Muss man heute als Christ den Sabbat (Ruhetag) halten?
Bruderinfo • 9. November 2018
Müssen wir nun heute als Christen den Sabbat(Ruhetag) halten bzw. einhalten? Was meint die Bibel hierzu?
Wir möchten dies nun etwas näher betrachten und nur mit Bibeltexten argumentieren.
Der Sabbat wurde gebürtigen Israeliten gegeben als Zeichen des Bundes mit JHWH. Und NUR den Israeliten, wie das in 2. Mose 31
„16 Die ISRAELITEN sollen also den Sabbat halten, indem sie ihn von Generation zu Generation als einen ewigen BUND halten.
17 Für alle Zeiten wird er ein Zeichen zwischen mir und den ISRAELITEN sein. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht; am siebten Tag ruhte er und atmete auf.“
Seit Jesu Zeiten bietet Gott einen neuen Bund, einen Besseren nun ALLEN Menschen an. Ganz gleich, wer ihre Vorfahren waren. Auch wurde den Israeliten erklärt, wie sie den Sabbat heiligen sollten. Das Zeichen des Bundes durch den Sabbat ist aber nicht beschränkt nur auf einen Wochentag. Alle 7 Jahre sollte ein ganzes Jahr Sabbat gehalten werden. Und nach 7×7 Jahre wurde sogar noch ein ganzes Sabbatjahr daran gehängt. Das so genannte Jubeljahr. Also Jahr 49 und 50 waren Sabbatjahre (3. Mose 25).
Die 10 Gebote sind sehr kurz definiert. Und die meisten dieser kurzen Gebote wurden im Weiteren im Gesetz näher definiert. Z. B. „Du sollst nicht ehebrechen.“ Was ist Ehebruch? Ist die Frau auch schuldig, wenn sie vergewaltigt wurde? Auf dem Felde nicht, aber in der Stadt ja. Welche Strafe traf diejenigen, die an einem Ehebruch beteiligt waren? U. s. w. Das Gesetz bildet hier schon eine Einheit mit den kurzen Satzungen der 10 Gebote und den näheren Erklärungen dazu. So ist es auch mit dem Sabbat. Das eigentliche vierte Gebot ist relativ kurz. Doch dann folgt im weiteren Gesetz näheres dazu. So wie auch die Erklärung über die Sabbatjahre, die von den Israeliten eingehalten werden sollten. Des Öfteren wird in der Bibel über den Unmut Gottes gesprochen, weil die Israeliten dem Land seine Sabbate vorenthalten haben (2. Chr. 36:21). Wenn also Menschen darauf beharren, dass man den Sabbat heiligen muss, so entspricht es Willkür, wenn sie die Sabbatjahre nicht heiligen wollen. Wer also auf A bestehen möchte, der muss auch B leben.
Ist das Gesetz nach Jesu tot etwas Schlechtes geworden? Natürlich nicht! So wird es auch von Paulus im Römerbrief ganz deutlich gesagt. Viele der ersten Christen die Israeliten waren, befolgten das Gesetz weiterhin nach der Auferstehung Jesu. Somit auch den Sabbat. Gingen in den Tempel. In die Synagoge. Lehrten dort. Jakobus sagte zu Paulus, dass viele der gläubig gewordenen Juden sogar Eiferer für das Gesetz geworden waren. Sich also möglichst genau an das mosaische Gesetz gehalten haben (Apo 21:20-25).
Im gleichen Atemzug erwähnt er die Christen, die eben keine Juden waren; Die Heiden. Was diese betrifft, hätten sie ihre Entscheidung getroffen, dass sie nur vier Dinge aus dem mosaischen Gesetz halten sollten (Apo. 15). Es ist also nicht die Frage, ob das mosaische Gesetz nach der Auferstehung Jesu etwas Schlechtes geworden wäre. Sonder die Frage, ob es für einen Christen aus den Heidenationen, wie wir es sind, bindend ist. Nach Auffassung des Apostels Jakobus, zählt das Gebot des Sabbats nicht zu den 4 Geboten, die ein Heidenchrist halten MUSS.
Da diese Frage schon sehr alt ist, in welchem Maße sich Heidenchristen noch an die mosaischen Gesetze halten müssen, finden sich in NT immer wieder Aussagen über die Toleranz, die Christen gegenseitig an den Tag legen sollten. Paulus bittet Heidenchristen die Judenchristen nicht zu verurteilen, weil sie gemäß ihrer Landessitte den Sabbat heiligen oder Festtage des mosaischen Gesetzes begehen (Kol. 2:16). Auf der anderen Seite werden in Apostelgeschichte 15 die Judenchristen gebeten, die Heidenchristen nicht zum mosaischen Gesetz zu drängen. Sondern es würde bei diesen Heidenchristen reichen, lediglich sich an vier Dinge des Gesetzes zu halten. Sie wurden einzeln aufgezählt. Der Sabbat zählte nicht dazu.
So kann man festhalten, dass es Jeden Christ freigestellt ist, ob er z. B. den Sabbat halten will oder nicht. Halten oder nicht halten ändert nichts an unserem Verhältnis zu Gott. Aber wichtig ist, dass man nicht meint, sich durch das Halten mosaischer Gesetze die Rettung ERARBEITEN zu können. Die Rettung durch Jesus ist eine Gnade. Ist ein Geschenk. Die Rettung erfolgt seit Jesu Zeiten durch Glauben an ihn und nicht durch Werke. Und jeder der versucht durch Werksgerechtigkeit sich die Rettung zu erarbeiten, braucht Jesus Loskaufsopfer nicht. Ja, lehnt die Rettungsvorkehrung durch Jesu sogar ab, so wie Paulus es den Galatern erklärte. Deshalb stemmte sich Paulus auch so vehement gegen die Juden, die meinten, dass die Heidenchristen sich nicht nur beschneiden lassen müssen, sondern auch das gesamte mosaische Gesetz befolgen müssen (Apo. 15:1-2, 5 + Gal. 2:11-16). Paulus spricht zu diesem Thema in Galater 2:14 sogar davon, dass der Apostel Petrus den geraden Weg der Wahrheit der guten Botschaft verlassen hat. Also eine sehr ernste Sache. Und wie hielt es Petrus normaler Weiße so mit den mosaischen Gesetzen im Ausland? In Galater 2:15 beschreibt Paulus das Verhalten von Petrus:
„Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst WIE DIE NATIONEN und nicht wie Juden, wie kommt es, dass du Leute von den Nationen NÖTIGST, gemäß jüdischem Brauch zu leben?“
Paulus stand zu seiner Sündhaftigkeit. „Das Gute tue ich nicht, Aber das Böse treibe ich.“ Somit muss ein Christ bis zu seinem Lebensende offen bekennen, ein Sünder zu sein. Und das Loskaufsopfer Jesu zu brauchen.
Auf der einen Seite ist diese Erlösung eine Freiheit für uns alle. Aber auf der anderen Seite, sollten wir diese Freiheit, die uns durch Jesus geschenkt wurde, nicht dazu benutzen, Böses zu tun, um die Worte des Paulus zu zitieren. Am Ende unserer Tage sollten wir sagen können, dass wir uns angestrengt haben in unserem Leben das Richtige zu tun, aber dass uns sehr wohl bewusst ist, dass wir das Loskaufsopfer Jesu trotzdem benötigen. Dieses wunderbare Geschenk aus Gnade. Dann haben wir das Ziel der Taufe, ein reines Gewissen vor Gott zu haben, erreicht trotz unserer begangenen Sünden. Erarbeiten kann sich die Rettung kein Mensch. Auch nicht mit dem Sabbathalten.
Das heiligen des Sabbats ist für einen Heidenchristen nicht zwingend vorgeschrieben, und für die, die ihn heiligen, kein Grund des Rühmens.
Und wenn Gott in seinem Königreich einen Sabbattag als Ruhe- und Besinnungstag für alle Menschen aus allen Nationen einführt, werde ich das begrüßen. So ein Auszeittag tut jedem gut, ob es nun der Samstag oder der Sonntag ist. Wenn man bedenkt, was in Hebräer 9:9-11 steht, und auch den eigentlichen Sinn des Sabbats, die Beschäftigung mit Gott und dessen Anbetung im Auge behält, so darf auch jeder Tag für mich gerne ein Sabbat im zukünftigen Königreich Gottes sein.
Hebräer 9
„9 Somit wartet auf Gottes Volk noch eine Zeit VOLLKOMMENER RUHE – die ´wahre` Sabbatfeier.
10 Denn wer an Gottes Ruhe Anteil bekommt, darf von all seiner Arbeit ausruhen, genauso wie Gott ruhte, als er alles erschaffen hatte. 11 SETZEN WIR ALSO ALLES DARAN, AN DIESER RUHE TEILZUHABEN, und lassen wir uns den Ungehorsam jener früheren Generation als warnendes Beispiel dienen, damit wir nicht wie sie zu Fall kommen!“
Sollte das „nicht heiligen des Sabbats“ wirklich eine Sünde sein, und wir sind ja alle Sünder, so gab uns Jesus den Trost, dass ALLE Sünden vergeben werden, mit nur einer Ausnahme, der Sünde und Lästerung gegen den heiligen Geist:
Markus 3:28,29; Elb:
28 Wahrlich, ich sage euch: ALLE Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden und die Lästerungen, mit denen sie auch lästern mögen;
29 wer aber gegen den HEILIGEN GEIST LÄSTERN wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.
Autor
R.B.M
Verwandte Artikel

Ausharren durch Glaube! Liebe Leser, vom letzten Artikel „Bedeutet der 3. Apokalyptische Reiter die heutige Inflation?“ , kamen sehr oft Fragen wie:. wann kommt denn nun das Ende?....wann beginnt denn die große Drangsal…oder: wann kommt Jesus? Usw. Es scheint eine innere große Angst zu herrschen nach den Corona Jahren und auch eine große Ungeduld, die natürlich verständlich sind. Dennoch ist es wichtig nicht diesen künstlich erzeugten Ängsten sowie neuer Ängste wie Kriege, Erderwärmung, Inflation zu erliegen. Ja wann Jesus kommt, wissen wir Menschen nicht . Selbst wenn die Inflation ein Zeichen wäre, da hatten wir schon wesentlich größere Inflationen, bis hin zur völligen Geldentwertung. Die Inflation ist für mich wie in der Geld- Inflation, es wird immer teurer und schwieriger an die geistig richtige Speise zu kommen. Oder der Preis für das Öl um bis zum Morgen Licht zu haben, wird immer teurer, je später es in der Nacht ist. .- wie in Matthäus 25:1 und folgende über die klugen und törichten Jungfrauen steht: 1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde. Jesus kommt nicht bevor sich das erfüllt hat, was in der Bibel recht eindeutig geschrieben steht: 1. Thessalonich 5 1. Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. 2. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 4. Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 5. denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. 6. Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 7. Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken. 8. Wir aber, die von dem Tage sind, laßt uns nüchtern sein, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung der Seligkeit. {O. Errettung} 9. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit {O. Errettung} durch unseren Herrn Jesus Christus, 10. der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Erstens ist es gemäß Vers 1 nicht nötig, dass den Brüdern etwas über Zeitpunkte geschrieben wird, somit steht das auch nicht klar in der Bibel. Zweitens muss gemäß Vers 3 „Friede und Sicherheit“ ausgerufen werden. Dies ist sicher noch nicht geschehen, wir wissen nicht einmal, wer „Friede und Sicherheit“ ausrufen muss. Die Nationen mit der UN, die Zeugen Jehovas, oder Beide oder sogar die anderen großen Religionen? Alles Spekulationen. Momentan sind wir weit weg von einem Status „Friede und Sicherheit“. Wenn das plötzliche Verderben derjenigen, die in Vers 3 gemeint sind, der Anfang des Kommens Jesus sein sollte, dann müsste „Friede und Sicherheit“ bei denen ausgerufen werden die „die göttliche Wahrheit“ in Ihren Augen in Anspruch nehmen und denken das allein „Sie“ diese besitzen, denn das Gericht wird beim Hause Gottes anfangen: 1. Petrus 4 17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen! {O. glauben} 18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Das Haus Gottes selbst sind nicht die Zeugen Jehovas, denn sie haben das Haus Gottes verlassen, sondern die Gläubigen im Allgemeinen. Denn Petrus schreibt: „wenn aber zuerst bei uns“…„was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!“ Wer gehorcht dem Evangelium? Wer hat im vergangenen Abendmahl von den Symbolen genommen? Zeugen Jehovas?.-die Mehrheit verschmähen die Symbole, die aber Jesu uns gebot. Somit gehorchen sie Jesu Worte nicht wie es in Johannes 6:53+58-59: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.… 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 59 Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte. Noch schlimmer Matthäus 23:13 sagt: »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr versperrt anderen den Zugang zu Gottes himmlischem Reich. Denn ihr selbst geht nicht hinein, und die hineinwollen, hindert ihr auch noch daran. Darüber könnte man auch einen ganzen Artikel schreiben. Dennoch sind zuerst die Gläubigen im Gericht, nämlich ob wir am Glauben festhalten und ausharren . Auch wir Gläubigen werden auf eine harte Probe gestellt, denn sonst hätte Petrus nicht geschrieben: „ Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?“ Das bedeutet nach meinem Verständnis, egal was wir uns ausdenken, wann Jesus kommen könnte, er kommt später, aber er kommt. Uns bleibt nur Glaube, Liebe und Hoffnung die uns geduldig ausharren lassen. In diesem Sinne lieber Leser bleib standhaft. Autor N.S. Gedanken von A.S.

Des Todes Christi gedenken Liebe Brüder und Freunde; wie jedes Jahr gedenken wir natürlich auch in diesem Jahr des Todes Jesu Christi. Das Gedächtnismahl ist für viele Christen die wichtigste Feier im Jahr, und Millionen Menschen kommen an diesem Tag zusammen, um des Todes Christi zu gedenken, allerdings zum größten Teil nur als Beobachter, um der Ansprache und dem herumreichen der Symbole aufmerksam zu folgen. Wenn man den Ansprachen aufmerksam zuhört entsteht oft der Eindruck, das diese Feier zum Gedenken an den Tod Jesu in erster Linie dazu gebraucht wird uns "Beobachter" dieser Feier zu motivieren, aus Dankbarkeit für das Loskaufsopfer Jesu immer mehr Einsatz und Leistung im Predigtdienst zu bringen. Hinzu kommt, dass es in den Ansprachen in der Regel mehr um die gesalbten Überrestglieder geht als viel um das Gedenken an das, was Jehova Gott durch Jesus Christus für uns getan hat. Der Artikel im WT v. 15.1.2012, den wir eine Woche vor dem Gedächtnismahl besprechen durften verfolgte genau dieses Ziel; die angeblich wichtige Rolle der jetzt noch auf Erden lebenden Gesalbten, spricht die Glieder der l. Körperschaft, zu manifestieren. Zitat S. 30. Abs. 19 sinngemäß: "Durch das Opfer Christie und der Symbole werden wir an die wichtige Aufgabe erinnert, die eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschen ausübt. Dafür sollten alle Anwesenden Dankbarkeit empfinden." In dem ganzen Artikel ging es weniger um Jesus Christus als vielmehr um die "königliche Priesterschaft" S. 30 Abs. 17 "Die "königliche Priesterschaft wird die Menschheit während der 1000 Jahre zur Vollkommenheit geführt haben." Wo bleibt das Opfer Jesu? Zitat S. 29 Abs. 14, sinngemäß: "Schon heute wirken die Gesalbten hier auf Erden, sprich natürlich die "l. Körperschaft" als Mittler zwischen Gott und den Menschen, indem sie für geistige Speise Sorgen." Als biblischer Beweis muss wieder Matth. 24:45 herhalten. Wir können sicher sein, das auch in diesem Jahr die Gedächtnismahlansprache in die gleiche Richtung geht. Es wird zwar auch die Liebe Gottes und das Loskaufsopfer angesprochen, doch sehr schnell dreht sich alles nur noch um die Geistgezeugten und Auserwählten, oder 144000 Mitregenten und um die Frage; wer darf von den Symbolen nehmen und wer nicht, u.s.w. Der wirkliche Sinn des Opfers Jesu wird in der Regel nur pauschal und am Rande erwähnt, ohne Tiefgang und Emotionen. Deshalb möchten wir uns heute wirklich nur mit dem befassen, was Jehova Gott durch Jesus Christus für alle Menschen getan hat. Die Fragen; "Wer sind die "Geistgezeugten" oder "Auserwählten"? Ist die in der Offenbarung genannte Zahl der 144000 buchstäblich oder symbolisch zu verstehen. Gibt es heute noch einen Überrest der 144000, und welche Aufgabe werden die Auserwählten im Himmel erfüllen oder "befinden sich die Glieder der großen Volksmenge vor dem Thron im Himmel oder hier auf der Erde?" möchten wir heute nicht besonders erörtern. Wir wissen, dass es zu diesen Fragen viele unterschiedliche Glaubensüberzeugung gibt, und es ist nicht leicht eine allgemein verbindliche Antwort auf diese Fragen zu geben. Wir haben nur die Möglichkeit an Hand des geschrieben Wort Gottes die Antworten auf diese Fragen zu suchen, und so kann es sein, das der eine oder andere für sich in Bezug auf himmlische oder irdische Hoffnung, zu einer Überzeugung gelangt die von der des anderen abweicht. Aber wir dürfen und möchten nicht über die persönliche Hoffnung des Einzelnen urteilen. Die Entscheidung ob ich von den Symbolen nehme oder nicht ist eine Entscheidung die jeder Einzelne für sich treffen muss. Tatsache ist, dass auch gemäß unserer offiziellen Lehrmeinung viele dieser Fragen neue Antworten braucht. Auf Grund der tatsächlichen Entwicklungen die sich in den letzten Jahren abzeichnen, ist einiges neu zu hinterfragen, denn nach unserer offiziellen Lehrmeinung dürfte es zum Beispiel schon längst keine "Überrestglieder" mehr geben, und damit auch keine Personen, die von den Symbolen anlässlich des Gedächtnismahls nehmen. Die neusten Zahlen zeigen aber wieder einmal, das die Zahl derjenigen die von den Symbolen nehmen immer größer wird. Wie gesagt, wir möchten uns deshalb an diesem besonderen Tag mit den wirklichen für uns glaubensstärkenden Hintergründen des Gedächtnismahls befassen. Das Abendmahl des Herrn wird passender Weise als "Gedächtnismahl" bezeichnet. Warum? In Luk. 22:19 steht "Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Und auch Paulus spricht in ähnlicher Weise von einem Mahl zum Gedächtnis: "Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!" 1. Kor. 11:24 Das Abendmahl ist demnach als ein buchstäbliches Mahl zu sehen, das Jesus Christus einsetzte, zur Erinnerung oder zum Gedenken an seinen Tod. Lesen wir nochmal Lukas 22:19 aus der H.f.a. "Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe, …" Wenn auch Jesus das Gedächtnismahl wahrscheinlich in erster Linie für seine Jünger und die Gesalbten einsetzte und sie direkt ansprach und den neue Bund mit ihnen schloss, so wäre es falsch anzunehmen, dass das Blut Jesu nur für die Gesalbten vergossen wurde. In Mark. 14:14-16 lesen wir: "Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird". Wie verstanden die ersten Christen, wie verstand Jesus selbst das Gedächtnismahl? Für die ersten Christen war der Tod Jesu ein göttliches Geschenk an alle Menschen. Für alle an Christus glaubenden Menschen kann es nur glaubensstärkend sein sich Gedanken darüber zu machen was Gott in seiner Liebe in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. Doch die Gedanken, die wir uns an seinem Todestag zur Erinnerung machen, können nur menschliche Gedanken sein. Es ist für uns Menschen wahrscheinlich nicht möglich die Größe der Tat Gottes zu verstehen und vollständig zu erfassen. In der Tat, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind zwar göttliche Ereignisse, aber bei den theologischen Deutungen dieser Ereignisse können wir wahrscheinlich nur menschliche Antworten geben. Diese Antworten sind menschlich, und darum können sie hinterfragt werden. Und da wir immer dazu neigen werden menschliche Antworten zu geben sollten wir versuchen unsere Antworten im Lichte der Bibel zu finden. Das göttliche Geheimnis vom Tod und der Auferstehung Jesu bleibt, aber die Vorstellungen vom stellvertretenden Opfer für unsere Sünden ist vielen Menschen fremd geworden. Diese Fremdheit lässt sich nicht dadurch überbrücken, dass die alten Antworten einfach wiederholt werden. Welche Erkenntnisse erlangen wir durch den Tod Jesu? Durch den Tod Jesu sollten und können wir verstehen, das unseren Schöpfer Jehova Gott die Liebe zum Menschen höher erachtet als den Respekt vor religiösen Gesetzen, gesellschaftlichen Normen oder organisatorischen Zwängen. Durch sein Leben als auch durch seinen Tod, wird uns vor Augen geführt wie Gott ist. Jesus suchte Menschen zu verstehen, er fühlte mit ihnen, wo andere verurteilen wollte er heilen, wo andere verletzen baute er auf. Auch in dieser Hinsicht spiegelte er das Wesen seines Vaters wieder. Warum kam Jesus auf die Erde und warum musste er sterben? Als die Engel den Hirten auf dem Felde die Geburt Jesu ankündigten sprachen sie von einer "guten Botschaft" für alle Menschen die "guten Willens sind". Wer ist ein Mensch guten Willens? Diese Menschen "guten Willens" sind Menschen, die ihren sündhaften Zustand erkennen und bereuen, indem sie Umdenken. Umdenken bedeutet, die Gesetze Gottes als Gut anzuerkennen, unabhängig davon ob sie in der Lage sind all das zu erfüllen, was sie als gut und richtig akzeptieren. Für Gott ist " Reue" und der "Gute Wille" die Grundlage der Vergebung. Das mag für viele als Widerspruch erscheinen, aber genau diesen Widerspruch erlebte der Apostel Paulus an sich selbst. Paulus sagt von sich gemäß Röm. 7:7 – 25 : "Ich weiß das der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch bemühe. (Reue im Sinne von Unterlassen einer Sünde kann demnach nicht gelingen) Weiter sagt er: "Ich will zwar immer wieder Gutes tun, doch das schlechte vollbringe ich. Ich verabscheue das Böse, tue es aber dennoch. Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. … Bin ich mir also bewusst, dass ich falsch handle, dann gebe ich zu, das Gottes Gesetz gut ist. Das sich Bewusst werden der eigenen Sündhaftigkeit ist also der erste Weg zur Reue und dem Willen es besser zu machen. Man wird zu einem Menschen guten Willens. Im Wachtturm vom 15. Juni 2011 S. 8 lesen wir bemerkenswerter Weise unter dem Unterthema: "Einsehen, das man sündhaft ist", Zitat: "Jemand kann erst dann lebensrettenden Glauben entwickeln, wenn er sich bewusst ist, das er sündhaft ist, ....... doch die meisten Menschen heute können mit dieser Aussage nichts anfangen. Zitat Ende Wer sich seiner Sünden nicht bewusst ist sieht für sich auch keinen Grund zu bereuen. Das Wort "Reue" hat in den christlichen Schriften den Sinn von "Umdenken". Das meinte Jesus auch, als er von " Reue " sprach, ein Umdenken, das bedeutet "erkennen", das man ein Sünder ist und der Erlösung bedarf. Paulus argumentiert weiter: "Das aber bedeutet: Nicht ich selbst tue das Böse, sondern die Sünde, die in mir wohnt, treibt mich dazu. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen, dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz. Dieser Widerspruch zwischen meiner Einsicht und meinem Handeln beweist, daß ich ein Gefangener der Sünde bin. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich (uns) jemals aus dieser Gefangenschaft befreien?" und er schließt seine Argumentation mit den Worten: "Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir bereits befreit"! H.f.a., oder "er (Jesus Christus) hat es getan" G.N. oder "Gott durch Jesus Christus hat uns befreit" Konkordantes N.T. Wir alle sind gefangene der Sünde, und können uns nicht selbst befreien, auch nicht durch gottgefällige Werke, dieser Tatsache sollten wir uns besonders auch heute bewusst sein. Jeder von uns wird für sich erkennen müssen, dass er dem göttlichen Gesetz nicht entsprechen kann, und deshalb kann kein Mensch durch Werke gerettet werden. Und auch die Werke der Barmherzigkeit, von denen der Apostel Jakobus spricht, bewirken keine Befreiung von Sünde und Tod, sie sind lediglich ein Ausdruck der Wahrhaftigkeit unseres Glaubens. Ein Glaube ohne diese Werke der Barmherzigkeit ist Tod, sagt der Jünger Jakobus, und ein toter Glaube an das Opfer Jesu Christi vermag uns nicht befreien, aber die Werke der Barmherzigkeit ohne Glaube ebenfalls nicht. Was ist "Sünde"? In diesen Tagen, wo wir des Todes Jesu gedenken, werden wir daran erinnert das wir alle der Sünde verfallen sind. Doch was verstehen wir unter dem Begriff Sünde und was ist "Sünde"? Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter "Sünde" ein Handeln gegen Gott. "Sünde ist ein Mangel, eine Neigung oder eine Handlung, die dem Gesetz Gottes widerstreitet; Gott beleidigt, von ihm verdammt wird, und seinen Zorn nach sich zieht wenn ihr keine Vergebung zuteil wird. In dieser Definition werden Mangel und Neigung erwähnt. Dieser Mangel und diese Neigung des Menschen zur Sünde sind in der Erbsünde als Urübel begründet. Die Handlungen die daraus resultieren umfassen alle inneren und äußeren Handlungen unseres Tuns, das dem Gesetz Gottes widerstreitet. Durch unsere Handlungen der Sünde sind wir vor Gott verdammt. "Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen." - so sei es- 5. Mose 27:26 Sünde meint also den von Gott verfluchten Ungehorsam. Darunter ist nicht nur die konkrete Tat zu verstehen, wie Lügen, Stehlen, Ehebruch u.s.w., sondern die gesamte gegen Gott gerichtete menschliche Natur als Folge der Ursünde ist vor Gott verflucht. Die Ursünde besteht in dem Fehlen der ursprünglichen Gerechtigkeit, die dem Menschen inne wohnen muss. Alle Menschen bedürfen der Erlösung von Sünde und Tod. Auch wir als Nichtjuden werden in unserer Sünde umkommen, wenn wir Christus nicht suchen: "Ihr werdet mich dann verzweifelt suchen, sagte Jesus zu den Juden, aber ihr werdet in euren Sünden umkommen." Joh. 8:21 Jesus Christus brachte immer wieder zum Ausdruck, dass er sein Leben nicht nur für das Volk der Juden dahin gab, sondern auch zum Nutzen aller Menschen. In Johannes 11:50-52 sprach Kaiphas ungewollt eine wahre Prophezeiung in Verbindung mit dem Tod Jesu aus: "Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird? Das sagte er aber nicht aus sich selbst, sondern als der Oberste Priester in jenem Jahr sprach er aus prophetischer Eingebung, und so sagte er voraus, dass Jesus für das jüdische Volk sterben werde – und nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreut lebenden Kinder Gottes zusammenzuführen. Für die Jünger Jesu war der schändliche Tod ihres Lehrers eine Katastrophe, der Zusammenbruch ihrer Hoffnungen, die sie mit dem Propheten Jesus verbunden hatten. Welche Erwartungen sie hatten, geht aus ihrer Äußerung hervor, als sie dem auferstanden Jesus begegneten. "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohepriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit Lukas 24:19-21 Die Jünger hatten Jesus sehr wohl als Retter ihres Volkes erwartet und ihn auch als solchen erkannt. Doch das gerade sein Tod zur Rettung ihres Volkes dienen sollte und konnte, diese Erkenntnis war ihnen noch verwehrt, obwohl die Propheten ausführliche Hinweise enthielten. Dann aber, wenige Tage nach dem Tod Jesu geschah etwas, das die enttäuschten und ratlosen Jünger in entschiedene und begeisterte Bekenner seiner Auferstehung verwandelte: Sie hatten außerordentliche Erfahrungen gemacht, die sie als Begegnungen mit dem Gekreuzigten(Gepfählten) beschrieben, und sie kamen so zu der festen Überzeugung, dass Jesus in neuer Weise lebe, ja sogar an der Göttlichkeit Gottes Anteil habe "Gott hat ihn ... an seine rechte Seite erhoben, so lesen wir in Apostelgeschichte 5:31: "Der Gott unserer Vorfahren hat Jesus, den ihr getötet habt, von den Toten auferweckt. Gott hat ihn durch seine Macht zum Herrscher und Retter erhoben, damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Auch hier wird deutlich, das Petrus und die Jünger Jesus in erster Linie als Retter des Volkes der Juden ansahen "damit das Volk Israel zu Gott umkehren kann und ihm seine Sünden vergeben werden. Durch diese Erfahrung und die daraus erwachsene Überzeugung erschien den Jüngern auch der Tod Jesu in völlig neuem Licht. Dieser Tod konnte kein blindes Schicksal sein, er musste einen verborgenen tiefen Sinn im Vorhaben der Rettungsvorkehrung Gottes haben, und dieser Sinn musste sich aus den heiligen Schriften Israels erkennen lassen die sich dann durch Jesu Tod und Auferstehung erfüllt hatten. So wurde das "Alte Testament" mit neuen Augen auf Christus hin verstanden. Deshalb konnte Petrus nun sein Volk auffordern: "Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat. Jetzt herrscht Jesus unsichtbar im Himmel, aber die Zeit wird kommen, in der alles neu wird. Davon hat Gott schon immer durch seine auserwählten Propheten gesprochen. Bereits Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, zu euch senden, einen Mann aus eurem Volk. Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. Ebenso haben Samuel und alle Propheten nach ihm diese Tage angekündigt. Was diese Männer gesagt haben, gilt auch für euch. Ihr habt Anteil an dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat. Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18-21 Und auch der Apostel Paulus wies in 1 Korinther 15:3 auf die Prophetischen Schriften hin, die sich in Christus erfüllt haben wenn wir lesen: "Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift; "Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist. Den Jüngern und ersten Christen boten sich im Alten Testament viele Anknüpfungspunkte für das Verstehen des Todes Jesu an. Am schlüssigsten aber erschien den ersten Christen das Verständnis des Todes Jesu als stellvertretendes Sühneopfer zum Heil aller Menschen. Diese Interpretation nimmt im Neuen Testament eine geradezu beherrschende Stellung ein. Dafür gibt es im Alten Testament zwei verschiedene Bezugspunkte, zum Beispiel die Gewissheit von der sühnenden Kraft eines Opfers, das der Prophet Jeremia in Bezug auf Jesus Christus vorhersagte. Im Jeremia, dem 53. Kapitel lesen wir über das Opfer Jesu: "Er wurde verabscheut, und auch wir verachteten ihn. Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden mit Gott ertrug er den Schmerz, und wir sind durch seine Striemen geheilt. Wie Schafe hatten wir uns alle verirrt; jeder ging seinen eigenen Weg. Doch ihm lud Jahwe unsere ganze Schuld auf. Er wurde misshandelt, doch er, er beugte sich und machte seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, das vor den Scherern verstummt, so ertrug er alles ohne Widerspruch. Durch Bedrückung und Gericht wurde er dahingerafft, doch wer von seinen Zeitgenossen dachte darüber nach? Man hat sein Leben auf der Erde ausgelöscht. Die Strafe für die Schuld meines Volkes traf ihn. Bei Gottlosen sollte er liegen im Tod, doch ins Steingrab eines Reichen kam er, weil er kein Unrecht beging und kein unwahres Wort aus seinem Mund kam. Doch Jahwe wollte ihn zerschlagen. Er war es, der ihn leiden ließ. Und wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Leben und Nachkommen haben. Durch ihn gelingt der Plan Jahwes. Nach seiner Seelenqual sieht er das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Durch seine Erkenntnis wird mein Diener, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit bringen; und ihre Vergehen lädt er auf sich. Darum teile ich die Vielen ihm zu, und die Starken werden seine Beute sein, weil er sein Leben dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Dabei war er es doch, der die Sünden der Vielen trug. Alle diese vom Propheten Jeremia vorhergesagten Einzelheiten zum Tod Jesu erfüllten sich vor den Augen des jüdischen Volkes, aber nur die Jünger Jesu und später auch alle Christen verstanden, dass der Tod Jesu das eigentliche, wahre, endgültige Sühnopfer war, und die Opfer des alten Bundes zum Abschluss brachte und eine ewige, nicht mehr überbietbare Versöhnung mit Gott bewirkt. Besonders der Apostel Paulus hat in seinem Hebräerbrief diesen Gedanken breit ausgeführt; Jesus ist der Hohepriester, der sich selbst darbringt, und das "Ein-für-Allemal" Wir lesen in Hebräer 9:13-16 Schon nach den Regeln des alten Bundes wurde jeder, der nach den religiösen Vorschriften unrein geworden war, wieder äußerlich rein, wenn er mit dem Blut von Böcken und Stieren oder mit der Asche einer geopferten Kuh besprengt wurde. Wie viel mehr wird das Blut Jesu Christi uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen!1 Erfüllt von Gottes ewigem Geist, hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen" Für uns ist es an diesem Tag wichtig, die Sühnewirkung des Todes Jesu nicht mit dem allgemein gängigen Verständnis von Sühne und Opfer gleichzusetzen. Schon das sogenannte Alte Testament und erst recht das Neue Testament legt größten Wert darauf, dass es nicht darum geht, einen zornigen Gott durch Opfer und Sühneleistungen zu besänftigen, sondern dass umgekehrt alle Versöhnungsinitiative von Gott ausgeht. Nicht Gott muss gnädig gestimmt werden, vielmehr ist er es, der den Menschen aus freier Gnade Versöhnung anbietet, ja sie geradezu um Versöhnung mit sich bittet. "Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2 Korinther 5:17-21 Die Versöhnung mit Gott aus freier Gnade für alle Menschen wird im alten Testament durch die Bereitschaft Abrahams veranschaulicht, seinen einzigen durch ein Wunder geschenkten Sohn Isaak auf das Geheiß seines Gottes hin zu opfern. Durch diese Bereitschaft Abrahams wird uns Menschen bergreiflich gemacht, was Gott in Verbindung mit seinem Sohn für uns getan hat. In seiner Gottesfurcht war Abraham bereit, Gott das Teuerste und Kostbarste zu opfern. Sein Gott aber hielt ihn davor zurück. Genau hier setzt eine besondere Botschaft für uns ein, und zwar; dass Gott das Liebste und Kostbarste des Menschen nicht fordert; die Bereitschaft des Menschen, es ihm zu geben, diese Bereitschaft genügt ihm bereits. Diese Bereitschaft Abrahams wird gleichzeitig zu einem Zeugnis der Liebe Gottes zum Menschen. Warum also das Gebot Gottes an Abraham, seinen Sohn Isaak zu opfern? Paulus erklärte in 1. Korinther 10:11 "Dies widerfuhr ihm als ein "Vorbild" für uns. Gott wies Abraham an, einem Sinnbild gemäß zu handeln für etwas, das Jahrhunderte später erfüllt werden sollte – das Opfer Christi. Christus ist das Lamm, "das geschlachtet ist" heißt es in Offenbarung 13:8 Gottes Vorhaben zur Erlösung der Menschheit existierte lange vor dem Ereignis am Berg Morija. Die ganze Menschheit sollte die Möglichkeit haben durch Abrahams Samen gesegnet zu werden. Abraham entschied sich zum Gehorsam aufgrund seines Glaubens an Gottes Verheißungen. Ja, für diese Verheißung war Abraham bereit das liebste was er besaß zu opfern. Abraham war überzeugt davon, das der von Gott verlangte Opfertod seines Sohnes Isaak mit der Verheisung zu tun haben muß: Denn Gott sprach zu Abraham: 'Durch deine Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden" Apostelgeschichte 3:18 Demnach können wir davon ausgehen, das auch Abraham zu dem bereit war, was Gott selbst einmal zum Segen der Menschen tun würde; und zwar seinen einzig gezeugten Sohn zu opfern. In dieser Bereitschaft Abrahams zeigt sich das Bild Gottes; - seine grenzenlose Liebe zu den Menschen-. Indem Abraham glaubte und handelte – indem er seinen lebendigen Glauben demonstrierte – wurde er zum Vater aller Gläubigen, und er hat vorausgesehen, dass Jehova Gott Menschen durch den Glauben gerecht macht. "In dir sollen alle gesegnet werden", lautete die Verheißung, und durch Jesus Christus wird sich diese Verheißung erfüllen. Abraham wird im Stammbaum Jesu aufgeführt und erscheint darüber hinaus an vielen Stellen als Vorbild und "Vater des Glaubens" Im Römerbrief wird Abraham zum Gegenstand einer der wesentlichen Lehren des Paulus. Danach seien Abraham die göttlichen Verheißungen nicht wegen seiner "Gesetzeswerke", sondern durch "Glaubensgerechtigkeit" zuteil geworden. "Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden. "Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist" Römer 4:18 Dieser bedingungsloser Glaube und die Bereitschaft seinen Sohn für die Verheißung Gottes zum Segen der Menschheit zu opfern führte dazu, dass Jehova Gotte ihn als seinen Freund bezeichnet, eine Ehre, die kein Mensch beanspruchen kann und sollte. Die Worte Jesu beim Abendmahl – verstärkt durch die Geste des Brechens und Austeilens des Brotes – wollen zum Ausdruck bringen, dass er sein Sterben, so wie sein Leben, als Dienst an den Menschen, ja für alle Menschen verstanden hat: "Ich für euch" sagte er als er das Brot brach und den Wein trank. Er hat sein Leiden und Sterben als stellvertretendes Sühneleiden für die "vielen", womit zunächst wohl nur das sich verweigernde Israel gemeint war, bejaht und angenommen. Doch Jesus sagte immer wieder, dass er nicht nur für die Schafe Israel gestorben ist. "Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden Johannes 10:16 Jesus ließ sich von seinem Vater für alle Menschen in Dienst nehmen, indem er sein Sterben zum Zeugnis der grenzenlosen Liebe Gottes werden ließ, zur Manifestation von Gottes Vergebungsbereitschaft auch gegenüber denen, die weder Gott noch Jesus kannten, aber Glauben bekunden. Paulus sagt in Römer 3:21-30: Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, .... ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für Alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied, alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerecht gesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt,..... um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerecht spricht, der an Jesus glaubt. Wo ist also das Rühmen?..... ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen. Durch Jesus alleine findet die grundlegende und dauerhafte Versöhnung mit Gott statt, und zwar – dieser Gedanke drängte sich mehr und mehr auf, je deutlicher man erkannte, dass die Bedeutung dieses Jesus die Grenzen Israels sprengt und universal ist – Versöhnung nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen. An diesen grenzenlosen Liebesbeweis Gottes und seines Sohnes möchten wir heute erinnert sein. Alle Versöhnung, alles Heil geht von Gott aus: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Grundlage gelegt, um die Welt mit sich zu versöhnen.

Die Blutfrage bei einer Bluttransfusion Liebe Schwestern und Brüder! Viele Gebote und Verbote des „treuen und verständigen Sklaven“ sind biblisch nicht eindeutig oder nur durch fragwürdige Interpretation der Bibel begründbar. Für uns soll aber nur die Bibel zählen, wir sollen dem geschriebenen Wort der Bibel nichts hinzufügen und nichts wegnehmen. Das Blutverbot ist in der Bibel verhältnismäßig wenig erwähnt, einmal bei Noah, dann im Gesetz Mose und in der Apostelgeschichte. Das im Volke Israel genannte Verbot Blut zu essen ist nicht unbedingt auf das Christentum übertragbar, denn es war auch verboten Schweinefleisch zu essen, was wir heute tun dürfen. Man musste auch den Sabbath einhalten und vieles mehr. Aus diesem Grunde bleiben nur die genannten Verse nach der Flut und der Apostelgeschichte für Christen als Gesetz der Bibel übrig. Apg. 15:19-20 und 28-29 19. Deshalb urteile ich, daß man diejenigen, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhige, sondern ihnen schreibe, 20. daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Hurerei und vom Erstickten und vom Blute. 28. Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: 29. euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor bewahret, so werdet ihr wohltun. Lebet wohl!" Apg. 21:25 25. Was aber die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, daß sie sich sowohl vor dem Götzenopfer als auch vor Blut und Ersticktem und Hurerei bewahrten. Die Menge Bibel schreibt: Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir beschlossen und ihnen (schriftlich) mitgeteilt, daß sie sich vor Götzenopferfleisch, vor (dem Genuß von) Blut, vor dem Fleisch erstickter Tiere und vor Unzucht zu hüten haben. Liest man diese Verse in Apostelgeschichte alleine betrachtet, so kann man schon zum Schluss kommen, dass man sich allem Blute, somit auch einer Bluttransfusion enthalten soll. Wobei Vers 28 sagt, dass man keine größere Last auf die Christen legen wollte als diese notwendigen Stücke. Wie viel Last wird aber einem Christen von Jesus Christus aufgeladen? Matth. 11:28-30 sagt hierzu: 28. Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. 29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; 30. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Jesus spricht von einem sanften Joch, einer leichten Last . Das Ablehnen einer Bluttransfusion, wenn es sein eigenes Leben oder um das Leben seiner Nächsten geht, ist aber eine sehr schwere, kaum zu tragende Last. Das Gesetz kein Blut zu essen ist dagegen eine sehr leichte Last. Jesus würde uns so eine schwere Last, nämlich den Tod in Kauf zu nehmen, gemäß seinen eigenen Worten nicht aufladen. Er sagt in Vers 28 und 29 indirekt, dass man viel weniger Last tragen muss als bisher, wenn man sich nur auf ihn stützt. Somit ist es durchaus möglich, dass auch das Verbot der Bluttransfusion eine der vielen Lasten ist, welche uns den Mühseligen und Beladenen vom „treuen und verständigen Sklaven“ aufgeladen wurde. Oft kann man einen Vers im Neuen Testament erst zuverlässig verstehen, wenn man das Alte Testament mit einbezieht. Viele Menschen, aber auch manche Brüder sind der Meinung das Blutverbot und das Schweinefleischverbot sei nur wegen dem Verbreiten von Krankheitserregern erlassen worden. Wenn es nachweislich so wäre, hätte das Blutgesetz zu Recht Heute keine Bedeutung mehr. Aber das Essen von Schweinefleisch war schon zur Zeit der Apostel aufgehoben worden, auch damals war es nicht möglich die manchmal im Schwein vorhandenen, tödlichen Trichinen zu erkennen. Hätte Jehova das Motiv gehabt die Menschen vor Krankheiten zu schützen, so hätte er dieses Verbot unreine Tiere, vor allem Schweinefleisch zu essen, nicht schon zur Zeit der Apostel aufgehoben. Das Verbot Schweinefleisch zu essen, wurde aufgehoben, das Verbot Blut zu essen aber nicht. Somit muss ein anderer Grund für die Fortführung des Blutverbotes im Neuen Testament bestehen. 1. Mose 9: 1-4 1. Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde; 2. und die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hände sind sie gegeben: 3. alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. 4. Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht essen; Noah und seine Söhne haben als erste Menschen das Verbot erhalten das Fleisch mit dem Blut zu essen. Alles durften sie essen, nur das Blut nicht. So wie Adam das Gesetz bekam, alle Früchte der Bäume durfte er essen, nur die Frucht des einen Baumes nicht. Es war nur dieses eine Gesetz das Adam unbedingt einhalten musste, so auch die Nachkommen Noahs, nur dieses eine Gesetz muss unbedingt eingehalten werden. Vielleicht weil das Blut die Seele, oder das Leben des Lebewesens ist. Die Seele gehört Jehova, er hat alles Lebendige erschaffen hat. Durch das Ausgießen des Blutes auf die Erde gibt man die Seele des geschlachteten Tieres respektvoll Jehova zurück. Tötet man aber ein Tier, ohne es zu essen, z.B. einen Löwen, der einem zu nahekommt, so gibt es keinen Hinweis in der Bibel das Blut der Erde geben zu müssen. Dass das Blut die Seele ist, sagt auch Mose mehrmals, deswegen folgende Verse, um dies zu bekräftigen. 3. Mose 17 10. Und jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in ihrer Mitte weilen, der irgend Blut essen wird, -wider die Seele, die das Blut isset, werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 11. Denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu tun für eure Seelen; denn das Blut ist es, welches Sühnung tut durch die Seele. 12. Darum habe ich zu den Kindern Israel gesagt: Niemand von euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der in eurer Mitte weilt, soll nicht Blut essen. 13. Und jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte weilen, der ein Wildbret oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit Erde bedecken. 14. Denn die Seele alles Fleisches: sein Blut, das ist seine Seele; und ich habe zu den Kindern Israel gesagt: Das Blut irgend welches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isset, soll ausgerottet werden. – Nur das Blut, die Seele, nicht das Fleisch, war bei einem Opfer in der Lage Sühnung zu tun. (Vers 11) Für Jehova war nur das Blut wichtig, denn es war seine Seele. 5.Mos.12:16 und 23 16. Nur das Blut sollt ihr nicht essen, ihr sollt es auf die Erde gießen wie Wasser. - 23. Nur halte daran fest, kein Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele; und du sollst nicht die Seele mit dem Fleische essen; Denn das Blut ist die Seele! (Vers 23) Die Seele oder das Leben gehört Gott und nicht den Menschen . Im Gesetz Mose war das Blut die Seele, welche bei einer Opferung die Sünden der Menschen vergeben hat. Jesus als größtes und endgültiges Opfer hat auch sein Leben, seine Seele, das Blut dahingegeben, um die Sünden der Menschen zu tilgen. Es ist also durchaus möglich, dass das Blutgesetz nur für den Fall gilt, dass das Lebewesen getötet wurde und deswegen die Seele das Blut Gott gehört. Es ging im Alten Testament immer ums Essen von Blut. Es ist nicht erlaubt einen Menschen zu töten, somit ist es wahrscheinlich auch nicht erlaubt sich selbst zu töten. Wer aber, wenn es um Leben oder Tod geht, die Bluttransfusion ablehnt, würde durch seine Entscheidung sich selbst töten. Wenn jemand in die Zwangslage kommt für einen Nächsten, z.B. sein Kind zu entscheiden, dann geht es darum, ob man das Gesetz, du sollst nicht töten oder das nicht klar und eindeutig definierte Blutgesetz für wichtiger erachtet. Wenn jemand die Bluttransfusion akzeptiert, dann hat er Jehova noch nicht das Blut oder die Seele was das Leben ist weggenommen, da der Spender, ohne Schaden zu nehmen, weiterlebt. Was ist somit vor Jehova eine größere Sünde, den Tod akzeptieren, sich oder andere somit im schlimmsten Fall verbotenerweise töten, weil man kein Blut zu sich nimmt, oder Blut von jemandem zu nehmen der lebt und weiterlebt? Dieses Blutgesetz wie es bei den Zeugen Jehovas Gültigkeit hat ist eine der schwersten Lasten für jeden Betroffenen, welche man sich denken kann, aber was sagte Jesus noch einmal in Matthäus 11:30? Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Daraus folgt: Immer wenn eine Last sehr schwer ist, müssen wir davon ausgehen, dass es die Last von einem Menschengebot ist. Es ist eine Gewissensentscheidung jedes einzelnen Bruders oder jeder einzelnen Schwester wie er mit der Blutfrage umgeht. Wir können diese Entscheidung niemandem abnehmen. Autor: N.S.

Ich habe die Welt besiegt ! Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe diese Welt besiegt .«“ Johannes 16:33 HFA In diesem einem Vers kündigt Jesus seinen Jüngern zwar an, dass sie in der Welt hart bedrängt werden, aber dadurch sollen sie sich auch nicht entmutigen lassen. Durch Jesus sollten Sie Frieden haben und sich genauso das Ziel setzen, diese Welt zu besiegen. Er hat es Ihnen vorgemacht. Sie sollten in seine Fußstapfen treten. Klar kann man jetzt einwenden, dass Jesus als Gottes Sohn natürlich über Fähigkeiten verfügte, die ein normaler Mensch nicht hat. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Jesus genauso unter den gewalttätigen Übergriffen gelitten hat, wie jeder andere auch. Er war ja als Mensch auf diese Erde gekommen und nicht mit seinem himmlischen Leib. Den Schmerz und das Leid, dass man seinem Körper angetan hat, hat er somit ganz genauso gespürt. Jesus hat die Welt auch nicht mit seinem göttlichen Leib besiegt, denn das wäre ein ungleicher Kampf gewesen. So hätte er immer gewonnen, egal wie oft man versucht hätte ihn niederzuringen. Jesus hat die Welt mit einem menschlichen Körper besiegt, mit allen Unzulänglichkeiten die er dadurch hatte. Sein Geist war derjenige, der seinen Körper dazu gebracht hat niemals aufzugeben. Dieser Geist stand in enger Verbindung mit seinem himmlischen Vater, dieser hat ihm die Kraft gegeben, bis zum letzten Atemzug durchzuhalten. Wenn ich so darüber nachdenke, dann wird mir bewusst, dass auch wir Kinder Gottes sind und der Geist unseres himmlischen Vaters in uns wohnt. Daher schrieb Timotheus: „Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“ 2. Timotheus 1:14 Rückblickend auf mein bisheriges Leben kann ich sagen, dass ich Phasen hatte in denen ich tatsächlich meinen Körper durch meinen Geist im Griff hatte. Dann kamen Phasen, da hatte mein Fleisch die Oberhand und ich stand dem scheinbar machtlos gegenüber. Irgendwann hat wieder mein Geist die Oberhand gewonnen und mein Körper musste sich meinem Geist unterwerfen. Man könnte jetzt sagen, dass das natürlich alles nur Zufall ist, manchmal kann man sich zusammenreißen und manchmal eben nicht. Vielleicht ist es aber auch so, dass wir unser Fleisch gewähren lassen, weil es nicht so anstrengend ist, ist halt bequem so. Ich glaube heute, dass wir als Kinder Gottes die Macht über unseren Geist und unseren Körper haben, wenn wir das wirklich wollen. Dass wir selbst entscheiden, ob wir unserem Fleisch freien Lauf lassen oder nicht. Hat nicht Paulus das genauso an die Galater geschrieben? „13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder; allein gebrauchet nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander. 14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Worte erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 15 Wenn ihr aber einander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht voneinander verzehrt werdet. 16 Ich sage aber: Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf daß ihr nicht das tuet, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter Gesetz. 19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, 21 Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, gleichwie ich auch vorhergesagt habe, daß, die solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. 22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit; 23 wider solche gibt es kein Gesetz. 24 Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. 25 Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln. 26 Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden.“ Galater 5:13-26 Wenn man das berücksichtigt, dann können auch wir heute tatsächlich die Welt besiegen, genauso wie Jesus. Schauen wir noch mal auf ihn und sein irdisches Leben. Mit welchen Problemen hatte er sich rumschlagen müssen und überlegen wir dabei, ob wir nicht manchmal ähnliche oder sogar die gleichen Probleme haben. 1.Jesus hat seine Botschaft ungeachtet der Repressalien, die ihm gedroht haben gepredigt. Gibt es auch für uns heute die Möglichkeit für unsere Überzeugung einzustehen? Dass wir mit unserer „Botschaft“ nicht hinter dem Berg halten, nur weil man dann Nachteile in Kauf nehmen muss? 2. Wie stand es bei Ihm mit den Verlockungen, die diese Welt bietet? Wie hat Jesus darauf reagiert. Lesen wir in der Bibel diese sehr interessante Passage in Matthäus Kapitel 4 nach: „1 Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn danach. 3 der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden. 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." 5 Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest." 7 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." 8 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." 11 Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm.“ Matthäus 4:1-11 Wichtig finde ich in dieser Passage, dass der Teufel nicht am ersten Tag des Fastens gekommen ist, sondern erst nach 40 Tagen. Also zu einem Zeitpunkt wo man am schwächsten ist, wo man vielleicht schon von nur einem Stückchen trockenem Brot träumt und sich vorstellt, dass dies ein Festmahl ist. Das zeigt mir drei Dinge. 1. Der Teufel ist feige und schlägt dann zu, wenn man am schwächsten ist. 2. Auf der anderen Seite ist er auch klug, dass er nicht die offene Konfrontation sucht, sondern erst dann aktiv wird, wenn der andere schon so gut wie am Boden liegt. Dadurch spart er sich selbst natürlich die unnütze Kraftvergeudung. Das Jesus ein hochkarätiger Gegner für ihn ist, das war ihm klar. Bei Menschen, die er als nicht so stark einschätzt schlägt er natürlich schon früher zu. Doch vielleicht kann der eine oder andere Mensch ihn mit einem sehr starken unnachgiebigen Geist dennoch sehr viel länger widerstehen, als er sich das vorgestellt hat. Das dies möglich ist, sagte auch schon Petrus: 1.Petr. 5:8,9: „8 Seid nüchtern, wachet; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. 9 Dem widerstehet standhaft im Glauben, da ihr wisset, daß dieselben Leiden sich vollziehen an eurer Brüderschaft, die in der Welt ist.“ 3. Obwohl Jesus am 40 zigsten Tag des Fastens am schwächsten war und er war ja nun mal in einem menschlichen Körper, konnte er dennoch dem Teufel standhalten. Genauso wie es auch Petrus im vorangegangenen Bibelvers gesagt hat. Bei den drei Versuchungen hat der Teufel definitiv die Wahrheit gesagt. Bei Jesus konnte er nicht mit so Halbwahrheiten ankommen, wie er es bei der Eva gemacht hat. Denn immerhin hatte er es hier mit dem leiblichen Sohn Gottes zu tun, der aktuell halt in einem menschlichen Körper steckte. Ergo hat er sich natürlich die Schwächen des menschlichen Körpers zu Nutze gemacht, so wie eben der Hunger, wenn man 40 Tage nichts gegessen hat. Mit der ersten Versuchung wollte er Jesus bei seiner Ehre packen und hat gesagt : „Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden.“ Warum war es dem Teufel so wichtig, dass Jesus was zu Essen bekam? Darum ging es ihm nicht, Jesus war ihm völlig egal. Wenn aber Jesus darauf eingegangen wäre, dann hätte der Teufel fortan sagen können: „Ha, das war doch gar kein richtiges Opfer. Wenn Jesus irgendwas unbequem wurde, dann hat er sich einfach seiner göttlichen Macht bedient und für Abhilfe gesorgt. Somit braucht ihr nicht glauben, dass dieser Jesus auch nur ein kleines bisschen Schmerz gefühlt hat, als er nach seiner Verhaftung gefoltert wurde.“ Gleichzeitig wurde Jesus auch noch bei seiner Ehre angegriffen. Wenn Du nämlich ein Lügner und gar nicht Gottes Sohn bist, dann kannst Du natürlich auch keine Steine in Brot verwandeln. Wenn Du also die Steine nicht verwandeln kannst, ist offenbar geworden, dass du nicht Gottes Sohn sein kannst. Das ist eine typische Taktik vom Teufel, dass Du Dich nur zwischen der Pest oder der Cholera entscheiden kannst. Eine Wahl zwischen Gut und Böse gibt er Dir nicht, sondern nur die Wahl zwischen dem einem Bösem und einem anderen Bösen. Genau das unterscheidet den Teufel von Gott. Denn Gott stellt die Menschen so vor eine Wahl: 5. Mose 30:19 „Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf daß du lebest, du und dein Same,“ Und Gott möchte eindeutig, dass wir uns so entscheiden: „So wähle das Leben, auf daß du lebest, du und dein Same,“ Der Teufel stellt uns vor die Wahl mit zwei bösen Möglichkeiten und Gott lässt uns zwischen Gut und Böse wählen und empfiehlt uns sogar, dass wir uns für das Gute entscheiden. Er sagt uns sogar, was der Ausgang unserer Wahl ist. „Wähle das Leben, auf dass du lebest…“ Auch wir heute werden täglich mit „Wahlmöglichkeiten“ bombardiert und sehr sehr oft, ist keine Möglichkeit dabei, die wirklich gut für uns wäre. Wir können nur versuchen das wenigere schlimmere zu wählen und dann hoffen, dass wir damit Recht behalten. Es ist ein ständiger Kampf, wer jedoch mit Gottes Geist gesegnet ist, kann diesen Kampf gewinnen und die rechten Entscheidungen treffen. Genauso wie Jesus es tat. Die zweite Versuchung des Teufels zielte darauf ab, dass Jesus sich in den Tod stürzt, weil er ja weiß, dass die Engel ihn davor bewahren würden. Diese Aussage ist natürlich wieder richtig, denn Jesus sagte später zu seinen Jüngern: Matthäus 26:51-54: „51 Und siehe, einer von denen, die mit Jesu waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. 52 Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. 53 Oder meinst du, daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne, und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? 54 Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß?“ Jesus konnte seinen Vater jederzeit um Schutz durch die Engel bitten und er würde sofort mehr als zwölf Legionen Engel bereitstellen. Eine Legion Soldaten waren damals zwischen 5.000 bis 6.000 Mann. Somit hätte Jesus sofort mehr als 72.000 Engel zu seinem Schutz bekommen können. Jedoch hätte ihm ein einziger Engel gereicht, wenn man bedenkt, wie einer damals das Heer der Assyrer aufgemischt hat. 2.Kön. 19:35 „35 Und es geschah in dieser Nacht, da zog der Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185.000 Mann. Und als man früh am Morgen aufstand, siehe, da ⟨fand man⟩ sie alle, lauter Leichen.“ Doch warum hätte das Jesus nicht tun können? Die Antwort gibt er selbst im Vers 54 : „54 Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß?“ Wenn Jesus also der zweiten Versuchung nachgekommen wäre, wäre der Plan zur Befreiung der Menschheit direkt gescheitert, bevor er überhaupt richtig angefangen hätte. Wir sehen also, dass der Teufel überaus klug vorgeht. Daher darf man ihn nie unterschätzen. So auch in der dritten Versuchung, die ja lautet: „Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst.“ Das ist eine sehr bemerkenswerte Versuchung, denn Jesus hätte hier direkt vom Teufel alle Reiche der Welt bekommen können. Das zeigt schon mal, dass der Teufel zum damaligen Zeitpunkt die uneingeschränkte Macht darüber hatte und diese wohl bis heute immer noch hat, bis sie ihm endlich weggenommen wird. Wenn der Teufel bereit war, alle Reiche der Welt für einen Akt der Anbetung einzutauschen, dann merkt man erst mal, wie wichtig für ihn dieser Anbetungsakt war. Denn dieses Angebot machte er ja keinem geringeren als dem einzigen leiblichen Sohn Gottes. Wäre Jesus darauf eingegangen, hätte er damit den Plan Gottes zur Rettung der Menschheit zunichte gemacht. Und dennoch war es eine Mogelpackung diese Versuchung. Denn als Sohn Gottes und als designierter König des Königreiches Gottes, gehörten Jesus sowieso alle Reiche der Welt, jedoch erst in der Zukunft. Im Grunde hat der Teufel hier Jesus sein eigenes Erbteil angeboten, nur halt viel früher. Der Teufel hat nichts, aber auch gar nichts anzubieten, dass nicht Gott vorher geschaffen hat. Das hatte Daniel auch dem babylonischen König Nebukadnezar in seiner Traumdeutung vor Augen geführt. Er sagte: Dan. 4:14 „Durch den Beschluss der Wächter ist diese Botschaft ⟨zustande gekommen⟩, und ein Spruch der Heiligen ist diese Sache, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber einsetzt“ Gott ist derjenige, der die Höchste Macht hat und er kann, wen immer er will über das Königtum der Menschen einsetzen. Wir wissen, dass er dies seinem Sohn versprochen hat, eben wenn die bestimmte Zeit gekommen ist. Jesus wäre somit sehr schlecht beraten gewesen, wenn er auf den Vorschlag des Teufels in der dritten Versuchung eingegangen wäre. Weil er jedoch bei allen drei Versuchungen Stand gehalten hat, obwohl er 40 Tage lang nichts gegessen hatte, zeigt dass er ein würdiger König für das Königreich Gottes ist. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was es für uns Menschen bedeutet hätte, wenn Jesus damals auf nur eine Versuchung eingegangen wäre. Hier hat Jesus schon mal sehr deutlich über den Teufel gesiegt. Über Jesus kann man soviel schreiben, ich werde mich hier auf weniges beschränken müssen. Es gibt noch eine Situation, wo Jesus sehr emotional gefordert wurde. Diese möchte ich gerne aus der Bibel zitieren: Mat. 26:36-46: „36 Dann kommt Jesus mit ihnen an ein Gut, genannt Gethsemane, und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier, bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe! 37 Und er nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und geängstigt zu werden. 38 Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! 39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du ⟨willst⟩. 40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde konntet ihr mit mir wachen? 41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. 42 Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser ⟨Kelch⟩ nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 43 Und als er kam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen waren beschwert. 44 Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach wieder dasselbe Wort. 45 Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Siehe, die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, nahe ist gekommen, der mich überliefert.“ Diese Begebenheit spielte sich direkt vor seiner Verhaftung ab. Dreimal ist er auf die Seite gegangen um zu seinem Vater zu beten und dreimal sind seine Jünger eingeschlafen ohne auf ihn zu achten. Seine schwierigste Zeit steht unmittelbar bevor und seine Jünger stehen ihm nicht bei. Ja, Jesus war Gottes Sohn, aber er hätte sich sicher über den Beistand in dieser schweren Stunde gefreut. Wie sehr ihm das wirklich zugesetzt hat, erfahren wir wenn wir den Bericht aus Lukas hinzuziehen: Luk. 22:39-46: „39 Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach zum Ölberg; es folgten ihm aber auch die Jünger. 40 Als er aber an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt! 41 Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder, betete 42 und sprach: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir weg – doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! 43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte. 44 Und als er in Angst war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen. 45 Und er stand auf vom Gebet, kam zu den Jüngern und fand sie eingeschlafen vor Traurigkeit. 46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!“ Die Bibel scheut sich hier nicht davor zuzugeben, dass der Sohn Gottes in Angst war, so sehr dass sein Schweiß wie große Blutstropfen zur Erde hinabfielen. Dieses Opfer, dass Jesus bereit war für die Menschen zu geben, war alles andere als leicht für ihn, denn er war in Gestalt des menschlichen Körpers allen Anfeindungen genauso ausgeliefert, wie es auch jedem anderen Menschen ergangen wäre. Wenn der Sohn Gottes schon Angst hatte, für Wahrheit und Gerechtigkeit und den Frieden für alle Menschen einzustehen, dann dürfen wir auch Angst haben. Doch diese Angst sollte uns nicht lähmen, sondern wir sollten dennoch standhaft sein und für das Gute kämpfen, auch wenn es manchmal durch unsere Mitmenschen verurteilt wird. Gerade in der heutigen Zeit, in der die allgemeine Ansicht von einseitiger Berichterstattung in den Medien geprägt ist, fällt es unheimlich schwer sich für eigentlich selbstverständliche Rechte und Wahrheiten einzusetzen. Dabei Angst zu haben vor gewissen Konsequenzen ist völlig in Ordnung. Je nachdem um was es geht, sollte man einen Gegenpol zum Mainstream setzen. Denn nur so kann etwas zum Guten bewirkt werden. Es sind immer nur wenige, die am Anfang bei irgendwas nicht mitmachen. Später kann aber etwas Großartiges bewirkt werden. Jesus war damals ein Mann und hat etwas losgetreten, dass bis in unsere Zeit also ca. 2.000 Jahre hineinreicht. Zurück zu Jesus. Würde man die darauffolgenden Verse in der Bibel weiterlesen, dann kommt man zu seiner Gefangennahme. Diesen Text hatten wir schon weiter oben bei den drei Versuchungen zitiert. Deshalb verzichte ich darauf dies erneut zu tun. Wir hatten das in Matthäus 26:51-54 gelesen. Dennoch möchte ich eins nochmal stark hervorheben. Jesus wurde gefangengenommen und hätte mehr als 70.000 Engel herbeirufen können, die ihm beigestanden hätten. Doch er ließ alles mit sich geschehen. Es ist eine Sache, wenn man drangsaliert wird, dass man wehrlos ist und sich nicht helfen kann. Eine ganz andere Sache ist es, wenn man mit nur einem Wort, sich Hilfe herbeirufen kann und es nicht tut. Das ist wahre Größe. Jesus hat ja vorher eindeutig durch seine emotionalen Gebete gezeigt, dass er Angst vor dem kommenden hat und er wusste auch, dass er es verhindern kann, indem ihm Engel beistehen. Aber er hat sich diese Hilfe nicht geholt, damit alles erfüllt wurde, was geschrieben stand. Damit die Rettung der Menschheit vor Sünde und Tod nicht gefährdet wurde. Auch sein himmlischer Vater, hätte jederzeit eingreifen können, aber er ließ es ebenfalls zu und zwar aus diesem Grund: Joh. 3:16 „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Für diese Liebe, die sowohl der Vater als auch der Sohn, für die Menschen haben dürfen wir uns unendlich glücklich schätzen. Diese Liebe sollten wir ebenfalls an unsere Mitmenschen weitergeben, denn die Liebe ist das einzige, was nie vergehen wird. 1.Kor. 13:8: „8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.“ Jesus hat sich bei der Gefangennahme nicht nur keine Hilfe bei seinem himmlischen Vater geholt, nein er hat noch viel mehr getan. Das sagt der Bericht in Johannes. Wir lesen: Joh. 18:3-9: „4 Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer. Er spricht zu ihnen: Ich bin ⟨es⟩! Aber auch Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. 6 Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin ⟨es⟩!, wichen sie zurück und fielen zu Boden. 7 Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazoräer. 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen! 9 Damit das Wort erfüllt wurde, das er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.“ Hat er eben noch vor Angst Schweiß wie Blutstropfen geschwitzt, so sagt er der Menschenschar ohne Furcht, dass er derjenige ist den sie suchen. Doch nicht nur das, er ergänzt noch: „Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!“ Er stellt sich noch schützend vor seine Jünger und ist somit bei der Verhaftung ganz alleine. Ohne Beistand seiner Freunde. Zum Glück war zu dieser Zeit noch sein himmlischer Vater in und bei ihm. Genau diese Hilfe können auch wir heute haben, wenn wir sie denn wollen. Das Verhör durch Pilatus ist wieder so eine Meilenstein im Leben des Jesus. Vor kurzem war er noch voller Angst und dann spricht er furchtlos mit dem römischen Statthalter, der die Macht hatte ihn frei zu lassen. Das möchte ich auch gerne zitieren, weil es ein Beispiel ist, dass der Geist soviel stärker ist wie der fleischliche Körper. Johannes 18:33-40: „33 Pilatus ging nun wieder hinein in das Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete: Sagst du dies von dir selbst aus, oder haben dir andere von mir gesagt? 35 Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Deine Nation und die Hohen Priester haben dich mir überliefert. Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. 37 Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. 38 Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und spricht zu ihnen: Ich finde keinerlei Schuld an ihm. 39 Es ist aber ein Brauch bei euch, dass ich euch an dem Passah einen losgebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden losgebe? 40 Da schrien sie wieder alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber.“ Jesus tritt hier mutig für das ein, für das er in diese Welt gekommen ist. Pilatus ist beeindruckt und sagt zu den Juden, dass er keinerlei Schuld an ihm findet. Er stellt sie vor die Wahl, einen Gefangenen frei zu lassen. Entweder den Räuber Barabbas oder aber Jesus, der gekommen ist um sein Volk, also die Juden, zu befreien. Genau dieses Volk verurteilt Jesus zum Tod. Eigentlich unfassbar, was muss da in Jesus vorgegangen sein, als er erleben musste, wie das Volk ihn verachtet hat. Das Volk, dass eigentlich ebenfalls zu seinem Vater betet und somit auch den Sohn ehren müsste. Das Gegenteil war der Fall. Jesus nahm das aber nicht zum Anlass um sich jetzt die Engel zu Hilfe zu holen. Er ließ alles geschehen. Ein wahrhaft großartiger, liebevoller König. Hiermit hat Jesus die Welt besiegt, das darauffolgende war nun unausweichlich und daher möchte ich das auch noch zitieren, die eigentliche Hinrichtung aber weglassen: Mat. 27: 45-54: „45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; 46 um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte : Elí, Elí, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Als aber einige von den Umstehenden es hörten, sagten sie: Der ruft den Elia. 48 Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die Übrigen aber sagten: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, ihn zu retten! 50 Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 51 Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei ⟨Stücke⟩, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, 52 und die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, 53 und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Den Ausruf von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Habe ich lange nicht verstanden. Warum sollte der Vater den Sohn verlassen, wenn der doch genau den Willen des Vaters getan hat. Das hat mich immer irritiert. Irgendwann kam mir eine mögliche Erklärung dafür in den Sinn. Jesus hatte den Geist seines Vaters in sich und offensichtlich war dieser solange bei seinem Sohn, damit er gestärkt war alles auszuhalten, was ihm die Menschen angetan haben. Nachdem dies alles geschehen war und es nur noch darum ging, dass sein Sohn zu Tode kommt, hat er seinen Geist aus Jesus zurückgezogen. Hätte er es nicht getan, wäre Jesus vermutlich nicht gestorben. Denn wenn der Geist des ewigen Vaters in Jesus war, hätte er nicht sterben können. Somit musste der Vater seinen Geist von Jesus zurückziehen, damit er von seinen Qualen erlöst wurde. Dieser Moment war es, den Jesus gespürt haben muss und das was das allererste Mal, dass er von seinem Vater getrennt war. Auch das musste sein, es gab keine andere Wahl. Mit dem Tod von Jesus Christus wurde somit amtlich besiegelt, dass er die Welt besiegt hat. Die Begleitumstände seines Todes, ließen sogar die Römer erschrecken, so dass sie ausriefen: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Auch wir können in die Fußstapfen Jesu treten und die Welt besiegen. Nämlich mit der Liebe, der Wahrheit und Gerechtigkeit. Ich hoffe, dass dieser Artikel die Wertschätzung für das großartige Opfer, dass sowohl der Vater als auch der Sohn, für die Menschen gebracht haben, verstärkt hat. Für mich hat es das und es spornt mich dazu an, immer weiter zu machen und zu prüfen wo man sich verbessern kann. Es ist nicht immer einfach, für keinen von uns, aber lassen wir uns abschließen von den warmherzigen Worten unseres Königs, Jesus Christus ermuntern. Ihr könnt gerne das ganze Kapitel lesen, ich möchte nur auszugsweise zitieren: Joh. 17:22-26: „22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind 23 – ich in ihnen und du in mir –, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. 24 Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. 25 Gerechter Vater! Und die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.“ Autor: W.F.

Liebe zur ganzen Schöpfung! Im Beispiel vom verlorenen Sohn In diesem Artikel geht es um das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“. Allerdings mit einem Aspekt, den man so vielleicht noch nie gehört oder gelesen hat. Jetzt wo ich hier sitze und anfange, meine Gedanken in Worte zu fassen, weiß ich nicht ob dieser Artikel bei Bruderinfo online gehen wird. Ich schreibe das hauptsächlich auch für mich selbst. Denn ich habe Gedanken, die mir bisher völlig fremd waren, die sich dennoch vertraut und richtig anfühlen. Ich versuche diese Gedanken strukturiert zu analysieren um am Ende zu sehen, ob meine Sichtweise biblisch vertretbar ist oder nicht. Wenn ich zum Schluss komme, dass es sich um ein „Hirngespinst“ von mir handelt, wird dieses Manuskript niemals in andere Hände kommen. Sollte es aber trotz intensiver Recherche, sich als eine weitere barmherzige Möglichkeit unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes erweisen, dann bekommen zumindest die Schwestern und Brüder es zu lesen, denen ich mich geistig verbunden fühle. Alles weitere liegt dann in deren Händen. Der Bruder „Alois“, war der Erste, der mir auf meinen allerersten Kommentar bei Bruderinfo Anfang 2010 geantwortet hat. Durch ihn wurde mein Glaube an unseren unvergleichlich großen himmlischen Vater weiter vertieft. Er hatte mir damals erklärt, wie man Unendlichkeit verstehen und begreifen kann. Bis heute haben wir einen regen Austausch an biblischen Gedanken, die uns zu dem geformt haben wer wir heute sind. Selbstverständlich gehören da noch weitere Schwestern und Brüder dazu, ich habe ihn nur deswegen erwähnt, weil wir zusammen mal die folgende Aussage geprägt haben: „Wenn man das Gegenteil von dem annimmt, was die Organisation lehrt, dann ist man an der Wahrheit näher dran als anders herum.“ Hier mal ein paar Beispiele: Die Organisation lehrt: Auferstehung seit 1914, die Bibel lehrt Auferstehung beim Schall der 7.ten Posaune. Die Organisation lehrt: Die 144.000 leben für immer im Himmel, die Bibel sagt sie stehen mit Jesus auf dem Berg Zion also auf der Erde. Die Organisation lehrt: In Harmagedon werden alle nicht ZJ sterben, die Bibel lehrt das Jesus die Nationen mit eisernem Zepter regiert. Was ja dann eigentlich nicht mehr möglich wäre. Die Organisation lehrt: Man darf beim Abendmahl nicht von den Symbolen nehmen, Jesus sagt: Wer nicht von meinem Leib isst und meinem Blut trinkt, hat kein ewiges Leben in sich. Usw. usw…. Auch beim Umgang mit dem „verlorenen Sohn“, der zurückkehrt, handeln sie anders als es in dem Gleichnis steht. Daher bin ich der Ansicht, dass man auch diese Lehre der Organisation hinterfragen muss, ob sie richtig oder etwa falsch ist. Allerdings will ich mich jetzt gar nicht mit deren Lehre beschäftigen, sondern ich möchte klären ob die Bibel die Schlüsse zulässt, die sich in meinem Sinn verankert haben. Mir ist natürlich bewusst, dass in der Bibel nicht das explizit drinsteht, was ich glaube. Doch es ist mir auch aufgefallen, dass in der Bibel nicht explizit das drinsteht, was man bisher geglaubt hat. Wir kennen das ja auch von Gerichtsverfahren, den sogenannten „Indizienprozessen“. Da fehlt manchmal der eindeutige Beweis für eine Tat und dennoch wird jemand schuldig gesprochen, weil viele Indizien gegen den Täter sprechen. Auf der anderen Seite wird manchmal jemand freigesprochen, obwohl viele Indizien gegen ihn sprechen, aber es nicht einen handfesten Beweis gibt. Denn es wäre möglich, dass die Indizien zwar gegen den möglichen Täter sprechen, aber die Indizien genauso auf einen völlig Unschuldigen anwendbar wären. Da heißt es dann: „Im Zweifel für den Angeklagten!“. Daher möchte ich es so machen wie es in der Bibel über die Beröer geschrieben steht: Apg. 17:10,11: 10 Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als ⟨auch⟩ Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. 11 Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielt. Prüfen wir die Schrift ob es sich so verhält und lesen zuerst das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ im Zusammenhang: Der Haupttext: Luk. 15:11-32: 11 Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; 12 und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. 13 Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte. 14 Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. 15 Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab ⟨sie⟩ ihm. 17 Als er aber zu sich kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; 19 ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen. 22 Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen. 26 Und er rief einen der Diener herbei und erkundigte sich, was das sei. 27 Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. 28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre; 30 da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren durchgebracht hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. 32 Aber man muss ⟨doch jetzt⟩ fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden. Soweit das Gleichnis. Für mich stellt sich hier zuerst die Frage: Was ist mit den Töchtern? Kann man das Gleichnis auch auf weibliche Personen anwenden oder nur auf männliche? Töchter wurden hier nicht explizit genannt, also gibt es für sie keinen Weg zurück zum Vater, wenn Sie falsch gehandelt haben??? Oder betrifft sie das genauso, obwohl hier nur von Söhnen die Rede ist? Könnte man das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ auch das „Gleichnis vom verlorenen Kind“ nennen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Leser dieses Gleichnisses immer davon ausgegangen ist, dass es sowohl auf männliche als auch auf weibliche Personen anwendbar ist, obwohl es nicht explizit in der Bibel steht. Man ist somit geneigt, gewisse Redewendungen auf weitere Personengruppen anzuwenden, obwohl sie tatsächlich nicht genannt werden. Ein weiteres Beispiel wäre, dass was Jesus in Johannes gesagt hat: Joh. 10:27-30: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 29 Mein Vater, der ⟨sie⟩ mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann ⟨sie⟩ aus der Hand ⟨meines⟩ Vaters rauben. 30 Ich und der Vater sind eins. Hier spricht Jesus überhaupt nicht von Personen, sondern von Schafen. Doch jeder weiß, dass er damit die Menschen meint, die auf sein Wort hören und er sie deshalb als seine Brüder betrachtet. Es geht hier also um Menschen, nicht um Tiere. Die meisten Bibelleser finden es somit legitim, die Bibel so zu interpretieren, dass es für sie einen Sinn ergibt und zwar so wie es ihrer eigenen Gedankenwelt entspricht. Alles was nicht ihrer Gedankenwelt entspricht, wird als absurd, lächerlich, falsch oder Lüge abgeschmettert. Denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf (in Ihren eigenen Augen). Lesen wir dazu einen Bibeltext und achtet besonders auf die Verse 8 und 9: Jes. 55:6-11: 6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. 7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. 9 Denn ⟨so viel⟩ der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. 10 Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, 11 so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es bewirkt, was mir gefällt, und führt aus, wozu ich es gesandt habe. Die Wege und Gedanken Gottes sind viel höher und größer als unsere und wir es je erfassen vermögen. Wir begrenzen die Auslegung von Bibelversen aber auf das was wir in unserer Welt kennen. Zu Gottes Welt gehört jedoch noch sehr viel mehr. Somit können die Texte auch mehr beinhalten als wir uns vorstellen können. Eine Möglichkeit wäre eine Erweiterung des „Gleichnisses vom verlorenen Sohn“. Denn in der Bibel steht über die Söhne Gottes noch weit aus mehr. Hiob 1:6: Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem HERRN einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte. Hiob 38:7 als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten? In diesen beiden Versen sind die Engel mit den Söhnen Gottes gemeint und offensichtlich hatte auch Satan zu dieser Zeit noch Zugang zu dieser Versammlung. Wenn Satan dort war, könnten auch weitere seiner Anhänger dort gewesen sein, auch wenn es nicht dort steht. Aber darum geht es nicht, sondern darum dass hier die Engel als Söhne Gottes bezeichnet werden. Nun lesen wir einen Text wo es wieder um Menschen geht: Luk. 20:35, 36: 35 die aber, die für würdig gehalten werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet; 36 denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Hier geht es um die Menschen, die an der ersten Auferstehung teilhaben und sie werden hier genauso wie die Engel als Söhne Gottes bezeichnet, aber auch als Söhne der Auferstehung. Warum Menschen in den Genuss kommen als Söhne Gottes bezeichnet zu werden, zeigt der Text aus Römer: Röm. 8:11-17: 11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes. 12 So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben; 13 denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. 14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selbst bezeugt ⟨zusammen⟩ mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. 17 Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden. Wenn der Geist Gottes in einem Menschen wohnt, dann ist man auch ein Sohn Gottes. Genau genommen wohnt aber in jedem Menschen der Geist Gottes, denn das bezeugt dieser Bibeltext und achtet auf die Verse 14 und 15: Hiob 34:10-15; HFA: 10 Hört mir zu, ihr klugen Männer: Sollte Gott jemals Böses tun? Nein, niemals! Der Allmächtige verdreht nicht das Recht! 11 Gott bestraft einen Menschen nur für seine eigenen Taten; jedem gibt er zurück, was er verdient. 12 Gott begeht kein Unrecht, das ist unvorstellbar! Der Allmächtige beugt niemals das Recht! 13 Er herrscht über Himmel und Erde, er hat sie geschaffen. Niemand steht über ihm! 14 Wenn er wollte, könnte er seinen Geist und seinen Lebensatem aus dieser Welt zurückziehen, 15 dann würde alles Leben mit einem Schlag sterben, und die Menschen zerfielen zu Staub! Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn in Röm 8:14 wird genau gesagt worum es geht, ich zitiere noch einmal: 14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Jeder Mensch und jeder Engel ist defacto ein Sohn Gottes, durch den freien Willen aber entscheidet sich sowohl jeder Mensch als auch jeder Engel, selbst dafür ob er sich vom Geist Gottes leiten lässt oder eben nicht. So wie Menschen böse handeln, können auch Engel böse handeln. Da gibt es keinen Unterschied. Wenn sich ein Mensch oder Engel vom Geist Gottes leiten lässt, dann wird er vom himmlischen Vater auch sein Eigen genannt werden. Tut er es nicht, dann wird er egal ob Mensch oder Engel als Sohn oder Söhne des Ungehorsams bezeichnet. Dies können wir in Epheser noch weiter vertiefen: Eph. 5:6-17: 6 Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7 Seid also nicht ihre Mitteilhaber! 8 Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber ⟨seid ihr⟩ Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts 9 – denn die Frucht des Lichts ⟨besteht⟩ in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit –, 10 indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. 11 Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß! 12 Denn was heimlich von ihnen geschieht, ist selbst zu sagen schändlich. 13 Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbar; 14 denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: »Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten!, und der Christus wird dir aufleuchten!« 15 Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise! 16 Kauft die ⟨rechte⟩ Zeit aus! Denn die Tage sind böse. 17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Im Vers 8 steht, dass die die hier gemeint sind, einst in der Finsternis waren, jetzt aber sind sie im Licht. Ja, hier sind eindeutig Menschen gemeint, die durch eine Verhaltensänderung vom Bösen zum Guten hin, wieder Söhne Gottes wurden. Doch ist es nicht auch denkbar, dass die Grundsätze auch auf weitere Söhne Gottes angewendet werden können? Zum Beispiel auf diejenigen, die zur himmlischen Familie gehören? Wie steht es im Vers 17? 17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Was ist der Wille des Herrn? Weshalb ist Jesus hier auf die Erde gekommen? Wir lesen: Luk. 19:10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Jesus versucht zu retten, was verloren ist. Aber es sind nicht nur Menschen verloren, es wurden auch Engel verloren, die aufgrund ihrer Handlungsweise zu Dämonen wurden oder zu Söhnen des Ungehorsams. Nur warum steht das so nicht in der Bibel? Lesen wir nach, welches Gespräch Jesus damals mit Nikodemus geführt hat. Johannes 3:11-21: 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. 12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat. 16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richtet, sondern dass die Welt durch ihn gerettet wird. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes. 19 Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden; 21 wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind. Nur weil in der Bibel nichts über die Himmlischen Angelegenheiten steht, heißt das nicht, das es keine gibt. Auch im Himmel wurde etwas verschoben, was wieder geradegerückt werden muss. Auch im Himmel gibt es Söhne Gottes, die sich zu Söhnen des Ungehorsams gemacht haben. Nur wird darüber nicht sehr eingehend in der Bibel gesprochen. In dem vorangegangen Text sagt Jesus etwas sehr interessantes und jeder von uns kennt diesen Text im Schlaf: Johannes 3:16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Jesus ist somit vom Himmel hinabgestiegen, damit Menschen die in der Finsternis leben, sein Licht sehen und sich von ihm angezogen fühlen. Wenn diese Menschen dann glauben, dass er der Sohn Gottes ist und auf seine Worte hören, dann gehen sie nicht verloren, sondern erlangen ewiges Leben. Im Vers 18 sagt er dann noch: 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes. Der Glaube ist hiermit das ganz entscheidende. Nur wer an Jesus glaubt, wird nicht gerichtet. Daher kommen wir nun zu einem Punkt, an dem die Angelegenheiten im Himmel anders gehandhabt werden müssen als auf der Erde. Schauen wir uns die Begebenheit an, als Jesus zwei Besessene heilt: Mat. 8:28-34; 28 Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen. ⟨Sie waren⟩ sehr bösartig, sodass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. 29 Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen? 30 Es weidete aber fern von ihnen eine Herde von vielen Schweinen. 31 Die Dämonen aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Herde Schweine! 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Sie aber fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um in dem Gewässer. 33 Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen. 34 Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie, dass er aus ihrem Gebiet weggehen möge. Der Unterschied wird in Vers 29 deutlich: 29 Und siehe, sie schrien und sagten: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen? Die Dämonen die in dem Körper der zwei Menschen waren, wussten genau dass Jesus der Sohn Gottes ist. Ist ja nachvollziehbar, da die Dämonen Einblick in den für Menschen unsichtbaren Bereich haben. Dämonen brauchen somit nicht an Jesus glauben, denn sie wissen ganz genau wer er ist. Doch kommen wir auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn zurück. Einer war verloren, der andere war die ganze Zeit bei seinem Vater und hat dort für ihn, aber auch für sich selbst, da er der Erbe ist, gearbeitet. In dem Gleichnis ist der Vater der beiden Söhne ja Gott. Wie hat er nun die beiden Söhne behandelt und lesen wir dazu vorher noch einen Text aus Sprüche: Spr. 20:10; HFA: 10 Der HERR verabscheut das Messen mit zweierlei Maß und hasst das Wiegen mit zweierlei Gewicht. Gott verabscheut das Messen mit zweierlei Maß, aber in dem Gleichnis gewinnt man den Eindruck, dass er die beiden Söhne eben nicht gleichbehandelt. Warum? Nun der Bruder der beim Vater blieb, für den hat er nie ein Fest gegeben, obwohl er doch treu gedient hat. Der verlorene Sohn hingegen hat sein ganzes Erbe verprasst und bekommt zum Lohn auch noch ein Fest und das gemästete Kalb. Das ist doch ungerecht, nicht wahr? Schauen wir nochmal genau hin. Der treue Bruder missgönnt offensichtlich dem verlorenen Bruder, die Aufmerksamkeit die ihm durch ihren gemeinsamen Vater zu Teil wird. Vielleicht fühlt er sich verraten oder zumindest ungerecht behandelt. Offensichtlich wollte dieser Bruder dem verlorenen Bruder nichts mehr geben, ihm nichts mehr zugestehen, zumindest nicht als Sohn ihres gemeinsamen Vaters. Dieser Bruder hätte seinem eigenen Bruder wohl lieber eine andere Behandlung gegönnt. Doch wie reagierte jetzt der Vater, als er sieht wie verletzt und enttäuscht der erste Sohn war? Ich zitiere noch einmal: 31 Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. 32 Aber man muss ⟨doch jetzt⟩ fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden. Warum ist die Antwort des Vaters so bemerkenswert und zeigt, dass er beide Söhne gleichbehandelt, obwohl es den Anschein hat, dass er den verlorenen Sohn bevorzugt? Da in diesem Gleichnis Gott durch den Vater dargestellt wird, müsste er an den zuhause gebliebenen Sohn ja ebenfalls seine Maßstäbe anlegen. Auch dieser Sohn hat gegen Regeln verstoßen, für die man ihn hätte rügen können. Welche wären das zum Beispiel, wir lesen: 1.Joh 3,10; Schlachter: 10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. 1.Joh 4,20, Schlachter: 20 Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; wenn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? Mat. 7:1-6: 1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 4 Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? 5 Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen. 6 Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen! Jesus selbst sagte in Matthäus Kapitel 5: 43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47 Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? 48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. In der HFA lautet der Text so: 43 Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹ 44 Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen! 45 So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse wie für Gute aufgehen, und er lässt es regnen für Fromme und Gottlose. 46 Wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Zolleinnehmer, die sonst bloß auf ihren Vorteil aus sind! 47 Wenn ihr nur euren Freunden liebevoll begegnet, ist das etwas Besonderes? Das tun auch die, die von Gott nichts wissen. 48 Ihr aber sollt in eurer Liebe vollkommen sein, wie es euer Vater im Himmel ist.« Der gute Sohn hat somit auch Gebote unseres himmlischen Vaters übertreten, nämlich seinen Bruder und in dem Fall war es sogar sein leiblicher Bruder, nicht zu lieben. Jesus hat die Liebe auch auf die Feinde ausgeweitet und somit gibt es keinen Grund, dass der gute Sohn so missgünstig über seinen verlorenen Bruder dachte. Im Gegenteil, er hätte sich mit ihm freuen müssen. Sein Vater (den Gott darstellt) hat dem guten Sohn somit seine Fehler auch nicht gedacht. Nein, er hat ihm sogar erklärt warum er sich mitfreuen sollte. Weil sein Bruder tot und verloren war und nun wieder lebendig und gefunden worden ist. Es gibt ein weiteres Gleichnis, dass uns hilft das Gleichnis vom verlorenen Sohn besser zu verstehen und zwar das Gleichnis vom verlorenen Schaf und der verlorenen Drachme aus Lukas Kapitel 15: 4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, ⟨mehr⟩ als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben. 8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir! Denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte. 10 So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Diese beiden Gleichnisse stehen übrigens unmittelbar vor dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Was lehren uns diese Gleichnisse? Buße zu tun, zu bereuen, von seinem verkehrten Lauf umzukehren, ist deutlich schwieriger, als immer auf dem richtigen Weg zu bleiben und daher freuen sich alle die im Himmel wohnen, darüber wenn EIN Sünder Buße tut. Bezüglich der Feindesliebe ist mir noch etwas eingefallen. Wäre es denkbar, dass unser himmlischer Vater und Jesus von uns Menschen etwas verlangen, was sie selbst nicht tun würden? Ich denke nicht, denn als Abraham damals aufgetragen wurde, seinen Sohn Isaak zu opfern, wurde er im letzten Moment aufgehalten. Abraham und Isaak, mussten diesen Weg nicht bis zum Ende gehen, Gott und sein Sohn hingegen schon. Dieses Beispiel ist ein sehr guter Beleg dafür, dass unser himmlischer Vater und sein Sohn, nichts von uns verlangen würden, was sie nicht selbst auch tun würden. Bringt Jesus seinen Feinden auch Liebe entgegen? Wer sind seine Feinde? Fangen wir ganz vorne in der Bibel an: 1 .Mos. 3:14-15: 14 Und der HERR, Gott, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens! 15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. Hier wird dem Teufel verkündet, dass ihm der Kopf zermalmt wird. Zu Jesu Feinden gehören aber auch diejenigen, die dem Teufel nachfolgen. Obwohl böse Geister zu seinen Feinden zählen, steht in 1.Petrus 3: 1.Pet. 3:18-20: 18 Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 19 In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, 20 die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurchgerettet wurden. Jesus hat seinen Feinden, den ungehorsamen Geistern im Gefängnis gepredigt. Einen weiteren Feind von Jesus finden wir in Apg. 9:1-7: 1 Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zu dem Hohen Priester 2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er einige, die des Weges waren, fand, Männer wie auch Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte. 3 Als er aber hinzog, geschah es, dass er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel; 4 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5 Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber ⟨sagte⟩: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst! 7 Die Männer aber, die mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen. Wir wissen was mit diesem erklärten Feind von Jesus geschah, er wurde vom Saulus zum Paulus. In Judas 9 wird auch der Erzengel Michael als Beispiel genannt, wir lesen: Judas 9 Michael aber, der Erzengel wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! Das zeigt zumindest, dass einige Regeln nachweislich, die für uns Menschen hier auf der Erde gelten, genauso oder in ähnlicher Weise auch auf den Himmel zutreffen. Somit könnte es durchaus möglich sein, dass man gewisse Grundsätze, die für uns Menschen gelten, auch für die Bewohner des Himmels zutreffen könnten. In dem vorhergehenden Artikel hier bei Bruderinfo, ging es um das Salz und das Licht (Die Liebe). Ich möchte ein paar Passagen/Bibeltexte aus diesem Artikel zitieren, so wie diesen: „Mat. 11:28 Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir, ich will euch die Last abnehmen! (Gute Nachricht Bibel)“ – Zitat Ende. Ja, die Gesetzeslehrer von Heute, die die in den vielen Religionsgemeinschaften führend vorangehen, legen uns Gebote auf, die sich für uns als Last erweisen. Jesus nimmt uns diese Last in Liebe ab. Ja er fordert uns auf, ebenfalls zu lieben. Der Autor des Artikels schrieb, dass für ihn das Salz die Liebe ist – die Liebe zu Gott und untereinander. Ich würde noch ergänzen, auch die Liebe zu den Engeln also der ganzen Schöpfung, die ja rein objektiv betrachtet, ebenfalls unsere Brüder sind, da wir einen gemeinsamen Vater haben. Halbbrüder würde es vielleicht besser treffen, aber eigentlich sind für mich die Engel meine Brüder. Punkt. Ich möchte da keine Unterscheidung machen. In dem Artikel stand auch und ich möchte das zitieren: „Es ist Gott, der unser geistiges Licht ist. Ohne Gott ist es in dieser Welt finster. Getrennt von Gott tappen wir im Dunkeln. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus als seinen Stellvertreter auf die Erde, um durch ihn das wahre Licht zu offenbaren, das allen Menschen als geistige Orientierung dient. Während Jesus als Mensch auf der Erde lebte, verströmte er selbst dieses Licht, indem er den Menschen die gute Botschaft vom Reich Gottes überbrachte. Johannes 8:12 "Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Elberfelder Bibel) Johannes 14:6 "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Doch da Jesus nicht mehr lange als Mensch zu leben hatte, ernannte er seine Jünger an seiner Stelle zu Lichtträgern: „Ihr seid das Licht der Welt." Jesus wollte, dass seine Jünger von nun leuchtende Wegweiser, für die verlorene Welt sind. Matthäus 5:14-16 "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehenund euren Vater im Himmel preisen." (Lutherbibel 2017)“ – Zitat Ende. Johannes 14:6 ist eindeutig, niemand kommt zum Vater als nur durch Jesus. Wir die wir heute leben, glauben an Jesus, weil in der Bibel über ihn berichtet wird und wir hoffen das dies wahr ist. Einige spüren Jesus auch in sich selbst, immer dann, wenn sie etwas verspüren, was sie normalerweise nicht würden. Dann merkt man, da ist noch etwas in uns, der Geist unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes. Jesus selbst hat das angekündigt, wir lesen: Joh. 14:23-26: 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile. 26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Das wichtigste im Universum ist die Liebe und daher möchte ich das ganze Kapitel über die Liebe zitieren: 1.Kor.13:1-13: 1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2 Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, sodass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung ⟨der Armen⟩ austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war. 12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe. Interessant, dass im Vers 1 ebenfalls Engel angesprochen werden. Das scheint also sowohl für die irdischen, wie auch für die himmlischen Söhne Gottes zu gelten. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeugt eindeutig von der Liebe unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus. Jesus ist uns auch ein Vorbild darin, dass wir unsere Feinde lieben sollten. Daher sollten wir immer daran denken: Mit dem Maß mit dem wir messen, wird uns gemessen werden. Wenn wir möchten, dass Gott mit uns Nachsichtig ist, sollten wir es ebenfalls mit unseren Brüdern sein, egal zu welcher Gruppe diese gehören. Liebe zu haben und zu tun, schadet nicht. Eingangs hatte ich ja geschrieben, dass ich nicht weiß ob meine Gedanken die ich ausgearbeitet habe, für Bruderinfo tauglich sind. Der Artikel wurde sehr kontrovers diskutiert und nicht alles was ich geschrieben hatte, ist in dieser neuen Version zu finden. Ich kann verstehen, dass man diesen Gedankengängen nicht so einfach folgen kann und habe daher die kritischen Passagen umgeschrieben. Dass wir jedoch untereinander diskutiert haben, empfinde ich als ungemeine Bereicherung. Denn wirklich jeder der sich an der Diskussion beteiligt hat, hat einen Beitrag zu dieser Version geleistet. So wurden Schrifttexte zusammengetragen, die zumindest für mich sehr Glaubens stärkend waren, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, das Thema aber hervorragend unterstützt haben. Daher möchte ich mich bei allen bedanken, die ihren Beitrag geleistet haben und mit den Worten abschließen: 1.Kor. 10:23: 23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. Autor: W.F.

Salz und Licht! Fortsetzung der Jesusreihe Der Text, um den es in diesem Artikel geht, ist ein Teil der berühmten Bergpredigt Jesu und folgt gleich im Anschluss an seine Seligpreisungen. Wir finden ihn hier: Matthäus 5:13-16 "13 Ihr seid das Salz der Erde. Doch wenn das Salz seine Kraft verliert, wie soll seine Wirkung dann wiederhergestellt werden? Man kann es zu nichts mehr gebrauchen, sondern nur noch wegwerfen, damit es von den Menschen zertreten wird. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, ist nicht zu übersehen. 15 Wenn man eine Lampe anzündet, stellt man sie nicht unter ein Messgefäß, sondern auf den Lampenständer, und sie gibt allen im Haus Licht. 16 So lasst auch ihr euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater, der im Himmel ist, verherrlichen." (NWÜ) Diese Worte sprach Jesus damals zu seinen Jüngern, die ihm folgten. Wir, die heutigen Christen, folgen Jesus ebenfalls - im Herzen und durch unser Tun, weshalb seine Worte auch uns unvermindert gelten. Wie so oft, benutzt Jesus einfache, bildliche Worte, wenn er etwas erklärt. Diesmal möchte er uns sagen, welch verantwortungsvolle Rolle wir Christen auf der Erde haben und dass wir uns dessen immer wieder bewusst werden sollten. Dabei wendet er zwei bildliche Vergleiche an: Das Salz und das Licht. Ich vermute, vorweggesagt, dass mit dem Salz die Liebe und mit dem Licht der Weg, die Wahrheit und das Leben gemeint ist. Ob das zutreffen könnte, dem möchte ich auf den Grund gehen: Salz und Licht haben wichtige Eigenschaften, die uns plastisch vor Augen führen sollen, welch ähnlich wichtige Eigenschaften (im übertragenen Sinne) Christen haben und was sie für unsere Welt bedeuten. Ihr seid das Salz der Erde: Am bekanntesten ist das Salz dafür, dass es unsere Speisen würzt, so dass sie dadurch schmackhafter werden und wir sie mit mehr Freuden aufnehmen. Wichtig ist natürlich, die richtige Dosis Salz einzusetzen. Ohne Salz schmeckt jede Speise fade. Und das trifft auch für die geistige Speise zu. Wenn das Salz, wie ich vermute, die Liebe darstellt, ist es nachvollziehbar, dass jede geistige Speise, mit Liebe gewürzt, den Menschen viel schmackhafter gemacht wird und sie diese gern und mit viel mehr Freuden aufnehmen als ohne Liebe. Denken wir nur an die Pharisäer, die streng und lieblos den Menschen das "Gesetz" aufzwangen und unter Androhung schärfster Strafen durchsetzen. Wem schmeckte solch eine aufgezwungene Speise? Wer nahm sie mit Freuden auf? Niemand. Die Menschen gehorchten nur aus Angst und Druck, aber nicht freiwillig und schon gar nicht mit Freuden. Auch in der heutigen Zeit zählt in vielen Glaubensverbindungen nur das Gehorchen. Wer nicht mitmacht, bekommt die Härte des Gesetzes zu spüren. Schmeckt das? Wird damit den Menschen der christliche Glaube schmackhaft gemacht? Ganz bestimmt nicht. Matthäus 7:28-29 "Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren alle von seinen Worten tief beeindruckt. 29 Denn er lehrte wie einer, der Vollmacht von Gott hat – ganz anders als ihre Gesetzeslehrer." (Gute Nachricht Bibel) "Vollmacht von Gott" bedeutet, Liebe in sich zu tragen und im täglichen Leben zu verströmen. Sie bedeutet, nicht nur darüber zu reden, sondern sie auch und ganz besonders in guten Taten zu zeigen, so dass die Menschen die guten Werke sehen und die Liebe und den Frieden darin spüren können, wodurch Gott gepriesen wird. Markus 9:50 "Das Salz ist gut; wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch selbst, und haltet Frieden untereinander!" Salzlos bedeutet lieblos. Salz kann seine Qualität verlieren, durch Verschmutzung zum Beispiel. Ebenso können Christen lieblos werden, wenn sie schlechten Einflüssen folgen oder das Aufkommen eigener Neid-, Gier- oder Rachegefühle zulassen. Dann verdrängen sie die Liebe in sich und sind salzlos geworden. Das gilt es zu verhindern. Hier muss jeder an sich selbst arbeiten, immer wieder. Denn niemand ist vollkommen. 1. Korinther 10:12 "Deshalb seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt." (Hoffnung für Alle) "Vollmacht von Gott" bedeutet, die Menschen weg vom Gehorsam und hin zur Eigenverantwortung zu führen. Sie bedeutet, ihnen klarzumachen, dass Gott in jedem von uns ist - als Gottesfunke, als Gewissen in uns - und dass es völlig genügt, darauf zu hören, statt auf menschliche Organisationen. Jesus sagt es selbst: Lukas 17:21 "Niemand wird sagen können: ›Hier ist es!‹ oder ›Dort ist es!‹ Denn Gottes Reich ist schon jetzt da – mitten unter euch."(Hoffnung für Alle) Jesus fordert gar nichts von uns und alle Christen, die ihm folgen, sollten es ihm gleichtun. Das befreit, ist ganz nach dem Geschmack der Menschen und lässt sie die geistige Speise mit Freude aufnehmen. Matthäus 11:28 "Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir; ich will euch die Last abnehmen!" (Gute Nachricht Bibel) Wie die Liebe sich äußert und auf wen sie wie anzuwenden ist, das müssen wir taktvoll erfühlen lernen. Denn Menschen sind nun mal unterschiedlich. Man kann kein einheitliches Schema auf alle anwenden. Wovon der eine nicht genug bekommen kann, von dem fühlt der andere sich vielleicht überschüttet. Man muss mit Vorsicht und Taktgefühl "würzen". Kolosser 4:6 "Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt." (Lutherbibel 2017) Eine weitere Eigenschaft von Salz ist, dass es durstig macht. Wenn das Salz die Liebe versinnbildlicht, so ist es logisch, dass diese Eigenschaft auch auf die Liebe zutrifft. Jeder Mensch dürstet nach Liebe. Wir alle brauchen Liebe, von klein an. Ohne Liebe ist alles traurig und sinnlos. Wer den christlichen Glauben durch sein eigenes Vorbild im Tun voller Freundlichkeit und Liebe repräsentiert, erzeugt in den Menschen Durst, mehr darüber wissen zu wollen und vielleicht selbst ein Nachfolger Jesu Christi zu werden - auf ganz natürliche und liebevolle Weise. Salz hat noch mehr Eigenschaften, die alle sinngemäß übertragen werden können. Salz reinigt Wunden - so reinigt auch die Liebe seelische Wunden, so dass sie heilen können. Salz macht Lebensmittel haltbar - so macht auch die Liebe unseren Glauben haltbar, ja sie ist der beste Schutz vor dem Abfall vom Glauben. Die allerwichtigste Eigenschaft von Salz ist, dass es tatsächlich lebensnotwendig ist. Ohne Salz wäre der Mensch nicht lebensfähig. Wer schon einmal - wie ich - einen akuten schweren Natriummangel bei einem Menschen erlebt hat, der weiß, dass dies ein lebensbedrohlicher Zustand ist. Fehlende Liebe lässt ebenfalls etwas absterben in uns. Wir werden aller Freude und Zuversicht beraubt und der Sinn des Lebens steht in Frage. Ein Beispiel: Ausgeschlossene und geächtete Zeugen Jehovas können ein Lied davon singen. Wenn es dann nicht Menschen gibt, die sie auffangen und ihnen das so sehr benötigte Liebesalz geben, kann es zur totalen inneren Leere/innerem Absterben und sogar zum Selbstmord kommen. Liebe ist so wichtig wie das Salz. Beide erhalten das Leben. Ihr seid das Salz, sagt Jesus. Für mich ist das Salz die Liebe - die Liebe zu Gott und untereinander. Und beides ist gleichermaßen wichtig: Matthäus 22:37-39 "Er aber sprach zu ihm: Du sollst deinen Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. 38 Dies ist das große und erste Gebot. 39 Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Elberfelder Bibel) Leider fokussieren sich die Religionen überwiegend auf die Liebe zu Gott und weniger auf die Liebe zu unseren Nächsten - mit fatalen Auswirkungen. Denn aus diesem Grunde sind viele blind gehorchende Menschen ihren Nächsten gegenüber zu grausamen Taten fähig und fühlen sich dabei sogar noch im Recht. "Ihr seid das Salz" sagte Jesus. "Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander." Das muss und darf ausdrücklich unsere Einstellung sein, auch wenn wir damit gegen manche grausamen Anordnungen, von Religionen handeln. Unsere guten Taten sollen von Menschen gesehen und erlebt werden - nicht die prachtvollen Priesterkleider und -mützen - nicht die prachtvollen Kirchenbauten - nicht die Anzahl der Predigtstunden auf dem Stundenzettel - nicht die Ächtung von Ausgeschlossenen. Allein liebevolle Taten lassen echte Christen erkennen. Jedes Dagegenhalten mittels Bibelstellen, die das Gegenteil erklären wollen, bedeutet für mich ein Kontern gegen Jesus. Wir sind das Salz der Erde. Das Wort ERDE schließt die Natur mit ein. Wer Liebe in sich trägt, liebt auch die Natur und geht verantwortungsbewusst mit ihr um. zweiter Teil: Ihr seid das Licht der Welt: Die Lichtquelle, von der alles materielle Leben abhängt, ist unsere Sonne. Ohne ihr Licht wäre alles dunkel, kalt und tot. Jeder weiß, was Licht für Lebewesen bedeutet. Für Pflanzen ist es überlebenswichtig, denn sie benötigen das Licht für ihre so immens wichtige Photosynthese. Auch Tiere benötigen Licht, denn es regelt ihren Lebensrhythmus, je nach Art mehr oder weniger. Und natürlich benötigen wir Menschen Licht - für unsere Gesundheit, unseren Lebensrhythmus und nicht zuletzt für das Sehen unserer Umwelt und unsere Orientierung darin. Denn unsere Sinne sind nicht so stark ausgeprägt wie bei den Tieren. Ohne Licht wären wir orientierungslos. Wir sind derart auf das Licht angewiesen, dass jeder den Sinn und die Wichtigkeit dieses Begriffes versteht. Licht ist gleichbedeutend mit Wärme und Leben, Helligkeit und Klarheit, aber auch mit Sehen und Erkennen. Doch auch beim Licht kommt es - wie beim Salz - auf die Dosis an. Ein Zuviel davon kann schaden. Das Sonnenlicht kann sowohl bei Pflanzen und Tieren als auch beim Menschen schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Für das natürliche Licht auf der Erde sorgt tagtäglich die Sonne. Wer aber sorgt für das geistige Licht in uns, das uns eine Hilfe zur geistigen Orientierung in dieser Welt gibt? Es ist Gott, der unser geistiges Licht ist. Ohne Gott ist es in dieser Welt finster. Getrennt von Gott tappen wir im Dunkeln. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus als seinen Stellvertreter auf die Erde, um durch ihn das wahre Licht zu offenbaren, das allen Menschen als geistige Orientierung dient. Während Jesus als Mensch auf der Erde lebte, verströmte er selbst dieses Licht, indem er den Menschen die gute Botschaft vom Reich Gottes überbrachte. Johannes 8:12 "Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Elberfelder Bibel) Johannes 14:6 "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Doch da Jesus nicht mehr lange als Mensch zu leben hatte, ernannte er seine Jünger an seiner Stelle zu Lichtträgern: „Ihr seid das Licht der Welt." Jesus wollte, dass seine Jünger von nun leuchtendem Wegweiser, für die verlorene Welt sind. Matthäus 5:14-16 "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Lutherbibel 2017) Die Menschen sollen die guten Taten sehen - das Predigen allein genügt nicht. Denn sagen kann man viel, doch viel schöner und wirkungsvoller ist ein vorgelebtes christliches Verhalten. Denn Menschen wollen selbst erkennen, was es zu erkennen gilt, und anschließend darüber nachdenken. So ist ihre Natur, so hat Gott sie gemacht. Apostelgeschichte 17:27 "Und er hat gewollt, dass die Menschen ihn suchen, damit sie ihn vielleicht ertasten und finden könnten. Denn er ist ja jedem von uns ganz nahe." (Gute Nachricht Bibel) Wir müssen keine großen Taten vollbringen. Und was die Dosis betrifft - wir dürfen die Menschen nicht wie Flutlichtstrahler mit Licht überschütten, so dass sie vor uns flüchten und nichts mehr von der guten Botschaft wissen wollen. Vor allem dürfen wir uns nicht selbst in den Vordergrund stellen. Denn die Leute sollen nicht uns preisen, sondern den Vater im Himmel. Matthäus 6:1 "Hütet euch davor, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen. Sonst könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten." (Hoffnung für Alle) Vielen Christen liegt das Auffallen wollen sowieso nicht. Sie leuchten lieber als bescheidenes Licht, dafür aber stetig und zuverlässig. Viele kleine Lichter zusammen ergeben schließlich ein großes Licht. Und Jesus sagte ja "Ihr seid das Licht" und nicht "ihr seid Lichter". Licht ist eine innere Richtschnur. Man kann auch einem falschen Licht folgen in der Annahme, es sei das richtige. Darum lasst uns immer prüfen, besonders bei Gewissenskonflikten, ob wir in diesem Moment wirklich Jesus folgen oder einer menschlichen Organisation, die seinen Platz einnehmen möchte. Und die Führer, wem folgen sie? Das wissen sie allein. 2. Korinther 11:13-14 "Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. 14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts." (Lutherbibel 2017) Wer grausamen menschlichen Organisationen gehorcht und glaubt, er handele gut, der ist dem Licht noch fern: 1. Johannes 2:9 "Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis." (Lutherbibel 2017) 1. Korinther 10:12 "Deshalb seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt." (Hoffnung für Alle) Jeder sollte in Demut täglich sich selbst überprüfen, ob er wirklich dem Licht Jesu folgt und damit selbst ein Träger des wahren Lichtes ist. Im Gegensatz zu menschlichen Organisationen fordert Jesus nichts von uns, außer dass wir liebevoll und gut sind zu unseren Mitmenschen und zur Natur. Schon gar nicht fordert er Opfer, Dienste, Geld und Hass gegen andere Menschen. Wenn wir das Beherzigen und uns trauen, grausamen Forderungen menschlicher Organisationen zu widerstehen, dann treten wir wahrhaft in Jesu Fußstapfen und sind seine echten Nachfolger. Dann sind wir Salz und Licht. Drum, liebe Schwester/Bruder, rufe deinen Bruder/Schwester, den du bis gestern noch geächtet hast, an und sage ihm, dass du ihn liebhast! Sei auch du Salz und Licht! Sei Liebe und Wahrheit! Nur wer liebevoll ist, ist ein Jünger Jesu. Liebe bringt Freude in den christlichen Glauben und befreit von Angst, Druck und Traurigkeit. Und wer die frohe Botschaft Jesu überbringt und selbst danach handelt, gehört zum wahren Licht, das den Weg zu Gott erleuchtet. Wir brauchen keine menschliche Organisation, sondern allein Jesus, der uns den Weg zeigt. Und die Welt braucht jeden Menschen, der Jesu Werk fortsetzt. Die Welt braucht Salz und Licht! Autor: E.S.

Seligpreisungen! Bergpredigtreihe Nr.1 Liebe Leser, Schwestern und Brüder, Nun beginnt endlich eine Fortsetzung unserer Lesereihe über Jesus und sein Wirken hier auf der Erde. Es beginnt mit den Seligpreisungen der so sehr berühmten „Bergpredigt“. Warum ist diese Schlüsselpredigt für uns „Heute“ so wichtig? Nun Sie spendet uns Trost in diesen schweren Zeiten. Die Menschen fragen sich: …was ist nur los auf dieser Welt? Corona und Naturkatastrophen. Eine schreckliche Meldung nach der anderen. Viele haben Angst und wissen weder ein noch aus. Hier kommen Jesu wichtige und tröstenden Worte genau richtig. Wichtige Worte vorweg: Wenn ich verschiedene Bibelübersetzungen miteinander vergleiche, dann stelle ich fest, dass die Texte teilweise doch sehr unterschiedlich formuliert sind. Manchmal sind sie derart frei übersetzt, dass hier eher eine Erklärungsabsicht des Übersetzers zu erkennen ist, als dass es sich um eine sachliche Übersetzung handelt. Natürlich sind mehrere Übersetzungsmöglichkeiten für ein einzelnes Wort normal und akzeptabel, keine Frage. Aber ganze Satzeinfügungen, die im Original überhaupt nicht stehen - sind die nicht Manipulation pur? Beginnt hier nicht bereits die Verfälschung von Bibelaussagen - ob nun gut gemeint oder mit der beabsichtigten Lenkung, wie man etwas verstehen soll? Hier ein Beispiel - die Einleitung zur Bergpredigt: Matthäus 5:2 " Dann begann er, sie mit den folgenden Worten zu lehren." (Hoffnung für Alle) " Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: " (Lutherbibel 2017 ) "Und er öffnete seinen Mund, lehrte sie und sprach: " (Elberfelder Bibel ) "Dann begann er zu reden und lehrte sie, was Gott jetzt von seinem Volk verlangt. Er sagte: " (Gute Nachricht Bibel ) "was Gott jetzt von seinem Volk verlangt." - das ist eine freihändige Einfügung. Aber entspricht ihre Aussage der Wahrheit? Immerhin glaubt nicht jeder, dass Gott etwas verlangt - zum Beispiel ich. Welche Gefahr bestünde denn, wenn Gott oder Jesus blinden Gehorsam verlangen würden? Ganz klar: Da es möglich ist, Schriften zu manipulieren (wie oben ersichtlich), bestünde die Gefahr, dass Menschen blind falschen Anordnungen folgen. Nicht auszudenken und doch so oft passiert: Glaubenskriege, Folter, Tod - alles geschah angeblich im Namen Gottes. Blinder Gehorsam ist gefährlich. Und Schriften sind manipulierbar. Jesus wusste das, weshalb er oft die Schriften korrigierte mit den Worten "Ich aber sage euch..." und weshalb er keinen Gehorsam verlangte, sondern die Liebe und das Gewissen der Menschen ansprach, so dass sie nachdenklich wurden. Das Gewissen ist Gott in uns - das lehrten mich die Zeugen Jehovas - und ich finde es einfach wunderbar. Es obliegt unserem freien Willen, ob wir ihm folgen oder nicht. Die Folgen tragen wir selbst und in voller Eigenverantwortung. Jesus verpackte seine Äußerungen so, dass sie nicht jedem sofort verständlich sind. Damit stellte er sicher, dass nur diejenigen Menschen ihn verstehen lernen, die wirklich nachdenken und ihr Herz und Gewissen dabei mit einbeziehen. Und zweitens sicherte er damit den Bestand seiner Aussagen, die bei eindeutigem Verständnis vielleicht längst aus den Schriften verbannt worden wären, weil sie gewissen Machthabern womöglich nicht passten. Wir müssen uns außerdem immer wieder vor Augen halten, dass Gottes Reich schon jetzt mitten unter uns ist. Jesus hat es selbst gesagt: Lukas 17:21 "Niemand wird sagen können: ›Hier ist es!‹ oder ›Dort ist es!‹ Denn Gottes Reich ist schon jetzt da – mitten unter euch." (Hoffnung für Alle) "man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch." (Lutherbibel 2017) "auch wird man nicht sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch." (Elberfelder Bibel) Wenn das Reich Gottes also tatsächlich schon jetzt unter uns ist, so bedeutet das, dass Jesu Seligpreisungen, die sich ja auf das Reich Gottes beziehen, schon jetzt ihre Gültigkeit haben. Das zu wissen, finde ich sehr wichtig. Zusammenfassung: Mit dem Wissen, dass wir Gott - spürbar als Gewissen - in uns tragen, der nicht befiehlt, sondern empfiehlt, und dem Wissen, dass Gottes Reich schon jetzt mitten unter uns ist, sollten wir beim Studieren der Bergpredigt herangehen. Die Bergpredigt ist wohl die bekannteste Rede, die Jesus je gehalten hat. Sie lehrt uns, worauf es im Zusammenleben der Menschen ankommt. Und sie ist heute wie damals gültig. Ich möchte mich zunächst den Seligpreisungen in Matthäus 5:3-12 zuwenden. Die Seligpreisungen Jesu sind der Auftakt zur Bergpredigt. Sie enthalten Verheißungen, die hoffnungsvoll und froh machen. Doch handelt es sich hierbei nicht um vermeintliche Vorrechte der Christen und auch nicht um Vertröstungen auf das Jenseits. Sondern die Seligpreisungen beschreiben eine tiefe geistige Glückseligkeit, die sich schon jetzt und hier ereignen kann, wenn Menschen demütig und liebevoll einander helfen, trösten und um Frieden bemüht sind. Matthäus 5:3 - "Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich." (Lutherbibel 2017) (Unser Wissen ist klein vor Gott) Es ist ersichtlich, dass Jesus mit den Armen nicht die materiell Armen, sondern die geistig Armen meint. Materiell Arme müssen nicht zwangsläufig gute Menschen sein. Doch mit den geistig Armen sind auch nicht Dumme gemeint und schon gar nicht sollte die Aussage für manche zum Anlass werden, ab sofort ihren Geist nicht mehr zu gebrauchen, weil sie meinen, dann in Gottes Reich zu gehören. Es ergäbe keinen Sinn, wenn jenen Menschen, die ihren Geist verschließen, Gottes Reich gehören würde. Gott gab uns einen Geist, damit wir ihn gebrauchen. Ich denke, mit den geistig Armen sind diejenigen Menschen gemeint, die demütig erkannt haben: "Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.". Das sind Menschen, denen bewusst ist, wie arm in jeder Hinsicht sie, ja wir alle, im Vergleich zu Gott sind und dass wir erst am Anfang einer wunderbaren Erkenntnis- und Entwicklungstreppe stehen. Sie glauben an Gott aus tiefstem Herzen und vertrauen ihm, dass alles gut werden wird und dass noch so viele wunderbare Dinge und Erkenntnisse auf uns warten, die sich kein Mensch hier auf Erden vorstellen kann. Diese demütige Einsicht und zugleich der uneingeschränkte, vertrauensvolle Glaube an Gott macht uns Menschen offen und bereit für Gottes Reich: Jakobus 2:5 "Hört zu, meine Lieben! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben?"(Lutherbibel 2017) Jesus selbst fordert uns auf, nicht an festgefahrenen Sichtweisen festzuhalten, sondern uns von ihnen zu lösen, um wieder offen und aufnahmebereit wie Kinder zu werden: Matthäus 18:3 "und sagte: »Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich." (Hoffnung für Alle) Menschen, die der Meinung sind, genug zu wissen, und starr daran festhalten, bringen nicht diese Reife mit. Sie müssen noch viel lernen, bis auch sie demütig erkennen, wie geistig arm sie vor Gott, dem Allmächtigen, sind. Matthäus 5:4 - "Glücklich sind, die über diese Welt trauern, denn sie werden Trost finden." (Hoffnung für Alle) (Trost geben bedeutet Trost finden) Viele Menschen sind traurig über diese vom Bösen regierte Welt. Sie schimpfen, jammern, beschuldigen und fühlen sich selbst dabei unschuldig. Ist das Demut? - Nein. Und mit dieser Einstellung wird auch nichts besser werden. Menschen aber, die traurig über diese Welt sind, ohne sich über sie zu erheben, weil sie einsehen, dass sie selbst auch nicht vollkommen sind, sind wahrhaft demütig. Ihre Trauer über die Welt bezieht die eigene Unvollkommenheit mit ein. Diese Menschen sind unermüdlich bereit, auch an sich selbst zu arbeiten, statt nur mit dem Finger auf andere zu zeigen. Sie sitzen nicht passiv trauernd da, sondern helfen aktiv mit, die Welt rings um sich ein kleines Stückchen besser zu machen - jeder nach seinen Möglichkeiten, in seinem kleinen Umfeld. So findet der Trost, der Trost schenkt und verbreitet damit ein großes Stück Seligkeit aus Gottes Reich, und zwar schon jetzt - nicht erst in ferner Zukunft: 2. Korinther 1:3-4 "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes, (4) der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden." (Elberfelder Bibel) Matthäus 5:5 - "Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen." (Lutherbibel 2017) (Sanftmut, die Basis des Christentums) Wir alle wissen, was es bedeutet, sanftmütig zu sein. Es bedeutet, sein Ego nicht in den Vordergrund zu stellen und mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen, sondern sich zurückzuhalten und auf andere Rücksicht zu nehmen zugunsten eines friedvollen Miteinanders. Viele halten Sanftmütige für dumm und blicken auf sie herab. Doch in Wirklichkeit sind Sanftmütige sehr stark und ertragen viel mehr als andere. Warum hat Jesus den Sanftmütigen aber das Erdenreich und nicht das Gottesreich zugesichert? Das eine Reich muß das andere nicht unbedingt ausschließen. Wenn Gott wieder bei den Menschen sein wird, dann ist auch das Himmelreich auf der Erde. Hier der wunderbare Text aus Offenbarung 21:3: Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Ist das nicht schön? Denn.- Sanftmut ist der Grund und Boden (das Fundament) für unsere Entwicklung nach dem Vorbilde Jesu. Ohne Sanftmut geht es nicht. Wo immer Sanftmut beiseite geschoben wird und Ego an ihre Stelle tritt, schwächelt das Fundament und die Entwicklung droht abzudriften. Deshalb verstehe ich Sanftmut als Basis für jegliche christliche Weiterentwicklung. Epheser 4:2 "Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein!" (Hoffnung für Alle) "Erhebt euch nicht über andere, sondern seid immer freundlich. Habt Geduld und sucht in Liebe miteinander auszukommen." (Gute Nachricht Bibel) Jakobus 1:21 "Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen." (Lutherbibel 2017) Hier haben wir wieder die schöne Aussage, dass Gottes Licht als Gewissen in uns steckt (in uns gepflanzt ist), und die Aufforderung, darauf zu hören. Matthäus 5:6 - "Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden." (Lutherbibel 2017) (Drang nach gerechtem Handeln) Jeder von uns weiß, was Ungerechtigkeit ist, und hat bereits Erfahrungen in seinem Leben damit gemacht - im Elternhaus, in der Schule, auf der Arbeit, in der Ehe und so weiter. Es gibt viele Möglichkeiten im Alltag, ungerecht behandelt zu werden - aber auch andere ungerecht zu behandeln. Daran sollten wir auch denken. Ich glaube nicht, dass Jesus jenen Menschen Seligkeit verheißt, die nach Gerechtigkeit von anderen hungern und dürsten und die eigenen Hände dabei in den Schoß legen. Sondern er meint diejenigen, die selber den Drang (Hunger und Durst) in sich verspüren, gerecht zu handeln. Das hat wieder viel mit Demut zu tun. Jakobus 5:16 "Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." (Elberfelder Bibel) Jesus spricht nicht von Menschen, die schon vollendet gerecht sind, was sowieso nicht möglich ist, sondern von denen, die gerecht sein wollen, die danach streben, Tag für Tag. Nach Gerechtigkeit hungern und dürsten bedeutet, unermüdlich selber darum bemüht zu sein. Die Ausdrucksweise "hungern und dürsten" meint den gewollten Weg dorthin und ist eine liebevolle Ermutigung an alle, in diese Haltung hineinzuwachsen. Jeder kann sofort damit anfangen, auch der, der bisher vielleicht nicht gerecht war. Jeder wird erleben, wie glücklich eine gerechte Lebenseinstellung alle Beteiligten macht. Doch was bedeutet eigentlich gerechtes Handeln? Bedeutet es, sich strikt an vorgegebene Gesetze zu halten? Das würde ja bedeuten, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten das volle Lob Jesu hätten erhalten müssen. Aber nein, solche Menschen bezeichnet Jesus eben nicht als gerecht. Jesus meint nicht Gesetze, sondern gerechtes Handeln, das dem Wohl der Menschen dient und dem ein liebevolles Herz und Gewissen zugrunde liegen. Auch heute noch wird der Begriff Gerechtsein falsch ausgelegt. Menschen gehorchen Gesetzen ohne Herz und Gewissen und trennen sich von Familienmitgliedern oder Freunden, weil diese "abtrünnig" geworden sind und weil es das angebliche Gesetz so verlangt. Doch das hat nichts mit gerecht sein zu tun. Wie gesagt: Jesus meint ein gerechtes Verhalten, das dem Wohl der Menschen dient und dem ein liebevolles Herz und Gewissen zugrunde liegen. Unser Gewissen ist der Gottesfunke in uns, dem wir immer vertrauen können. Denn Glauben an Gott heißt Vertrauen in Gott und beinhaltet die gesamte Ausrichtung unseres Handelns nach ihm - und nicht nach strengen und unbarmherzigen Gesetzen: Römer 3:28 "Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes." (Einheitsübersetzung ) "Denn für mich steht fest: Allein aufgrund des Glaubens nimmt Gott Menschen an und lässt sie vor seinem Urteil als gerecht bestehen. Er fragt dabei nicht nach Leistungen, wie das Gesetz sie fordert." (Gute Nachricht Bibel) Leider wird, wie wir wissen, auch diese Bibelstelle falsch ausgelegt - wieder auf eine andere Weise. So ist eine große Gruppe von Menschen der Meinung, Sünden gleich welcher Art begehen zu dürfen - Hauptsache sie glauben an Gott und Jesus und diese würden ihnen dann schon alles verzeihen - allein aufgrund ihres Glaubens. Doch so ist es eben nicht. Glaube an Gott ohne entsprechendes christliches Verhalten (Werke) ist tot: Jakobus 2:26 "Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot." (Lutherbibel 2017) Gesetze und Werke sind zweierlei. Im Gegensatz zum sturen, herzlosen Befolgen von Gesetzestexten, das zum Leid von Menschen führen kann, sind Werke echte christliche Handlungen, die immer zum Wohle der Menschen führen. 1. Petrus 3:12 "Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber sieht auf die, die Böses tun«" (Lutherbibel 2017) Lukas 10:25-28 "25 Da kam ein Gesetzeslehrer und wollte Jesus auf die Probe stellen; er fragte ihn: »Lehrer, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?« 26 Jesus antwortete: »Was steht denn im Gesetz? Was liest du dort?« 27 Der Gesetzeslehrer antwortete: »Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit aller deiner Kraft und deinem ganzen Verstand! Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!« 28 »Du hast richtig geantwortet«, sagte Jesus. »Handle so, dann wirst du leben.« "(Gute Nachricht Bibel ) Gottesliebe allein reicht nicht aus, sondern ihr gleichgestellt ist die Nächstenliebe. Nur beides zusammen macht einen wahren Christen aus und ermöglicht ihm gerechtes Handeln. Jesus sagt es selbst: Matthäus 22:37-39 "Er aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.« (38) Dies ist das große und erste Gebot. (39) Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«" (Elberfelder Bibel ) Matthäus 5:7 - "Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren." (Elberfelder Bibel) (Tatkräftiges Mitgefühl) Mitgefühl ist schön, doch Mitgefühl mit tatkräftiger Hilfe ist Barmherzigkeit. Und die ist viel mehr wert als nur Mitgefühl. Wer das Leid oder die Not eines anderen erkennt und ohne Vorbehalt hilft, der ist barmherzig. Dies zeigt Jesu Geschichte vom barmherzigen Samariter sehr schön. Während ein Priester und ein Levit (ein Tempeldiener) an einem ausgeraubten und schwerverletzten Mann tatenlos vorbeigehen, leistet ein Samariter selbstlos Hilfe: Lukas 10:30-37 "Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme." (Lutherbibel 2017) Es gibt so viele Situationen, in denen wir anderen helfen können. Nicht immer werden wir Dankbarkeit ernten oder Gegenhilfe bekommen, wenn wir sie einmal benötigen. Aber darauf kommt es einem Barmherzigen nicht an. Es empfindet so starkes Mitgefühl, dass es ihm einfach ein Bedürfnis ist zu helfen. Dabei ist ihm völlig egal, wer oder wie der hilfebedürftige Mensch ist. Er möchte helfen und ist von Herzen froh, wenn es dem Bedürftigen besser geht. Ich glaube, viele Menschen wären aber schon dankbar und würden die geleistete Hilfe nicht vergessen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie dem Beispiel folgen und ebenfalls Hilfe leisten, wenn ein Mensch in Not ist. So zu leben, dass einer dem anderen selbstlos hilft, das macht selig und ist ein Stück vom Reich Gottes, das bereits mitten unter uns ist: Lukas 17:21 "Niemand wird sagen können: ›Hier ist es!‹ oder ›Dort ist es!‹ Denn Gottes Reich ist schon jetzt da – mitten unter euch." (Hoffnung für Alle) Matthäus 5:8 - "Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." (Elberfelder Bibel) (Wenn Jesus in unser Herz getreten ist) Unser Herz, das ist biblisch gesehen unser Innerstes, was unser Fühlen, Wollen und Handeln bestimmt. Und das ist durchaus nicht immer etwas Gutes. Herzen können sehr egoistische Neigungen haben: Jeremia 17:9 "Nichts ist so abgründig wie das menschliche Herz. Voll Unheil ist es; wer kann es durchschauen? " (Gute Nachricht Bibel) Das Herz steht nicht immer für Liebe. Es empfindet auch Hass, Neid und so weiter. Ja selbst wenn wir lieben, sind wir nicht vollkommen rein. Niemand von uns. Selbst bei allerbesten Absichten können sich egoistische Motive einschleichen, wir merken es nicht einmal. Aber wie können wir ein reines Herz erlangen wie das, von dem Jesus sprach? Das geht doch gar nicht - oder? Es gibt nur eine Antwort: Wir brauchen Gott und wir brauchen Jesus, welcher uns den Weg zeigt. Das Schöne ist, dass wir alle ein kleines Licht in uns tragen - das ist der Gottesfunke in uns, den wir als Gewissen spüren und dem wir immer vertrauen können. Das Gewissen ist nicht trügerisch wie das Herz. Selbst der böseste Mensch hat ein Gewissen, doch er schiebt es beiseite und hört nicht darauf. Das ist der freie Wille, der diese Entscheidung möglich macht. Doch wann immer wir auf unser Gewissen, das Gotteslichtlein in uns, hören, betreten wir Gottes Pfade und treten in Jesu Fußstapfen, unbewusst und auf ganz natürliche Weise. Wenn das bereits unbewusst funktioniert, können wir nur ahnen, was passiert, wenn wir Jesus bewusst in unser Herz einladen und ihn bitten, es zu läutern. Gern wird er uns dabei helfen. Dann werden wir plötzlich die Welt mit anderen Augen sehen und unser Herz beginnt spürbar, sich zu wandeln. Dann wird Selbstgerechtigkeit in Selbsterkenntnis verwandelt werden und Egoismus in Demut. Wir werden eine wunderbare Hoffnung verspüren und schwierigen Menschen, an denen wir einst verzweifelten, mit Vernunft begegnen. Diese Wandlung ist die Reinigung des Herzens, mit Hilfe von Jesus eingeleitet und ein ganzes Leben lang fortsetzend. Denn ein reines Herz ist kein abgeschlossener Prozess, sondern das ständige Bemühen darum, was echter Demut entspricht. Wer behauptet, ein reines Herz zu haben, dem fehlt es an Demut. Ein reines Herz zu haben, heißt auch, sein Herz zu entblößen und demütig alte Fehler zuzugeben und einzusehen. Wir müssen Schluss machen mit der Verschlossenheit. Das ist keine Erniedrigung, sondern eine Stärke. Und es ermuntert andere, es ebenso zu tun. Welch Freude ist es, wenn Menschen einander aufrichtig begegnen und keiner sich über den anderen erhebt. Ich glaube daran, dass jeder von uns sich ändern kann, wenn er es will. Wenn wir Jesus in unser Herz einladen, dann wird er es stark erleuchten. Und gemeinsam mit unserem Wollen, ihm zu folgen, wird unser Herz dann Stück für Stück gereinigt werden. Dann wird sich unser Lebensgefühl ändern und wir kommen der Seligpreisung, Gott zu schauen (im Sinne von Erkennen, Fühlen) näher. Jesus zeigt uns den Weg. Denn er ist das Licht, der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zu Gott als nur durch ihn. Johannes 8:12 "Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Elberfelder Bibel) Johannes 14:6 "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Lutherbibel 2017) Psalm 119:105 "Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet." (Hoffnung für Alle) "Dein Wort ist eine Leuchte für mein Leben, es gibt mir Licht für jeden nächsten Schritt." (Gute Nachricht Bibel) Matthäus 5:9 - "Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Lutherbibel 2017) (Friedensbrücken bauen) In der heutigen Ellbogengesellschaft denken mehr Menschen denn je nur an sich und ihre Vorteile. Je nach ihren Möglichkeiten beherrschen, bedrohen, beschimpfen sie andere oder ziehen hinter dem Rücken über sie her - statt ihre Lage zu verstehen und mit ihnen Kompromisse einzugehen. Oft ist man Zeuge solchen Geschehens - auf der Arbeit, in der Nachbarschaft, in der Familie und so weiter. Was kann man hier tun, wie kann man hier als Friedensstifter wirken? Während Sanftmut Zurückhaltung bedeutet, erfordert das Friedenstiften eher ein aktives Einschreiten - allerdings ohne Druck und Gewalt, sondern mit Worten und Diplomatie. Damit baut man viele kleine und große Friedensbrücken. Das erfordert viel innere Stärke. Wenn zum Beispiel etwas Schlechtes gesagt wird, sollte man unbedingt das Gute dagegen aufwiegen - das bringt Menschen zum Nachdenken. Wenn laute Worte fallen, sollte man ruhig und besonnen bleiben - das nimmt der aufgeheizten Situation die Energie. Menschen, die sich um Frieden bemühen, verzeihen und bitten um Verzeihung. Sie überlegen, wie man das nächste Mal etwas besser macht. Sie lenken aggressive Gemüter vorsichtig ab und deren Gespräche um, so dass Situationen nicht eskalieren. Das erfordert sehr viel Taktgefühl und eine große innere Stärke, selber ruhig und besonnen zu bleiben. So überwinden Friedensstifter Böses mit Gutem: Römer 12:21 "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!" (Elberfelder Bibel) Und auch hier gilt wieder: Glaube ohne Werke ist tot. Frieden zu stiften ist zweifellos viel Arbeit und viel Mühe, aber es lohnt sich, niemals in seinem Bemühen darin nachzulassen. Jakobus 2:26 "So wie der Körper ohne den Geist tot ist, so auch der Glaube ohne Taten." (Hoffnung für Alle) Frieden bedeutet nicht zuletzt, mit sich selbst im Frieden zu sein und nicht auf das zu schauen, was man gerne hätte, sondern mit Dankbarkeit auf das, was man hat. Diese Einstellung gilt es auch auf seine Mitmenschen zu übertragen - und ein klein wenig davon bleibt immer hängen. Es ist ganz und gar nicht leicht und man wird nicht immer Erfolg mit dem Friedenstiften haben. Aber wenn man nicht aufhört, sich darum zu bemühen, so ist das schon sehr viel wert. Und darum geht es doch - um das unermüdliche Bemühen, ein guter Christ zu sein, und das Nicht-Nachlassen darin. Wer sich für Frieden einsetzt, kommt Gottes Reich ganz gewiss nahe. Römer 15:13 "Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes." (Lutherbibel 2017) Römer 14:19 "Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben und einander im Glauben zu stärken." (Hoffnung für Alle) Matthäus 5:10-12 "(10) Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. (11) Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. (12) Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren." (Elberfelder Bibel) (Prüfungen verkraften) Ich habe die letzten drei Seligpreisungen Jesu zusammengefasst, weil ihre Aussagen eng miteinander verknüpft sind. Es geht darum, dass Christen mit möglicher Ausgrenzung, Diffamierung oder sogar Verfolgung rechnen müssen und wie sie das verkraften können. Die Welt stellt Reichtum, Erfolg und Vergnügungen aller Art als Grundlage für Glück dar - ebenso ein den vorgegebenen Schönheitsidealen entsprechendes Aussehen. Aber warum beginnen Menschen, die all das erreicht haben, trotzdem sich zu langweilen, unzufrieden zu werden, Drogen zu nehmen und immer fragwürdigeren Kicks hinterherzujagen? Warum ist das so? Weil diese Welt der Schönen und Reichen eben nicht glücklich macht, wie man weiß. Dagegen lehrt uns Jesus in seinen Seligpreisungen, was das wahre Glück und Himmelreich unter den Menschen ist. Das passt der Welt natürlich überhaupt nicht. Und an Gerechtigkeit ist die Welt auch nicht interessiert. Im Gegenteil, die Welt soll ungerecht bleiben, damit es einigen Wenigen materiell gut geht und die anderen beständig danach trachten. Die Jagd nach dem falschen Glück soll unbedingt aufrechterhalten bleiben, damit das falsche und ungerechte System erhalten bleibt. Dabei stört das Streben nach wahrem Glück, wie Jesus es lehrt, natürlich sehr. Wer für Gerechtigkeit und Frieden steht und danach handelt, ist ein Störfaktor für diese Welt. Das fängt im Kleinen an (unter Kollegen zum Beispiel) und geht hinauf bis in höhere Machtgefilde. Dort werden um Gerechtigkeit Bemühte dann richtig diffamiert und beschuldigt, so dass das Gute plötzlich vor aller Augen und Ohren als das Böse dasteht. Das ist enorm empörend und verletzend für den um Gerechtigkeit Kämpfenden. Dann besteht die Gefahr, dass statt der verheißten Seligkeit Leid und Bitterkeit empfunden wird. Doch wenn man sich die Gründe für die Ungerechtigkeit immer wieder vor Augen hält, ist es möglich, solche Anfeindungen nicht mehr gar zu sehr persönlich aufzufassen - und Jesu Aussage, dass es den Propheten in früheren Zeiten ebenso erging, tröstet und stärkt ebenfalls. Sich im Spiegel in das eigene Antlitz schauen und vor dem eigenen Gewissen verantworten zu können, wiegt schwerer als die äußeren Diffamierungen und kann schließlich trotz allem selig machen. Man muss das Ganze als Prüfung betrachten, die es zu bestehen gilt. Jesus ist mit uns und zeigt uns den Weg. Autor: E.S.

Der Brief an die Auserwählten Gottes! Der 1.te Brief des Petrus Vor einigen Tagen sind mir wieder die Worte von Petrus eingefallen und zwar direkt in seiner Einleitung zu seinem ersten Brief. Er schreibt dort: 1 Diesen Brief schreibt Petrus, ein Apostel von Jesus Christus, an alle Menschen, die Gott auserwählt hat und die als Fremde überall in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asia und Bithynien mitten unter Menschen leben, die nicht an Christus glauben. 2 Ihr gehört zu Gott, unserem Vater. Dazu hat er euch von Anfang an vorherbestimmt. Ja, durch den Heiligen Geist seid ihr sein Eigentum geworden – Menschen, die Jesus Christus gehorchen und durch sein Blut von aller Schuld befreit werden. Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen. (HFA) Der Brief des Petrus richtet sich an alle Menschen, die Gott auserwählt und mit seinem heiligen Geist gesalbt hat. Somit ist dieser Brief auch an die Auserwählten in der Endzeit gerichtet, denn in Matthäus 24:22 steht: 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. (Elb) Über diesen Vers habe ich schon sehr oft nachgedacht und sicherlich nicht nur ich alleine. Jeder ist wahrscheinlich so sehr davon überzeugt: „Auch wenn alle anderen ihren Glauben verlieren, ich werde bis zum Ende standhaft sein!“. Ging es dem Apostel Petrus nicht genauso? Lesen wir nach was er damals Jesus geantwortet hat: 31 Darauf spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet alle in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden zerstreut werden.« 32 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. 33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn alle an dir Anstoß nehmen werden, ich werde niemals Anstoß nehmen. 34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst. 35 Petrus spricht zu ihm: Selbst wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso sprachen auch alle Jünger. Mat. 26:31-35, Elb. Wer kennt diese Begebenheit nicht und im Grunde ist das was Jesus in Mat. 24:22 sagt, genau das gleiche was er zu Petrus sagte. „Ehe der Hahn kräht, wirst Du mich dreimal verleugnen“ und bezogen auf heute würde keiner gerettet werden, wenn die Tage nicht verkürzt würden. Mir ist das deshalb so bewusst geworden, weil einige die ich kenne tatsächlich so langsam ihren Glauben verlieren. Vor drei bis vier Monaten waren sie noch Dicke dabei und jetzt hat man den Eindruck, dass die frühere Hoffnung nur noch Wunschdenken gewesen war. Ich selbst erwische mich auch immer mal wieder dabei, wie ich mir eine Zukunft vorstelle ohne dass Christus wieder auf die Erde kommt. Natürlich halte ich dann sofort inne und erinnere mich an die vielen Prophezeiungen, die sich schon erfüllt haben und versuche mich wieder neu zu fokussieren. Im Grunde genommen, muss das ja passieren, denn Jesus hat es so vorhergesagt, genauso wie er dem Petrus sagte, dass er ihn dreimal verleugnen würde. Vielleicht ist genau die Tatsache, dass so viele Ihren Glauben verlieren, die Erfüllung dieser Prophezeiung und kennzeichnet somit die Zeit, die verkürzt worden ist. Das wiederum würde bedeuten, dass wir in der Zeit des Endes schon sehr weit vorangeschritten sind. Den Glauben zu verlieren ist zwar etwas negatives, aber da dies zwingend passieren muss, damit sich die Schrift erfüllt, ist es somit auch ein Zeichen, wo wir gerade stehen. Wie lange jedoch diese verkürzte Zeit andauert, das steht nirgends, es muss sich allerdings um einen längeren Zeitraum handeln, wenn auch der letzte Auserwählte seine Hoffnung aus dem Auge verliert. Von daher kann man daraus nicht ableiten, wie kurz wir vor der Wiederkunft von Jesus stehen. Egal wie lange es noch dauert, Petrus schreibt in seinem 1.ten Brief, dass es eine Herausforderung für die Auserwählten sein wird. Ich zitiere die nächsten Verse aus Kapitel 1: 3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, 5 die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, ⟨die⟩ bereit⟨steht⟩, in der letzten Zeit offenbart zu werden. 6 Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, 7 damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; 8 den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, ⟨über den⟩ ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt; 9 und ⟨so⟩ erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen. 10 Im Hinblick auf diese Rettung suchten und forschten Propheten, die über die an euch ⟨erwiesene⟩ Gnade weissagten. 11 Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er die auf Christus ⟨zukommenden⟩ Leiden und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte. 12 Ihnen wurde es offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienten im Blick auf das, was euch jetzt verkündet worden ist durch die, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren. (Elb) Auch das ist ein Zeichen der letzten Tage, dass die Versuchungen zunehmen und der Glaube geprüft wird. Unter anderem auch dadurch, dass man leiden muss. Das kann auf vielfältige Weise geschehen, der Widersacher nutzt in der Regel immer dieselben Maschen, aber derer hat er viele. Denken wie daran, wie er den Glauben von Hiob brechen oder womit er unseren Herrn Jesus versuchen wollte. Zudem geht er gerade in der Endzeit umher wie ein brüllender Löwe um jeden zu verschlingen. Deshalb sollte es uns nicht wundern, wenn unser Glaube irgendwann zerbrechen sollte. Wir können dankbar dafür sein, dass Gott uns deshalb nicht im Stich lässt, sondern den Zeitpunkt der Rettung einfach vorverlegt hat. Die Zeit des Endes ist somit eine große Prüfung, man wird darunter sehr leiden und dennoch sollten wir über unseren Wandel wachen. Petrus schreibt im 1.Kapitel weiter: 13 Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi! 14 Als Kinder des Gehorsams passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit ⟨herrschten⟩, 15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! 16 Denn es steht geschrieben: »Seid heilig, denn ich bin heilig.« 17 Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht! 18 Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, 19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. Ob wir unseren Glauben an die Hoffnung verlieren oder nicht, die Auserwählten sind durch den Heiligen Geist geheiligt. Deshalb kann man ganz schlimme Dinge eigentlich nicht tun. Aber Ungerechtigkeit kann zu Zorn führen und man lässt sich vielleicht mitreißen. Irgendwo, bevor es ganz hässlich wird, haben die Auserwählten aber eine sinnbildliche „Notbremse“. Diese verhindert, dass man sich in dem Sumpf der Schlechtigkeit verliert. Daher schreibt Petrus in seinem 2.ten Kapitel: 1 Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden, 2 und seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch – damit ihr durch sie wachset zur Rettung –, 3 wenn ihr ⟨wirklich⟩ geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist! 4 Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 5 lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, Gott hochwillkommen durch Jesus Christus! 6 Denn es ist in der Schrift enthalten: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« 7 Euch nun, die ihr glaubt, ⟨bedeutet er⟩ die Kostbarkeit; für die Ungläubigen aber ⟨gilt⟩: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden«, 8 und: »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Anstoßes ⟨zur Sünde⟩«. Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch bestimmt worden sind. 9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat; 10 die ihr einst »nicht ein Volk« wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr »nicht Barmherzigkeit empfangen hattet«, jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt. Wir sind aus der Finsternis zum Licht berufen unter anderem auch deshalb weil wir an den Sohn Gottes glauben und diesen Stein (Jesus) nicht verworfen haben. Als ich noch mit einer Religionsgemeinschaft verbunden war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass meine Mitbrüder Jesus nicht als Sohn Gottes akzeptieren würden. Sehr spät, aber zum Glück noch früh genug, stellte ich fest, dass die Ablehnung viel subtiler erfolgt als öffentliches verleugnen. Das hätte man ja sofort gemerkt. Es wurde immer um den heißen Brei herumgeredet, so dass man die eigentliche Aussage nicht bewusst registriert hat. Wenn man sagt, dass Engel auch Söhne Gottes sind und Jesus ist ein Erzengel, dann kann man übersehen, dass die eigentliche Aussage lautet: Jesus ist ein Engel!! Das wiederum bedeutet: Jesus ist kein Gott!! Damit hat man Jesus vom leiblichen Sohn Gottes zu einem Adoptivsohn Gottes degradiert. Dabei spricht die Bibel doch an so vielen Stellen, dass es sich bei Jesus um einen leiblichen Sohn Gottes und damit um einen Gott handelt. Hier zum Beispiel aus der Neuen Welt Übersetzung: 1.Joh.1:18 18 Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Aufschluss gegeben. Oder auszugsweise ein Text aus Hebräer Kap. 1 (Elb): 5 Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: »Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt«?, und wiederum: »Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein«? 6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!« 7 Und von den Engeln zwar spricht er: »Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme«, 8 von dem Sohn aber: »Dein Thron, Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; 9 du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.« 10 Und: » Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände; 11 sie werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Gewand, 12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören.« 13 Zu welchem der Engel aber hat er jemals gesagt: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße«? 14 Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen? Das was ich hier durch Fettschrift markiert habe besagt eindeutig, dass Jesus eben kein Engel ist. Im Vers 8 wird der Sohn mit Gott angesprochen und im Vers 10 heißt es von dem Herrn, dass er die Erde gegründet und die Himmel hervorgebracht hat. Welcher Engel könnte so etwas tun? Das kann nur ein Gott und wenn man einen gläubigen christlichen Menschen fragen würde: „Wer hat die Erde erschaffen?“ Dann würde ein Christ antworten: „Selbstverständlich Gott!“ Im Vers 10 wird diese Tätigkeit aber eindeutig Jesus zugeordnet und er konnte das tun, da er als Sohn Gottes eben auch ein Gott ist. Angesichts der Tatsache, welche Eigenschaften und Tätigkeiten die Bibel von Jesus bezeugt und auch darüber was sie über seine Herkunft aussagt, ist es unmöglich zu glauben, dass Jesus ein Engel ist. Wenn man es dennoch tut, dann verwirft man damit den kostbaren Haupteckstein, den Gott in Zion gelegt hat. Merkt man, dass die Religionsgemeinschaft zu der man gehört, den Haupteckstein (Jesus) verwirft, dann sollte man sich von ihr trennen. Petrus schreibt ja, dass die Nachfolger Jesu ein auserwähltes Geschlecht sind. Sie haben keinen Anteil mit denen, die Christus verworfen haben, sowie Licht keine Gemeinsamkeit mit der Finsternis hat. Da wo Licht ist, ist keine Dunkelheit. Petrus schreibt im 2.ten Kapitel weiter zum Thema: Verhalten in der Welt 11 Geliebte, ich ermahne ⟨euch⟩ als Beisassen und Fremdlinge, dass ihr euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, enthaltet, 12 und führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung! 13 Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen; sei es dem König als Oberherrn 14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun! 15 Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt – 16 als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes. 17 Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König! Petrus ermuntert hier zu einem vortrefflichen Wandel unter den Nationen. Dass man die Gesetze einhält und obwohl man in der Freiheit des Christus lebt, dies nicht als Deckmantel zur Bosheit benutzt. In den nächsten Versen ermahnt er die Jünger Jesu, seinem Vorbild zu folgen. 18 Ihr Haussklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den guten und milden, sondern auch den verkehrten! 19 Denn das ist Gnade, wenn jemand wegen des Gewissens vor Gott Leiden erträgt, indem er zu Unrecht leidet. 20 Denn was für ein Ruhm ist es, wenn ihr als solche ausharrt, die sündigen und ⟨dafür⟩ geschlagen werden? Wenn ihr aber ausharrt, indem ihr Gutes tut und leidet, das ist Gnade bei Gott. 21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt; 22 der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden, 23 der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet; 24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid. 25 Denn ihr gingt in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen. Diese Worte hier, bringen mich auch zum Nachdenken. Ist das eine Aufforderung, sich von jedem ausnutzen zu lassen, weil man als Christ nicht gegen Leiden aufbegehren sollte? Jesus sagte ja selbst, wenn Dich einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch die linke hin. Lesen wir doch den Text im Zusammenhang aus Mat. 5:38-48 (Elb): 38 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. 39 Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar; 40 und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Untergewand nehmen will, dem lass auch den Mantel! 41 Und wenn jemand dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei! 42 Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir borgen will! 43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47 Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? 48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Auf den ersten Blick sieht es so aus, dass egal was jemand von uns fordert, wir ihm das geben sollten. Wir sollten Streitigkeiten vermeiden und sogar unsere Feinde lieben. Bedeutet es jedoch wirklich, dass wir jede Forderung die an uns gestellt wird, erfüllen sollten? Um des lieben Friedens willen? Hier eine Begebenheit wo Jesus auch handgreiflich wurde: Mat. 21:12, 13 (HFA) 12 Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um 13 und rief ihnen zu: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹, ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!« Wie reagierten die Apostel als sie vor das höchste religiöse Gericht geschleppt wurden? Haben sie alles getan was von Ihnen verlangt worden ist? Wir lesen: Apg. 5:27-33 (Elb) 27 Sie führten sie aber herbei und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohe Priester befragte sie 28 und sprach: Wir haben euch streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren, und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen. 29 Petrus und die Apostel aber antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen. 30 Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ermordet habt, indem ihr ihn ans Holz hängtet. 31 Diesen hat Gott durch seine Rechte zum Führer und Retter erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen von diesen Dingen und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. 33 Sie aber ergrimmten, als sie es hörten, und ratschlagten, sie umzubringen. Offensichtlich gibt es Einschränkungen was das Gehorchen betrifft. Wenn Menschen uns auffordern etwas zu tun, was Gottes Gesetz widerspricht, dann sollten wir dieser Aufforderung nicht folgen. Das trifft auch dann zu, wenn die eigene religiöse Führungselite gegen uns ist, so wie damals der Hohe Rat in Jerusalem, gegen die Apostel. Wann sollten wir nun aber den „Herren“ gehorchen? Wenn es unseren privaten Bereich vielleicht betrifft? Wie kann man das heute umsetzen, in der Welt in der wir leben? Sollten wir da jeder Forderung nachgeben, die an uns herangetragen wird? Ich denke, dass auch das damit nicht gemeint ist. Dazu mal einige Beispiele: 1.Ein Christ hat einen Dachdeckerbetrieb und ein Kunde tritt an ihn heran mit den Worten: „Du bist doch ein Christ. Ich baue gerade ein neues Haus. Bitte errichte für mich das Dach, aber ich möchte Dich nicht bezahlen. Da Du ja ein Christ bist, machst Du es für mich sicherlich umsonst!“ 2.Ein Christ bewirbt sich um eine Arbeitsstelle. Die Firma sagt zu dem Bewerber: „Normalerweise bekommen die Arbeiter bei uns einen Stundenlohn von 15 Euro. Da Du ein Christ bist, kommst Du mir sicherlich entgegen und arbeitest bei mir für 10 Euro die Stunde. Dann kannst Du sofort anfangen.“ 3.Zwei Christen stehen in enger Geschäftsbeziehung zueinander. Irgendwann fällt dem einen auf, dass sein Bruder ihm Geld unterschlagen hat. Darauf angesprochen, sagt dieser: „Ja sorry, ich hab mir ein neues Auto gekauft und hatte nicht genügend Geld. Da habe ich es mir einfach genommen.“ Der betrogene Bruder sagt: „Das geht so nicht, dass musst Du mir zurück zahlen.“ Da sagt der andere: „Das werde ich nicht tun. Ich behalte es und Du musst das akzeptieren, denn Du darfst mit deinem Bruder nicht vor Gericht ziehen.“ Das waren natürlich sehr überzogene Beispiele. Sie machen aber eins deutlich, wenn Jesus und auch Petrus gewollt hätten, dass wir alles an Forderungen die an uns herangetragen werden akzeptieren würden, dann wäre ein geschäftliches Leben für einen Christen unmöglich. Bei dem letzten Beispiel ging es ja um zwei Brüder die miteinander in einem Geschäftsverhältnis standen. Auch ich war vor einiger Zeit in dem Unternehmen eines „Bruders“ angestellt. Ich war auch nicht der einzige Bruder. Es waren nur Brüder aus unserer Versammlung und der Umgebung dort beschäftigt. Irgendwann wurde ich krank und entlassen. Das ist auch legitim, doch bis dahin hatte ich gute Arbeit geleistet, sogar während meiner Krankheit von Zuhause aus. Allerdings hatte ich auch einen Schwerbehindertenstatus und dadurch Kündigungsschutz. Als ich darauf hinwies, dass die Kündigung nicht wirksam ist wurde mir von dem Bruder gesagt, dass er diese aufrechterhalten wird. Ich meinte dann: „Muss ich wirklich erst zum Arbeitsgericht gehen um meinen Kündigungsschutz durchzusetzen?“ Kurze Zeit später bekam ich einen Anruf von einem Ältesten der ebenfalls in diesem Betrieb arbeitete und er meinte: „Du kannst doch nicht mit Deinem Bruder vor Gericht gehen.“ Ich erwiderte: „Sag das nicht mir, sondern unserem Chef. Er macht ja etwas was nicht in Ordnung ist und nicht ich.“ Das Ende vom Lied war, dass ich die Kündigung akzeptiert habe, denn in einem Betrieb der so mit kranken Mitarbeitern umging, wollte ich nichts mehr zu tun haben. Vor allem wenn es sich dabei auch noch um vermeintliche „Brüder“ handelt. Diese wahre Begebenheit zeigt, dass man Bibelverse so verwenden kann um eigenes Unrecht Tun durchzusetzen. In dem Fall tut der Chef etwas Ungerechtes und erlegt die Verantwortung sich christlich zu verhalten einfach dem auf, dem er Unrecht tut. Du darfst nicht mit mir vor Gericht gehen, dass man das aber auch nicht müsste, wenn er sich an die Gesetze halten würde, wird ignoriert. Als Nachfolger Jesu müssen wir somit abwägen, welchen Forderungen wir bedenkenlos nachkommen können und welchen nicht. Paulus schreibt in Römer 12:17, 18 (HFA): 17 Vergeltet niemals Unrecht mit neuem Unrecht. Verhaltet euch gegenüber allen Menschen vorbildlich. 18 Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden. Das ist der entscheidende Punkt: Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden. Es gibt einfach Situationen in unserem Leben, deren Ausgang wir nicht in der Hand haben. Wie verhalten wir uns da? Vergelten wir Unrecht mit neuem Unrecht oder versuchen wir soweit es irgend möglich ist, den Frieden zu bewahren? Wenn wir alles getan haben um den Frieden zu bewahren, unser Gegenüber jedoch kein Interesse daran hat, dann muss man irgendwann realisieren, dass man keine andere Wahl mehr hat. Dann muss man sich zur Wehr setzen, unter Umständen auch vor Gericht. Würde man es nicht tun, dann wäre faktisch jeder Jünger Jesu im Geschäftsleben Freiwild für alle möglichen windigen Geschäftsleute. Sie würden von jedem ausgenutzt werden können, immer unter der Prämisse, dass sie als Christen dazu verpflichtet sind. Worum geht es nun wirklich? Lesen wir dazu in 1. Petr. 3:8-22 (Elb): Ermahnung zum heiligen Wandel in Verfolgungen 8 Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, ⟨voll⟩ brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, 9 und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Beschimpfung mit Beschimpfung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt! 10 » Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte Zunge und Lippen vom Bösen zurück, dass sie nicht Trug reden; 11 er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach! 12 Denn die Augen des Herrn ⟨sind gerichtet⟩ auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, welche Böses tun.« 13 Und wer wird euch Böses tun, wenn ihr Eiferer des Guten geworden seid? 14 Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig ⟨seid ihr⟩! Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, seid auch nicht bestürzt, 15 sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung! Und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, ⟨worin⟩ euch Übles nachgeredet wird. 17 Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun. 18 Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 19 In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, 20 die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurchgerettet wurden. 21 Das Abbild ⟨davon⟩ errettet jetzt auch euch, ⟨das ist⟩ die Taufe – nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen – durch die Auferstehung Jesu Christi. 22 Der ist zur Rechten Gottes, nachdem er in den Himmel gegangen ist, und Engel und Mächte und Kräfte sind ihm unterworfen. Es geht um das religiöse Leben der Jünger Jesu. Der Vers 15 sagt: Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung! Wenn wir aufgrund unserer Hoffnung oder unseres Glaubens, zur Verantwortung gezogen werden, dann sollten wir Stellung beziehen. Da ist es besser wegen Gutes tun zu leiden, vielleicht verleumdet zu werden usw.. Und selbstverständlich wird ein Jünger Jesu niemals ein Verbrechen begehen. Das Gute zu tun wird sich auch im täglichen, privatem oder im geschäftlichen Leben widerspiegeln. Das ist nicht nur auf das religiöse Leben beschränkt. Mag man zwar in seinem religiösem Leben leiden weil man Jesus und eben keinen selbsternannten Führern nachfolgen möchte, so kann es aber im geschäftlichen Leben angebracht sein eben nicht jeder Forderung nachzukommen. Evtl. muss man dort auch für sein Recht oder seine persönlichen Belange die Gerichte in Anspruch nehmen. Doch niemals würde ein Christ versuchen selbst ein Unrecht mit Gewalt durch zu boxen. Ein Christ muss Unterscheidungsvermögen bekunden, wo man nachgeben kann und wo man auch mal hart bleiben muss. Genau dieses Unterscheidungsvermögen macht einen Christen aus. Denn zu allem „Ja“ zu sagen, kann nicht der Sinn eines Nachfolgers von Jesus sein, denn er selbst sagte zu seinen Jüngern auf die Nachfrage von Petrus: Mat. 19:27-30 (Elb) 27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns nun werden? 28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und ein jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird hundertfach empfangen und ewiges Leben erben. 30 Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein. Hier hat Jesus seinen Aposteln gesagt, dass sie die 12 Stämme Israels richten werden und in der Offenbarung 3 wird auch gesagt, dass sie Gewalt über die Nationen haben werden. Denn Sie werden Könige sein und mit Christus regieren. Wenn sie in der Zukunft selbst „Recht“ sprechen werden, sollten sie dann heute kein Recht in Anspruch nehmen? Bestimmt nicht. Man fragt sich doch auch, warum wurden überhaupt 144.000 Menschen (symbolische Zahl) als Könige auserwählt, wenn es doch weitaus mehr Engel gibt, die schon von Anbeginn der Erde anwesend sind? Wären sie nicht bestens dafür geeignet, die Menschen zu regieren? Wahrscheinlich ja würde man denken. Wäre das aber gegenüber den Menschen gerecht? Das wohl eher nicht. Zurzeit bekommen wir es sogar live präsentiert, wie es ist, wenn Menschen über andere herrschen, die selbst nicht in der gleichen privaten Situation sind. Durch die „Lockdowns“ verlieren viele einfache Menschen ihren Arbeitsplatz oder Selbständige ihr Geschäft und Existenz. Manche bekommen Kurzarbeiter Geld, andere nicht usw. usw. Die Politiker hingegen bekommen weiterhin ihre „Diäten“, egal wie lange alles zu ist. Sie können somit die Nöte der einfachen Bürger nicht nachvollziehen. Genau so wäre es, wenn Engel die Menschen regieren würden. Sie haben kein Verständnis dafür, warum manche unter persönlichem Druck so handeln wie sie es tun. Vielleicht verstoßen sie gegen ein Gesetz, aber aus einem Notstand heraus. Da ein Engel das nicht kennt, kann er nur so richten wie es das Gesetz vorgibt, ohne die persönlichen Umstände zu berücksichtigen. Dadurch kommt unter Umständen die Barmherzigkeit zu Kurz. Daher ist es nicht nur Gerecht, sondern auch äußerst liebevoll, dass Gott eine menschliche Beteiligung an seinem Königreich vorgesehen hat. Er überlässt nichts dem Zufall, sondern hat alles so geplant dass es am Ende „sehr gut“ ist. Petrus ermuntert in 1.Petr. 4:1, 2 (Elb) weiter: 1 Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung – denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen –, 2 um die im Fleisch ⟨noch⟩ übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. 11-16: 11 Wenn jemand redet, ⟨so rede er es⟩ als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, ⟨so sei es⟩ als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 12 Geliebte, lasst euch durch das Feuer ⟨der Verfolgung⟩ unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; 13 sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut! 14 Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig ⟨seid ihr⟩! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch. 15 Denn niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt; 16 wenn er aber als Christ ⟨leidet⟩, schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen! Nachfolger Jesu werden leiden und das besonders in der Zeit des Endes. Jedoch nicht als Übeltäter oder jemand der sich in fremde Sachen mischt, sondern als Christ. Dafür sollten wir uns nicht schämen, denn wir verherrlichen dadurch Gott. Die nächsten Verse sind besonders für die Menschen interessant, die sich zum Hause Gottes zählen. Warum zeigt der Text: 1.Petr. 4:17-19 (Elb) 17 Denn die Zeit ⟨ist gekommen⟩, dass das Gericht anfängt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was ⟨wird⟩ das Ende derer ⟨sein⟩, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? 18 Und wenn der Gerechte mit Not gerettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen? 19 Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, einem treuen Schöpfer ihre Seelen anbefehlen im Gutestun. Die Religionsgemeinschaft, die sich in der Zeit des Endes als Haus Gottes betrachtet, behauptet immer, dass „Babylon die Große“ zuerst gerichtet wird. Petrus hingegen schreibt, dass das Gericht beim Hause Gottes anfängt. Welche Aussage ist nun richtig? Meiner Meinung nach sind beide Aussagen richtig. Babylon die Große wird zuerst gerichtet, weil sich das Haus Gottes in Babylon der Großen befindet. Daher sagt die Offenbarung auch in Kap. 18:1-4 und ich zitiere nur den Vers 4: 4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Aus den Versen 1-3 geht hervor, dass es sich hier um Babylon die Große handelt aus der wir herausgehen sollten. Wenn wir denn draußen sind, sollten wir jedoch nicht mehr irgendwo anders hineingehen, das steht nirgends in der Bibel. Es steht sogar das genaue Gegenteil darin, zum Beispiel sagte Jesus in Joh. 10:1-12 (Elb): 1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist Hirte der Schafe. 3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft die eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. 4 Wenn er die eigenen ⟨Schafe⟩ alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6 Diese Bildrede sprach Jesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete. 7 Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. 9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und ⟨es in⟩ Überfluss haben. 11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Jesus ruft seine Schafe und sie folgen ihm alleine. Nennen wir die Hürde in der sich die Schafe befinden eine Religionsgemeinschaft die sich als Haus Gottes bezeichnet. Dann wäre bezogen auf die Offenbarung die Religionsgemeinschaft Babylon die Große. Der Ruf des Hirten Jesus wäre dann „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“. Jeder der die Stimme des wahren Hirten hört, wird sich daran halten, aus Babylon (der Religionsgemeinschaft) hinausgehen und nur noch Jesus folgen. Er wird in keine andere Religionsgemeinschaft (Hürde) mehr hinein gehen. Denn so wird es nirgends beschrieben. Jesus sagt sogar noch etwas, dass deutlich macht, dass keine Religionsgemeinschaft seine Zustimmung findet. Er spricht: 8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. ALLE heißt ALLE und nicht einige oder viele, sondern ALLE. Petrus schließt seinen ersten Brief in Kapitel 5 mit Segenswünschen und Grüßen ab, ermahnt zuvor aber zur Wachsamkeit gegenüber dem Widersacher. Da die Frist für ihn heute kürzer denn je ist, sollten wir uns diese Worte zu Herzen nehmen. Petrus schreibt in 1.Petr. 5:6-9 (Elb): 6 Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht zur ⟨rechten⟩ Zeit, 7 indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. 8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. 9 Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen! Autor W.F.

Am 19. April 2019 ist es wieder soweit, denn am 14. Nisan (nach jüdischem Kalender) jährt sich wieder der Tag, an dem sich Jesus mit seinen Jüngern, abends zu Tische legte, um das Passahfest mit ihnen zusammen zu feiern. Für ihn war es ein ganz besonderes Passah, denn nicht nur sein Opfertod rückte immer näher, […]

Wer trägt die Verantwortung? Das ist heute das Thema. Aber wer trägt die Verantwortung für was? Ich habe deshalb das Thema nicht eingegrenzt, weil es mir darum geht, „Wer trägt die Verantwortung für alles was bisher in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft geschieht, bzw. noch geschehen wird?“ Wer trägt die Verantwortung für ALLES? Im Grunde ist diese Antwort sogar sehr einfach. Für gläubige Menschen lautet die Antwort: Gott!!! Mit Gott meine ich unseren himmlischen Vater, der auch der Vater von Jesus Christus ist und derjenige ist, der schon immer existiert hat. Gott hat deshalb die Verantwortung für alles, weil es ohne ihn, uns überhaupt nicht gäbe. Wir würden nicht existieren, wenn er nicht seinen Sohn gezeugt und er mit ihm dann alles andere erschaffen hätte. Somit trägt er diese Verantwortung zu Recht. Doch ist er auch daran Schuld, dass es soviel Leid auf der Erde gibt, ja Mord und Totschlag und vieles mehr? Ist auch diese Frage so einfach zu beantworten? Genau darüber soll dieser Artikel zum Nachdenken anregen. Daher beginnen wir von Anfang an und zwar mit dem Schöpfungsbericht. Wir lesen: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. Und Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern! Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also. Und Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag. Und Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene! Und es ward also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also. Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; und sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten! Und es ward also. Und Gott machte die zwei großen Lichter: das große Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne. Und Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten, und um zu herrschen am Tage und in der Nacht und das Licht von der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, daß es gut war. Und es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag. Und Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen, und Gevögel fliege über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels! Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf der Erde! Und es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art: Vieh und Gewürm und Getier der Erde nach seiner Art! Und es ward also. Und Gott machte das Getier der Erde nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt! Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein; und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben. Und es ward also. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend und es ward Morgen: der sechste Tag.“ 1. Mose 1:1-31 ELB71 In sechs Schöpfungstagen hat Gott zusammen mit seinem Sohn alles geschaffen, was wir heute unser „Universum“ nennen. Nachdem alles geschaffen war, hat er es als „sehr gut“ bezeichnet. Offensichtlich war damals zu Beginn die Welt noch in Ordnung. Warum ist sie das heute nicht mehr? War es etwa doch nicht „sehr gut“ was unser himmlischer Vater und sein Sohn erschaffen haben? Woran liegt es, dass es heute nicht „sehr gut“ ist? Wer ist dafür verantwortlich? Denn Gott haben wir als den Urheber des Universums festgestellt, er trägt die Verantwortung für das alles, ist er jedoch auch daran Schuld, dass alles aus dem Ruder gelaufen ist? Lesen wir in der Bibel etwas weiter: „Und Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. Und Jehova Gott ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“ 1. Mose 2:8-9 ELB71 „Und Jehova Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. Und Jehova Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewißlich sterben.“ 1. Mose 2:15-17 ELB71 Fassen wir das mit eigenen Worten zusammen. Gott hat einen Garten angelegt, in dem viele Bäume wuchsen, von denen Adam so viel essen konnte, wie er mochte. Das war doch paradiesisch, einfach nur traumhaft. Es stand sogar ein „Baum des Lebens“ in der Mitte des Gartens. Auch von diesem durfte er nach Belieben essen. Es gab nur eine einzige Einschränkung. Von dem „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“, davon sollte er nicht essen. Denn das würde bedeuten, dass er sterben würde. Das waren die Rahmenbedingungen, die Gott Adam und später dann auch Eva zur Verfügung gestellt hat. Das erste Menschenpaar hatte keine Not, sie mussten keinen Hunger leiden. Es gab ja genügend Bäume, wenn man nur von einem nicht essen soll, dann bekommt man deshalb keine Existenzängste. Jetzt wird es interessant. Ist die Tatsache, dass Gott ihnen diesen einen Baum verboten hat, überhaupt erst der Auslöser dafür, dass wir heute so viel Leid auf der Erde haben? Hat Gott somit die Verantwortung oder sogar die Schuld für all das Leid, weil er diesen einen „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ im Garten hat wachsen lassen? Denn hätte es diesen Baum nicht geben, wäre dann das ganze Böse auf dieser Welt gar nicht geschehen? War die Frage ganz am Anfang des Artikels noch sehr einfach zu beantworten, so wird es jetzt schwieriger. Mir ist eines aufgefallen, von all den vielen Bäumen im Garten Eden, sind nur zwei Bäume mit einer besonderen Bedeutung erwähnt worden. Zum Vergleich nochmal die Namen: „Baum des Lebens“ „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ Wenn man vom ersten Baum isst, dann wird man offensichtlich leben und Gott sagte Adam, wenn er von dem zweiten Baum isst, dann wird er gewißlich sterben. Soweit so gut. Doch warum heißt der zweite Baum nicht: „Baum des Todes“ Das wäre doch genauso eindeutig wie die erste Bezeichnung, vor allem wenn er doch genau diese Bedeutung hat! Denn Adam würde sterben, wenn er davon isst. Ich glaube es hat einen Grund, warum Gott diesen Baum genauso benannt hat. Dazu später mehr. Nun eine weitere Frage: Wäre die nachfolgende Menschheit vor Leid und Tod bewahrt worden, wenn es den zweiten Baum nicht gegeben hätte? Ich sage Nein und werde das auch begründen. Wir lesen: „Und die Schlange war listiger als alles Getier des Feldes, das Jehova Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem Weibe: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens? Und das Weib sprach zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens essen wir; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren, auf daß ihr nicht sterbet. Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses . Und das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Manne mit ihr, und er aß. Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, daß sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen. Und sie hörten die Stimme Jehovas Gottes, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Und der Mensch und sein Weib versteckten sich vor dem Angesicht Jehovas Gottes mitten unter die Bäume des Gartens. Und Jehova Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich. Und er sprach: Wer hat dir kundgetan, daß du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baume, von dem ich dir geboten habe, nicht davon zu essen? Und der Mensch sprach: Das Weib, das du mir beigegeben hast, sie gab mir von dem Baume, und ich aß. Und Jehova Gott sprach zu dem Weibe: Was hast du da getan! Und das Weib sprach: Die Schlange betrog mich, und ich aß.“ 1. Mose 3:1-3, 5-13 ELB71 Mal abgesehen davon, dass hier jeder einem anderen die Schuld zuweist, Adam der Eva, Eva der Schlange, so wird eines sehr deutlich. Die Schlange sagte zu Eva: „Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.“ Aha, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Menschen würden sein wie Gott, wenn sie Gutes und Böses erkennen können. Wollte Gott das den Menschen etwa vorenthalten und hat er Ihnen deshalb verboten von dem Baum zu essen? Nein, das war nicht der Grund. Er hatte keine Angst, dass die Menschen so sein würde wie er und sein Sohn. SIE WOLLTEN DAS SOGAR. Denn wir hatten ja gelesen: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie.“ 1. Mose 1:26-27 ELB71 Genau das war der Plan, die Menschen sollten genau das Können, Sie sollten das Gute und das Böse erkennen können. Deshalb heißt dieser Baum auch nicht „Baum des Todes“. Denn gleichwohl Adam und Eva und auch alle anderen Menschen danach gestorben sind, sie sind nicht endgültig Tod. Es gibt ja noch die Auferstehung. Aber dieser Baum war notwendig, damit die Menschen tatsächlich im Bilde Gottes geschaffen wurden. Denn diese Eigenschaft kann man niemanden bei der Erschaffung eintrichtern, das müssen die Personen selbst erfahren. Klar, Gott hätte das Gehirn der Menschen von Anfang an so programmieren können, dass sie zwischen Gut und Böse unterscheiden könnten. Dann wären sie aber nicht mehr im Bilde Gottes erschaffen. Dann wären es menschliche Computer die ihrer einprogrammierten Software folgen. Sie hätten aber keinen freien Willen und wären damit auch nicht im Bilde Gottes. Somit gehört der „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ zum Plan Gottes. Er ist Teil des Schöpfungsaktes. Wenn der Teufel Recht gehabt hätte, dass Gott nicht wollte, dass die Menschen so werden wie Gott, erkennend Gut und Böses. Warum hat er dann den Baum gepflanzt? Er hätte ihn einfach weglassen können und dann wären die Menschen niemals eine Gefahr dafür, dass sie so sein würden wie Gott. Es gab hier bei Bruderinfo mal einen Kommentator namens „Historiker“. Der stellte die Behauptung auf, dass es keinen allmächtigen Gott geben kann und zwar mit der Begründung: „Wenn Gott tatsächlich allmächtig wäre, dann müsste er einen so großen schweren Stein erschaffen können, den nicht mal er (also Gott) hochheben könnte. Wenn er den Stein aber nicht hochheben kann, wäre er nicht allmächtig. Kann er ihn jedoch noch hochheben, wäre er nicht in der Lage einen so schweren Stein zu erschaffen, was auch wieder bedeutet, dass er nicht allmächtig ist.“ Bei dieser “Logik“ wird nur eines vergessen. Warum sollte ein allmächtiger Gott so dumm sein etwas zu erschaffen, was er dann nicht mal selbst Händeln kann. Genau das ist der Knackpunkt. Wenn Gott diesen „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ hat wachsen lassen, dann hat das auch einen guten Grund. Denn Gott ist nicht dumm. Er schafft nicht etwas, was ihm nachher entgleitet, sondern es läuft alles so ab wie es sein muss, dass am Ende das Resultat „sehr gut“ dasteht. Es geht darum, dass der Mensch selbst erkennen / unterscheiden kann was Gut und was Böse ist. Wenn er dann auch noch die richtige Entscheidung trifft und das Gute wählt, dann hat der Mensch seine Lektion gelernt. Wer sich freiwillig für das Gute entscheidet, wird viel weniger zum Schlechten abdriften, als jemand dem das Gute per Gesetz diktiert wird. Ich hatte ja gefragt: „Wäre die nachfolgende Menschheit vor Leid und Tod bewahrt worden, wenn es den zweiten Baum nicht gegeben hätte? Ich sage Nein und werde das auch begründen.“ Diese Frage wurde mit dem bereits zitierten Bibeltext von 1.Mose 3:1-3 und 5-13 beantwortet. Denn der Teufel hat böse gehandelt, obwohl er von keinem Baum der Erkenntnis hat essen müssen. Nicht der Baum war schuld an der Sünde, sondern der freie Wille eines Menschen und der freie Wille eines Engels. Der Teufel hat sich dafür entschieden böse zu handeln und die Menschen wären früher oder später auch von selbst dazu gekommen etwas Böses zu tun, mit oder ohne Baum. Gott wusste, dass dies geschehen wird und er hat diesen Baum dazu benutzt, um ihnen etwas zu lehren: Essen sie nicht von dem Baum, dann ist das Gut, essen sie von dem Baum, dann ist das Böse. Diesen Leitsatz finden wir immer wieder in der Bibel, denn das ist das was der Mensch mit einem freien Willen lernen muss. Er muss lernen diesen Freien Willen richtig zu gebrauchen. Nur dann ist er im Bilde Gottes erschaffen. „Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf das du lebest, du und dein Same,“ 5. Mose 30:19 ELB71 „Denn ich habe kein Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr, Jehova. So kehret um und lebet!“ Hesekiel 18:32 ELB71 „Und zu diesem Volke sollst du sagen: So spricht Jehova: Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes.“ Jeremia 21:8 ELB71 Diese drei Texte zeigen sehr gut, dass Gott möchte, dass wir die richtige Entscheidung, die Entscheidung zum Leben wählen. Was wir bisher gelesen haben, zeigt dass Gott zwar die Verantwortung für alles trägt, dass er jedoch nicht die Schuld daran hat, dass der Mensch seinen freien Willen zum Böses tun missbraucht hat. Verantwortung: Ja Schuld: Nein Wird Gott seiner Verantwortung gerecht oder drückt er sich davor? Ich glaube, dass er seiner Verantwortung sehr wohl nachkommt, denn er hat mit seinem Sohn Jesus eine Lösung für das Problem ausgearbeitet und sie waren sich nicht zu schade, den schwierigen Part selbst zu übernehmen. Wir lesen: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ Johannes 3:16 ELB71 Dieser Text wird von einer gewissen Religionsgemeinschaft gerne genutzt, um immer nur dem Vater für das Opfer von Jesus zu danken. Doch Jesus hat es ebenfalls gewünscht, dass er sich zum Wohle der ganzen Menschheit hingegeben hat. Jesus sagte selbst: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu lassen, und habe Gewalt, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen.“ Johannes 10:17-18 ELB71 Wenn Jesus gesagt hätte: „Lieber Vater, bitte verlange nicht von mir, dass ich mein Leben gebe.“ Dann hätte es dieses Opfer nicht gegeben. Jesus war bei der Schöpfung der Werkmeister, es wird über ihn gesagt: „Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen.“ Kolosser 1:16 ELB71 Der Vater musste mit ansehen, wie sein Sohn auf der Erde grausam getötet wurde, er musste es zulassen. Jeder Vater, der mit ansehen muss, wie sein Kind leidet, weiß wie schwer das ist. Wir sind in der Regel machtlos, aber Gott hätte das Leiden seines Sohnes sofort beenden können. Er tat es nicht und schaute weiter zu. Jesus hat das buchstäblich erlebt. Auch er hätte sein Leiden zu jeder Zeit beenden können, denn er sagte zu Petrus: „Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne, und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß?“ Matthäus 26:52-54 ELB71 Es musste aber alles so geschehen, damit die Schriften erfüllt werden und was noch viel wichtiger ist, dass am Ende der 1.000 Jahre Gott sagen kann: „Siehe es war sehr gut.“ Das die Menschen diesen schwierigen Prozess des Erkennens von Gutem und Bösem durchlaufen mussten, war unabdingbar. Doch sowohl der Vater als auch der Sohn waren persönlich ein Teil der Lösung, damit es in einiger Zeit möglich sein würden, dass Menschen mit einem freien Willen ewig auf der Erde leben können, und zwar im Bilde Gottes. Und das nenne ich Verantwortung übernehmen. Wahrscheinlich hätte auch ein Engel auf die Erde kommen können, aber der Vater und der Sohn waren sich nicht zu schade, um das selbst zu erledigen. Jede Firma könnte sich glücklich schätzen, solche Chefs zu haben, die auch bei einer schmutzigen Arbeit mit anpacken und sich die Hände dreckig machen. Wir haben das Glück, dass unsere Schöpfer genauso sind. Wir sollten dafür unendlich dankbar sein, dass sich die beiden höchsten Wesen im Universum so um uns sorgen, uns so sehr lieben. Nun steht aber vieles in der Bibel, vor allem im Alten Testament, was unseren Schöpfer nicht ganz so liebevoll aussehen lässt. Es wurden viele Kriege geführt usw. Wie passt das ins Bild? Da muss ich ehrlicherweise sagen, ich weiß es nicht. Ich kann mir aufgrund der Bibeltexte auch nicht erklären, dass diese zum Teil grausamen Schilderungen absolut richtig oder absolut falsch sind. Aber nur weil ich das nicht verstehe oder erklären kann, deshalb muss ich doch meinen Gott nicht verfluchen, oder? Solange ich nicht weiß was richtig ist, habe ich mich zu dieser Sichtweise entschieden: 1.Da ich nicht dabei war, kann ich es nicht mit Sicherheit sagen und von daher warte ich bis es aufgeklärt wird. 2.Möglicherweise ist das alles ein Schauspiel, um den Menschen zu zeigen, wenn Sie nicht von ihrem bösen Lauf umkehren, dann ist am Ende der 1.000 Jahre für sie der ewige Tod die Folge. Für jemanden der Tote auferwecken kann, wäre es eine Möglichkeit den Menschen zur Einsicht zu verhelfen, da eben viele auf bloße Worte nicht hören. 3.Der Teufel hat den Namen Gottes stinkend gemacht, indem er das in seinem Namen getan hat, um die Menschen von Gott abwendig zu machen. Denn die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist. Das ist ja schon seit dem Sündenfall so. Es steht auch geschrieben, dass sich der Teufel und seine Diener immer wieder als Engel des Lichts ausgeben. Also was sich in der Vergangenheit abgespielt hat, da habe ich keine Ahnung was da die richtige Antwort ist. Aber die Bibeltexte bezüglich der Zukunft zeugen meiner Meinung nach von sehr viel Liebe und nur am Ende der 1.000 Jahre steht noch einmal den bösen Menschen der Tod in Aussicht. Aber nur deshalb, weil sie sich auch nach 1.000 Jahren, wo der Teufel weggesperrt war, nicht ändern wollten. Lesen wir in der Offenbarung, was die Bibel zu diesem Zeitpunkt berichtet: „Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, und wird ausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, sie zum Kriege zu versammeln, deren Zahl wie der Sand des Meeres ist. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam von Gott hernieder aus dem Himmel und verschlang sie.“ Offenbarung 20:7-9 ELB71 Nun könnte man wieder sagen, dass dies sehr grausam von Gott ist, die Menschen so hart zu bestrafen. Doch was wäre die Folge, wenn er es nicht tun würde? Wir haben doch gerade erst betrachtet, wozu die Sünde von nur zwei Menschen geführt hat, die in einem Paradies gelebt haben. Sie hat zu alldem geführt, was wir täglich in den Nachrichten sehen oder sogar am eigenen Leib spüren können. Krankheit, Tod, Gewalttaten uvm. Wozu würde es dann wohl führen, wenn am Ende von 1.000 paradiesischen Jahren, einige Menschen doch wieder dem Teufel folgen und die Heerlager der Heiligen umzingeln. Es könnten niemals die guten Menschen in Frieden leben, wenn immer wieder jemand da ist, der den Frieden absichtlich und mit Gewalt stört. Wie sollte da Gott jemals sagen können: „Siehe es war sehr gut.“ Daher möchte ich zum Abschluss das ganze Kapitel 18 aus Hesekiel zitieren. In diesen wenigen Versen steht, wie Gott die Gerechtigkeit sieht und wer schuld ist, wenn er am Ende verurteilt wird. Ich zitiere: „Und das Wort Jehovas geschah zu mir also: Was habt ihr, daß ihr diesen Spruch im Lande Israel gebrauchet und sprechet: Die Väter essen Herlinge, und die Zähne der Söhne werden stumpf? So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jehova, wenn ihr ferner diesen Spruch in Israel gebrauchen sollt! Siehe, alle Seelen sind mein; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes: Sie sind mein; die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Und wenn jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt, auf den Bergen nicht isset und seine Augen nicht erhebt zu den Götzen des Hauses Israel, und das Weib seines Nächsten nicht verunreinigt und dem Weibe in ihrer Unreinigkeit nicht naht, und niemanden bedrückt, sein Schuldpfand zurückgibt, keinen Raub begeht, sein Brot dem Hungrigen gibt und den Nackten mit Kleidung bedeckt, auf Zins nicht gibt und Wucher nicht nimmt, seine Hand vom Unrecht zurückhält, der Wahrheit gemäß zwischen Mann und Mann richtet, in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte hält, um nach Wahrheit zu handeln: der ist gerecht; er soll gewißlich leben, spricht der Herr, Jehova. - Zeugt er aber einen gewalttätigen Sohn, der Blut vergießt und irgend eines von diesen tut - er selbst aber hat alles dieses nicht getan - wenn er sogar auf den Bergen isset, und das Weib seines Nächsten verunreinigt, den Elenden und den Armen bedrückt, Raub begeht, das Pfand nicht zurückgibt, und seine Augen zu den Götzen erhebt, Greuel verübt, auf Zins gibt und Wucher nimmt: sollte er leben? Er soll nicht leben! Alle diese Greuel hat er verübt: er soll gewißlich getötet werden, sein Blut soll auf ihm sein. - Und siehe, es zeugt einer einen Sohn, und dieser sieht alle Sünden seines Vater, die er tut; er sieht sie und tut nicht dergleichen: er isset nicht auf den Bergen und erhebt nicht seine Augen zu den Götzen des Hauses Israel, er verunreinigt nicht das Weib seines Nächsten, und er bedrückt niemanden, nimmt kein Pfand und begeht keinen Raub, er gibt dem Hungrigen sein Brot und bedeckt den Nackten mit Kleidung, er hält seine Hand von dem Elenden zurück, nimmt weder Zins noch Wucher, er tut meine Rechte, wandelt in meinen Satzungen: der wird nicht wegen der Ungerechtigkeit seines Vaters sterben; er soll gewißlich leben. Sein Vater, weil er Erpressung verübt, Raub am Bruder begangen, und was nicht gut war inmitten seines Volkes getan hat: siehe, der soll wegen seiner Ungerechtigkeit sterben. Und sprechet ihr: Warum trägt der Sohn die Ungerechtigkeit des Vaters nicht mit? Der Sohn hat ja Recht und Gerechtigkeit geübt, hat alle meine Satzungen gehalten und sie getan: er soll gewißlich leben. Die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Ein Sohn soll nicht die Ungerechtigkeit des Vaters mittragen, und ein Vater nicht die Ungerechtigkeit des Sohnes mittragen; die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gesetzlosigkeit des Gesetzlosen soll auf ihm sein. Wenn aber der Gesetzlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und alle meine Satzungen hält und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewißlich leben, er soll nicht sterben. Aller seiner Übertretungen, die er begangen hat, soll ihm nicht gedacht werden; wegen seiner Gerechtigkeit, die er geübt hat, soll er leben. Habe ich irgendwie Gefallen an dem Tode des Gesetzlosen, spricht der Herr, Jehova? nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehre und lebe? Wenn aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, nach all den Greueln tut, die der Gesetzlose verübt hat, sollte er leben? aller seiner gerechten Taten die er getan hat, soll nicht gedacht werden; wegen seiner Treulosigkeit, die er begangen, und wegen seiner Sünde, die er getan hat, wegen dieser soll er sterben. - Und ihr sprechet: Der Weg des Herrn ist nicht recht. Höret doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht recht? Wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, und um deswillen stirbt, so stirbt er wegen seines Unrechts, das er getan hat. Wenn aber ein Gesetzloser umkehrt von seiner Gesetzlosigkeit, die er begangen hat, und Recht und Gerechtigkeit übt: er wird seine Seele am Leben erhalten. Sieht er es ein und kehrt er um von allen seinen Übertretungen, die er begangen hat, so soll er gewißlich leben, er soll nicht sterben. - Aber das Haus Israel spricht: Der Weg des Herrn ist nicht recht. Sind meine Wege nicht recht, Haus Israel? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht recht? Darum werde ich euch richten, Haus Israel, einen jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr, Jehova. Kehret um, und wendet euch ab von allen euren Übertretungen, daß es euch nicht ein Anstoß zur Missetat werde; werfet von euch alle eure Übertretungen, womit ihr übertreten habt, und schaffet euch ein neues Herz und einen neuen Geist! denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel? Denn ich habe kein Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr, Jehova. So kehret um und lebet!“ Hesekiel 18:1-32 ELB71 Auch wenn unser himmlischer Vater und sein Sohn die Verantwortungen dafür tragen, dass unsere Welt so wie wir sie kennen überhaupt existiert. Sie sind nicht Schuld daran, dass wir böse handeln. Dafür ist jeder Mensch selbst verantwortlich und ob wir am Ende der 1.000 Jahre ewig leben oder für immer tot sind, liegt ganz allein in der Hand eines jeden Menschen. Wer sich freiwillig für das Gute entscheidet, wird leben und wer sich für das Böse entscheidet wird sterben. Wenn wir uns am Ende für das Gute entscheiden, dann sind wir wahrlich im Bilde Gottes geschaffen und sind so wie er: Erkennend von Gutem und Bösem. Und Gott wird zu Recht sagen können: „Siehe es war sehr gut.“ Autor W.F.
Your donation goes directly to support students
Neuste Kommentare:
Kommentar Blog
Teilen mit:

Von Elohim zu Jehova * Die Entwicklung des Gottesbildes von der Genesis bis zum Neuen Testament Auszug aus dem Buch „Jehova der Möchtegern Gott“ Jehova ist ein Konstrukt aus dem Tetragramm YHWH* Einleitung In den Tiefen der alten Schriften finden wir nicht nur Geschichten, sondern auch Spuren einer faszinierenden Entwicklung – der Entwicklung eines Gottesbildes, das sich über Jahrtausende geformt, verändert und entfaltet hat. Von der majestätischen Schöpfung im ersten Kapitel der Genesis bis zur liebevollen Vaterfigur im Neuen Testament spannt sich ein Bogen, der die menschliche Suche nach dem Göttlichen widerspiegelt. Dieser Vortrag lädt Sie ein, mit detektivischem Blick und offenem Geist diese Entwicklung zu erkunden. Wir werden die Texte nicht nur lesen, sondern sie hinterfragen, Widersprüche entdecken und mit Erkenntnissen aus der modernen Forschung verbinden. Dabei begegnen wir Figuren wie Elohim , dem universellen Schöpfer, und Jehova , einem Gott mit menschlichen Zügen, der als Demiurg*(*Erklärung siehe 2.1) interpretiert werden kann. Schließlich führt uns die Reise zu Jesus und seiner revolutionären Gottesvorstellung. Unser Ziel ist es, die Schichten der Überlieferungen zu durchdringen und ein tieferes Verständnis davon zu gewinnen, wie sich das Bild Gottes in der Bibel entfaltet – eine Geschichte, die zugleich eine Geschichte der Menschheit ist. Kapitel 1: Die Schöpfung in der Genesis – Zwei Welten, zwei Götter Die Genesis, das erste Buch der Bibel, eröffnet mit einer kraftvollen Aussage: „Im Anfang schuf Gott (hebräisch Elohim) Himmel und Erde.“ (Genesis 1,1) Hier begegnet uns Elohim , ein Name, der zwar im Plural steht, aber oft als Singular für den höchsten Gott verwendet wird. Elohim ist der Schöpfer der Welt, der in sieben Tagen das Universum formt. Licht und Dunkelheit, Himmel und Erde, Pflanzen und Tiere entstehen auf seine göttliche Anordnung hin. Am Ende des sechsten Tages blickt Elohim auf sein Werk und sieht, dass es „sehr gut“ ist. Die Schöpfung ist vollkommen, harmonisch und frei von Leid. Doch schon im nächsten Kapitel verändert sich die Perspektive. Plötzlich tritt ein neuer Gott auf die Bühne: Jehova , oft übersetzt als „der HERR“. Die Erzählung wechselt in Ton und Stil. Jehova formt den Menschen nicht aus dem Nichts, sondern aus Erde vom Ackerboden. Er haucht ihm den Lebensodem ein, setzt ihn in einen Garten, gibt Gebote und warnt vor dem Verzehr einer verbotenen Frucht. Die Welt wird persönlicher, menschlicher – aber auch komplizierter. Hier beginnt die sogenannte „zweite Schöpfung“, in der Jehova als Gott der Gebote, Strafen und menschlichen Schwächen erscheint. Die Unschuld weicht der Scham , die Freiheit der Angst . Adam und Eva erkennen ihre Nacktheit, fühlen sich plötzlich beschämt, obwohl sie zuvor ohne Kleidung und ohne Scham lebten. Jehova kleidet sie in Felle – ein merkwürdiger Akt, der mehr über den Charakter dieses Gottes verrät, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Diese zwei Schöpfungsberichte stehen in einem spannenden Verhältnis zueinander. Während Elohim die Welt als „sehr gut“ erschafft , bringt Jehova eine Welt des Konflikts, der Strafe und der Begrenzung hervor. Die Frage, die sich stellt, lautet: Sind das zwei unterschiedliche Gottesvorstellungen, die hier nebeneinander existieren? Und wenn ja, was sagt uns das über das Gottesbild in der Bibel? Feststellungen von Kapitel 1: Elohim erschafft eine perfekte, harmonische Welt. Jehova bringt eine menschlichere, aber auch fehlerbehaftete Welt hervor. Die beiden Schöpfungsberichte spiegeln unterschiedliche theologische und kulturelle Perspektiven wider. Die „zweite Schöpfung“ führt zu Fragen über die Natur und den Charakter von Jehova. Kapitel 2: Jehova – Der Demiurg und Mondgott in Geschichte und Mythos Nachdem wir im ersten Kapitel die zwei unterschiedlichen Schöpfungsberichte der Genesis kennengelernt haben, widmen wir uns nun dem Charakter von Jehova, dem Gott, der in der zweiten Schöpfungsgeschichte auftritt. Seine Eigenschaften, Handlungen und die kulturellen Hintergründe werfen ein neues Licht auf das Gottesbild der Bibel. 2.1 Jehova als Demiurg – Der „Schöpfer“ der materiellen Welt!? In den gnostischen Schriften, insbesondere den Nag-Hammadi-Texten, wird der Begriff Demiurg verwendet, um ein Wesen zu beschreiben, das die materielle Welt erschafft, jedoch nicht der höchste Gott ist. Der Demiurg ist ein begrenztes, manchmal sogar fehlgeleitetes Wesen, das sich fälschlicherweise als der wahre Gott ausgibt. Viele Forscher sehen in Jehova genau dieses Wesen. Im Alten Testament zeigt sich Jehova als ein Gott mit menschlichen Zügen: eifersüchtig, strafend, manchmal zornig, der Opfer verlangt und Macht über Leben und Tod ausübt. Er schafft die Welt der materiellen Begrenzung, der Gesetze und der Strafen. Diese Sicht passt zu der Rolle des Demiurgen, der in der gnostischen Kosmologie die physische Welt formt, die als unvollkommen und leidvoll verstanden wird. Jehova ist somit nicht der transzendente, allmächtige Gott, sondern ein „Handwerker“ oder „Baumeister“ einer Welt, die nicht die vollkommene göttliche Schöpfung ist, -sondern die auf ihr aufbaut. 2.2 Jehova als Mondgott – Ein Blick in die antike Religionsgeschichte Historisch betrachtet lässt sich Jehova mit dem ägyptischen Mondgott Iah in Verbindung bringen. Der Name „Jehova“ weist phonetische Ähnlichkeiten auf, und der Mond spielte in vielen Kulturen eine zentrale Rolle als Symbol für Zyklen, Geheimnisse und Wandel – Eigenschaften, die auch Jehova zugeschrieben werden. Der Mondkalender, der in der jüdischen Tradition eine wichtige Rolle spielt, steht im Gegensatz zum Sonnenkalender, der eher mit dem universellen Schöpfergott Elohim assoziiert wird . Die Einführung des Mondkalenders durch Jehova kann als ein Symbol für den Wechsel von einer klaren, lichtvollen Ordnung zu einem mysteriösen, zyklischen und kontrollierenden System verstanden werden. In der antiken Welt war der Mond oft mit der Zeit, der Fruchtbarkeit und auch mit geheimnisvollen Kräften verbunden. Jehova als Mondgott spiegelt diese Aspekte wider und verdeutlicht seine Rolle als Gott, der die Menschen in einem System von Zyklen und Opfern hält. 2.3 Opferkult und Kontrolle – Fleischopfer als Machtsymbol Ein weiterer wichtiger Aspekt von Jehovas Wirken ist seine Vorliebe für Fleischopfer. Während in der ersten Schöpfungserzählung von Elohim eine vegane Welt beschrieben wird, in der Pflanzen die Nahrung aller Lebewesen sind, bevorzugt Jehova im Alten Testament Tieropfer. Diese Verschiebung ist nicht nur theologisch bedeutsam, sondern auch ein Ausdruck von Kontrolle. Fleischopfer erfordern Zucht, Schlachtung und Rituale, die Menschen an Priester und Tempel binden. Sie schaffen eine Abhängigkeit von religiösen Institutionen und stärken die Machtstruktur, die Jehova repräsentiert. Das Fleischopfer wird so zu einem Symbol für die materielle Welt, in der Leben und Tod, Schuld und Sühne zentrale Rollen spielen – ein System, das Jehova etabliert hat. Fragen zu Kapitel 2 die jeder sich stellen kann: Warum wird Jehova in der gnostischen Tradition als Demiurg verstanden – ein begrenztes, fehlgeleitetes Wesen, das die materielle Welt erschafft? Historisch lässt sich Jehova mit dem ägyptischen Mondgott Iah verbinden, was seine Rolle als Gott der Zyklen und Geheimnisse unterstreicht. Warum der Zusammenhang zu Ägypten? Die Einführung des Mondkalenders und die Bevorzugung von Fleischopfern sind Ausdruck eines Systems der Kontrolle und Abhängigkeit . Braucht dies ein wahrer allmächtiger Gott? Jehova ist somit ein Gott mit menschlichen Zügen, der sich von dem transzendenten Elohim unterscheidet. Überdenke nochmals die gewaltigen Unterschiede. Kapitel 3: Die gnostische Perspektive – Jehova in den Nag-Hammadi-Schriften Die Nag-Hammadi-Schriften , eine Sammlung frühchristlicher und gnostischer Texte, bieten eine faszinierende alternative Sicht auf die biblischen Erzählungen und insbesondere auf die Figur des Gottes des Alten Testaments, Jehova. Sie helfen uns, das komplexe Bild von Jehova zu vertiefen und seine Rolle in der spirituellen Kosmologie zu verstehen. 3.1 Was ist Gnosis? Der Begriff „Gnosis“ bedeutet „Erkenntnis“ oder „Wissen“ und bezieht sich auf eine religiöse Bewegung, die im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus aufblühte. Die Gnostiker suchten eine tiefere, mystische Erkenntnis der göttlichen Wahrheit, die jenseits der äußeren religiösen Formen lag. Im Zentrum ihrer Lehren stand die Vorstellung, dass die materielle Welt nicht von einem vollkommenen Gott geschaffen wurde, sondern von einem niederen Wesen, dem Demiurgen. Die wahre göttliche Wirklichkeit sei transzendent und geistig, weit entfernt von der fehlerhaften materiellen Welt. 3.2 Der Demiurg in den Nag-Hammadi-Schriften In Texten wie dem „Apokryphon des Johannes“ und der „Hypostase der Archonten“ wird der Demiurg als ein selbstherrliches, unwissendes Wesen beschrieben, das die materielle Welt erschafft und dabei glaubt, der einzige Gott zu sein. Sein Name ist oft Jaldabaoth oder Saklas („der Tor“), und er wird von einer Gruppe von Archonten (niederen Engeln) unterstützt, die die Menschen in Unwissenheit und Gefangenschaft halten. Die Parallelen zu Jehova sind auffällig: Der Demiurg ist eifersüchtig und stolz. Er erschafft die Welt aus Unwissenheit, nicht aus Liebe. Er beansprucht, der einzige Gott zu sein, obwohl es eine höhere göttliche Realität gibt. Er täuscht die Menschen und hält sie von der wahren Erkenntnis fern. 3.3 Die materielle Welt als Gefängnis Für die Gnostiker ist die materielle Welt ein Ort der Gefangenschaft für die göttliche Seele. Die Schöpfung des „Jehova“ ist unvollkommen und leidvoll, und die Aufgabe des spirituellen Suchers ist es, durch Gnosis – die Erkenntnis der wahren göttlichen Welt – die Befreiung zu erlangen. Diese Sichtweise erklärt viele der Widersprüche und Härten im Alten Testament als Ausdruck eines begrenzten, fehlgeleiteten Gottes, der nicht die letzte Wahrheit repräsentiert. 3.4 Die Rolle von Jesus und dem Neuen Testament Im Gegensatz zu Jehova steht für die Gnostiker die wahre göttliche Offenbarung, die durch Jesus vermittelt wird. Jesus wird als derjenige gesehen, der die Menschen durch seine Lehren und sein Opfer von der Macht des pseudo Gottes Jehova befreit und ihnen den Zugang zur wahren göttlichen Wirklichkeit ermöglicht. Das Neue Testament, insbesondere die Briefe und Evangelien, betont die Liebe, Gnade und persönliche Beziehung zu Gott – Aspekte, die im Alten Testament oft zugunsten von Gesetz, Strafe und Opfer zurücktreten. Fakten zum Nachdenken im Kapitel 3: Die Nag-Hammadi-Schriften beschreiben J ehova als Demiurg, ein begrenztes, selbstherrliches Wesen, das die materielle Welt erschuf. Die materielle Welt ist ein Gefängnis für die göttliche Seele, geschaffen aus Unwissenheit und Eifersucht. Die wahre göttliche Realität ist transzendent und geistig, jenseits des Demiurgen. Jesus wird als Befreier von der Macht des Demiurgen dargestellt, der den Zugang zur wahren Erkenntnis ermöglicht. Diese gnostische Perspektive bietet eine tiefgründige Erklärung für die Widersprüche und Härten im Alten Testament. Kapitel 4: Jesus und das Neue Testament – Die Offenbarung des wahren Gottes Nachdem wir die komplexe Rolle von Jehova als Demiurg und die gnostische Sichtweise kennengelernt haben, wenden wir uns nun dem Neuen Testament zu. Hier begegnen wir einer ganz anderen Gottesvorstellung – einer, die Liebe, Gnade und persönliche Beziehung in den Mittelpunkt stellt. 4.1 Das Gottesbild im Neuen Testament Im Neuen Testament wird der Name Jehova nicht verwendet . Stattdessen dominieren Begriffe wie „Vater“ (Abba) , „Gott“ (Theos) und „Herr“ (Kyrios) . Diese Bezeichnungen spiegeln eine tiefere, persönlichere Beziehung zwischen Gott und Mensch wider. Jesus spricht Gott als seinen Vater an und fordert seine Jünger auf, dasselbe zu tun. Diese Vaterbeziehung ist geprägt von Nähe, Liebe und Vergebung – ein deutlicher Bruch mit dem strafenden und distanzierten Bild von Jehova im Alten Testament. 4.2 Jesus als Offenbarer des wahren Gottes Jesus präsentiert sich als derjenige, der die wahre Natur Gottes offenbart. Seine Botschaft ist radikal: Gott ist Liebe (1. Johannes 4,8), und diese Liebe ist für alle Menschen zugänglich, unabhängig von Gesetz und Opfer. Er kritisiert die religiösen Autoritäten seiner Zeit, die das Gesetz des Demiurgen hochhalten, und zeigt stattdessen den Weg zur Befreiung durch Gnade und Vertrauen. 4.3 Die Stunde des Todes – Kein Ruf nach Jehova Ein besonders bemerkenswerter Moment ist Jesu Ausruf am Kreuz: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matthäus 27,46) Jesus ruft hier nicht den Namen Jehova aus, sondern verwendet eine Anrufung, die auf eine tiefere, persönliche Beziehung zu Gott hinweist. Dies unterstreicht, dass Jesus nicht den Gott des Alten Testaments als höchste Wirklichkeit ansieht, sondern den transzendenten, liebenden Vater. 4.4 Das Neue Testament als theologische Revolution Die Briefe des Paulus und die Apostelgeschichte zeigen, wie die frühe Gemeinde das Gottesbild Jesu weiterentwickelt hat. Sie betonen die Befreiung von der Knechtschaft des Gesetzes und die Aufnahme in eine neue Gemeinschaft durch den Geist Gottes. Diese Entwicklung markiert eine theologische Revolution, die das alte System Jehovas überwindet und die wahre göttliche Wirklichkeit in den Vordergrund stellt. Plausible Fakten in Kapitel 4: Das Neue Testament verwendet andere Gottesnamen und betont die persönliche Vaterbeziehung. Jesus offenbart Gott als Liebe und fordert eine neue, befreiende Beziehung. Am Kreuz ruft Jesus nicht Jehova, sondern seinen Vater an, was die Distanz zum alten Gottesbild zeigt. Die frühe Kirche entwickelt diese Sicht weiter und stellt die Gnade über das Gesetz. Das Neue Testament steht für eine Befreiung vom System des Demiurgen und die Offenbarung des wahren Gottes. Kapitel 5: Synthese und Schlussfolgerungen – Die Entschlüsselung des biblischen Gottesbildes In den vorangegangenen Kapiteln haben wir eine faszinierende Reise unternommen: Von der perfekten Schöpfung durch Elohim in der Genesis über die Einführung eines begrenzten, kontrollierenden Gottes Jehova als Demiurg bis hin zur revolutionären Gottesvorstellung Jesu und des Neuen Testaments. Nun ist es an der Zeit, die Puzzleteile zusammenzufügen und die großen Linien dieser Entwicklung zu erkennen. Was sagt uns diese Analyse über die biblischen Texte, über die menschliche Suche nach Gott und über die Bedeutung dieser Erkenntnisse für uns heute? 5.1 Die Zweiteilung der Schöpfung: Elohim und Jehova Die Genesis präsentiert uns zwei völlig unterschiedliche Schöpfungsberichte , die nebeneinanderstehen: Elohim (Genesis 1) Jehova (Genesis 2–3) Universeller, transzendenter Schöpfergott. Begrenzter, persönlicher Gott mit menschlichen Zügen. Erschaffung einer perfekten, harmonischen Welt. Erschaffung einer materiellen, leidvollen Welt. Keine Opfer, keine Gesetze, keine Strafe. Einführung von Geboten, Opfern und Strafen. Licht und Ordnung dominieren. Dunkelheit, Geheimnis und Kontrolle prägen. Was bedeutet diese Dualität? Sie spiegelt möglicherweise zwei theologische Strömungen wider, die in der frühen israelitischen Religion existierten: Eine universelle, spirituelle Tradition (Elohim), die an einen transzendenten Gott glaubte. Eine lokale, kultische Tradition (Jehova), die einen Gott der Gesetze, Opfer und Kontrolle verehrte. Die spätere Überlagerung dieser Traditionen führte zu einem monotheistischen System , in dem Jehova als der einzige Gott dargestellt wurde – obwohl seine Eigenschaften eher denen eines Demiurgen entsprechen. 5.2 Jehova– Ein archaisches Gottesbild Die Analyse von Jehovas Eigenschaften und Handlungen zeigt, dass er kein allmächtiger, gütiger Schöpfergott ist, sondern ein begrenztes, eifersüchtiges und strafendes Wesen , das die materielle Welt formt und auf der perfekten konzipierten Schöpfung des Elohim seinen Charakter überstülpen möchte. Seine Rolle als Scheingott – ein Konzept, das aus den gnostischen Schriften stammt – bietet eine plausible Erklärung für diese Widersprüche: Jehova erschafft die materielle Welt, auf der vollkommenen Schöpfung Elohim, die für die Gnostiker ein Ort der Unvollkommenheit und des Leidens geworden ist. Er etabliert ein System von Opfern, Gesetzen und Strafen , das die Menschen in Abhängigkeit hält. Er beansprucht, der einzige Gott zu sein, obwohl es eine höhere göttliche Realität gibt. Warum wurde Jehova trotzdem zum „einzigen Gott“ erhoben? Politische und kulturelle Entwicklungen: Die josianische Reform (7. Jh. v. Chr.) zentralisierte den Kult in Jerusalem und eliminierte andere Götter – darunter auch mögliche Partnerinnen von Jehova wie Aschera . Macht der Priesterkaste: Die Priester hatten ein Interesse daran, Jehova als den einzigen Gott zu etablieren, um ihre eigene Macht zu stärken. Kulturelle Anpassung: Die Israeliten übernahmen lokale Gottheiten und formten sie um – Jehova wurde zum „nationalen Gott“ Israels. 5.3 Die gnostische Perspektive – Eine Alternative oder eine Bestätigung? Die gnostischen Schriften bieten eine radikale Alternative zum traditionellen Gottesbild: Sie sehen die materielle Welt als Gefängnis der Seele , erschaffen von einem unwissenden Wesen, dass sich als allmächtig fühlt. Sie betonen die spirituelle Befreiung durch Gnosis – die Erkenntnis der wahren göttlichen Wirklichkeit. Sie deuten Jehova als Symbol für ein begrenztes, fehlerhaftes Wesen , das die Menschen in Unwissenheit hält. Diese Sichtweise bestätigt unsere Analyse: Jehovas Verhalten im Alten Testament passt nicht zu einem allmächtigen, guten Gott. D ie materielle Welt ist voller Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit geworden – ein Zeichen für ihre Begrenztheit. Die Botschaft Jesu und des Neuen Testaments bietet eine Befreiung von diesem System hin zu einer höheren, liebevollen Gottesvorstellung. 5.4 Jesus und die Überwindung des Systems das durch Jehova erstellt wurde Jesus steht in einem klaren Kontrast zu Jehova : Er betont die Liebe und Gnade statt Gesetz und Strafe . Er ruft Gott als „Vater“ an – eine persönliche, liebevolle Beziehung. Er lehnt Opfer ab und zeigt stattdessen Vergebung und Barmherzigkeit . Sein Tod und seine Auferstehung werden als Befreiung von der Macht des Demiurgen interpretiert. Was bedeutet das für uns? Jesus offenbart einen Gott, der jenseits von Jehova steht – einen transzendenten, liebenden Vater. Das Neue Testament zeigt, wie die frühe Gemeinde diese Botschaft weiterentwickelt hat: Gnade über Gesetz, Liebe über Strafe, Freiheit über Kontrolle. Die biblischen Texte sind kein einheitliches „Wort Gottes“ , sondern eine menschliche Suche nach dem Göttlichen , die sich über Jahrtausende entfaltet hat. 5.5 Was sagt uns das über die Bibel? Die Bibel ist kein perfektes, göttliches Buch , sondern eine Zusammenstellung von 66 * Büchern durch die römisch-katholische Kirche unter Papst Damasus 1* im Jahre 382 n. Chr. Die Buchsammlung wurde im Laufe der Jahre immer wieder unter den verschiedenen Päpsten an kirchlich-politische Gegebenheiten angepasst. Es gab: Frühe spirituelle Traditionen (Elohim), die an einen transzendenten Gott glaubten. Lokale, archaische Gottesvorstellungen (Jehova), die sich aus kulturellen und politischen Entwicklungen speisen. Eine theologische Revolution (Jesus und das NT), die das alte System überwindet. Die zentrale Botschaft: Die Bibel ist kein statisches Werk , sondern ein Zeugnis des Ringens um Gotteserkenntnis . Sie zeigt uns, wie Menschen in verschiedenen Epochen Gott verstanden haben – und wie sich dieses Verständnis weiterentwickelt hat. Die wahre Botschaft der Bibel liegt nicht in den äußeren Formen (Opfer, Gesetze, Strafen), sondern in der inneren Erkenntnis Gottes als Liebe und Licht . (NT) 5.6 Die Bedeutung für uns heute Diese Erkenntnisse haben tiefgreifende Konsequenzen für unser heutiges Gottesbild und unser Verständnis von Religion: Religion ist kein starres Dogma, sondern ein lebendiger Prozess. Die Bibel lehrt uns, dass Gott nicht in starren Regeln und Opfern zu finden ist, sondern in Liebe, Freiheit und persönlicher Beziehung . 2. Kritisches Denken ist essenziell. Wir sollten die biblischen Texte nicht blind verehren , sondern hinterfragen und verstehen . Die Geschichte zeigt, dass sich Gottesvorstellungen wandeln – und das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von menschlicher Suche nach Wahrheit . 3. Spirituelle Befreiung statt religiöser Kontrolle. Die Botschaft Jesu erinnert uns daran, dass wahre Spiritualität nicht in äußeren Ritualen, sondern in innerer Erkenntnis und Liebe liegt. 4. Respekt vor anderen Glaubenswegen. Wenn jeder Mensch eine eigene Lebenslinie und Herausforderungen hat, dann verdienen auch andere Glaubensrichtungen Verständnis und Respekt . Die wahre Größe liegt nicht im Bekehren, sondern im Austausch und in der gemeinsamen Suche nach Wahrheit . 5.7 Offene Fragen und Ausblick Natürlich wirft unsere Analyse auch neue Fragen auf: Gibt es historische Belege für Elohim als universellen Gott? Wie erklärt die traditionelle Theologie die Widersprüche zwischen Jehova und dem Neuen Testament? Was können wir aus anderen Kulturen und Religionen über die Entwicklung von Gottesvorstellungen lernen? Wie lässt sich meine eigene Sichtweise mit anderen Meinungen verbinden? Diese Fragen laden uns ein, weiterzuforschen und uns mit der Vielfalt des Glaubens auseinanderzusetzen. Vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis: Die Suche nach Gott ist kein Ziel, sondern ein Weg – ein Weg, der uns immer wieder herausfordert, zu fragen, zu hinterfragen und zu wachsen. Schlussgedanken – Einladung zur eigenen Suche Am Ende dieser Reise stehen wir vor einer grundlegenden Frage: Wer ist Gott wirklich? Die Antwort liegt nicht in einem Namen, nicht in einem Dogma, nicht in einem Buch – sondern in der eigenen spirituellen Erfahrung . Die Bibel, die gnostischen Schriften, die Lehren Jesu – sie alle sind Werkzeuge , die uns helfen können, diesen Weg zu gehen. Doch der wahre Gott entzieht sich jeder festen Definition. Er ist Licht, Liebe, Freiheit und unendliche Möglichkeiten . Dafür steht der wahre Schöpfer. Das ist das Hauptwesen Gottes: Liebe . Vielleicht ist das die tiefste Botschaft dieser Analyse: Gott ist kein Wesen, das wir besitzen oder kontrollieren können. Gott ist die Sehnsucht nach dem Ewigen, die in uns allen lebt. Der wahre Schöpfergott ist EL und nicht Jehova. Zusammenfassung des letzten Kapitels 5: Die Genesis zeigt zwei unterschiedliche Gottesvorstellungen: Elohim (transzendent) und Jehova (Demiurg). Jehovas Eigenschaften deuten darauf hin, dass er ein begrenztes, kontrollierendes Wesen ist – ein Demiurg. Die gnostischen Schriften bestätigen diese Sichtweise und bieten eine Alternative der spirituellen Befreiung . Jesus und das Neue Testament zeigen einen radikalen Bruch mit dem alten System und offenbaren Gott als Liebe und Vater . Die Bibel ist eine Zusammenstellung mehrerer Schriften und kein perfektes Buch , sondern ein menschliches Zeugnis der Gotteserkenntnis. Für uns heute bedeutet das: Spirituelle Freiheit, kritisches Denken und Respekt vor anderen Glaubenswegen. Epilog: Die Reise geht weiter Diese Analyse ist nur ein erster Schritt auf einer langen Reise. Die biblischen Texte, die gnostischen Schriften und die Lehren Jesu laden uns ein, weiterzuforschen, zu hinterfragen und uns auf die Suche nach dem Göttlichen zu begeben. Vielleicht ist das größte Geschenk dieser Erkenntnis: Wir sind nicht gefangen in einem System der Kontrolle oder Strafe. Wir sind frei, Gott auf unsere Weise zu suchen – mit Herz, Verstand und Seele. Für mich waren es vor allem die Schriften des Neuen Testaments, die Lehre und das Leben Jesu, die mich wachsen ließen. In Ihm liegt der Weg und das Ziel. Mein Schlussgedanke: Dieser Artikel soll nicht den persönlichen Glauben des Gläubigen infrage stellen, sondern zum Nachdenken anregen und historische sowie archäologische Forschung einbeziehen. Das kann den Horizont erweitern und sogar den Glauben an einen persönlichen Gott stärken, der sich uns als liebender Vater offenbart. Autor: Andy Nightingale , Juni 2026 Literatur- und Quellenverzeichnis Bibel: Genesis, Exodus, Evangelien, Briefe des Paulus Gnostische Schriften: Apokryphon des Johannes, Hypostase der Archonten, Thomasevangelium Fachliteratur: Richard Elliott Friedman: Wer schrieb die Bibel? Elaine Pagels: Die Gnostischen Evangelien Jan Assmann: Moses der Ägypter Samael Aun Weor: Die Mysterien der Genesis Online-Quellen: Theologische Lexika, archäologische Studien * Der Name Jehova (auch Jahwe oder JHWH) ist eine fehlende direkte Ableitung aus dem hebräischen Tetragramm YHWH (יהוה). Hier die kurze Erklärung: YHWH ist der eigentliche, unaussprechliche Name Gottes im Alten Testament, der sich selbst als “Ich bin, der ich bin” (Exodus 3,14) offenbart. Die Vokalisation “Jehova” entstand durch eine kombinierte Lesart: Die Juden vermieden es, den Namen auszusprechen, und lasen stattdessen Adonai (“Mein Herr”) statt YHWH. Später kombinierten christliche Gelehrte (ab dem Mittelalter) die Konsonanten YHWH mit den Vokalen von Adonai (a, o, a) und formten so den Kunstnamen “JeHoVa” (oder “Jahwe”). Korrekter ist eigentlich: JHWH (transliteriert) oder Jahwe (wenn man die hebräische Aussprache annähert). Der Name Jehova ist also eine historisch gewachsene, aber fehlerhafte Konstruktion , die weder der ursprünglichen hebräischen Aussprache noch der jüdischen Tradition entspricht. ** (Die Zahl 6 bedeutet unvollkommen und menschlich.-sogar nach dem NT) *** Papst Damasus I. (366–384 n. Chr.) stand in der Kritik, weil er bei seiner Wahl gegen seinen Konkurrenten Ursinus mit Gewalt und Bestechung durchsetzte. Er wurde beschuldigt, eine Schlägerei in Rom zu verantworten, bei der über 100 Menschen starben. Damasus diente vor allem der römischen Kirche und sich selbst, indem er die Macht der Bischofskirche in Rom stärkte und den biblischen Kanon vorantrieb. Seine Politik war oft von Nepotismus und politischen Allianzen geprägt, um seinen Einfluss zu sichern.

"ENTSCHEIDUNGSHILFE FÜR ZEUGEN JEHOVAS" Bruder Bruno.M. hielt es für wichtig als langjähriger Zeuge Jehovas eine Entscheidungshilfe zu veröffentlichen die seine öffentlichen Briefe an die Wachtturm Gesellschaft nochmals zusammenfasst. https://www.bruderinfo.com/loyaler-90-jaehriger-zeuge-jehovas-ermahnt-ernstlich-die-leitende-koerperschaft Er wollte das seine Glaubensgeschwister erkennen das es wichtig ist sich für Jesus zu entscheiden und nicht für einen "Sklaven" der sich selbst als treu und verständig darstellt. Er fragte auch ob es wichtiger ist einem "Sklaven" zu folgen oder Jesus ? Hier ist der Text aus Galater 5,1 in der Hoffnung für Alle (HFA) : „Christus hat uns die Freiheit geschenkt, damit wir wirklich frei leben können. Steht also fest in dieser Freiheit und lasst euch nicht wieder in ein neues Sklavenjoch spannen!“ Es war seine feste Meinung und Überzeugung das auch andere Zeugen Jehovas die Möglichkeit haben alles anhand der Schriften zu überprüfen. Und nun die Lehren die er anhand der Bibel überprüft hat und seiner Meinung nach auch für andere wichtig sind. :

Die Apostelgeschichte Teil1 Gründung, Wirken und Bedeutung der frühen Gemeinde „Ein biblischer Überblick mit Fokus auf die Apostel und ihre Bedeutung für den Glauben heute“ Wir bekamen sehr viele Zuschriften, ob wir einmal eine Art Artikelserie erstellen könnten über die Apostel und Ihr wirken und wer/was getan hat. Eine Art Selbststudium der Bibel. Dies ist nun der Anfang davon. Wenn ich selbst die Apostelgeschichte ab und an durchlese, dann fällt mir immer wieder auf wie lebendig diese Schrift gestaltet ist und wie Sie einen im Herzen berührt. Man wäre am liebsten selbst mit dabei gewesen. Dies ist nun die erste Zusammenfassung und Überblick dazu. Was besonders auffällt in dem Apostelbrief,- wie Jesus nach seiner Auferstehung weiter wirkt und handelt. Dies beweist das Jesus nicht erst seit 1914 ( Parusie:-wie es eine Religionsgemeinschaft behauptet) bei den Gläubigen ist, sondern seit Anbeginn seiner Auferstehung. Matthäusevangelium (Mt 28:20). Dort sagt Jesus zu seinen Jüngern: “Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.” Dies ist im Grunde ein Artikel der zum Nachschlagen der Bibeltexte anregen sollte und gewissermaßen ein Selbststudium ist. Also kein Artikel im klassischen Sinne. Ganz zum Schluß sind alle Apostel in einer Art Tabelle aufgegliedert und wie Ihr Rufname war, auch wie Sie starben und wo Sie dienten. Also unbedingt bis zum Schluß dranbleiben. :-) Wenn man alle Bibeltexte nachlesen und studieren möchte, dann benötigt man ca. 5 Stunden. Man kann den Artikel auch überfliegen und das Wichtigste für sich selbst herausschreiben. Wer ein PDF davon möchte sollte uns kurz anschreiben: info@bruderinfo.de Warum die Apostelgeschichte wichtig ist: Die Apostelgeschichte (griech. Praxeis Apostolon) ist mehr als nur ein historisches Dokument – sie ist ein lebendiger Bericht darüber, wie der auferstandene Jesus durch den Heiligen Geist eine weltweite Bewegung ins Leben rief. Für Christen heute ist sie eine Quelle der Inspiration, der Lehre und der Ermutigung, denn sie zeigt: - Wie Gemeinschaft, Gebet und Mission die frühe Gemeinde prägten. - Wie Glaube und Gehorsam selbst in Verfolgung und Widerstand siegreich sind. - Wie der Heilige Geist die Gläubigen führt und befähigt. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Daten, Fakten und theologischen Lehren der Apostelgeschichte zusammen und beleuchtet das Wirken der Apostel Petrus und Paulus – zwei Schlüsselfiguren des frühen Christentums. 1. Hintergrund und Entstehung der Apostelgeschichte Autor und Adressaten -Autor: Traditionell wird Lukas, der auch das Lukasevangelium schrieb, als Autor angenommen (vgl. Luk 1:1–4; Apg 1:1). Lukas war ein gebildeter Arzt (Kol 4:14) und Begleiter des Paulus (2 Tim 4:11). -Adressaten: Der Text ist an Theophilus gerichtet (Apg 1:1), was wörtlich „Gottliebender“ bedeutet. Es könnte sich um eine konkrete Person oder eine symbolische Anrede für alle Christen handeln. -Entstehungszeit: Vermutlich zwischen 80 und 90 n. Chr. in Griechenland oder Rom. Zweck des Buches Lukas schreibt, um zu zeigen: 1. Die Kontinuität zwischen Jesus und der frühen Gemeinde. 2. Die Ausbreitung des Evangeliums von Jerusalem bis Rom. 3. Die Rolle des Heiligen Geistes als treibende Kraft. 4. Die Einheit der Gemeinde trotz kultureller und theologischer Unterschiede. 2. Die Apostel: Ihre Rolle und ihr Wirken Die Apostel waren Zeugen der Auferstehung Jesu (Apg 1:22) und hatten eine besondere Autorität in der frühen Gemeinde. Die zwölf Apostel (Matthäus 10:14) wurden nach Judas Iskariots Verrat durch Matthias ersetzt (Apg 1:15–26). Später trat Paulus als „Apostel der Heiden“ hinzu (Röm 11,13). Petrus: Der Fels der Gemeinde. Name: Simon, genannt Petrus („Fels“, Joh 1:42). Rolle: - Sprecher der Apostel (Apg 2:14–36). - Erster, der Heidenchristen aufnahm (Apg 10). - Führende Figur in der Jerusalemer Gemeinde (Apg 1–12). Wichtige Ereignisse im Leben des Petrus Berufung durch Jesus Mt 4:18–20 Petrus verlässt alles, um Jesus nachzufolgen – Vorbild für kraftvollen Glauben. Bekenntnis zu Jesus Mt 16:16 „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ – Fundament des Glaubens. Verleugnung Jesu Mt 26:69–75 Seine Schwäche wird zur Demut – Jesus vergibt und bestätigt ihn (Joh 21:15–19). Pfingstpredigt Apg 2:14–41 3.000 Menschen werden an einem Tag gerettet – Beginn der Gemeinde. Heilung des Gelähmten Apg 3:1–10 Zeigt die Kraft Jesu durch Petrus – Glaube führt zu Heilung. Auferweckung der Tabita Apg 9:36–43 Beweis, dass Jesus auch im Tod Leben schenkt. Vision und Kornelius Apg 10:1–48 Heiden dürfen ohne Beschneidung Christen werden – Einheit von Juden und Heide n. Petrus - Briefe: Theologische Schätze - 1. Petrusbrief: Ermahnung zur Hoffnung in Verfolgung (1 Petr 1:3–9). - 2. Petrusbrief: Warnung vor falschen Lehrern (2 Petr 2:1–3). Bibeltext zur Nachfolge: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.“ (Matthäus 16:18) Paulus: Der Apostel der Heiden Nam*: Ursprünglich Saul** (hebr. „erbetener Sohn“), später Paulus(„der Kleine“). Hintergrund: - Geboren in Tarsus (heutige Türkei), römischer Bürger (Apg 22:28). - Fanatischer Verfolger der Christen (Apg 8:3; 9,1–2). - Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus (Apg 9:1–19) – ein radikaler Neuanfang. Wichtige Ereignisse im Leben des Paulus Bekehrung Apg 9:1–19 Jesus offenbart sich ihm – Beginn seines Dienstes. Flucht aus Damaskus Apg 9:23–25 Erste Verfolgung – Paulus lernt, sich auf Gottes Schutz zu verlassen. -ein Ansporn für uns heute. Erste Missionsreise Apg 13–14 Gemeinde in Antiochia gegründet – erste Reise zu den Heiden. Apostelkonzil in Jerusalem Apg 15:1–35 Entscheidung: Heiden müssen nicht beschnitten werden (Apg 15:19–21). Zweite und dritte Reise Apg 16–20 Gründung von Gemeinden in Europa (Philippen, Thessalonich, Korinth). Gefangenschaft und Romreise Apg 21–28 Paulus predigt in Rom – das Evangelium erreicht das Zentrum des Reiches. Brief an die Römer Röm 1:16–17 „Ich schäme mich des Evangeliums nicht!“ – Kernbotschaft des Paulus. Paulus’ Briefe: Theologische Grundlagen Paulus schrieb 13 der 27 neutestamentlichen Briefe und prägte die Theologie des Christentums: - Römerbrief: Rechtfertigung allein durch Glauben (Röm 3:28). - 1. Korintherbrief: Liebe als höchste Gabe (1 Kor 13). - Galaterbrief: Freiheit im Geist (Gal 5:1). - Philipperbrief: Freude im Leiden (Phil 4:4–7). Bibeltext zur Berufung: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwerfallen, gegen die Stacheln zu treten.“ (Apostelgeschichte 9:4–5) Andere wichtige Apostel und Mitstreiter: 1.Johannes „Lieblingsjünger“ Jesu, schrieb Evangelium und Offenbarung. Joh 21:24; Offb 1:1–3 2.Jakobus Leiter der Jerusalemer Gemeinde, Märtyrer (Apg 12:2). Jak 1:2–4 3.Barnabas Begleiter des Paulus, förderte die Gemeinde in Antiochia. Apg 11:22–26; 13:2 4.Stephanus Erster Märtyrer, Vorbild für Vergebung (Apg 7:54–60). Apg 6:5; 7:59 Zentrale Themen und Lehren der Apostelgeschichte: 1. Der Heilige Geist: Die treibende Kraft - Pfingsten (Apg 2) : Ausgießung des Geistes – Beginn der Gemeinde. - Geistliche Gaben: Zungenrede, Prophetie, Heilungen (Apg 2:4; 1 Kor 12). - Führung: Der Geist leitet die Apostel (Apg 13:2–4; 16:6–10). Bibeltexte: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt.“ Apostelgeschichte 1:8 2. Gemeinde und Gemeinschaft - Einmütigkeit: Die Gemeinde war „ein Herz und eine Seele“ (Apg 2:42–47; 4:32–35). - Gebet: Die Gemeinde betete beständig (Apg 1:14; 12:5). - Lehre und Brotbrechen: Die Apostel lehrten und feierten das Abendmahl (Apg 2:42). Bibeltexte: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft.“ (Apostelgeschichte 2:42) 3. Mission und Evangelisation - Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde (Apg 1:8). - Paulus’ Strategie: Zuerst in Synagogen predigen, dann zu den Heiden (Apg 13:46). - Gebet: „Betet auch für mich, dass mir das Wort gegeben werde“ ( Eph 6:19). Bibeltext: „Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?“ (Römer 10,14) 4. Verfolgung und Widerstand - Stephanus’ Steinigung (Apg 7) – erste große Verfolgung. - Paulus’ Verhaftungen (Apg 16:22–24; 21:27–36). - Gottes Souveränität: Verfolgung führt zur Ausbreitung des Evangeliums (Apg 8:1–4). Bibeltext: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen schmähen und verfolgen.“ (Matthäus 5:11) 4. Praktische Bedeutung für Christen heute 1. Die Gemeinde lebt vom Heiligen Geist - Gebet und Gemeinschaft sind essenziell (Apg 2:42). - Mission ist kein Programm, sondern eine Haltung (Apg 1:8). - Einheit trotz Unterschieden (Apg 15) – heute wichtig in einer zersplitterten Gemeinde. 2. Strenger Glaube wie die Apostel - Petrus verließ alles für Jesus – was hält uns zurück? - Paulus opferte sein Leben – sind wir bereit, für den Glauben einzustehen? - Stephanus vergab seinen Mördern – wie sieht Vergebung in unserem Leben aus? 3. Hoffnung in Verfolgung Die Apostelgeschichte zeigt: Verfolgung treibt die Gemeinde voran, -nicht zerstört sie. - In vielen Ländern wächst die Zahl der Christen trotz Unterdrückung (z. B. China, Iran). - Gebet für verfolgte Christen (Heb 13:3) ist eine Pf licht. 5. Wichtige Bibeltexte für den persönlichen Glauben Für Trost und Ermutigung - Apg 1:8: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ - Röm 8:31–39: „Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?“ - Phil 4:13: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht.“ Für Gemeinschaft und Dienst - Apg 2:42–47: Das Bild einer gesunden Gemeinde. - 1 Kor 12:4–11: Die Vielfalt der Geistesgaben. - Gal 6:2: „Einer trage des anderen Last.“ Für Mission und Evangelisation - Mt 28:19–20: Der Missionsbefehl. - 1 Petr 3:15: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung.“ - 2 Tim 4:2: „Predige das Wort, tritt dafür ein.“ Fazit: Die Apostelgeschichte als lebendige Herausforderung Die Apostelgeschichte ist kein verstaubtes Geschichtsbuch, sondern ein Aufruf zum Handeln: - Gemeinschaft pflegen wie die frühe Gemeinde. - Den Heiligen Geist wirken lassen in unserem Leben. - Starker Glaube und das Evangelium weitergeben – auch heute. - In Verfolgung standhalten und auf Gottes Treue vertrauen. „Die Gemeinde aber nahm zu an Zahl und wuchs in der Furcht des Herrn.“ (Apostelgeschichte 9,31) Dies ist nun die erste Übersicht über die Apostelgeschichte, die uns zeigte, wie tapfer die ersten Gemeinden waren und was Sie alles auf sich genommen haben. Auch wie Sie beständig für Ihren Glauben einstanden. Es ist nicht einfach in dieser heutigen Welt, Christen zu finden die auch das Leben, was Jesus uns in der Apostelgeschichte zeigte. Aber es ist möglich und wenn wir die Liebe anwenden und uns eng an unseren Vater im Himmel und seinem Sohn halten, dann mag es uns gelingen. Und wenn wir es eben im Alltag nicht immer schaffen, so haben wir einen Helfer beim Vater.-Jesus Christus. 2. 1. Johannes 2:1–2 (Jesus als unser Fürsprecher und Sühnopfer) 1 „Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. 2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ Hier noch eine Aufstellung aller Apostel damit man den Überblick nicht verliert 😊: Petrus Rufname: Simon Petrus Führte die Urgemeinde in Jerusalem an, missionierte in Antiochia, später in Rom. In Rom unter Kaiser Nero gekreuzigt (um 64–68 n. Chr.). Traditionell: Kopf nach unten, da er sich unwürdig fühlte, wie Jesus zu sterben. 1. und 2. Petrusbrief Andreas Missionierte in Griechenland, Thrakien und am Schwarzen Meer. In Patras (Griechenland) an ein X-förmiges Kreuz gekreuzigt (um 60–70 n. Chr.). Jakobus (Sohn des Zebedäus) Genannt: Jakobus der Ältere Missionierte in Spanien und Judäa. In Jerusalem durch Herodes Agrippa I. mit dem Schwert hingerichtet (Apostelgeschichte 12,2, um 44 n. Chr.). Johannes Führte die Gemeinde in Ephesus, blieb bis ins hohe Alter dort. Traditionell: In Ephesus gestorben (um 100 n. Chr.), nicht durch Martyrium, sondern Alterstod. Evangelium nach Johannes, 1.–3. Johannesbrief, Offenbarung 90–100 n. Chr. Jakobus (Sohn des Alphäus) genannt: Jakobus der Jüngere Führte die Gemeinde in Jerusalem. In Jerusalem gesteinigt (um 62 n. Chr., nach dem Tod des Hohepriesters Hannas II.). Judas Thaddäus genannt Judas (nicht Iskariot) Missionierte in Mesopotamien, Persien und Armenien. In Armenien mit Keulen erschlagen (um 65–70 n. Chr.). Judasbrief Matthäus genannt: Levi Missionierte in Judäa, Äthiopien und Persien. In Äthiopien oder Persien mit einem Schwert hingerichtet (um 60–70 n. Chr.). Evangelium nach Matthäus Thomas genannt: Didymus (Zwilling) Missionierte in Indien. In Madras (Indien) mit einem Speer getötet (um 70 n. Chr.). Bartholomäus genannt: Nathanael Missionierte in Armenien, Indien und Albanien. In Albanopolis (Armenien) gehäutet und gekreuzigt (um 70 n. Chr.). Simon Zelotes genannt: Simon der Zelot Missionierte in Ägypten, Britannien und Persien. In Persien mit einer Säge zerschnitten (um 65–70 n. Chr.). Matthias Wurde als Ersatz für Judas Iskariot gewählt. Missionierte in Judäa, Kappadokien und am Kaspischen Meer. In Kolchis (Georgien) gesteinigt und enthauptet (um 63 n. Chr.). Judas Iskariot Verriet Jesus. Kein apostolisches Wirken nach Jesu Tod. Suizid durch Erhängen (Matthäus 27,5).

