, doch wer von seinen Zeitgenossen dachte darüber nach? Man hat sein Leben auf der Erde ausgelöscht. Die Strafe für die Schuld meines Volkes traf ihn. Bei Gottlosen sollte er liegen im Tod, doch ins Steingrab eines Reichen kam er, weil er kein Unrecht beging und kein unwahres Wort aus seinem Mund kam. Doch Jahwe wollte ihn zerschlagen. Er war es, der ihn leiden ließ. Und wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Leben und Nachkommen haben. Durch ihn gelingt der Plan Jahwes. Nach seiner Seelenqual sieht er das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Durch seine Erkenntnis wird mein Diener, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit bringen; und ihre Vergehen lädt er auf sich. Darum teile ich die Vielen ihm zu, und die Starken werden seine Beute sein, weil er sein Leben dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Dabei war er es doch, der die Sünden der Vielen trug. Alle diese vom Propheten Jeremia vorhergesagten Einzelheiten zum Tod Jesu erfüllten sich vor den Augen des jüdischen Volkes, aber nur die Jünger Jesu und später auch alle Christen verstanden, dass der Tod Jesu das eigentliche, wahre, endgültige Sühnopfer war, und die Opfer des alten Bundes zum Abschluss brachte und eine ewige, nicht mehr überbietbare Versöhnung mit Gott bewirkt. Besonders der Apostel Paulus hat in seinem Hebräerbrief diesen Gedanken breit ausgeführt; Jesus ist der Hohepriester, der sich selbst darbringt, und das "Ein-für-Allemal" Wir lesen in Hebräer 9:13-16 Schon nach den Regeln des alten Bundes wurde jeder, der nach den religiösen Vorschriften unrein geworden war, wieder äußerlich rein, wenn er mit dem Blut von Böcken und Stieren oder mit der Asche einer geopferten Kuh besprengt wurde. Wie viel mehr wird das Blut Jesu Christi uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen!1 Erfüllt von Gottes ewigem Geist, hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen" Für uns ist es an diesem Tag wichtig, die Sühnewirkung des Todes Jesu nicht mit dem allgemein gängigen Verständnis von Sühne und Opfer gleichzusetzen. Schon das sogenannte Alte Testament und erst recht das Neue Testament legt größten Wert darauf, dass es nicht darum geht, einen zornigen Gott durch Opfer und Sühneleistungen zu besänftigen, sondern dass umgekehrt alle Versöhnungsinitiative von Gott ausgeht. Nicht Gott muss gnädig gestimmt werden, vielmehr ist er es, der den Menschen aus freier Gnade Versöhnung anbietet, ja sie geradezu um Versöhnung mit sich bittet. "Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2 Korinther 5:17-21 Die Versöhnung mit Gott aus freier Gnade für alle Menschen wird im alten Testament durch die Bereitschaft Abrahams veranschaulicht, seinen einzigen durch ein Wunder geschenkten Sohn Isaak auf das Geheiß seines Gottes hin zu opfern. Durch diese Bereitschaft Abrahams wird uns Menschen bergreiflich gemacht, was Gott in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. In seiner Gottesfurcht war Abraham bereit, Gott das Teuerste und Kostbarste zu opfern. Sein Gott aber hielt ihn davor zurück. Genau hier setzt eine besondere Botschaft für uns ein, und zwar; dass Gott das Liebste und Kostbarste des Menschen nicht fordert; die Bereitschaft des Menschen, es ihm zu geben, diese Bereitschaft genügt ihm bereits. Diese Bereitschaft Abrahams wird gleichzeitig zu einem Zeugnis der Liebe Gottes zum Menschen. Warum also das Gebot Gottes an Abraham, seinen Sohn Isaak zu opfern? Paulus erklärte in 1. Korinther 10:11 "Dies widerfuhr ihm als ein "Vorbild" für uns. Gott wies Abraham an, einem Sinnbild gemäß zu handeln für etwas, das Jahrhunderte später erfüllt werden sollte – das Opfer Christi. Christus ist das Lamm, "das geschlachtet ist" heißt es in Offenbarung 13:8 Gottes Vorhaben zur Erlösung der Menschheit existierte lange vor dem Ereignis am Berg Morija. Die ganze Menschheit sollte die Möglichkeit haben durch Abrahams Samen gesegnet zu werden. Abraham entschied sich zum Gehorsam aufgrund seines Glaubens an Gottes Verheißungen. Ja, für diese Verheißung war Abraham bereit das liebste was er besaß zu opfern. Abraham war überzeugt davon, das der von Gott verlangte Opfertod seines Sohnes Isaak mit der Verheisung zu tun haben muß: Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18 Demnach können wir davon ausgehen, das auch Abraham zu dem bereit war, was Gott selbst einmal zum Segen der Menschen tun würde; und zwar seinen einzig gezeugten Sohn zu opfern. In dieser Bereitschaft Abrahams zeigt sich das Bild Gottes; - seine grenzenlose Liebe zu den Menschen-. Indem Abraham glaubte und handelte – indem er seinen lebendigen Glauben demonstrierte – wurde er zum Vater aller Gläubigen, und er hat vorausgesehen, dass Jehova Gott Menschen durch den Glauben gerecht macht. "In dir sollen alle gesegnet werden", lautete die Verheißung, und durch Jesus Christus wird sich diese Verheißung erfüllen. Abraham wird im Stammbaum Jesu aufgeführt und erscheint darüber hinaus an vielen Stellen als Vorbild und "Vater des Glaubens" Im Römerbrief wird Abraham zum Gegenstand einer der wesentlichen Lehren des Paulus. Danach seien Abraham die göttlichen Verheißungen nicht wegen seiner "Gesetzeswerke", sondern durch "Glaubensgerechtigkeit" zuteil geworden. "Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. "Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist" Römer 4:18 Dieser bedingungsloser Glaube und die Bereitschaft seinen Sohn für die Verheißung Gottes zum Segen der Menschheit zu opfern führte dazu, dass Jehova Gotte ihn als seinen Freund bezeichnet, eine Ehre, die kein Mensch beanspruchen kann und sollte. Die Worte Jesu beim Abendmahl – verstärkt durch die Geste des Brechens und Austeilens des Brotes – wollen zum Ausdruck bringen, dass er sein Sterben, so wie sein Leben, als Dienst an den Menschen, ja für alle Menschen verstanden hat: "Ich für euch" sagte er als er das Brot brach und den Wein trank. Er hat sein Leiden und Sterben als stellvertretendes Sühneleiden für die "vielen", womit zunächst wohl nur das sich verweigernde Israel gemeint war, bejaht und angenommen. Doch Jesus sagte immer wieder, dass er nicht nur für die Schafe Israel gestorben ist. "Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden Johannes 10:16 Jesus ließ sich von seinem Vater für alle Menschen in Dienst nehmen, indem er sein Sterben zum Zeugnis der grenzenlosen Liebe Gottes werden ließ, zur Manifestation von Gottes Vergebungsbereitschaft auch gegenüber denen, die weder Gott noch Jesus kannten, aber Glauben bekunden. Paulus sagt in Römer 3:21-30: Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, .... ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für Alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied, alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerecht gesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 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von A.S. 8. September 2026
Der Blick zurück im Zorn Kategorie Erfahrungsberichte Dieser Titel des englischen Dramatikers John Osborne fällt mir so oft ein, und zwar immer dann, wenn ich hier bei Bruderinfo lese, wie verbittert manche Brüder und Schwestern sind, wenn sie an ihre Vergangenheit als Zeugen Jehovas denken. Ich möchte das nicht falsch verstanden wissen. Ich kenne diese schwierige Gefühlswelt zwischen Angst und Verbitterung. Es ist vollkommen in Ordnung, sich darüber Gedanken zu machen, wie man als willfähriger Gehilfe der Organisation von ihr benutzt wurde, mit der Vorstellung, hier Jehova einen Dienst zu erweisen. Doch zunächst gibt es gleichzeitig allen Grund, zutiefst dankbar zu sein, dass man der Knute der Organisation entronnen ist. Schließlich kommt nicht jeder zu dieser Erkenntnis. Auch ich bin in Kreisen der Zeugen Jehovas aufgewachsen. Ich war 6 Jahre alt als mein Vater mit seinem Bibelstudium begann. Auch ich wurde nach der Regel in Sprüche 13:24 erzogen: 24 Wer seine Rute spart, der hasst seinen Sohn, wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten Mein Vater hatte allerdings in seinem Eifer folgenden Text nicht berücksichtigt, den man i n Epheser 6:4 findet: 4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Mit 17 habe ich diese Enge nicht mehr ausgehalten und bin von zuhause weg, im Zorn, und ich hatte keine Ahnung, wie das Leben da DRAUSSEN in der Welt ist. Schließlich hat man mich erfolgreich davon abgehalten, mit den "Gefahren" der Welt da draußen umgehen zu lernen. Das heißt, auch ich war, wie alle Kinder der Zeugen Jehovas regelrecht "abgeschottet". (Bitte nicht als Elternschelte verstehen! Die Dinge sind, wie sie sind. Ich achte und liebe meine Eltern sehr und bin jeden Tag dankbar, dass sie noch leben.) Folglich habe ich mir in den nächsten 20 Jahren ordentliche Blessuren auf meiner Psyche geholt. Das allerschlimmste war die Angst vor Harmagedon und die Angst vor 1975. Ich hatte vorehelichen Verkehr, auch wenn ich später den Mann geheiratet habe. Und ich hatte panische Angst, dass diese Sünde mein Leben und das Leben meiner Tochter kosten wird. Aber ich hatte Glück im Unglück, ich hatte keine Zeit, wie andere Kinder von Zeugen Jehovas, in Lebensunfähigkeit und Depression zu fallen, denn ich war 18 und stand mit einem Kind und einem ständig betrunkenen Ehemann da. Während meiner Jugendjahre habe ich aber eines gelernt: Gehorsam ist ok, ungehorsam bringt Strafe. Darum habe ich im Laufe meines Lebens das getan, was viele tun: Es anderen recht machen. Dafür bezahlt man einen hohen Preis, nämlich den Verlust der Macht über das eigene Leben. Nein sagen muss man lernen. Dazu ein kurzer Ausflug in die Tiefen unseres Gehirns: Unser Gehirn ist sehr ökonomisch. Es tut das, was es immer getan hat und vermeidet neue Wege. Die ausgetretenen Pfade sind bequem. Nein sagen und widersprechen könnte ja weh tun (siehe den Schmerz der Prügel, das hat es ja gelernt) Während der Zeit, als Diener der Wachturm-Organisation lernen viele Brüder und Schwestern noch etwas: Wir sind die Guten und die da draußen in der Welt sind die Schlechten. Schließlich wird das Woche für Woche in den Versammlungen gepredigt. Gerade der Organisation entronnen, geht dieses Karussell weiter. Nur jetzt sind die Schlechten die Ältesten und Könige der Wachturm-Organisation und wir, die wir draußen sind, die Guten. Wir wissen, das Gehirn ist sehr ökonomisch und jetzt tut es weiterhin, was es bis dahin gelernt hat: VERURTEILEN Ist es nicht besser, sich an die Anweisung unseres Herrn Jesus zu halten wie es in Matthäus 7:1,2 beschrieben steht? 1Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird auch euch zugemessen werden. Eines sollten wir nämlich berücksichtigen: Auch die, die mit uns so lieblos umgegangen sind, glauben wirklich, sie würden Jehova einen Dienst erweisen. Die Erforschung ihres Herzens ist nicht unsere Aufgabe. Etwas, was wir Menschen auch gerne tun sind auch Schuldzuweisungen, hat Adam schon so gemacht. Das liegt uns in den Genen von Anfang an. 2 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! Das bedeutet doch nichts anderes 1. die Frau ist schuld und 2. du Gott bist schuld, denn du hast sie mir ja gegeben. Nichts von Selbstverantwortung. Nichts von ICH HABE NICHT NEIN GESAGT. Kennen wir dieses Muster? Die anderen sind schuld, die Ältesten sind schuld, die lieblosen Brüder und Schwestern sind schuld. Selbstverantwortung sieht anders aus. Selbstverantwortung bedeutet, die Verantwortung zu übernehmen, für all MEIN TUN, für all MEIN HANDELN und auch für MEIN NICHT HANDELN. Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, dass all meine Blessuren und Bauchlandungen meines Lebens nur das Ergebnis des Versuchs waren, es anderen recht zu machen. Man tut das, in der Regel unbewusst, in dem verzweifelten Versuch anerkannt und geliebt zu werden. Da wir dieses Verhaltensmuster schon in der Prägephase (unter 6 Jahren) anerzogen bekommen, lernen wir eines nicht, es uns selbst recht zu machen. Seit ich das begriffen habe, konnte ich mich mit meiner Vergangenheit versöhnen. Man bezahlt immer einen Preis, entweder für das selbst tun oder für das tun lassen. Wenn ich die Macht über mein Leben abgebe, kommt ein anderer und übt sie aus. In Falle vieler Brüder und Schwestern sind es die Ältesten oder die 7 Herren (temporär auch 8 Herren) aus der Zentrale, die einem sagen, was man zu tun oder zu denken hat. Erlaube ich, dass andere die Macht über mein Leben ausüben, nennt man das Ohnmacht. (ohne Macht). Man hat erlaubt, dass andere diese Macht für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Man hat gestattet, das andere die Führer und Lehrmeister sind. Niemals hat man das hinterfragt. Aber so etwas steht nicht unbedingt im Wachturm. Dazu muss man schon die Bibel zur Hand nehmen. Denn Jesus sagt in Matthäus 23 folgendes 8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9 Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus. Nun, sie tun es trotzdem. Sie nennen sich der vom "Geist gesalbte Treue und verständige Sklave", verdrehen die Bibel, fordern Sklaven-Gehorsam und neben der kostbaren Lebenszeit als Einsatz für die Organisation, auch den Verzicht auf die schönen Dinge des Lebens. Denn für die schönen Dinge des Lebens braucht man ausreichend finanzielle Mittel. Diese jedoch braucht die Organisation auch. Allerdings gehören zu dieser Dynamik immer zwei Parteien, die einen die fordern und die anderen, die gehorsam dieser Forderung nachkommen. Spätestens bei dem Text in Matthäus wäre es angebracht, darüber nachzudenken was das bedeutet. Hat man das getan? Hat man nur Jesus Christus als Meister anerkannt? Oder lieber aus Bequemlichkeit Ja und Amen gesagt und dies unterlassen? Wie viele Jahre? Ein Leben lang? Vielleicht nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Angst? Angst lähmt, Angst macht klein, Angst macht handlungsunfähig. Man hat auch nie darüber nachgedacht, dass deren (der Ältesten oder der Häuptlinge) Vorstellung vom Leben, nichts mit dem von Schwester Lisa oder Bruder Leo in Hinterdupfingen gemeinsam haben. Man muss sich das vorstellen: Da sitzen in den Gremien der Organisation Menschen, mit all ihren Schwächen und auch mit ihren Ängsten und Fehlern (dabei finanziell gut abgesichert) und die sagen Millionen von Zeugen Jehovas, was sie zu tun und zu lassen haben, verdrehen die Bibel und manipulieren die Texte. Dazu sagt bereits der Prophet Jesaja im Kapitel 5: 20 Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! 21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten! 22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk; 23 die dem Gottlosen Recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!  Wir sehen, es hat sich in all den Jahrhunderten nichts geändert. Die Muster unserer menschlichen Verhaltensweise sind gleich geblieben. Noch immer rennen Millionen wie Lemminge diesen Anweisungen hinterher. Kein Gedanke daran, dass die Herren niemals die Nöte und Sorgen ihrer Schäfchen nachvollziehen können. Sie kennen weder die Nöte eines Vaters, der um seine Existenz kämpft, noch die Sorgen einer Mutter, die um das Leben eines Kindes bangt, auch nicht den Kampf eines älteren Menschen, der an einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheit leidet. Im Gegenteil, rücksichtslos werden ältere Brüder vom Bethel "entsorgt" und dem Steuerzahler auf die Tasche gepackt. Ich erinnere mich, wie mir einmal eine Ex-Zeugin sagte, ihr Vater war Ältester und in der Versammlung hat er von Liebe gepredigt. Wenn er zuhause getrunken hatte, hat er die Möbel zusammen geschlagen (einschließlich der Kinder). Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass alle Ältesten so sind. Aber wenn sie so sind, trafen sie dennoch Entscheidungen über Ausschluss, Rüge und Zurechtweisung in den Versammlungen. All diese Dinge passieren, und, wie so oft, gibt es in dieser Dynamik selbstverständlich auch Opfer. Diese Opfer sind die, die ausgeschlossen wurden, weil sie angefangen haben nachzudenken und die Dinge zu hinterfragen. Weil sie in der Bibel die Lösungen suchen und nicht im Wachturm. Vor diesem Ausschluss kommt oft eine lange Zeit des Leidens. Von Mobbing bis hin zu Intrigen, alles ist dabei. Wenn man dann entronnen und endlich "draußen" ist, fallen viele in ein Loch, das mit Anklagen und Vorwürfen gefüllt wird. Es genügt nicht, dass man in der Regel sein komplettes soziales Netz verliert, dass Familien entzweit werden, man macht sich selbst erst einmal nieder, in Form von Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit. Noch immer ist man Opfer. Wer nicht in der Depression endet, füllt dieses Loch mit Wut und Zorn. Alles ist besser als Depression, auch Wut und Zorn. Aber dann kommen oft noch Rachegefühle und Hass hinzu. Man wünscht, dass die Betreffenden ihre gerechte Strafe bekommen. Doch Paulus sagt in Römer 12 dazu folgendes: 14 Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! 15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! 16 Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug! 17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist. 18 Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten,spricht der Herr«. 20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.« Bei der Gelegenheit möchte ich anmerken, dass selbst die Täter Getriebene sind: Getriebene ihrer Eitelkeit und ihres Machthungers und der Angst, Ansehen und Stellung zu verlieren. Gleichzeitig darf man sich die Frage stellen: Was habe ich dazu beigetragen, dass diese Situation so ist? In der Regel fragt man sich das jedoch nicht, sondern es kommen Bitterkeit und Anklagen, Selbstvorwürfe und eine tiefe Traurigkeit um das verpasste Leben hinzu. Ja, die anderen sind schuld, hat ja Adam schon so gemacht, liegt uns in den Genen. All diese Anklagen haben nur ein Problem: Sie halten den Betroffenen fest im Leid und im Schmerz. Damit wird das Leid nur unnötig verlängert. Und dann gibt es natürlich den Rat aus der Ecke der Psychologie: Man muss ein Thema aufarbeiten. Aber muss man das wirklich? Ich weiß, dass eine ganze Branche davon lebt, jahrelang im Kreis zu reden und Themen aufzuarbeiten. Ich bin kein Fan der Psychoanalyse, denn sie hält Menschen viel zu lange in der Vergangenheit fest. Und sie verhindert, dass man seinen inneren Frieden findet. Dazu gibt uns die Bibel in Lukas 9 einen guten Rat: 62 Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes. Das bedeutet in anderen Worten ausgedrückt: Schau nicht zurück, sondern schau nach vorne. Klingt ein wenig anders, als in der Vergangenheit wühlen und "aufarbeiten." Ist es nicht besser, die ganze Energie lieber in die eigene Heilung zu stecken? Fühlt sich Hoffnung nicht besser an, als Wut, Zorn und Bitterkeit? Ich erinnere daran: Wir sind von unseren Gefühlen gesteuert. Und diese Gefühle sind es, die bestimmen, über Gesundheit und Krankheit. Und ja, wir haben einen Verstand, aber der Verstand ist ein guter Ratgeber, jedoch ein schlechter Herr. Viele unserer Brüder und Schwestern haben jahrelang die eigenen Gefühle unterdrückt (weil es ja weh tut) sind in den Verstand gegangen und wundern sich, wenn sie früh krank werden. Wer Gefühle unterdrückt und nur mit dem Verstand reagiert, darf sich nicht wundern, wenn sich die unterdrückten Gefühle auf der Körper-Symptomebene breit machen. Darum ist Selbstverantwortung so wichtig. Der Preis für "gewähren lassen" ist einfach zu hoch. Ich möchte allen hier das mit einer kleinen Übung erläutern, um zu zeigen, was ich meine: Wie wir wissen, werden Menschen zunächst von den Gefühlen gesteuert. Das bedeutet, all unsere Handlungen, auch wenn sie hinterher analytisch erklärbar sind haben einen einzigen Zweck: Schmerz vermeiden und/oder positive Gefühle zu erzeugen. Wenn jetzt jemand jahrzehntelang beigebracht bekommen hat, dass ein Opfer in Form von Selbstaufgabe und Verzicht von Gott so gewollt ist, weiß der Betroffene zunächst überhaupt nicht, wie sich glücklich sein anfühlt. Fällt das Opfer weg, kommt die große Leere. (Anmerkung: Unter Therapeuten gibt es eine Redewendung. Manche Kranke brauchen ihre Krankheit. Nimm ihm diese nicht weg, denn er hat nichts anderes) Nimm einem Zeugen, der aus der Organisation raus ist oder ausgeschlossen wurde seine Versammlung, seine Freunde (die sich dann seltsamerweise dann als Feinde entpuppen), seine Familie und er fällt in ein Loch. Das Hirn, unsere analytische Hälfte, hat aber gelernt, in Schuld und Schuldzuweisungen zu denken. Was macht es? Es kreiert neue Probleme in Form von Sorgen, Depressionen, Schmerz (das kennt es ja bereits) Wut, Zorn, Reue, Rachegedanken. Kein Platz für Hoffnung, kein Platz für inneren Frieden und Zuversicht. Jetzt aber zur Übung: Schließe einfach deine Augen und denke an folgenden Satz: Ich muss predigen gehen, meine ganze Kraft in den Dienst der Organisation stellen, denn das gefällt Jehova. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Und jetzt den Satz aus Matthäus 11: Nehmt auf euch mein Joch, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Einen Unterschied bemerkt? Ein anderes Beispiel: Ich habe Jahre meines Lebens damit vergeudet, der Organisation zu dienen und am Ende habe ich einen Tritt bekommen. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Oder: Ich bin meinem Herrn Jesus Christus zutiefst dankbar, dass er mir die Erkenntnis geschenkt hat und mich aus diesem Joch befreit hat. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Bitte die Übung mit geschlossenen Augen machen und nur auf die Gefühle achten. Ich hoffe, jeder bemerkt, was diese Sätze im Körper bewirken. Darum ist es so wichtig, sich an den Rat in Lukas 9 zu halten. Man kann nicht vorwärts gehen, wenn man die ganze Zeit rückwärts gerichtet ist. Wut, Zorn, Verzweiflung haben noch niemanden glücklich gemacht. Im Gegenteil, sie machen krank. Nämlich einen selbst. Die Personen, auf die man wütend ist, merken nichts davon. In der Regel wissen die nicht einmal etwas davon, denken sie doch, alles richtig gemacht zu haben. Selbst ist man am Ende weiterhin das Opfer, darum macht es wenig Sinn, das Leid auf diese Weise zu verlängern. Der Vollständigkeit halber hier nochmals der ganze Text a us Matthäus 11: 28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Dieser Text ist es, der unheimlich viel Kraft gibt. Darauf kommt es an, zu unserem Herrn Jesus Christus zu finden. Aber er kann nur dann Kraft spenden, wenn man noch immer an eine Erlösung durch ihn glaubt. Hat man jedoch den Glauben verloren, hilft dieser Text auch nicht weiter. Dann darf man sich fragen: Wem bin ich bisher nachgefolgt? Unserem Herrn Jesus Christus oder Menschen, in Form der Organisation? Wenn das Glaubensgebäude auf die Verheißungen der Organisation ausgerichtet war, ist es vollkommen normal, dass nach einem Weggang ein Vakuum entsteht. Dann bedeutet das, mache dich auf und finde deinen Glauben neu. Denn wer schon immer auf Jesus Christus ausgerichtet war, empfindet einen Weggang als Befreiung. Der spürt plötzlich, wie leicht die Last unseres Herrn auf den Schultern wiegt. Und höre auf, dich selbst zu verurteilen. Unser Herr hat einem Mörder verziehen. Er geht sanfter mit uns um, als wir selbst. Zum Schluss noch eine Anmerkung: Solltest du momentan in einer depressiven Phase sein und Psychopharmaka bekommen, ist es vollkommen normal, dass du, je nach Medikation denkst, du hättest möglicherweise deinen Glauben verloren. Dazu musst du wissen, dass Psychopharmaka deine Synapsen (Andockstellen im Gehirn) blockiert. Das bedeutet, du bist (wieder je nach Medikation) überhaupt nicht in der Lage, neue Gedanken, Zuversicht und Hoffnung zu empfinden. Die Medikamente halten dich auf einem emotional stabilen Level. Keine Begeisterung, aber auch kein Antrieb zu eventuellen Kurzschluss-Reaktionen wie Suizid. Dann höre auf zu zweifeln, sondern kümmere dich um deine Gesundheit. Ich glaube, dass unser Herr Jesus Christus um diese Problematik weiß. Und wenn man anfängt, die Medikamente (zusammen mit dem Arzt) auszuschleichen, wirst du sicher Stück für Stück deinen Glauben wieder finden. Aber auch hier gilt: Eigenverantwortung. Das ist der erste Part, den man lernen muss. Ich habe es schmerzhaft mit 18 gelernt, andere dürfen diese Lektion mit 50 oder 60 oder noch älter lernen. Denke immer daran: Wenn du die Macht über dein Leben nicht ausübst, kommt jemand anderer und übt sie aus, benutzt sie, für seine eigenen Zwecke. Autorin: A.S. Es wurde die Arthur Schlachter Bibel 2000 verwendet.-wenn nicht anders angegeben. P.S. -dies sind die Erfahrungen und die kostbare Meinung einer Heilpraktikerin mit sehr viel Erfahrung.
von Armin Slavik 13. Juli 2026
„Sorg dich nicht – Lebe“ Eine Erzählung über Vertrauen, Sorgen und die Fürsorge Gottes Die Geschichte von Marta und dem verlorenen Schaf Vor vielen Jahren lebte in einem kleinen Dorf am Rande der judäischen Hügel eine Frau namens Marta. Sie war bekannt für ihre Güte und ihren unermüdlichen Einsatz – nicht nur für ihre Familie, sondern für alle, die Hilfe brauchten. Eines Tages jedoch traf sie eine Entscheidung, die ihr Leben veränderte. Marta hatte eine Herde von zehn Schafen. Eines davon, das kleinste und schwächste, war eines Morgens verschwunden. Sie suchte es den ganzen Tag, doch vergeblich. Als die Sonne unterging, kehrte sie mit schwerem Herzen nach Hause zurück. „Vielleicht ist es von einem Wolf gerissen worden“, dachte sie. Doch dann erinnerte sie sich an die Worte ihres Großvaters: „Gott sieht jedes verlorene Schaf. Er wird es dir zurückbringen.“ In dieser Nacht träumte Marta von einem Hirten, der durch dunkle Täler ging, ein verlorenes Lamm auf seinen Schultern trug und es sicher nach Hause brachte. Als sie erwachte, spürte sie eine tiefe Ruhe in ihrem Herzen. Am nächsten Morgen ging sie erneut auf die Suche – und fand das Schaf, das sich in einer Felsspalte verfangen hatte. Es war unverletzt, wenn auch müde und hungrig. Marta nahm es liebevoll in ihre Arme und brachte es nach Hause. Als sie später mit ihren Nachbarn über diese Erfahrung sprach, sagte einer von ihnen: „Du hast das Schaf gefunden, weil du nicht aufgegeben hast.“ Doch Marta lächelte und antwortete: „Nein, ich habe es gefunden, weil ich wusste, dass Gott sich um mich kümmert – genau wie um das Schaf.“ J esus lehrt uns: „Sorgt euch nicht“ Diese Geschichte erinnert uns an die Worte Jesu, die wir in Lukas 12,22–34 lesen. In einer Zeit, in der Sorgen und Ängste oft unser Denken beherrschen, ruft Jesus uns zu: „Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Das Leben ist mehr als die Nahrung, und der Leib mehr als die Kleidung.“ (Lukas 12,22–23) Jesus spricht hier nicht als Theoretiker, sondern als jemand, der die Sorgen der Menschen kennt – ihre Ängste vor Hunger, Armut oder Unsicherheit. Doch er lädt sie ein, ihr Vertrauen in Gott zu setzen, der wie ein guter Hirte für seine Schafe sorgt. Warum Sorgen uns gefangen halten Sorgen sind wie unsichtbare Ketten. Sie rauben uns die Freude am heutigen Tag und lassen uns in die Zukunft blicken, als wäre sie ein dunkler Abgrund. Jesus weiß das. Deshalb fragt er: „Wer von euch kann durch sein Sorgen eine Stunde zu seiner Lebenszeit hinzufügen?“ (Lukas 12,25) Die Antwort ist klar: Wir können es nicht. Sorgen ändern nichts an unserer Situation – sie belasten nur unser Herz und unsere Gedanken. Jesus fordert uns auf, uns von dieser Last zu befreien und stattdessen zu vertrauen. Die Schönheit der Schöpfung – ein Zeichen der Fürsorge Gottes Jesus erinnert uns an die Natur, um uns zu zeigen, wie sehr Gott für uns sorgt: „Seht die Raben: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keinen Vorratsraum und keinen Speicher; und Gott ernährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!“ (Lukas 12,24) Die Vögel des Himmels und die Blumen des Feldes leben im Vertrauen auf Gottes Versorgung. Sie wissen nicht, woher ihr nächster Tag kommt – und doch sind sie versorgt. Warum also sollten wir, die wir nach Gottes Bild geschaffen sind, uns Sorgen machen? „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“ – der Schlüssel zur Sorgenfreiheit Jesus gibt uns den entscheidenden Rat: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das Übrige dazugegeben.“ (Lukas 12,31) Was bedeutet das? Es geht nicht darum, unsere Bedürfnisse zu ignorieren, sondern unseren Fokus zu ändern. Wenn wir Gott an die erste Stelle setzen – in unseren Entscheidungen, unseren Prioritäten und unserem Herzen –, dann wird er für den Rest sorgen. Das ist kein leeres Versprechen, sondern eine Einladung, unser Leben in seine Hände zu legen. Ein Schatz, der nicht vergeht Jesus schließt seine Rede mit einer ermutigenden Zusicherung: „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Lukas 12,34) Unser „Schatz“ – das, was uns am wichtigsten ist – bestimmt, worauf wir unser Leben ausrichten. Wenn wir unser Vertrauen in vergängliche Dinge wie Geld, Status oder Besitz legen, werden wir immer in Sorge leben. Doch wenn wir unseren Schatz in Gott und sein Reich legen, dann wird unser Herz leicht und voller Hoffnung sein. Eine Einladung zum Vertrauen Die Geschichte von Marta und die Worte Jesu sind eine Einladung, unser Leben aus der Perspektive des Vertrauens zu sehen. Es geht nicht darum, blind zu sein gegenüber den Herausforderungen des Lebens, sondern darum, sie mit der Gewissheit zu tragen, dass Gott uns nicht vergisst. Praktische Schritte: Wie leben wir diese Botschaft? Erinnere dich an Gottes Treue Führe ein „Dankbarkeits-Tagebuch“, in dem du täglich notierst, wie Gott dich in kleinen und großen Dingen versorgt hat. Gib deine Sorgen ab Betrachte jeden Morgen oder Abend eine konkrete Sorge und lege sie bewusst in Gottes Hände. Sage: „Lieber Vater im Himmel, ich vertraue dir.“ Lebe im Hier und Jetzt Jesus sagt: „Genügt der Tag seine eigene Plage.“ (Matthäus 6,34). Konzentriere dich auf das, was du heute tun kannst – und überlasse den Rest Gott. Teile mit anderen Vertrauen wächst, wenn wir erleben, wie Gott durch andere Menschen handelt. Sei ein Werkzeug seiner Fürsorge für andere. Abschluss: Ein Leben ohne schwere Last Die Botschaft Jesu ist klar: Sorgen sind nicht Teil von Gottes Plan für uns. Er möchte, dass wir leben – nicht in Angst, sondern in der Gewissheit, dass er uns trägt. Wie Marta, die ihr verlorenes Schaf wiederfand, dürfen wir erfahren, dass Gott uns nicht im Stich lässt. Für dich zum Weiterstudieren Lukas 12,22–34 – Vertiefende Bibelstellen zum nachdenken. 1. Der Kontext: Jesus lehrt über Vertrauen und Prioritäten Lukas 12 ist Teil der Lehre Jesu über das Reich Gottes und richtet sich an seine Jünger und eine große Volksmenge (Lukas 12,1). Jesus warnt vor Heuchelei (Lukas 12,1–3), Habgier (Lukas 12,15) und Sorgen um das Materielle (Lukas 12,22–34). Sein Fokus liegt darauf, dass seine Nachfolger ihr Herz auf Gott ausrichten und nicht auf irdische Dinge. Frage zum Nachdenken: Wovor warnt Jesus hier konkret? Warum ist das heute noch relevant? 2. Schlüsselverse im Vergleich mit anderen Bibelstellen Jesus zitiert in seiner Rede auf natürliche Bilder – Vögel, Blumen, Schafe – um Gottes Fürsorge zu veranschaulichen. Diese Bilder finden sich auch an anderen Stellen der Bibel: Matthäus 6,25–34 (Parallelstelle): Hier betont Jesus noch stärker die Sorgenfreiheit und verweist auf die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes , die ohne Arbeit von Gott versorgt werden Was können wir von der Natur über Gottes Fürsorge lernen? Psalm 55,23 : „Wirf dein Anliegen auf den Herrn; er wird dich versorgen.“ Ein Versprechen, das uns einlädt, unsere Lasten bei Gott abzugeben. Matthäus 10,29–31 : „Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne euren Vaters Wissen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf eurem Haupt alle gezählt.“ Gottes Fürsorge ist persönlich und detailliert – er kennt uns bis ins Kleinste. Philipper 4,6–7 : „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ Hier wird deutlich: Gebet ist der Schlüssel zur Sorgenfreiheit.
von Andy Nightingale 3. Juli 2026
„Du bist schon frei“ (Gedicht von Andy Nightingale) Du musst nicht knien, du musst nicht flehn, kein Opfer bringt dir Gottes Segen. Er sieht dich an – ganz ohne Schein, und spricht: „Du darfst einfach leben!“ Die Ketten, die du trägst, sind schwer, doch nicht aus Eisen, nicht aus Stein. Sie sind aus alten Worten her, die flüstern: „Du bist nicht mehr rein.“ Doch hör genau hin, still und sacht, der Wind erzählt von Gottes Macht: „Er liebt dich mehr, als du je weißt, weil du sein Kind auf ewig heißt.“ Leg ab die Last, die dir die Welt als Pflicht und Schuld ins Herz gestellt. Du bist nicht schlecht – du bist geliebt, weit mehr, als deine Angst dir gibt. Steh auf, geh deinen Lebensweg, ohne Angst, ohne Reu. Denn wer in Liebe lebt und singt, der ist schon frei – ganz ohne Scheu. Und wenn der Tag dir dunkel scheint, und Hoffnung leise von dir weicht, dann trägt dich Jesu treue Hand, bis neues Licht dein Herz erreicht. Sein Kreuz erzählt: Du bist geliebt, kein Weg ist ihm für dich zu weit. Er ruft dich sanft bei deinem Namen und geht mit dir durch jede Zeit.  Drum geh im Frieden Schritt für Schritt, denn Jesus geht beständig mit. Sein Herz ist offen, stark und weit, es trägt dich durch die Dunkelheit.
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